 |  | Hallo zusammen,
hier jetzt also, wie es in 2026 zwischen Freya und mir weiterging. Am Ende des Beitrags sind wir dann auch wieder auf dem aktuellen Stand. :)
Ich muss aber dennoch kurz in 2025 zurückgehen. Und zwar hatte ich ja im letzten Beitrag schon erwähnt, dass mir diese offenen UGGs aufgefallen waren. Naja, und Freya hatte mein Interesse an denen auch nicht vergessen und mich auch nach dem Erlebnis nochmal auf die angesprochen. Und eigentlich war ja mein Gedanke, dass ich sie gerne mal mit denen sehen würde. Aber sie hat mich dann eher so verstanden, dass ich die selbst gern mal tragen würde. Und konsequenterweise hat sie mir dann so ein Paar zu Weihnachten geschenkt, oje! (Jetzt nicht die originalen, sondern eine nachgemachte Variante, die aber identisch aussieht, nur eine etwas dickere Sohle hat und halt deutlich günstiger ist.)
Was da aber ehrlich gesagt ganz lustig war: Ich habe ihr Geschenk halt zuhause bei unserer Familienbescherung aufgemacht und ich war halt etwas baff, als ich es geöffnet hatte. Aber meine Schwester hat mich direkt genötigt, die mal anzuprobieren und fand die direkt ziemlich gut an mir. Ihr Fazit war dann: "Mehr Chaya, weniger Streberin! Love it!" Ähm ja, Danke Schwesterherz. :D Tatsächlich würden die aber auch gut zum sonstigen Kleidungsstil meiner Schwester passen. Meine Mutter hingegen hat gar nichts gecheckt und sich nur gewundert, dass ein Mädel in meinem Alter mir so etwas Spießiges wie "Hausschuhe" schenkt. :D
Naja, ich war mir dann ehrlich gesagt aber etwas unsicher, ob ich die in Zukunft wirklich mal tragen soll. Denn eigentlich fühle ich mich in geschlossenen Schuhen schon deutlich wohler. Andererseits kam es mir auch ein bisschen undankbar vor, Freyas Geschenk nicht mindestens einmal vor ihr zu tragen. Immerhin hatte sie sich ja auch Gedanken bei dem Geschenk gemacht. Aber über die Feiertage kam ich da zu keiner definitiven Entscheidung und war natürlich auch eher mit anderen Dingen beschäftigt (Verwandschaftsbesuche etc.), als permanent darüber nachzudenken.
Am 30.12. kehrte ich dann in meine WG zurück und Nadine kam auch am selben Tag wieder. Emma und Freya waren aber noch in ihrer jeweiligen Heimat. Nadine und ich feierten dann auch zusammen Silvester und starteten sehr entspannt ins neue Jahr. :) Ich nutzte dann auch die Zeit, um mich mit ihr zu beraten, was ich wegen Freyas Geschenk tun soll. Sie verstand schon meine Bedenken, meinte aber auch, dass ich ja bei weitem nicht die einzige bin, die solche Schuhe trägt und ich könnte sie ja z.B. auch mit einer etwas weiteren Hose kombinieren. Dann wäre nicht so auffällig, dass sie hinten offen sind. Da hatte ich auch schon drüber nachgedacht, aber da keine meiner damaligen Hosen so weit geschnitten war, dass sie das hätte verdecken können, hatte ich den Gedanken irgendwie immer direkt wieder verworfen. Nadine hingegen meinte sofort sehr begeistert: "Dann können wir ja mal wieder shoppen gehen!" Ähm, Shopping ist jetzt nicht so meins, aber ich ließ mich dann doch von ihrer Begeisterung anstecken. :)
Wir waren dann auch Anfang des Jahres shoppen und ich legte mir zwei Stoffhosen zu, die unten halt etwas weiter geschnitten sind, ein bisschen wie eine Schlaghose. Nadine hingegen kaufte deutlich mehr Zeug und meinte immer, sie müsse diese seltene Gelegenheit mit mir shoppen zu gehen nutzen, daher waren wir insgesamt mehrere Stunden lang unterwegs. Dafür kam uns beim Shoppen auch noch eine weitere gute Idee, aber da will ich nichts vorwegnehmen. :)
Das Erlebnis selbst war dann Mitte Januar, als es draußen trocken war und kein Schnee lag. Wir hatten für den Tag schon abgesprochen, dass wir nach der Vorlesung am Vormittag noch in die Mensa und danach in die Uni-Bib gehen und dann abends nochmal in die Mensa. Naja, und als ich mich morgens an dem Tag fertigmachte, war ich dann schon etwas nervös. Vor allem, weil ich mein Outfit halt bewusst so wählte, dass es Freya zum Schuhklau provoziert. An Schuhen trug ich daher diese offenen UGG-Imitate und dazu eine der neu angeschafften Stoffhosen in schwarz. Bei den Socken dachte ich mir dann "Wenn schon, denn schon" und entschied mich für das dritte Dedoles-Paar mit der Eulenmusterung. In denen war ich zuvor noch nie schuhlos geendet und die hatte mir ja Nadine geschenkt. Auch daher erschien es mir passend, weil wir beide halt noch einen kleinen Twist für den Tag geplant hatten. :)
Und alles in allem war ich wirklich zufrieden mit dem Outfit. Mit Nadine als Feedbackgeberin probierte ich in der WG auch mal aus, wie das ganze im Stehen, Gehen und Sitzen aussieht. Im Stehen fiel die Hose tatsächlich so weit, dass man nicht sah, dass die Schuhe hinten offen sind. Im Gehen hingegen rutschte sie weit genug nach oben, dass man zumindest kurz die Hacken meiner Sockfüße sehen konnte. Das mochte ich irgendwie sehr, gerade auch, weil die Socken dort unterschiedliche Farben haben. Und wenn ich mich hinsetzte und ein Bein über das andere schlug, war bei dem oben liegenden Bein vom Knöchel aufwärts doch ein guter Teil meines Sockens zu sehen. Auf jeden Fall genug, um Freya zu teasen. :D Nadine gefiel mein Outfit auch. :)
Dennoch war es schon ein ungewohntes Gefühl mit offenen Schuhen das Haus zu verlassen. Ich hatte mir davor auch wegen der Temperaturen Sorgen gemacht, aber das war tatsächlich kein Problem, auch weil die Schuhe wirklich gut gefüttert sind. Und meine Hacken lösten sich zwar schon bei jedem Schritt leicht vom Schuh, aber alles in allem saßen die eigentlich recht gut und fester an meinen Füßen als ich es erwartet hätte. Wobei ich halt da auch schon merkte, dass man die mir wirklich auch mit einem schnellen Zug vom Fuß ziehen könnte. Und einerseits ist das schon ein Nachteil für mich, weil dadurch halt dieser Moment des Schuhausziehens so kurz ausfällt. Andererseits war ich zumindest jetzt beim ersten Mal mit diesen Schuhen auch aufgeregt. Die eigene Verletzlichkeit ist ja auch immer so ein Aspekt des Schuhklaus, der mir gut gefällt und mich jetzt mit diesen Schuhen selbst verwundbarer für einen potentiellen Schuhklau zu machen war eben auch irgendwie aufregend.
Vor der Uni trafen wir uns dann mit Freya und die war auch sehr erfreut über mein Outfit. :) Sie lobte auch die Hose und war neugierig, was ich denn für Socken dazu trage. Denn im Stehen waren die wie gesagt nicht sichtbar. Ich meinte dann nur: "Dem Anlass angemessene." "Oha", antwortete Freya lachend darauf. Und eigentlich hatte ich gehofft, dass ich das Geheimnis um meine Socken noch etwas wahren könnte, aber als wir uns in Bewegung setzten, ließ Freya sich kurz zurückfallen und von schräg hinter mir, konnte sie halt bei jedem Schritt von mir ein bisschen meiner Socken sehen. Das war mir irgendwie peinlich, aber ich war auch beeindruckt, dass sie zum einen die Eulen-Dedoles erkannte und auch noch wusste, dass Nadine mir die damals zum Geburtstag geschenkt hatte. Sie meinte dann noch zu mir (und imitierte dabei meine Redeweise): "In der Tat: Dem Anlass angemessen." Dann war aber erstmal Vorlesung. Da passierte tatsächlich nichts außergewöhnliches. Und auch als wir in der Mensa waren, ergab sich nichts.
Danach gingen wir dann in die Uni-Bib und setzten uns zusammen an einen Tisch, Nadine und ich auf der einen Seite, Freya uns gegenüber. So sitzen wir eigentlich immer und Freya ließ sich auch nichts anmerken. Wir packten dann alle erstmal unsere Lernunterlagen und so aus und ich war in den Momenten dann halt auch erstmal darauf konzentriert. Freya beugte sich dann wieder unter den Tisch und ich dachte, sie würde nur noch etwas aus ihrer Tasche holen. Stattdessen begab sie sich aber vollständig unter den Tisch. Als ich mich selbst nochmal zu meiner Tasche beugte, war ich dann schon sehr überrascht, sie praktisch direkt vor meinen Füßen hocken zu sehen! "Huhu!", sagte sie lachend und griff mit einer Hand nach meinem linken Knöchel und mit der anderen nach der Hacke meines linken Schuhs. Ich reagierte zu langsam und Freya bekam mich am Knöchel zu fassen und zog mein Bein leicht vor, sodass mein Schuh keinen Kontakt mehr zum Boden hatte. Anstatt an der Hacke zu ziehen, postierte sie ihre Hand jedoch hinter dieser und gab ihr mit der flachen Hand einen sanften Stoß. Und tatsächlich reichte das, damit der Schuh einen Satz nach vorne machte und mir quasi nur noch über den Spann hing! Ein zweiter sanfter Schlag gegen die Hacke führte dazu, dass der Schuh weiter nach vorne rutschte und nach einem einem dritten fiel er mir dann schließlich vom Fuß. "Das ging wirklich zu leicht", kommentierte Freya lachend von unter dem Tisch. "Ich weiß", antwortete ich und sie ironisch: "Was trägst du auch diese Teile? Ist doch klar, dass du die nicht an den Füßen behalten kannst." "Wirklich witzig", erwiderte ich und sie lachte kurz. Mein anderes Bein hatte ich zwar zurückgezogen, aber natürlich stellte das Freya nicht wirklich vor eine Herausforderung. Sie war ja bereits unter dem Tisch. So kam sie einfach noch etwas näher, bis sie mein anderes Bein mit ihren Armen erreichen konnte und zog auch dieses zu sich. Diesmal griff sie sich meinen Schuh tatsächlich an der Hacke und hob ihn einfach nur an, bis sie mit der Spitze des Schuhs an die Unterseite der Tischplatte stieß. Um im Schuh zu bleiben, machte ich die Bewegung mit, sodass im Ergebnis mein Bein jetzt quasi parallel zum Boden ausgestreckt war. Und es war klar, dass ich es nicht ewig in dieser Position halten kann. Auch hier wurde mir das offene Design der Schuhe ein Stück weit zum Verhängnis. Denn zusätzlich begann Freya jetzt noch mich mit ihrer freien Hand so gut sie konnte an meinem Fuß zu kitzeln. "Das ist unfair!", meinte ich auch empört zu ihr unter den Tisch, aber sie antwortete nur: "There are no limits!" Ich gab dennoch mein bestes durchzuhalten und es war auch für mich eine spannende Situation, aber nach gefühlt weniger als einer Minute kapitulierte ich dann doch und zog mein Bein weg. Freya hielt meinen Schuh weiterhin fest und so zog ich ihn mir praktisch selbst aus, was mir auch irgendwie richtig gut gefiel! :)
Jetzt waren ja meine beiden Socken sichtbar und noch von unter dem Tisch aus, wandte Freya sich an Nadine und fragte sie, wie sie die findet. Immerhin hatte sie mir die ja geschenkt. Von heute morgen in unserer WG wusste ich eh schon, dass Nadine die sehr gut an mir findet und sie stichelte daher eher gegen Freya und antwortete: "Jedenfalls deutlich besser als die Party-Hamster, die du ihr geschenkt hast." "Autsch", meinte diese nur dazu und kam wieder unter dem Tisch hervor. Sie setzte sich wieder auf ihren Platz und zeigte mir kurz meine Schuhe, bevor sie die auf den freien Platz neben sich stellte.
Mir hatte dieser Schuhklau durch Freya ehrlich gesagt sehr gut gefallen und ich persönlich mag auch diese Eulen-Dedoles. Ich war aber noch aus einem anderen Grund ziemlich aufgeregt. Denn jetzt wurde es Zeit für den ersten Teil von Nadines und meinem Plan! :)
Wir wechselten jetzt auch einen Blick, den Freya aber nicht verstand. Sie fragte nur: "Wollen wir dann jetzt anfangen? Oder ist noch was?" "Öhm, eine Sache wäre da noch", antwortete Nadine und stand auf. Sie wirkte etwas unsicher und Freya schaute sie auch nur verwirrt an. "Ja?", fragte sie. "Also...", begann Nadine, fand aber keine Worte. "Alles in Ordnung bei ihr?", fragte Freya jetzt mich und ich antwortete "Ich denke schon", schaute jetzt aber selbst fragend zu Nadine. Denn ich wusste nicht, worauf sie wartet und wurde neben ihr langsam wahnsinnig! Nadine fing sich dann aber, atmete einmal scharf aus und sagte mehr zu sich selbst: "Was solls, auf gehts."
Entschlossen ging sie jetzt um unseren Tisch herum, auf Freya zu. Deren Blick folgte ihr erst verwirrt und begegnete dann meinem. Und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Da begriff Freya sofort, was wir vorhaben und meinte noch geschockt "Nein, oder?", aber es war zu spät. :D Freya rückte zwar noch etwas mit ihrem Stuhl vom Tisch zurück, aber Nadine war bereits bei ihr und stützte sich jetzt einfach auf ihre Schultern, sodass Freya nicht mehr aufstehen konnte. "Verdammt, warum hilfst du ihr?", protestierte Freya und Nadine trocken: "Weil sie mich gefragt hat." :)
Ich begab mich jetzt unter den Tisch und näherte mich Freya in geduckter Haltung. "Huhu", grüßte ich sie jetzt meinerseits und sie seufzte nur. Sie trug ihre weißen Nike-Sneaker und leistete keine Gegenwehr. Stattdessen verschränkte sie die Arme und schmollte. Aber das störte mich nicht im Geringsten, eher im Gegenteil. Mit dem üblichen Griff nach Hacke und Spitze, zog ich ihr dann erst Schuh Nr. 1 aus, dicht gefolgt von Schuh Nr. 2. Wie üblich kamen darunter weiße Nike-Socken zum Vorschein. :)
Ich kam dann wieder unter dem Tisch hervor, während Nadine Freya losließ, sich jetzt aber noch meine Schuhe schnappte. Ich reichte ihr auch noch Freyas, sodass sie jetzt beide Paare hatte und meinte zu ihr: "Wie besprochen." Nadine nickte und Freya fragte schnell: "Moment, was bedeutet das?" Nadine erklärte es ihr dann: "Also, es ist folgendermaßen: Regina und ich hatten uns darauf geeinigt, dass - solltest du ihr heute ihre Schuhe wegnehmen - ich ihr dabei helfe, sich deine zu holen." "Schon klar", unterbrach Freya sie, "Aber warum hast du jetzt auch Reginas Schuhe? Oder gibst du ihr die jetzt zurück?" "Nein", antwortete Nadine und erklärte seelenruhig: "Aber als Gegenleistung für meine Hilfe, habe ich Regina darum gebeten, dass ich danach eure Schuhe in den Schließfächern vor der Bib wegschließen darf." Das war tatsächlich teilweise geflunkert: Nadine hatte für ihre Hilfe keine Gegenleistung gefordert, sondern mir einfach so geholfen. Aber der Teil mit dem Wegschließen war essentiell für unseren gemeinsamen Plan und zu 100 % wahr. :D Und es war einfach herrlich, wie es Freya komplett schockte. :D "What?! Aber warum?", fragte sie fassungslos. And Nadine wieder nur seelenruhig: "Naja, dann habt ihr beide keine Spielzeuge mehr und wir drei können wie erwachsene Menschen in Ruhe lernen." :D Freya schaute immer noch ziemlich fassungslos, aber Nadine nickte ihr nur nochmal aufmunternd zu und verließ dann mit unseren Schuhen die Bib. :D
Als sie weg war, fragte Freya mich sofort: "Sie schließt jetzt aber nicht wirklich unsere Schuhe ein, oder?" "Doch", bestätigte ich und wunderte mich ehrlich gesagt, dass das Freya so aus der Bahn warf. "Ich versteh nicht so ganz, wo dein Problem liegt. Du hättest deine Schuhe von mir doch auch erst nach dem Lernen wiederbekommen", sagte ich daher. "Ja, schon", antwortete sie und dachte kurz nach, "Ist trotzdem irgendwie crazy." "Well, there are no limits", sagte ich grinsend zu ihr und auch sie musste lachen. Dabei verstand ich schon, was sie meint. Denn mit dem Wissen, dass meine Schuhe außerhalb dieses Raums weggeschlossen waren und nur noch Nadine Zugriff auf die hatte, fühlte auch ich mich nochmal deutlich anders als wenn die Schuhe einfach auf dem Platz neben Freya liegen geblieben wären. Es verstärkte nochmal sehr dieses Gefühl, sich der Situation nicht entziehen zu können. Außerdem war damit ja auch schon klar, dass wir die Bib später auf Socken würden verlassen müssen. :)
Als Nadine zu uns zurückkehrte, hatte Freya sich aber schon wieder beruhigt. Auf Socken in der Uni-Bib zu sitzen, ist jetzt eh nichts mit dem sie sich unwohl fühlt. Sie fragte Nadine nur nochmal, ob sie die Schuhe jetzt wirklich weggeschlossen hat. Sie bejahte, aber Freya reagierte darauf jetzt nur noch mit einem Seufzen und der Aussage: "Wahrscheinlich hätte ich mit sowas rechnen sollen. Ist ja nicht das erste Mal, dass ihr hier in der Bib gemeinsame Sache macht." Recht hat sie. :)
Aber gut, wir fingen dann tatsächlich an zu lernen und alles in allem konnte auch ich mich gut auf den Stoff konzentrieren. Ich hatte sogar das Gefühl, dass wir ganz gut vorankamen. Wir machten auch nicht mal eine Kaffeepause, sondern arbeiteten bis zum Abend durch. Wobei gegen Ende meine Gedanken schon häufiger zu dem schweiften, was noch kommen würde.
Gegen 18 Uhr hatten wir dann genug und packten zusammen. Alle drei streckten wir uns ein bisschen nach dem langen Sitzen und Nadine meinte gut gelaunt: "Also dann: Auf zu den Schließfächern." Freya und ich wechselten da einen betretenen Blick, während Nadine uns nur grinsend musterte. Wir waren beide etwas rot angelaufen und Freya schaute mit so einem Müssen-wir-das-jetzt-wirklich-tun?-Blick. Schon irgendwie cute, dass es ihr jetzt auch peinlich war, die Bib auf Socken zu verlassen. Und ehrlich gesagt auch etwas unerwartet. Aber anscheinend war auch das nochmal was anderes für sie, als einfach nur sockig in der Bib zu sitzen. Naja, ich selbst war vermutlich deutlich nervöser als sie. Ich schaute auch nochmal auf meine nicht gerade unauffälligen Socken, aber hier verstärkten sie dieses positive Peinlichkeitsgefühl nochmal und ich fühlte einfach insgesamt eine sehr positive Anspannung. :)
Die Bib war ehrlich gesagt auch ganz gut gefüllt zu dem Zeitpunkt. Daher begegneten Freya und mir doch einige Blicke auf unserem Weg aus der Bib. Aber die meisten davon waren eher so kurze Seitenblicke. Wobei ein paar aber auch sehr offen starrten, oje. Auch als wir aus der Bib raus waren, war es bis zu den Schließfächern noch ein kurzer Weg. Die Schließfächer selbst waren aber wiederum in einem extra Raum untergebracht und da war außer uns niemand drin. Da konnten Freya und ich dann wieder durchatmen. Sie hatte das tatsächlich auch nötig und meinte: "Fuck war das gerade peinlich. Hast du gesehen, wie die eine aus ÖR (=Öffentliches Recht) uns angeschaut hat? Ach du scheiße." "Ach, wir kennen die doch kaum", antwortete ich, aber ja, mir war es auch aufgefallen. :D
Freya atmete trotzdem nochmal tief durch und sagte dann zu Nadine: "Ok, Nadine, bevor uns noch mehr Leute so sehen. Könnten wir dann jetzt bitte unsere Schuhe wiederhaben?" "Wenn du mich so nett fragst, statte ich euch natürlich gern wieder mit Schuhen aus", antwortete Nadine vergnügt. "Dann einmal für dich, Regina...", sagte sie und öffnete eines der Schließfächer. In diesem befand sich ihre normale Tasche (in die Bib darf man nur mit durchsichtigen) und davor die Schuhe, die Freya mir vorhin ausgezogen hatte. "Und einmal für dich, liebe Freya...", sagte sie und öffnete unschuldig lächelnd das Schließfach daneben. Naja, und in dem stand nur ein identisches Paar dieser nachgemachten offenen UGG-Schuhe in Freyas Größe! :D :D :D
Und oh mein Gott, es war so herrlich Freyas Reaktion darauf zu sehen! :D Sie war im ersten Moment völlig baff und man sah richtig, wie ihre Augen größer wurden. Sie blinzelte dann auch mehrfach, als würde sie denen nicht trauen und sagte schließlich langsam: "Ähm... das sind nicht meine Schuhe." "Doch", meinten Nadine und ich gleichzeitig und ich ergänzte: "Die sind ein Geschenk von uns." Da lief Freya nochmal richtig rot an, weil sie spätestens jetzt realisierte, dass das hier zum Plan von Nadine und mir gehörte. "Ähmmm...", begann sie dann und schaute hilfesuchend von Nadine zu mir, aber wir hatten beide Mühe nicht zu lachen und waren sehr hart am Grinsen. "Fuck", murmelte Freya dann nur, "Oh Gott, was macht ihr nur mit mir?" "Wir beschenken dich, weil wir dich gernhaben", sagte ich fröhlich und versuchte sie weiter aufzumuntern, indem ich meinte, "Außerdem können wir jetzt im Partnerlook gehen!" Motiviert holte ich dann meine eigenen Schuhe aus dem Schließfach, legte sie vor mir auf den Boden und schlüpfte hinein. Freya hingegen haderte immer noch mit der Situation und fragte: "Aber wo sind denn eigentlich meine richtigen Schuhe?" "An einem sicheren Ort", antwortete Nadine und nickte in Richtung der Schließfächer. "Verstehe", meinte Freya. Danach kurzes Schweigen, bis sie schließlich fragt: "Also soll ich die jetzt wirklich anziehen?" "Ja", bestätige ich und Nadine fügt hinzu: "Die Alternative wäre halt, dass du auf Socken bleibst." Freya wirft nochmal einen hadernden Blick auf die Schuhe, aber holt sie dann aus dem Schließfach. Sie musterte die Schuhe nochmal kurz, legte sie dann aber vor sich auf den Boden und schlüpfte hinein. :)
Gott sei Dank hatten Nadine und ich bei der Auswahl der Größe ein glückliches Händchen gehabt, sonst hätte Freya sie garantiert direkt wieder ausgezogen und auf ihre Sneaker bestanden. Aber sie machte probehalber ein paar Schritte und die Schuhe passten ihr zum Glück schon sehr gut. Dafür haderte sie sehr damit, dass ihre Hose eine normale Jeans war, die bis zu den Knöcheln ging und daher die offenen Schuhe vollständig und ihre Sockfüße eben zu einem guten Teil zu sehen waren. Sie schaute halt wirklich an sich runter und nuschelte: "Ich seh bescheuert aus mit den Teilen." Nadine und ich versicherten ihr zwar beide, dass das nicht der Fall ist, aber Freya wirkte nicht völlig überzeugt. Ihr war halt schon anzusehen, dass diese Schuhe ein Schritt raus aus ihrer Komfortzone waren. Irgendwie war ihr Struggle aber auch verdammt cute. :)
Wir gaben dann auch unser bestes, sie weiter aufzumuntern und ich fand Nadine hatte einen guten Ansatz dabei: Sie erinnerte Freya daran, dass sie selbst mir doch am Anfang immer gesagt hatte, dass es mir nicht peinlich sein braucht und es ja nur Schuhe sind. Und das funktionierte ganz gut, weil Freya anfangs schon noch meinte, dass sie ihre Sneaker vermisst und sich mit denen wohler fühlt, aber auch zugab, dass Nadine schon einen Punkt hat. Wir verließen dann das Gebäude und auf dem Weg zur Mensa beruhigte Freya sich dann auch nach und nach wieder. Ich drückte auf dem Weg auch kurz ihre Hand, was sie auch sehr freute. :)
In der Mensa angekommen, nahmen wir uns zusammen einen Tisch und gingen dann zum Buffet. Hier wirkte Freya auch nochmal etwas peinlich berührt, aber zurück am Tisch beruhigte sie sich dann auch schnell wieder. Wir aßen dann ganz entspannt, redeten dabei auch nochmal über den Schuhklau und die Schließfachaktion, aber halt auch allgemein über unser Lernen und anderes Zeug. Als wir die Mensa wieder verließen, war es schon einigermaßen dunkel und das gab Freya zusätzlich Sicherheit. Wir fuhren dann mit der StraBa zur WG von Nadine und mir. Was da noch ganz witzig war: In unserer WG angekommen, zogen wir natürlich alle unsere Schuhe aus. Nur holte Nadine jetzt noch Freyas Sneaker aus ihrer Tasche und stellte sie ebenfalls dazu. Die waren nämlich nicht in einem separaten Schließfach eingeschlossen und als Nadine vorhin auf Freyas Frage hin in Richtung der Schließfächer genickt hatte, hatte ihre Tasche noch im Schließfach gelegen.
Emma stieß dann auch noch dazu und wir redeten natürlich auch mit ihr über unseren bisherigen Tag und was so passiert ist. Ich habe zwar mit ihr immer noch nicht explizit darüber geredet, dass ich in diesem Schuhklau-Bereich eine gewisse Vorliebe habe, aber auch so hat Emma sich mittlerweile daran gewöhnt, dass so ein Schuhklau in unserer Freundesgruppe eben hin und wieder vorkommt. Und was so ein bisschen typisch für Emma ist, dass sie einfach für beide Seiten sehr viel Verständnis hatte. Also sowohl für Nadine und mich, dass wir Freya auch ihre Schuhe abgenommen haben, aber später dann auch für Freya, die mit diesen offenen Schuhen gestrugglet hatte. Denn da meinte Emma, dass die auch für sie ein Schritt aus ihrer Komfortzone wären.
Ansonsten hatten wir uns halt eigentlich verabredet, um zusammen eine Serie weiterzuschauen und genau das taten wir dann auch. Wir haben da mittlerweile auch ein sehr gutes Setup gefunden, bei dem wir zu viert auf Nadines Bett sitzen und über einen Beamer, der an ihre eine Zimmerwand projiziert, schauen. Freya und ich saßen da nebeneinander und lehnten uns halt gegeneinander und im Dunkeln suchte sie dann auch wieder mit ihrer Hand nach meiner. Und so Händchenhaltend mit ihr da zu sitzen war einfach ein sehr schöner und entspannter Abschluss für diesen Tag. :)
Freya blieb dann noch und übernachtete bei mir im Zimmer, während Emma zu sich fuhr. Am nächsten Morgen frühstückten wir dann auch zu dritt und ich war schon ein bisschen neugierig, welche Schuhe Freya für ihren Heimweg wählen wird. Sie entschied sich dann für ihre Sneaker, aber nahm die anderen Schuhe immerhin mit zu sich und meinte, sie würde die vielleicht in Zukunft nochmal tragen. Das war es jetzt aber wirklich von diesem Erlebnis. :)
Seitdem gab es auch keinen weiteren Schuhklau bei mir, aber Freya und ich waren letzte Woche nochmal im Kino. Wir waren in der 20 Uhr-Vorstellung von Avatar 3 und ja, es war wieder einer dieser Kino-Besuche, wo wir miteinander gekuschelt und uns auch gegenseitig die Schuhe ausgezogen und die Füße massiert haben. Tatsächlich war das auch das einzige Mal, wo wir beide nochmal diese offenen Schuhe anhatten. Einfach auch, weil ich sie gern nochmal mit denen sehen wollte, sie die aber nur tragen wollte, wenn ich auch mitziehe. Und ja, der Schuhklau und selbst das Fußmassieren hatte bei weitem nicht den Reiz wie ein spontaner Schuhklau, aber dennoch war es ein entspannter Kino-Abend mit einer sehr guten Freundin und da bin ich natürlich immer gern dabei! :)
Mehr ist im Januar wie gesagt nicht passiert und damit sind wir hier auch wieder auf dem aktuellen Stand. Im nächsten Beitrag kommt dann nur noch das eine Erlebnis, das wir zu viert kurz vor Weihnachten hatten. :)
Liebe Grüße, Regina
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