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 Schuhklau
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 Meine Schuhe bei der 8. Klasse 28.07.2022 (21:22 Uhr) Janina
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 29.07.2022 (07:51 Uhr) Rens1234
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 29.07.2022 (18:23 Uhr) Alex
Hi Janina,

Vielen Dank meinerseits für den ausführlichen Bericht. Das klingt echt nach einem heftigen Erlebnis. Ich kann gut verstehen, dass es dir damals vor allem unangenehm war. Sowas wäre auch für mich ganz schön hart gewesen, selbst nachdem ich mit meiner Vorliebe meinen Frieden gemacht hatte.

Irgendwie eine interessante Vorstellung, jüngere Personen mit im Spiel zu haben. Das ist mir nie so wirklich passiert. Nur einmal hat mir Linas kleiner Bruder die Schuhe geklaut, aber das war eine ganz andere Situation.

Wie würdest du deiner Meinung nach damit umgehen, würden dir heute deine Schuhe weggenommen? Meinst du, du könntest es jetzt eher schätzen?
Ansonsten würde ich mich darüber freuen, wenn du noch ein bisschen weiter von deinen Erlebnissen berichten magst. :-)

LG Alex

> Hallo zusammen,
>
> auf Wunsch von Lotte berichte ich mal etwas
> ausführlicher, wie das damals mit der 8. Klasse anfing.
> Ich erinner mich natürlich nicht mehr an alles. Aber ich
> versuche es so gut wie möglich darzustellen. Falls ich
> dabei ein Zitat einstreue, ist das eher sinngemäß zu
> sehen. Denn abgesehen von ein paar prägnanten Aussagen,
> erinnere ich mich natürlich nicht mehr an den Wortlaut
> von irgendwas.
>
> Mein erster wirklicher Kontakt mit der 8. Klasse fällt in
> die Zeit, wo es mir besser gelang mich zu wehren und ich
> auch selbst Schuhe erbeuten konnte. Das wiederum
> motivierte auch meine Schuhdiebinnen wieder aktiver zu
> werden.
> Als ich an diesem Morgen die Schule betrat, warteten
> bereits vier der üblichen Schuhdiebinnen auf mich. Sie
> saßen am Rand des Foyers, sodass ich sie erst sehen
> konnte, nachdem ich das Gebäude bereits betreten hatte.
> Sie kamen sofrt auf mich zu und riefen mir grinsend die
> üblichen Spötteleien zu, wie "Hey Socki, warum hast du
> denn noch Schuhe an?" Ich trug an dem Tag meine
> Nike-Sneaker und habe sofort die Flucht angetreten. Die
> vier verfolgten mich, aber ich schaffte es einen guten
> Vorsprung beizubehalten. Abschütteln konnte ich sie
> jedoch nicht und ich wusste auch nicht so recht, wohin
> ich eigentlich fliehen soll. Irgendwann bog ich dann in
> einen Gang, wo mir zwei Jungs aus meiner Klasse entgegen
> kamen. Ich hörte hinter mir direkt meine Verfolgerinnen
> rufen, dass die zwei mich festhalten sollen. Sie schauten
> zwar überrascht, hielten mich aber trotzdem fest, als ich
> auf ihrer Höhe war. So konnten meine Verfolgerinnen mich
> jetzt problemlos einholen. Alle meine Proteste stießen
> natürlich auf taube Ohren und die vier drückten mich an
> Ort und Stelle zu Boden. Auch wenn es sinnlos war, wehrte
> ich mich weiter. Aber gleich mehrere Hände zerrten an
> meinen Sneakern und selbst ungeöffnet hielten sie sich
> nur einen Moment lang an meinen Füßen. Dann war ich sie
> auch schon los und saß sockig am Boden. Ich glaube, ich
> trug dunkelgraue Socken an dem Tag, bin mir aber nicht
> mehr ganz sicher.
>
> Die 8. Klasse kam dann in der ersten großen Pause ins
> Spiel. Als 10. Klasse durften wir damals die großen
> Pausen im Klassenraum verbringen. Nur wenn wir die
> nächste Stunde in einem Fachraum hatten, mussten wir die
> Pause außerhalb des Klassenraums verbringen. Solche
> Pausen verbrachte ich meist mit ein paar Jungs oder
> allein im Foyer. Da zwei der Jungs ja an meinem
> Schuhverlust mitschuldig waren, verbrachte ich diese
> Pause demonstrativ allein. Mein Lieblingsplatz war eine
> schwer einzusehende Sitzgelegenheit, die teilweise durch
> das Treppenhaus verdeckt wurde. Hier war ich meistens
> ungestört. Diesmal jedoch setzten sich drei
> Achtklässlerinnen auf eine weitere Sitzgelegenheit in der
> Nähe. Sie waren sehr am Kichern und schauten immer wieder
> sehr offensichtlich zu mir rüber. Schon das nervte mich
> sehr. Die drei kamen dann aber tatsächlich zu mir und die
> eine fragte mich: "Bist du nicht Socki?" Und noch bevor
> ich darauf etwas erwidern konnte, fingen alle drei an zu
> lachen und eine andere fragte: "Warum läufst du denn
> immer ohne Schuhe rum?" "Na, das ist halt ihr Ding. Das
> sagt doch schon ihr Name", antwortete die eine. Ich war
> ehrlich gesagt zu geschockt, um irgendetwas zu erwidern.
> Kurz darauf kehrten die drei zu ihrer Sitzgelegenheit
> zurück, schauten aber auch noch ein paar mal kichernd zu
> mir.
> In mir brodelte es. Grade diese Spitznamen triggerten
> mich immer sehr. Und ich wollte es mir wirklich nicht
> bieten lassen, dass jetzt schon irgendwelche Achtklässler
> damit anfangen mich so zu nennen. Mit ordentlich Wut im
> Bauch stand ich also auf und ging entschlossen auf die
> drei zu. Die, die mich Socki genannt hatte, drückte mir
> jetzt noch einen dummen Spruch rein. Aber ich war nicht
> zu irgendwelchen Spielchen aufgelegt. Ohne ein weiteres
> Wort, beugte ich mich zu ihren Füßen herab und griff mir
> ihren ersten Schuh. Sie trug beige Stiefeletten mit
> Keilabsatz (die kommen ungefähr hin:
> https://wolkengang.de/HOT-ICE-Ankle-Boots-Wedges-Stiefele
> tten-Damen-beige-4). Auch in geschlossenem Zustand konnte
> ich ihr den problemlos runterziehen. Es ertönte nur kurz
> dieses charakteristische Geräusch, wenn Stoff über Stoff
> schabt und ihr erster Schuh war aus. Ich warf den hinter
> mich und griff mir direkt den verbliebenen Schuh. Das
> Mädel wirkte sehr geschockt und auch ihre beiden
> Freundinnen machten nur große Augen. Auch hier beförderte
> ich ihren Fuß mit einem entschlossenen Ruck aus dem
> Schuh. Weiß besockt saß sie jetzt vor mir und ich meinte
> zu ihr: "Das hast du jetzt davon! Kannst ja selbst mal
> sehen, ob du es ohne Schuhe so lustig findest!" Ich hob
> dann ihren anderen Schuh auf und verließ die drei in
> Richtung Vorraum der Turnhalle. Da hat man meistens auch
> seine Ruhe gehabt.
> Meine Wut ließ so langsam nach und ich war doch zufrieden
> damit, so entschlossen reagiert zu haben. Etwas naiv ging
> ich davon aus, dass ich der 8. Klasse damit deutlich
> gezeugt hätte, dass sie sich besser nicht mit mir anlegen
> sollte und ich künftig meine Ruhe vor den dreien hätte.
> Als ich gegen Ende der Pause beim Fachraum ankam, erntete
> ich bereits wütende Blicke meiner üblichen
> Schuhdiebinnen. Nur dachte ich mir nichts dabei. Aber
> direkt nach der Doppelstunde als wir den Raum wieder
> verließen, nahmen die mich in die Mangel und Rebekka
> (eine der Schuhdiebinnen) fragte mich wütend, ob ich
> eigentlich bescheuert wäre, ihrer kleinen Schwester die
> Schuhe zu klauen. Nur war mir das beim Schuhklau gar
> nicht bewusst gewesen! Es hätte aber auch keinen
> Unterscheid gemacht. Denn Schwester hin oder her, ich
> hätte ihr in jedem Fall die Schuhe abgenommen. Jedenfalls
> durchsuchten sie meine Schultasche und entnahmen daraus
> die Schuhe von Michelle (Rebekkas kleiner Schwester). Sie
> meinten noch mehrfach zu mir, dass das noch ein Nachspiel
> haben wird. Dann trafen sie sich anscheinend mit Michelle
> und gaben ihr ihre Schuhe zurück. Außerdem teilten sie
> mir am Ende der Pause mit, dass sie ihr auch meine Schuhe
> gegeben haben. Ich solle nach Schulschluss zu deren
> Klassenraum gehen und sie mir abholen.
> Diese Aussicht gefiel mir gar nicht. Aber ändern konnte
> ich es auch nicht und so machte ich mich nach der
> sechsten Stunde auf zum Klassenraum der 8. Klasse.
> Erwartungsgemäß wartete dort nicht nur Michelle auf mich.
> Nicht nur ihre beiden Freundinnen von vorhin waren da,
> sondern noch mehrere Jungs und ein paar weitere Mädels
> aus ihrer Klasse. Anscheinend wollten sie sich das nicht
> entgehen lassen. Michelle und ihre zwei Freundinnen waren
> jetzt auch wieder wesentlich selbstsicherer und ich
> durfte mir erstmal einiges an Trashtalk anhören. Zu guter
> letzt forderte sie mich dann auf, sich bei ihr für den
> Schuhklau zu entschuldigen. Danach würde ich meine Schuhe
> wiederbekommen. Aber diese Genugtuung wollte ich ihr
> nicht geben. Und ich rechnete auch nicht ernsthaft damit,
> dass sie meine Schuhe einfach behalten würde, wenn ich
> mich nicht entschuldige. Auch als sie begann von 10
> runterzuzählen, ging ich davon aus, dass sie blufft. Aber
> sie sagte: ". 1,. und 0 - Tja, also keine Schuhe für
> dich." Sie und die anderen packten nun zusammen und
> ignorierten mich praktisch. Da wurde ich doch langsam
> panisch und entschuldigte mich sogar, wenn auch
> halbherzig. Aber auch das wurde nur mit einem "Leider zu
> spät" weggewischt. Michelle verabschiedete sich
> schließlich mit einem "Mach's gut, Socki. Du kannst ja
> morgen nochmal wegen deiner Schuhe bei uns vorbeikommen."
> und trat mit ihren Klassenkameraden den Heimweg an.
> Ich blieb allein im Gang der 8. Klasse zurück und
> versuchte mich zu beruhigen. Meinen letzten schuhlosen
> Heimweg hatte ich noch in lebhafter Erinnerung. Und auch
> die Aussicht morgen wieder bei der 8. Klasse um meine
> Schuhe bitten zu müssen, entmutigte mich. Dennoch
> trottete ich nach ein paar Minuten los in Richtung
> Ausgang. Aber das war noch nicht das Ende vom Lied. Denn
> im Foyer traf ich erneut auf Michelle, ihre beiden
> Freundinnen und mehrere Schuhdiebinnen aus meiner Klasse.
> Erst hatte ich noch die leise Hoffnung, dass sie
> vielleicht nur geblufft haben und ich meine Schuhe jetzt
> doch noch wiederbekomme. Aber stattdessen stellte sich
> heraus, dass die sich einfach nicht entgehen lassen
> wollten, wie ich sockig zur Bushaltestelle gehe. Ich
> weigerte mich dann auch erst das Gebäude zu verlassen,
> wurde aber schnell aus diesem heraus geschoben. Und da es
> mal wieder echt kalt war, war ich dann auch entsprechend
> motiviert schnell zur Bushaltestelle zu kommen. Die
> ersten Meter ging ich noch auf Zehenspitzen, trat nach
> kurzer Zeit aber doch mit dem kompletten Fuß auf. Denn
> ein paar Meter hinter mir gingen die anderen Mädels und
> rissen ihre Witze. Auch warteten an der Bushaltestelle
> weitere Schüler auf ihre jeweiligen Busse, die das jetzt
> voll mitbekamen. Alles in allem war es schon sehr
> peinlich - aber irgendwie halt auch aufregend. Grade auch
> dieses Wissen, dass meine Schuhe im Besitz von
> Achtklässlerinnen sind, sorgte bei mir für eine
> Gänsehaut. Aber im nächsten Moment versuchte ich dieses
> Gefühl schon wieder abzuschütteln. Ich dachte, wenn ich
> jetzt auch noch zulasse, dass mir das in irgendeiner Form
> gefällt, werfe ich meinen Stolz damit endgültig über
> Bord. Und das kam für mich nicht infrage, weil ich dann
> das Gefühl gehabt hääte, dass meine Schuhdiebinnen
> gewonnen haben. Schließlich zielten ihre Sticheleien und
> das Schuheklauen selbst ja genau auf meinen Stolz ab.
>
> @Lotte: So begann das damals zwischen der 8. Klasse und
> mir. Sag bescheid, falls du da noch mehr Infos möchtest.
> :)
> Danke auch für die netten Worte und das beantworten
> meiner Frage! Freut mich, dass dir diese Lackschnürer
> auch gefallen. Die stehen Carina sicher gut. Viel Spaß
> bei eurem Ausflug und alles Gute für die Zeit, wenn ihr
> eure Beziehung eurem Umfeld offenbart!
>
> LG Janina
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 29.07.2022 (18:26 Uhr) Belle
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 30.07.2022 (13:48 Uhr) Janina
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 30.07.2022 (14:04 Uhr) Tom
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 31.07.2022 (21:26 Uhr) Lotte
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 04.08.2022 (23:46 Uhr) Alex
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 06.08.2022 (16:43 Uhr) Janina
 Re: Meine Schuhe bei der 8. Klasse 10.08.2022 (18:23 Uhr) Alex
 Fortsetzung 13.08.2022 (14:52 Uhr) Janina
 Re: Fortsetzung 13.08.2022 (16:21 Uhr) Sophie
 Re: Fortsetzung 13.08.2022 (18:32 Uhr) Janina
 Re: Fortsetzung 14.08.2022 (13:30 Uhr) Sophie
 Re: Fortsetzung 14.08.2022 (19:22 Uhr) Janina
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