 | Hi Alex,
ich wollte mich mal wieder melden. :) Mein letzter Post ist ja doch schon eine ganze Weile her. Aber in letzter Zeit war auch ohne Schuhklau einiges los, vor allem mussten wir noch unsere Hausarbeit fertigstellen und zwischendurch waren wir alle noch erkältet. Und zeitweise konnte ich das Forum nicht aufrufen bzw. es hat ewig lang geladen. Naja, und dann war da ja noch die Sache mit Freya. Da bin ich mittlerweile tatsächlich schlauer! Freya und ich haben nämlich letzte Woche mal über diesen ganzen Schuhklau zwischen uns geredet. Da muss ich aber vorher erst nochmal ein bisschen zurückgehen.
Und zwar hatte Freya bei ihrem ersten Schuhklau an mir ja mal gemeint, dass sie eine gute Idee für ein Geburtstagsgeschenk für mich hat. Letzten Monat hatte ich dann ja Geburtstag und Freya kam tatsächlich darauf zurück: Ihr Geschenk an mich waren zwei Paar Socken von Dedoles. Und zwar einmal die Bibliothekssocken (https://dedoles.de/products/regular-socks-library-02) und einmal die mit dem Party-Hamster (https://dedoles.de/products/regular-socks-party-hamsters-02). Naja, und begründet hat Freya das ganze halt so: Damals in der Bar hatte ich ja meine rosa-weißen Schachsocken an. Und die fand Freya cute und zu mir passend. Ihre Idee war dann mir eben mehr cute und zu mir passende Socken zu schenken. Und da wir in der Klausurenphase oft in der Bib waren, fiel ihre erste Wahl auf Socken mit einem Bibliotheksmotiv. Aber als sie dann die ganzen anderen Dedoles-Modelle gesehen hat, wollte sie es nicht bei denen belassen und hat auch noch das Hamster-Modell besorgt. Wobei sie zu dem noch meinte, dass sie mich damit mehr aus meiner Komfortzone holen will. Naja, sie liegt uns halt schon länger damit in den Ohren, dass sie gerne mal mit uns in einen Club gehen würde und der Hamster auf den Socken ist ja hart am Party machen. :D
Kleiner Sidefact: Sie und Nadine haben sich im Vorfeld halt auch darüber ausgetauscht, was sie mir schenken. Und Nadine gefiel Freyas Idee so gut, dass sie mir auch ein Paar besorgt hat (dieses hier: https://dedoles.de/products/regular-socks-wise-owl-02). Naja, und damit habe ich jetzt insgesamt drei dieser doch sehr ausgefallenen Dedoles-Socken. Und ganz ehrlich: So direkt nach dem Auspacken fand ich eigentlich alle drei Paare nicht schön. Ich mein, meine sonstigen Socken sind ja nicht gerade schlicht und ich fand ja auch Markus' Vorschlag gut mal meine Schach-Socken untereinander zu mischen, aber bei diesen Dedoles-Socken besteht ein Paar ja wirklich aus zwei komplett verschiedenen Socken, die nur vage was miteinander zu tun haben. Das ist gefühlt nochmal was komplett anderes.
Mein Geburtstag selbst war aber insgesamt sehr schön. :) Danach war ich dann erst nochmal bei meiner Familie und danach waren wir dann wieder sehr mit der Hausarbeit beschäftigt und eben auch alle etwas angeschlagen. Deswegen war das irgendwie nicht die richtige Zeit, mal mit Freya zu reden. Naja, und letzte Woche dann waren zumindest Freya und ich wieder so ziemlich gesund und auch die Hausarbeit war so gut wie fertig. Nur hatte ich halt doch auch ziemlich große Angst davor, sie auf diese Schuhklau-Sache anzusprechen. Außerdem war zu diesem Zeitpunkt ihr letzter Schuhklau an mir ja schon wieder länger her. Und ich hatte halt auch diesen Teil in mir, der dachte: Vielleicht war dieser ganze Schuhklau von ihr auch nur eine Phase, die jetzt halt wieder vorbei ist.
Und es klingt vielleicht blöd, aber meine Lösung war dann, sie quasi zum Schuhklau zu provozieren. Jetzt nicht, indem ich mich großartig anders verhalte als sonst oder irgendwas Krasses tue, aber als wir uns wieder mal zu dritt in der Bib trafen, stimmte ich halt mein Outfit ein bisschen auf sie ab. Anstatt dieser schwarzen High-Tops trug ich meine weißen, flachen Sneaker. An Socken trug ich dann die Bibliothek-Dedoles und dazu eine Jeans, die den Knöchel komplett freilässt. Damit waren die Socken wirklich gut zu sehen. Ich wollte halt einfach sehen, wie sie darauf reagiert. Und ich dachte mir auch: Wenn dieses Outfit ausreicht, dass sie mir meine Schuhe wegnimmt, dann wäre es auf jeden Fall nachvollziehbar sie mal auf diese Schuhklau-Sache anzusprechen.
Mit Nadine hatte ich diesen "Plan" auch vorab besprochen. Naja, sobald sie mich mit diesem Outfit gesehen hätte, hätte sie vermutlich aber auch so gecheckt, was ich vorhabe. :) Sie hat mich in dieser Zeit wirklich sehr gut unterstützt und ich bin sooooo froh, sie an meiner Seite zu haben! <3 Sie hat mir dann auch angeboten, dass sie nicht mit in die Bib kommt, damit Freya und ich unter uns sind. Das fand ich aber doch etwas zu auffällig und, naja, es war mir einfach auch lieber, sie erstmal dabei zu haben. Wir haben aber abgemacht, dass sie uns zur Mittagspause verlässt. Sie war zu der Zeit eh noch verschnupft, daher war das ein glaubwürdiger Vorwand, um Freya und mich dann alleinzulassen.
Naja, schon auf dem Weg zur Bib war ich ehrlich gesagt ziemlich nervös. Irgendwie kam ich mir mit diesem Outfit jetzt doch ein wenig dumm vor und war dann auch froh, dass Nadine dabei war. <3 Wobei ich aber auch sagen muss: An meinem Geburtstag fand ich diese Bibliothekssocken ja nicht schön, aber wir haben bei uns im WG-Flur auch einen großen Spiegel und vor dem Aufbruch habe ich mich da selbst nochmal angeschaut, halt einmal mit und einmal ohne Schuhe. Und ich weiß nicht, aber jetzt wo ich die das erste Mal anhatte, gefielen mir die eigentlich doch ganz gut. :)
Nadine und ich waren dann vor Freya in der Bib. Wie damals bei unserem Schuhklau an ihr, wählten wir auch diesmal einen Tisch im hinteren Bereich. Ich setzte mich dann bewusst an den Rand und schlug ein Bein über das andere, damit sie auch direkt einen guten Blick auf meinen Knöchel hat. Naja, und als Freya dann zu uns stieß, sprach sie mich auch direkt sehr begeistert auf die Socken an und meinte, es sei schön, mich mal mit denen zu sehen. Ich meinte dazu, dass es ja Bibliothekssocken sind, wir ja in der Bib sind und es daher ja Sinn macht die zu tragen. Irgendwie war es mir wichtig, es möglichst logisch zu begründen, dass ich gerade diese Socken trage, aber gefühlt war meine Aussage auch irgendwie cringe. Aber egal. Nachdem Freya sich dann hingesetzt hatte, bat sie mich auch scherzhaft ein Bein zu ihr auszustrecken. Sie wolle "nur mal gucken." Aber diesmal antwortete ich ziemlich souverän, dass ich darauf nicht nochmal reinfalle. :)
Jedenfalls begannen wir dann erstmal einigermaßen konzentriert zu arbeiten. Aber so ganz bei der Sache war ich ehrlich gesagt nicht. Denn Freyas Scherz, dass ich mal ein Bein zu ihr ausstrecken soll, deutete ja schon an, dass sie es heute auf meine Schuhe abgesehen hat. Und auch jetzt beim Arbeiten warf sie mir immer wieder so amüsierte Seitenblicke zu, die ich so interpretierte, dass sie noch was in die Richtung versuchen wird. Und eigentlich wollte ich ja auch, dass sie mir meine Schuhe abnimmt (genau deshalb trug ich ja dieses Outfit), aber andererseits hatte ich da irgendwie auch Angst vor.
Gegen 12 Uhr legten wir dann unsere Mittagspause ein. Und wie besprochen verabschiedete Nadine sich jetzt von uns mit der Begründung, dass sie Kopfschmerzen hat und sich nicht mehr konzentrieren kann. Freya und ich wünschten ihr daher gute Besserung und gingen allein in die Cafeteria. Dort hatte sie mir ja schon mal einen meiner High-Tops ausgezogen, daher war ich ziemlich nervös, dass sie es jetzt wieder versuchen könnte. Und sie machte auch ein paar Anspielungen auf damals, unternahm aber keinen Versuch.
Dennoch blieb ich innerlich angespannt und als wir wieder an unserem Arbeitsplatz waren, setzte Freya sich auf Nadines alten Platz, also direkt neben mich. Ohne Nadine arbeiteten wir jetzt deutlich weniger fokussiert weiter und schweiften immer wieder von unserer eigentlichen Aufgabe ab. Wie gesagt waren wir zu dem Zeitpunkt auch schon fast fertig, aber dennoch wollte ich die Zeit in der Bib möglichst gut nutzen. Und als wir uns mal wieder verquatscht hatten, machte ich dann einen harten Cut und meinte, dass ich ein Buch holen gehe, damit wir mit der Arbeit vorankommen.
Ich stand also auf und verschwand zwischen den Regalen. Ehrlich gesagt war ich auch so ein bisschen froh, etwas Abstand zwischen Freya und mich zu bringen. Gefühlt lag ein Schuhklau von ihr weiterhin in der Luft, aber ich hatte dazu irgendwie sehr gemischte Gefühle. Ich mein, einerseits mag ich es, wenn sie mir die Schuhe klaut. Andererseits hatte ich mir ja aber für den Fall vorgenommen, sie dann wirklich mal darauf anzusprechen, warum sie das tut. Und naja, davor hatte ich immer noch ziemlich große Angst. Alles in allem war ich daher sehr angespannt und versuchte auch auf dem Weg zum richtigen Regal mich etwas zu beruhigen. Das klappte aber nur so semi gut.
Vor allem: Während ich dann im Regal nach dem Buch suchte, hörte ich plötzlich Freyas Stimme neben mir, die leise "Huhu!" sagte! Da zuckte ich erstmal so hart zusammen! Ich war halt wirklich komplett in Gedanken gewesen und jetzt stand sie plötzlich so 2m neben mir! Sie grinste auch schon wieder so herausfordernd und meinte zu mir: "Dein Schuh ist offen. Da dachte ich, ich folge dir besser mal." Instinktiv schaute ich zu meinen Schuhen, aber keiner von beiden war offen. "Die sind doch zu", sagte ich daher, hatte aber einen ziemlichen Kloß im Hals und dachte nur: Oje, es ist soweit, sie tut es wirklich! Freya erwiderte dann auch "Sicher?", ging kurz vor mir in die Hocke und öffnete mir den rechten Schuh. Und ich stand halt nur wie angewurzelt da, während mein Puls wie wild hämmerte. Ein Teil von mir hatte den Fuß auch wegziehen wollen, aber ich konnte einfach nicht. Freya hingegen grinste immer noch und sobald sie aus der Hocke wieder hochkam, meinte sie zu mir: "Sieht für mich so aus, als wär dein Schuh offen." Ich brachte dazu kein Wort raus. Und sie? Sie ging erneut kurz vor mir in die Hocke und öffnete mir auch den zweiten Schuh! "Genau genommen, sieht es für mich sogar so aus, als wären deine beiden Schuhe offen", sagte sie. "Und jetzt?", fragte ich und schluckte. Und sie überraschte mich dann völlig, indem sie sagte: "Erinnerst du dich noch an dieses Picknick, wo du dir einen meiner Schuhe geschnappt hast, ich mir dann aber deine geholt habe und du diese gelb-blauen Blütensocken anhattest?" "Ähm, ja", antwortete ich, war aber komplett verwirrt, warum sie jetzt davon anfing. Aber sie meinte dann: "Ich fand damals, dass deine Socken echt gut zu der Wiese gepasst haben. Ohne Schuhe hast du mir da gleich viel besser gefallen (Da stellten sich mir direkt die Nackenhaare auf, aber ich war auch instant besorgt, wie genau sie das meint). Und heute trägst du ja Socken, die gut zur Bib passen, also..." Da brachte ich dann wieder kein Wort raus, aber schaute kurz zu meinen Schuhen. Wie zur Bestätigung, nickte Freya grinsend und meinte: "Außerdem hast du heute morgen ja selbst gesagt, dass du diese Socken trägst, weil sie zur Bib passen." "So hatte ich das aber nicht gemeint", erwiderte ich reflexartig, einfach um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich diesen Schuhklau hier provoziert habe. Aber Freya warf mir zur Antwort nur einen gespielt-ungläubigen Blick zu und meinte: "Sicher?" Oje! Ab da war dann endgültig Panik in meinem Kopf, weil damit klar war, dass Freya mich durchschaut hat! Zumindest mal was meine Absicht angeht, sie heute zum Schuhklau zu provozieren.
Ich war dann ehrlich gesagt froh, dass sie erneut vor mir in die Hocke ging und ich ihr daher erstmal nicht in die Augen sehen musste. Aber beruhigen konnte ich mich in der Situation natürlich trotzdem nicht, denn Freya hob jetzt mit einer Hand meinen einen Knöchel an und umfasste mit der anderen meinen ersten Schuh an der Hacke. Langsam aber bestimmt zog sie dann an der Hacke und mein Schuh löste sich auch gleich von meinem Fuß, glitt über den Spann und war schließlich aus. Grinsend schaute Freya kurz zu mir und sonst werde ich beim Schuhklau ja immer rot, aber diesmal hatte ich das Gefühl eher etwas blass zu werden. Freya hob jetzt auch meinen zweiten Knöchel leicht an und zog auch hier auf die gleiche Weise an der Hacke. Erneut konnte ich nichts dagegen tun, spürte nur wieder diesen leichten Luftzug, als sie mir den Schuh vom Fuß nahm und als sie meinen Knöchel wieder losließ, stand ich jetzt komplett sockig da! Einfach so, von einem auf den anderen Moment.
Freya kam dann wieder hoch, hielt meine Schuhe locker in einer Hand und meinte grinsend zu mir: "Schon sehr süß... Und die passen wirklich perfekt in die Bib - und eben auch zu dir!" Mehr aus Reflex sagte ich dann "Danke" und war schon irgendwie verlegen. Auch weil Freyas Grinsen einfach sehr zufrieden auf mich wirkte, als hätte sie selbst darauf gehofft, mich mal mit diesen Socken in einer solchen Situation zu haben. Nur im Gegensatz zu mir, wirkte sie halt komplett unbeschwert auf mich. Sie meinte jetzt auch nur "Also, wir sehen uns dann am Tisch", winkte mir kurz mit meinen Schuhen zu und machte sich auf den Rückweg zu unserem Tisch.
Naja, und ich selbst war halt bei weitem nicht so unbeschwert wie sie in dieser Situation. Denn aus unserem kurzen Wortwechsel vor dem Schuhklau hatte ich halt schon mitgenommen, dass sie mich anscheinend gern auf Socken sieht und mich dabei eben auch süß findet. Und das befeuerte halt schon meine Sorgen, dass sie vielleicht mehr als Freundschaft möchte. Außerdem scheint sie ja auch durchschaut zu haben, dass ich es auf diesen Schuhklau von ihr bewusst angelegt habe. Aber das scheint sie ja nicht gestört zu haben, eher im Gegenteil. Und zu diesem ganzen Wirrwarr, kamen jetzt halt noch meine üblichen Gefühle beim Schuhklau. Vor allem dieses positive peinlich-berührt-sein kickte jetzt doch ziemlich rein. Denn ja, heute morgen bei uns in der WG hatten mir die Socken schon ganz gut gefallen, aber jetzt mit denen einfach so in der Bib zu stehen war halt doch nochmal was anderes. Vor allem musste ich jetzt ja noch vom Regal wieder zurück zu unserem Tisch und das war schon ein bisschen Strecke. Andererseits verstärkten diese Socken natürlich auch wieder dieses Peinlichkeits-Gefühl, was ja grundsätzlich gut ist. Aber durch die ganzen anderen Dinge, die mir auch noch durch den Kopf gingen, war ich irgendwie erstmal komplett überfordert.
Ich stand dann auch erstmal eine Weile einfach nur da und beruhigte mich wieder etwas, bevor ich dann halt aus der Regalreihe trat und mich auf den Rückweg zu unserem Tisch machte. Natürlich kam ich dabei auch an diversen anderen Tischen vorbei, wo Leute lernten und mir kamen auch Leute entgegen und ich nahm auch wahr, wie die auf meine Socken schauten, aber ich dachte mir halt "Einfach weitergehen, einfach weitergehen" und war dann erleichtert wieder an unserem Tisch zu sein, aber irgendwie auch nicht, denn dort wartete jetzt ja mein Gespräch mit Freya auf mich.
Ehrlich gesagt war das alles so viel für mich, dass ich fast angefangen hätte zu weinen, als ich mich wieder neben Freya setzte. Die bemerkte das auch sofort und fragte direkt besorgt, ob alles in Ordnung mit mir ist und sie mir meine Schuhe zurückgeben soll. Ich ging nicht wirklich darauf ein, sondern fragte sie, ob wir reden können und sie meinte "Natürlich". Und, naja, ich wollte dann direkt möglichst viel Ballast loswerden und fragte sie: "Bist du in mich verliebt?" Und sie war halt im ersten Moment komplett überfahren, weil so eine direkte Frage eigentlich nicht meine Art ist und für sie halt total unerwartet kam. Ihre Antwort war dann: "Also... ich mag dich, Regina. Wirklich sehr, aber halt freundschaftlich..." Und sie schaute dann sehr besorgt zu mir, aber mir fiel da ehrlich gesagt ein Stein vom Herzen. Ich checkte in dem Moment auch nicht, dass Freya anscheinend dachte, ich würde auf sie stehen. Und ich war dann selbst erstmal verwirrt, als sie fragte: "Und wie sieht es bei dir aus?" Ich antwortete dann reflexartig, dass ich sie auch als Freundin sehe, was ja auch stimmt. Aber Freya war da doch skeptisch und bohrte nach, indem sie mich auf mein Verhalten bei den ganzen Schuhklau-Aktionen der letzten Wochen ansprach. Genau wie Nadine, war nämlich auch ihr aufgefallen, dass mir der Schuhklau sehr gut gefällt. Sie machte es sogar an ähnlichen Dingen fest. Also auch vor allem an meinen Socken ("Solche würdest du ja vermutlich nicht tragen, wenn dir das ganze unangenehm wär.") und eben meinem Verhalten. Es sei ihr auch nicht von Anfang an klar gewesen, aber nach dem Picknick sei sie sich sicher gewesen, dass es mir gefällt. Meine High-Tops hat sie dann auch als bewusste Provokation meinerseits wahrgenommen und dass ich dann so bewusst in ihre offensichtliche Falle getappt bin, hat es für sie dann nochmal klar gemacht, dass ich diesen Schuhklau auch selbst will. Naja, und meine Provokation mit den Bibliotheks-Socken hat sie eben auch richtig erkannt. Nur: Mein ständiges Erröten beim Schuhklau hat sie halt so interpretiert, dass vielleicht von meiner Seite aus mehr als freundschaftliche Gefühle für sie vorhanden sind. Dass ich über meine Schuhklau-Provokationen quasi mit ihr flirte.
Ich nahm mir diesmal dann auch mehr Zeit mit meiner Antwort. Denn genau darüber hatte ich vor meinem Gespräch mit Freya viel nachgedacht. Und ich sagte ihr jetzt offen, wie es in mir aussieht. Ich begann praktisch ganz am Anfang, bei dem Schuhklau in der Schule und wie der sich für mich angefühlt hatte. Dass es mir peinlich war, sich aber auch irgendwie gut anfühlte. Dass ich es mochte, dabei keine Kontrolle über die Situation zu haben und sich selbst dieses Gefühl von Hilf- und Wehrlosigkeit dabei gut anfühlte. Dass ich da irgendwie auch ein komisches Gefühl zu mir selbst habe, also in Bezug auf meine eigene Verletzlichkeit, wenn ich gezwungenermaßen auf Socken bin, dieses Gefühl aber auch in Bezug auf andere Personen habe. Ich gestand ihr auch, dass ich dieses Gefühl auch in Bezug auf sie habe. Und dass ich sie auch gern auf Socken sehe, mich ihre Sockfüße dann irgendwie faszinieren und ich gern besser darin wär, ihr ihre Schuhe abzunehmen. Ich erzählte ihr sogar von meinen Schuhklau-Aktionen mit Tim. Ich weiß nicht, aber wo ich einmal angefangen hatte zu reden, konnte ich irgendwie nicht aufhören. Und es fühlte sich auch notwendig an. Denn ich musste ihr einen zentralen Unterschied deutlich machen. Und ich weiß, ich habe es nie explizit geschrieben, weil es halt schon irgendwie nochmal persönlicher ist, aber bei vielen Erlebnissen mit Tim hatte ich halt nicht nur diese Gefühle beim Schuhklau, die ich hier geschildert habe, sondern war halt auch, naja, erregt. Da fühlten sich die Erlebnisse teilweise wie ein Vorspiel an und ich wollte danach auch "mehr" von ihm. Ich hoffe, das war nicht zu explizit, falls doch, dann sorry. Nur, der springende Punkt ist halt: Bei diesen Erlebnissen mit Freya war ich nicht erregt. Und ich wollte danach auch nicht "mehr" von ihr. Das einzige, was ich selbst nicht so recht einordnen kann ist meine Faszination für ihre Sockfüße.
Naja, Freya hörte sich das alles an und stellte hin und wieder ein paar Nachfragen. Ich konnte am Ende dann auch nicht anders als sie zu fragen, ob sie mich jetzt für verrückt hält. Dazu meinte sie dann: "Nein. Irgendwie ergibt es auch Sinn. Ich mein, du wirkst manchmal halt schon sehr kontrolliert und da passt es dann irgendwie, dass du da auch ein Ventil hast, wo du die Kontrolle gerne mal abgibst." Ich fand den Gedanken schon interessant, wusste aber nicht, was ich dazu sagen soll und war dann einfach froh, dass sie mich direkt danach erstmal umarmt hat. Dabei sagte sie auch zu mir "Du bist gut so wie du bist" und, naja, da fing ich dann doch noch an zu weinen. Aber halt vor Erleichterung und ehrlich gesagt auch nur kurz. Freya selbst kamen auch ein paar Tränen, aber es war halt ein total schöner Moment! <3
Ich denke, es ist deutlich geworden, dass das ein ziemliches Wechselbad der Gefühle für mich war. Aber ich war ehrlich gesagt nicht die einzige von uns mit Redebedarf. Denn ich war so sehr mit mir selbst beschäftigt gewesen, dass ich über eine Sache gar nicht nachgedacht hatte: Wenn Freya meine Schuhklau-Provokationen für einen Flirt hält, sie aber selbst kein romantisches Interesse an mir hat, warum ist sie dann trotzdem auf meine Provokationen eingegangen? Genau dieses Thema schnitt Freya jetzt selbst an und meinte, sie habe zwar bei weitem nicht so viel Erfahrung mit dieser ganzen Schuhklau-Sache wie ich, aber es habe ihr selbst auch immer gut gefallen, mir meine Schuhe abzunehmen. Diesen Aspekt der Verletzlichkeit konnte sie da am ehesten nachvollziehen. Denn ohne Schuhe wirke ich definitiv verletzlicher auf sie und sie meinte, dass sie mich schon gerne so sieht. Sie habe dann immer das Gefühl, mich beschützen zu müssen. Und das sei irgendwie angenehm, weil ich halt sonst immer so wirke, als habe ich alles im Griff und würde keine Hilfe benötigen. Sie gab auch zu, dass ihr meine Socken sehr gut gefallen und sie auch irgendwie ein bisschen fasziniert von meinen Sockfüßen ist ("Die sind irgendwie so klein und niedlich."), sie aber auch nicht so genau wisse warum. Und sie meinte auch, dass sie sich sehr freut, dass ich diese Dedoles-Socken tatsächlich trage und sie sich sehr freuen würde, mich auch mal mit den anderen zu sehen. :)
Wobei ich hier auch nochmal erwähnen möchte, dass ich meine doch eher cuten Socken nicht nur getragen habe, um Freya zu provozieren, sondern auch, weil die mir selbst einfach sehr gut gefallen.
Jedenfalls war ich am Ende unseres Gesprächs dann doch sehr erleichtert und Freya auch, denke ich. Ich habe ihr dann auch davon erzählt, dass Nadine im Wesentlichen bescheid weiß, sie aber auch den Verdacht hatte, dass Freya auf mich stehen könnte. Wir haben es dann auch so gemacht, dass Freya mir meine Schuhe wiedergegeben hat und dann sind wir zusammen zu mir in die WG und haben auch zu dritt nochmal geredet. Nadine war dann auch merklich erleichtert. Vor allem, weil sie ja mitbekommen hatte, wie sehr mich diese ungeklärte Situation mit Freya davor belastet hatte. Wir haben uns dann auch nochmal zu dritt sehr offen darüber ausgetauscht, wie wir diesen Schuhklau zwischen uns wahrnehmen. Naja, Freyas und meine Perspektive habe ich ja schon dargestellt. Für Nadine hingegen ist das ganze einfach ein Spaß zwischen uns. Wenn sie selbst schuhlos ist, löst das nicht viel in ihr aus und auch als Schuhdiebin hat sie kein besonderes Interesse an unseren Sockfüßen. Sie meinte aber auch, dass sie die Dynamik beim Schuhklau zwischen Freya und mir schon sehr cute fand. Ihre eigene Rolle in dem ganzen sieht sie aber eher darin, ein bisschen auf mich aufzupassen, falls es mir doch mal zu viel wird. Das fand ich auch wieder richtig lieb von ihr. <3
Und ja, das klingt alles erstmal super und ich war an dem Tag auch einfach nur erleichtert und glücklich. Aber ich weiß nicht. Nachdem ich eine Nacht über das ganze geschlafen hatte und mir Freyas Begründung für ihre Schuhklau-Aktionen nochmal durch den Kopf gehen ließ, kam mir die irgendwie ein bisschen zu convenient vor. Gefühlt klang sie einfach ein bisschen zu sehr nach etwas von dem Freya weiß, dass ich es gern von ihr hören würde. Ich mein, so wie sie es gesagt hat, klingt es ja eigentlich perfekt: Ihr gefällt der Schuhklau, mir gefällt es die Schuhe geklaut zu bekommen. Dazu gefallen ihr noch meine Socken und sie scheint eine ähnliche Faszination für meine Sockfüße zu haben, wie ich für ihre. Gleichzeitig sieht sie uns aber auch nur als Freundinnen. Und vielleicht bin ich da auch übertrieben misstrauisch, aber für mich klingt es einfach etwas zu perfekt. Und es erklärt meiner Meinung nach auch nicht diese "verknallten Blicke" von Freya, die Nadine in der Vergangenheit immer wieder aufgefallen waren. Ich hab dann tatsächlich auch nochmal mit Nadine darüber geredet. Sie konnte meine Sorge schon auch nachvollziehen, sie ist sich aber auch sicher, dass Freya mir die Wahrheit gesagt hat. Und ich will Freya ja auch glauben und ich halte sie auch für aufrichtig, aber irgendwie ist da schon noch so ein Restzweifel in mir, den ich nicht ganz abschütteln kann. Nadine hat aber auch hier eine gute Lösung gefunden und meinte, sie wird in der nächsten Zeit auch mal die Augen offenhalten, ob ihr irgendwas an Freyas Verhalten auffällt. Das hat mich doch nochmal sehr beruhigt, denn irgendwie traue ich meinem eigenen Urteilsvermögen in der Sache nicht so richtig.
Naja, ansonsten ist seitdem aber tatsächlich nichts weiter passiert. Also es gab weder Auffälligkeiten in Freyas Verhalten noch weiteren Schuhklau. Es gab aber auch nicht wirklich gute Schuhklau-Gelegenheiten. Draußen ist es mittlerweile ja doch relativ kühl und seit wir unsere Hausarbeit fertighaben, waren wir auch erstmal nicht wieder in der Bib. Zuletzt haben wir uns halt vor allem in unserer oder Emmas WG getroffen und da was unternommen oder waren halt draußen unterwegs (wo es dann aber eben recht kühl war). Mit Emma haben wir über diese ganze Schuhklau-Sache übrigens noch nicht geredet. Aber gefühlt besteht dafür aktuell auch keine Notwendigkeit.
Liebe Alex, nochmal sorry für die lange Funkstille! Dein Erlebnis in Richtung Spieleinsätze klingt interessant, das würde ich gerne lesen. :) Und halt auch sonst, wie du über das denkst, was ich hier gerade geschrieben habe. Ich weiß, ich habe diese Sache mit Freya jetzt abseits vom Forum hier geklärt, aber ich hatte immer auch das Gefühl, dass deine Tür mir offensteht und dafür wollte ich auch einfach nochmal Danke sagen! <3 Auch jetzt nach meinem ja doch schon längeren Schreiben hier im Forum fällt es mir doch irgendwie schwer, was ich empfinde in Worte zu fassen. Ich hoffe, dass dieser Post gut verständlich ist.
Auch der Rest des Forums darf natürlich gern kommentieren. Ich werd die Tage vermutlich auch nochmal auf ein paar offene Beiträge eingehen. :)
Liebe Grüße, Regina
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