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(26.09.2021, 04:09 Uhr)

 
 
 Schuhklau
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 Erstes Mal 27.11.2021 (10:58 Uhr) Alex
 Re: Erstes Mal 27.11.2021 (13:34 Uhr) Kai
 Re: Erstes Mal 27.11.2021 (14:30 Uhr) Alex
 Re: Erstes Mal 30.11.2021 (13:26 Uhr) Kai
 Re: Erstes Mal 28.11.2021 (12:18 Uhr) Genießer
 Re: Erstes Mal 28.11.2021 (12:18 Uhr) Genießer
 Re: Erstes Mal 29.11.2021 (02:31 Uhr) Unbekannt
 Zweites Mal 12.12.2021 (11:09 Uhr) Unbekannt
Als nächstes erzähl ich gern von meinem zweiten Erlebnis. Das passt auch in die Jahreszeit, es war nämlich am 06.12., also Nikolaustag. Zu dem Zeitpunkt war das erste Erlebnis so etwa zwei Wochen her. Ich hatte zunächst Angst gehabt, dass ich jetzt regelmäßiger Opfer solcher Aktionen werden würde, aber außer ein bis zwei hämischen Sprüchen kam nichts weiter. Bis dann eben zu jenem Morgen.
In der dritten Stunde gab es recht unerwartet eine Durchsage unseres Abijahrgangs. An meiner Schule war es üblich, dass sich der älteste Jahrgang immer mal ein paar Dinge einfallen ließ wie Hotdog-Verkäufe oder dergleichen. Nun wurde also verkündet, dass in der kommenden kleinen Pause alle Schüler*innen ihren linken Schuh vor die Tür stellen sollten, um eine Überraschung zu erhalten. Dabei wurde das "nur den linken" betont - später sollte das noch eine Rolle spielen.
Mich hat die Durchsage ziemlich erschreckt. Nur zu gut erinnerte ich mich daran, wie peinlich es mir gewesen war, ohne meinen Schuh dazustehen. Gleichzeitig meldete sich bei mir auch wieder dieses seltsam kribbelige Gefühl. Unsicher blickte ich mich um. Auch viele andere sahen etwas ratlos aus. Ob sie alle der Einladung nachkommen würden? Ich schluckte. Nein, selbst dann würde ich es nicht tun. Ich würde einfach beide Schuhe anbehalten, an meinem Platz bleiben und nicht auffallen, so wie ich es auch sonst tat. Das Risiko war sonst einfach zu groß, dass ich wieder Opfer irgendwelcher Späße würde, dachte ich mir. Damit verkalkulierte ich mich.
In der Pause sprangen die meisten meiner Klassenkameraden sofort auf. Es gab ein ziemliches Gewusel an der Tür und bald darauf kamen die ersten wieder; einige gingen jetzt etwas schief, andere hüpften einbeinig herum, wieder andere liefen einfach ganz normal auf ihrem nun unbeschuhten linken Fuß. Ich fühlte wieder so ein seltsames Kribbeln und es juckte mich fast an der linken Sohle, aber stoisch richtete ich mein Heft wieder auf die Aufgaben für die nächste Stunde. So strömten die meisten anderen an mir vorbei und nahmen wieder Platz. Auch Malte und Nicklas waren schon wieder auf ihren Plätzen. Ich vergaß schon fast, warum ich mir Sorgen gemacht hatte, bis ich die Stimme von Patrick, einem weiteren unserer "Spaßmacher" hörte: "Hey kleine Streberin, als braves Mädchen wirst du dich doch nicht etwa fürchten, dass der Nikolaus dir nichts bringt?"
Erschrocken sah ich auf. Patrick stand direkt vor mir und grinste auf mich herab, auf eine Art und Weise, die nichts gutes verhieß.
"Ich.ähm.ich brauch gar keine Schoki oder so.", gab ich kleinlaut wieder, eine denkbar schlechte Ausrede, denn in den Pausen mümmelte ich gern mal ein bisschen Rittersport oder so.
"Der sind nur ihre stinkenden Füße peinlich!", schallte es von hinten. Nicklas. Ich lief tomatenrot an, bis mir auffiel, dass die Stimme viel näher war, als sie hätte sein sollen. Ich drehte mich um und sprang erschrocken von meinem Stuhl auf, als ich sah, wie sich Nicklas und Malte den Weg durch die Reihen bahnten. Zwar war ich noch nicht oft selbst Opfer gewesen, aber ich hatte oft genug bei den anderen Mädels zugesehen, um zu wissen, was mir bevorstand. Also fackelte ich nicht lange und versuchte mir den Weg zur Tür zu bahnen. Wenn ich nur draußen auf dem Flur lange genug entkommen konnte, bis die Stunde anfing, wäre ich sicher, dachte ich mir.
Allerdings waren auch meine Verfolger auf Zack. Als sie mich reißaus nehmen sahen, machten sie selbst sofort Tempo und es war eine wirklich knappe Geschichte, dass ich die Klassentür vor ihnen erreichte. Natürlich amüsierte sich jetzt auch die ganze Klasse über das Ereignis. Auf dem Gang stürmte ich sofort los, doch die Jungs waren mir viel zu dicht auf den Fersen. Zum Verhängnis wurde mir bereits die erste der Flurtüren, da sich diese von meiner Seite durch Ziehen öffnete und ich so kurz stehen bleiben musste. Bereits im nächsten Moment schlossen sich gleich mehrere starke Armpaare um meinen Körper. Es gab ein richtiges Gerangel, da ich mich heftig wehrte. Natürlich waren aber die Jungs stärker, insbesondere zu dritt. Innerhalb kürzester Zeit wurde ich von der Tür weggezogen und hing komplett schräg in der Luft. Da merkte ich bereits, dass begonnen wurde, die Schnürsenkel eines meiner Winterstiefel zu lösen.
"Lasst das, nicht meinen Schuh!" protestierte ich, fand mich aber schon bald in eine Ecke gedrängt, auf der ich recht unsanft zu Boden gedrückt wurde, während mein Bein weiter im Griff eines der Jungen blieb. Wieder konnte ich nichts tun, als ich merkte, wie sich einer meiner Schuhe zu lösen begann und wieder spürte ich das Kribbeln und das surreale Gefühl. Da ich mich weiter wehrte, konnte ich nicht sehen, wer sich da an meinem Stiefel zu schaffen machte, aber er ging definitiv effektiver vor als Malte beim letzten Mal. Der Schuh fühlte sich zunehmend loser an und dann spürte ich, wie er an der Hacke und Spitze gepackt wurde. Dann gab es einen kurzen, entschlossenen Ruck und schon war mein Fuß frei, sowohl von dem Griff als auch von seinem Schuh. Instinktiv zog ich ihn zu mir und schob ihn so gut wie möglich unter mein anderes Bein. Dennoch kam sofort ein hämischer Kommentar: "Ach guckt mal, sie hat richtig niedliche Söckchen an!"
Ich errötete, da ich noch wusste, was für ein paar Socken ich am Morgen nichtsahnend aus der Schublade genommen hatte. Es war blau und weiß getingelt und mittig auf dem Ansatz der Zehenpartie war ein kleiner Weihnachtsbaum aufgenäht. Nicht gerade die Socken, die ich unfreiwillig vor meiner Klasse zur Schau stellen wollte. Aber bevor ich mir darüber weitere Gedanken machen konnte, meldeten sich die Jungs wieder.
"Hey, sollte es nicht der Linke sein?"
"Oh ja, Mist. Haha!"
"Stellen wir doch beide raus, die Kleine hat sich das doch verdient, so brav wie sie ist."
Was als Nächstes passierte, ist wohl klar. Ich zappelte, ich protestierte, ich drohte zu petzen, aber trotzdem waren schnell meine beiden Füße in Ringelsocken zu sehen. Gegen meinen Willen wurde ich dann auch noch hochgehoben und zurück Richtung Klassenraum getragen. Ich erinnere mich gut, wie ich sowohl auf meine Sockfüße als auch auf meine Stiefel blicken konnte, die Nicklas vor mir in der Hand trug und schließlich ordentlich neben den restlichen Schuhen platzierte. Ich kam mir in dem Moment völlig hilflos und verwundbar vor. Dies steigerte sich noch, als ich unter Gejohle mit den nun schuhlosen Füßen voran in die Klasse zurückgetragen wurde.
"Haha, süße Socken!"
"Och, hat Alex ihre Schuhe verloren?"
"Puh, macht mal ein paar Fenster auf!"
Das war so die Art der Kommentare, die ich mir anhören durfte. An meinem Platz wurde ich wieder abgesetzt und mir wurde sehr eindringlich verklickert, dass ich bloß nicht auf die Idee kommen sollte, meine Schuhe vor den anderen wieder anzuziehen, sonst würde ich noch ganz andere Sachen erleben. Ich musste anerkennen, dass ich wohl wirklich keine Wahl hatte. Bald ging also die Stunde los und ich saß auf Socken da. Das war erstmal nicht so schlimm, schließlich fehlte auch meinen Klassenkamerad*innen zumindest ein Schuh. Blöde Sprüche und Kommentare über bunte Socken gab es also auch unter den anderen und so fiel ich, wie es meine Art war, bald kaum mehr auf. Als es dann zur Pause klingelte, lief ich als eine der ersten hinaus, einigermaßen erleichtert, dass ich doch recht glimpflich und nur mit ein paar inzwischen doch recht kalten Füßen davongekommen war.
Leider waren meine Schuhe weg.
Ich suchte ungläubig mit den Augen die aufgereihten Schuhe ab, in denen nun jeweils ein kleiner Schoko-Nikolaus steckte. Schnell lichteten sich diese Reihen, aber trotzdem tauchte kein Paar kleiner Winterstiefel aus dunkelrotem Wildleder auf. Dafür hörte ich ein zweites Mal eine Durchsage: "Falsche oder zuviel abgestellte Schuhe können nach der sechsten Stunde in der Jahrgangsecke der 13. Klasse abgeholt werden."
Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Sofort brach wieder Gelächter um mich herum aus, als auch den anderen klar wurde, was für ein Schicksal mich jetzt ereilt hatte. Ohne ein weiteres Wort tapste ich in den Klassenraum zurück und holte meine Tasche und meine Jacke, da wir die 5. und 6. Stunde in die Bio-Räume wechseln würden. Ich ging meine Optionen durch. Besser gesagt, ich stellte fest, dass ich keine hatte. Was mir blieb war, mich so gut wie möglich von den mich aufziehenden Anderen zu entfernen und mir eine stille Ecke in der Pausenhalle zu suchen, wo ich erstmal schmollte. Gleichzeitig hatte ich ganz schönes Herzrasen und schaute immer wieder auf meine sockigen Füße. Seltsam, wie aufregend es sich anfühlte.
Die Pause brachte ich ganz gut durch. Ich sah noch zwei Jungs, denen jeweils der rechte Schuh fehlte, aber die es kaum zu stören schien. Im Biounterricht durfte ich mir dann eine Menge weiterer geistreicher Sprüche anhören und bemerkte, dass ich beziehungsweise meine Füße auch recht durchgängig von so einigen beobachtet wurde(n). Sonst passierte aber tatsächlich weiter nichts und ich konnte mir zum Schulschluss meine Stiefel wiederholen und mit meinen inzwischen wirklich ziemlich kalten und auch dreckigen Füßen hineinschlüpfen. Fast schon schade, dass ich so nicht nach Hause musste, dachte ich mir insgeheim.
 Re: Zweites Mal 12.12.2021 (11:34 Uhr) Alex
 Re: Zweites Mal 13.12.2021 (11:09 Uhr) Kai
 Re: Zweites Mal 13.12.2021 (17:30 Uhr) Unbekannt
 Re: Zweites Mal 14.12.2021 (11:40 Uhr) Kai
 Re: Zweites Mal 13.12.2021 (19:49 Uhr) Genießer
 Re: Zweites Mal 13.12.2021 (23:26 Uhr) Alex
 Re: Zweites Mal 27.12.2021 (19:24 Uhr) babsili
 Re: Zweites Mal 27.12.2021 (21:12 Uhr) Unbekannt
 Re: Zweites Mal 29.12.2021 (13:55 Uhr) Alex
 Re Uggs 29.12.2021 (22:54 Uhr) babsili
 Re: Re Uggs 31.12.2021 (16:20 Uhr) Rens1234
 Re: Re Uggs 02.01.2022 (12:30 Uhr) Alex
 Re: Re Uggs 02.01.2022 (18:33 Uhr) Rens1234
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