 |  |  | Hallo zusammen,
also dann, ein letztes noch. :)
Wie gesagt, wollte Emma sich ja an Freya "revanchieren" und ich unterstützte sie halt dabei so gut ich konnte. Mein erster Ratschlag an sie war dabei: Plan nichts zu Kompliziertes. Das hatte Emma aber eh nicht vor. Sie fühlte sich am sichersten damit, quasi 1:1 das zu tun, was Freya auch bei ihr getan hat, also sie mit Kitzeln und Schuhausziehen zu necken. Die nächste Frage, die sich hierbei dann stellte war, wo sie das am besten tut. Und naja, Emma liebt es draußen unterwegs zu sein, insbesondere halt am Fluss. Daher war für sie schnell klar, dass eine Bank am Fluss der beste Ort für ihr Vorhaben ist. Wobei hier auch eine Rolle spielt, dass Emma einfach sehr in Mustern denkt. Und literally jeder Schuhklau an ihr in diesem Semester passierte halt auf einer Bank im Freien. Daher fühlte es sich für sie auch "einfach richtig" an, sich jetzt eben auch für eine Bank im Freien zu entscheiden. Nur würde sie sich wohler damit fühlen, wenn die ein bisschen abgeschieden ist. Denn wenn das jetzt eine Bank wäre, wo ständig Leute vorbeikommen, dann könnte sie sich selbst nicht dazu überwinden, Freya zu kitzeln oder ihr einen Schuh auszuziehen. Das konnte ich sehr gut nachvollziehen, denn als Nadine und ich Freya mal in der Uni-Bib die Schuhe geklaut hatten, hatten wir uns vorher genau die gleichen Gedanken gemacht.
Ich schlug dann vor, dass wir mit Freya ja einfach eine Fahrradtour am Fluss entlang machen könnten. Und sobald wir eine passende Bank sehen, könnten wir da ja eine Pause einlegen. Emma mochte die Idee. Sie wollte aber lieber schon im Vorfeld eine passende Bank aussuchen und daher haben wir dann unter der Woche abends zu zweit eine Radtour gemacht. Gott sei Dank fanden wir auch mehrere gute Bänke, denn nur eine auszusuchen war Emma zu unsicher. Typisch. <3
Wir hatten auch überlegt Nadine noch mit ins Boot zu holen. Aber sie meinte, dass sie über das lange Pfingst-WE ihre Familie besucht. Deswegen war sie dann nicht mit dabei. Sie wünschte uns aber viel Erfolg und erlaubte uns auch, dass Freya im Notfall ihr Fahrrad benutzen dürfte. :) Das war aber nicht notwendig. Denn als wir drei besprachen, was wir am WE so tun wollen, schlug Emma halt eine Fahrradtour vor. Und Freya meinte dann, sie würde am Samstag einfach per Fahrrad zu uns kommen. Also bis hierhin alles sehr unkompliziert und reibungslos abgelaufen. Wie genau wir dann am Samstag vorgehen wollen, haben Emma und ich auch ziemlich detailliert besprochen, aber das nehme ich hier mal nicht vorweg.
Jedenfalls kam dann der Samstag und wir trafen uns um 10 Uhr bei uns in der WG. Schon da war es ziemlich warm, aber als wir dann losfuhren war es mit dem Fahrtwind doch sehr angenehm. Die Route hatten Emma und ich ja vorab geplant und wir sind dann halt einfach am Fluss entlanggefahren. Auch so ist das eine schöne Strecke und man kommt dann auch an kleineren Dörfern vorbei, die eigentlich auch ganz nett aussehen. :)
Ein festes Ziel hatten wir nicht ausgemacht, nur dass wir uns zwischen 12 und 13 Uhr ein schattiges Plätzchen suchen wollten, um nicht die volle Mittagssonne abzubekommen und eben auch eine kleine Mittagspause einzulegen. Emma und ich haben es dann so eingefädelt, dass wir nach gut 1,5 h Fahrt Freya vorgeschlagen haben, uns wieder auf den Rückweg zu machen. Sie war damit einverstanden und gegen 12.30 Uhr waren wir dann wieder kurz vor dem Dorf, das wir auf dem Hinweg als erstes passiert hatten. Zu Freya meinten wir, dass wir uns ja im Ort ein schattiges Plätzchen suchen könnten, entdeckten dann aber "zufällig" kurz vor dem Ort eine einfach perfekt gelegene Bank. :)
Ehrlich gesagt lag die Bank halt wirklich sehr schön. Denn schon etwas vor dem Ort entfernt sich der Weg halt ein Stück vom Fluss und zwischen Fluss und Weg kommt dann Wiese. Die Bank selbst ist aber quasi direkt am Ufer gelegen und nach hinten mit ein paar Bäumen und Sträuchern zum Weg hin abgeschirmt. Naja, und die Bäume gaben halt auch Schatten. Was ehrlich gesagt auch sehr gut war, denn jetzt um die Mittagszeit knallte die Sonne halt schon sehr. Wir stellten unsere Fahrräder dann halt neben der Bank ab und tranken erstmal alle was. Freya meinte dann auch, dass die Bank wirklich schön gelegen ist und lobte Emma, dass sie die vom Weg aus gesehen hat. Ich hatte da kurz die Sorge, dass Emma ins Schwimmen geraten könnte, aber sie antwortete nur sehr souverän: "Danke. Ich finde die Bank auch sehr schön."
Naja, was hier jetzt aber schon ein bisschen problematisch war: Die Bank lag teilweise in der Sonne. Und deswegen standen wir jetzt erstmal alle im Schatten und niemand von uns setzte sich. Unser Plan hatte aber vorgesehen, dass, sobald wir alle auf der Bank sitzen, Emma mir ein Zeichen gibt und wir dann loslegen. Und ich dachte mir in der Situation halt: Ok, spätestens zum Essen werden wir uns ja setzen, also warten wir einfach noch ein bisschen ab und gut ist. Emma hingegen... improvisierte da jetzt eher, oje. :D
Wir standen immer noch im Schatten und Freya stellte gerade ihre Trinkflasche ab, da warf Emma mir einen sehr auffälligen Seitenblick zu und sobald Freya ihre Trinkflasche abgestellt hatte und wieder hochgekommen war, sagte Emma grinsend zu ihr: "Freya, bist du eigentlich kitzlig?" Und dieser Satz war unser vereinbartes Zeichen! Freya schaute sie da im ersten Moment nur verwirrt an, weil die Frage für sie halt völlig aus dem Nichts kam. Für mich kam es auch überraschend, weil ich gerade bei Emma nie erwartet hätte, dass sie vom ursprünglichen Plan abweicht. But well, here we are. :D
Emma jedenfalls zögerte keine Sekunde, machte noch einen kleinen Schritt auf Freya zu und begann sie an den Seiten und am Bauch zu kitzeln. Freya verteidigte sich instinktiv dagegen, indem sie zurückwich und mit ihren Händen versuchte Emmas abzuwehren. Sie wirkte immer noch verwirrt und weil Emma durchaus ein paar Treffer landete, sagte sie dann eher abgehakt: "Was-? He-, Emma-, nicht-, was machst du-? Nicht kitzeln-!" Emma hingegen wirkte jetzt ziemlich aufgedreht und schien sehr viel Spaß zu haben. Sie selbst sagte auch nichts, aber kicherte immer so leicht, wenn sie bei Freya einen Treffer landete. Das war irgendwie richtig cute, wie sie sich da freute. <3
Ich selbst hatte anfangs ja kurz gezögert. Aber ich machte jetzt das beste draus und anstatt Freya auch von vorne zu attackieren, ging ich jetzt einmal um die Bank herum, um sie stattdessen von hinten anzugreifen. Freya nahm das im Augenwinkel auch wahr und versuchte mir weniger Angriffsfläche zu bieten, indem sie versuchte schneller in Richtung der Bäume/Sträucher zurückzuweichen. Allerdings machte sie sich damit auch verwundbarer gegenüber Emmas Bemühungen, die jetzt doch schon einige Lacher aus ihr herauskitzeln konnte. Pech für sie war auch, dass ich schnell genug war, um zwischen sie und die Bäume/Sträucher zu kommen. Sie versuchte noch sich wegzudrehen und mir möglichst nicht den Rücken zuzuwenden, aber mit Emma, die sie von vorne attackierte und mir, die sich ja völlig frei bewegen konnte, funktionierte auch das nicht. Ich kam trotzdem problemlos hinter sie und, naja, kitzelte sie dann an ihren komplett ungeschützten Seiten. :D
Unsere kombinierte Kitzelattacke war tatsächlich sehr effektiv und Freya kam jetzt gar nicht mehr dazu, sich noch irgendwie koordiniert zu verteidigen. Ihre Arme und ihr Oberkörper zuckten nur noch unkontrolliert hin und her und sie lachte wirklich sehr laut. Sie konnte sich so auch nicht lange halten, ging kurz darauf zu Boden und versuchte sich dort klein zu machen. Hier griffen Emma und ich uns jetzt aber ihre Beine an den Knöcheln und zogen die vor. Körperlich war Freya da schon viel zu entkräftet, als dass sie sich noch großartig dagegen hätte wehren können. Aber da sie ja gerade nicht gekitzelt wurde, hatte sie immerhin wieder genug Atem, um sich zu Wort zu melden und protestierte jetzt: "Nein, nicht noch die Schuhe! Come on, nicht noch an den Füßen, echt nicht!" Aber Emma nur grinsend: "Oh doch, das muss!" :D
Freya trug ihre Nike Air Force und die auch eher locker geschnürt. Emma und ich zogen da beide mit nur einer Hand an der Hacke und quasi einen Ruck später waren die auch schon aus. Freyas Schuhe warfen wir einfach in Richtung Bank und, naja, dann kitzelten wir sie jetzt auch noch an ihren Sockfüßen. :) Sie trug da übrigens mal nicht ihre weißen Nike-Socken, sondern welche in einem kräftigen Grün, die noch mit aufgeschnittenen Avocados gemustert waren. Mir gefielen die richtig gut und es war schön, sie jetzt auch mal mit solchen Socken in einer Schuhklau-Situation zu haben. Außerdem waren die auch dünner als ihre Nike-Socken, was einmal beim Kitzeln praktisch war, aber auch das Ausziehen ihrer Schuhe noch ein bisschen einfacher gemacht hat, denke ich. Denn die flutschten wirklich schon sehr leicht von ihren Füßen. :D
Wir kitzelten sie aber ehrlich gesagt nicht wirklich lang an den Füßen, vielleicht so ein-zwei Minuten würde ich schätzen. Und sobald sie wieder mehr zu Atem gekommen war, halfen wir ihr auch auf. Sie klopfte sich dann erstmal ein bisschen Staub von der Kleidung und trank erst nochmal Wasser.
Emma wirkte immer noch ziemlich aufgekratzt und schien so ein bisschen auf eine Reaktion von Freya zu warten. Freya fragte sie dann auch: "Deine Idee?" "Ja", bestätigte Emma. Freya seufzte dann kurz, begann aber auch zu lächeln und sagte schließlich: "Tja, darüber kann ich mich wohl kaum beschweren... Von daher: Gute Arbeit, Emmchen." "Danke, Frau Lehmann*", sagte Emma dazu und wirkte schon sehr stolz. :)
Als Nächstes schaute Freya dann zu mir und meinte gespielt-vorwurfsvoll: "War ja klar, dass du ihr bei sowas hilfst." "Ich bin immer gern bereit, einer Freundin zu helfen", meinte ich zu meiner Verteidigung und grinste. Da verdrehte Freya nur kurz die Augen, aber als sie dann wieder zu mir schaute, grinste sie auch und fragte mich: "Hmm, wir beide sind doch auch Freundinnen, oder?" "Ja, natürlich", antwortete ich und ahnte auch schon, worauf sie hinauswollte. "Dann wärst du doch sicher auch bereit, mir zu helfen, oder?" "Ja, natürlich", antwortete ich erneut. "Sehr schön", sagte sie und wir beide schauten zu Emma. Und das war ehrlich gesagt so ein Moment, wo ich einfach richtig gern in ihrem Kopf gewesen wäre. Denn sie hatte unseren Wortwechsel natürlich mitverfolgt, aber schaute immer noch einfach sehr zufrieden und völlig arglos zu uns zurück, als wären unsere Worte gar nicht zu ihr durchgedrungen.
Naja, und wenn sie während unseres Wortwechsels einfach direkt weggelaufen wäre, hätten wir sie vermutlich beide nicht einholen können. Aber so machte jetzt halt Freya einfach noch einen kleinen Schritt auf sie zu, ohne dass Emma darauf reagierte und als Freya jetzt ihrerseits eine Kitzelattacke auf Emmas Bauch und ihre Seiten begann, wirkte sie erst kurz überrascht, rief dann aber übermotiviert "So nicht, Frau Lehmann!" und bemühte sich Freyas Hände abzuwehren. Und ich denke so im 1 gegen 1 wäre das zwischen den beiden auch ziemlich ausgeglichen gewesen. Aber ich war ja auch noch da - und natürlich bereit, meiner Freundin Freya zu helfen, hihi. :)
Auch hier versuchte ich es damit, Emma von hinten zu attackieren. Und im Gegensatz zu Freya vorhin, unternahm Emma tatsächlich überhaupt nichts, um mich irgendwie davon abzuhalten. Sie war einfach maximal auf Freya fixiert und, naja, gegen die hatte sie sich auch wirklich gut behaupten können. Aber als ich sie jetzt von hinten an den Seiten fasste und zu kitzeln begann, prustete sie sofort los und war auch nicht mehr in der Lage, Freya weiterhin von sich fernzuhalten. :)
Aber anstatt Emma einfach an Ort und Stelle zu Boden zu kitzeln, meinte Freya zu mir: "Zur Bank, zur Bank!" Die war vielleicht so 2 m entfernt, also wirklich nah. Emma war eh nur noch am Lachen und wenn wir sie nicht festgehalten hätten, wäre sie vermutlich wie Freya vorhin einfach zu Boden gegangen. Daher war es für uns nicht wirklich schwierig, sie jetzt zur Bank zu drücken und dort abzusetzen.
"Ich kitzel weiter, nimm du ihre Schuhe!", rief Freya, wozu Emma kreischte "Nein, nicht die Schuheeeeee!" und ziemlich wild mit ihren Beinen strampelte. Die war da wirklich komplett unhinged, aber bevor sie noch mehr sagen konnte, kitzelte Freya sie weiter und Emma prustete direkt wieder los. Ich vertraute da dann einfach mal Freyas Einschätzung der Lage, dass das hier für Emma wirklich ok ist und, naja, war auch mit ihrer vorgeschlagenen Arbeitsteilung (Sie: kitzeln, Ich: Schuhe) sehr glücklich. :)
Emma trug auch heute wieder ihre Chucks. Aber natürlich war sie in der Situation jetzt so gut wie gar nicht in der Lage die irgendwie zu verteidigen. Freyas Kitzeln nahm sie schon sehr in Anspruch und mein einziges Hindernis war im Grunde, dass sie immer wieder begann mit ihren Beinen zu zappeln. Aber das halt auch eher planlos und unkontrolliert. Ich setzte mich jetzt einfach direkt vor ihre Beine, griff mir ihren ersten Schuh mit einer Hand an der Hacke und begann mit der anderen ihre Schleife zu öffnen. Und ich spürte auch, dass Emma mehrfach versuchte ihren Fuß wegzuziehen, aber in der Situation jetzt war selbst ich stark genug, dass das nicht funktionierte. Mit einer Hand war es aber tatsächlich gar nicht so einfach, ihren Schuh zu öffnen, daher brauchte ich da doch ein bisschen. Aber sobald der offen war, lockerte ich die Schnürung ihres Schuhs doch relativ schnell, griff ihn mir dann an Hacke und Spitze und zog ihn ihr aus. :)
Dass sich ihr erster Schuh gerade von ihr verabschiedet hat, schien Emma schon mitbekommen zu haben, denn ihr Lachen wurde da kurz lauter und klang eher wie ein wortloses Kreischen. Zu dem Zeitpunkt kicherte ich da aber selbst nur drüber. :)
Ich griff mir jetzt ihren verbliebenen Chuck an der Hacke und begann auch den zu öffnen. Emma zappelte zwar weiterhin mit ihren Beinen, aber auch hier konnte ich ihren Schuh mit einer Hand gut festhalten. Was mir hier jetzt auch erst auffiel: Emmas Beingezappel war nicht mal wirklich eine Abwehrmaßnahme gegen mich, sondern erfolgte immer in Reaktion auf Freyas Kitzeln. Die leistete da wirklich ganze Arbeit, oje. :D Naja, und klingt vielleicht ein bisschen weird, aber irgendwie gefiel es mir richtig gut, jetzt während dem Ausziehen des 2. Schuhs, Emmas Sockfuß neben mir zu haben, der immer wieder rumzappelte. Sie trug weiße Socken, die mit kleinen Dreiecken in hellgrün, hellblau und hellgrau gemustert und an der Hacke und im Zehenbereich dunkelgrau abgesetzt waren. Auch die fand ich sehr gut und irgendwie passend zu ihr. :)
Ehrlich gesagt brauchte ich beim 2. Schuh nochmal ein bisschen länger als beim ersten, bis ich den geöffnet hatte. Um das zu kompensieren, habe ich die Schnürung dann eher nur oberflächlich gelockert und daher saß Emmas Schuh immer noch relativ fest, als ich begann an dem zu ziehen. Im Endeffekt war das aber eher eine aufregende Erfahrung, weil ich so zwar sehr stark ziehen musste, aber dafür auch sehr gut wahrnehmen konnte, wie Emmas Fuß langsam den Halt im Schuh verliert und Stück für Stück Richtung Ausgang rutscht. Tatsächlich musste ich bis zum Ende sehr stark an ihrem Chuck ziehen und den vollends von ihrem Fuß zu bekommen war dann auch mehr so ein Runterzerren, aber kurz darauf war auch dieser Schuh aus und Emma jetzt komplett sockig! :)
Freya hatte im Augenwinkel auch immer mal wieder meinen Fortschritt verfolgt und fragte jetzt auch: "Hast du beide?" "Ja", bestätigte ich. "Gut", erwiderte sie und kitzelte Emma noch ein letztes Mal kurz an den Seiten, bevor sie von ihr abließ und ein paar Schritte von der Bank weg machte. Sie sah sehr zufrieden aus und schaute Emma mit so einem herausfordernden Grinsen an. Die erwiderte dieses Grinsen auch und schaute immer noch ziemlich übermotiviert, aber für den Moment war sie voll und ganz damit beschäftigt wieder zu Atem zu kommen. Ich hingegen saß immer noch vor der Bank und war ein bisschen verwirrt, weil ich gedacht hatte, dass wir Emma auch noch an den Füßen kitzeln. Ich fragte daher auch in Richtung Freya: "Wolltest du sie nicht auch noch an den Füßen kitzeln?" Woraufhin - und oh mein Gott, das dürfte literally das süßeste gewesen sein, was ich bisher in diesem Semester gesehen habe - Emma nur so ein "Uaaah!" von sich gab, instinktiv ihre Beine angewinkelt zu sich auf die Bank zog, sodass ihre Sockfüße auf dem Rand der Sitzfläche standen und dann den vorderen Bereich ihrer Sockfüße mit den Händen umklammerte, wie um die vor möglichem Kitzeln zu schützen. Dazu schaute sie immer noch so übermotiviert, aber auch ein bisschen nervös und awwww, das war einfach so cuteeee! <3 Freya hatte da auch schon zu einer Antwort angesetzt, aber sie brach dann ab und schaute Emma auch nur so an, als fände sie das gerade ziemlich süß und meinte: "Emma, du bist so 'ne Maus einfach." Die wiederum schaute so, als wisse sie nicht, was sie dazu sagen soll und sagte im Endeffekt dann schlicht: "Jippie!" Wozu Freya dann tatsächlich einfach nur noch "Awwww" machte. <3
Zu mir meinte sie dann, dass sie das Gefühl gehabt hatte, es mit ihrem Kitzeln eigentlich schon übertrieben zu haben. Deswegen wollte sie dann nicht noch bei den Füßen weitermachen. Das konnte ich nachvollziehen und ehrlich gesagt hatte auch Freya sich beim Kitzeln schon auch verausgabt und war glaube ich auch ganz froh, jetzt selbst erstmal wieder durchatmen zu können. Emma war halt auch noch am Durchatmen und da ich nicht so recht wusste, was ich tun soll, sammelte ich jetzt erstmal die Schuhe der beiden auf und stellte sie paarweise neben die Bank. Ich fand es schon sehr gut, dass sie jetzt beide auf Socken waren und sowohl Emma als auch Freya zu unterstützen hatte mir echt viel Spaß gemacht. Aber jetzt als Einzige noch Schuhe anzuhaben, war irgendwie ein ganz komisches Gefühl.
Ich stand dann auch erstmal unschlüssig neben der Bank, bevor ich mich schließlich neben Emma setzte. Die saß mittlerweile im Schneidersitz und ihre Atmung hatte sich wieder fast normalisiert. Freya hingegen stand so 3-4 m entfernt von uns an einen Baum gelehnt und trank aus ihrer Trinkflasche. Sie schien nachzudenken, schaute aber auch immer wieder so leicht grinsend zu uns auf der Bank. Dabei murmelte sie auch mehrfach "Hmm" und es wirkte so, als wolle sie etwas sagen, wisse aber nicht wie genau.
Letzten Endes gab sie dann auch ein eher frustriertes "Hmm" von sich und zückte stattdessen ihr iPhone. Sie tippte schnell eine Nachricht und einen Moment später vibrierte es dann bei Emma. Die las Freyas Nachricht, wirkte ein bisschen überrascht und tippte ihrerseits eine Antwort an Freya. Beide schrieben sich jetzt erstmal hin und her und gefühlt dauerte ihr Schreiben ewig, aber in der Realität waren es vermutlich nur 2 min. oder weniger.
Während ihres Schreibens wechselten die beiden auch immer wieder Blicke und auf mich wirkte es so, als wolle Freya Emma etwas erklären, was für sie sehr offensichtlich wahr. Emma hingegen wirkte anfangs etwas peinlich berührt, vermutlich weil sie das von sich aus nicht erkannt hatte. Gegen Ende ihres Austauschs wirkte sie aber sehr zufrieden und auch wieder ein bisschen übermotiviert, während Freya auch wieder dieses eher herausfordernde Grinsen hatte.
Naja, ich hatte natürlich schon so ein bisschen darauf gehofft, dass Freya hier Emma darauf hinweist, dass es doch eigentlich eine gute Idee wäre, mir jetzt auch meine Schuhe abzunehmen. Aber ehrlich gesagt fühlte ich mich in dieser Situation auch sehr wie das dritte Rad und konnte mir diesen Gedanken irgendwie selbst nicht so ganz erlauben. Deswegen war es schon unerwartet für mich, als Freya Emma noch mal bestätigend zunickte, diese dann zu mir schaute und grinsend sagte: "Schuhe her!"
Ich zuckte da irgendwie sehr zusammen und wich instinktiv ein Stück von Emma weg. Aber die löste jetzt schnell ihren Schneidersitz auf und schloss die Lücke zwischen uns sofort wieder. Von vorne sah ich da schon Freya auf mich zukommen und bevor ich noch irgendwas in Sachen Flucht unternehmen konnte, umarmte mich Emma jetzt von der Seite! Dadurch war mein einer Arm jetzt zwischen uns eingeklemmt, den anderen drückte sie gegen meinen Oberkörper und aufstehen konnte ich auch nicht mehr! Und naja, da fühlte ich dann auch zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder diese Aufregung und dieses irgendwie positive Gefühl von Hilflosigkeit beim Schuhklau und das war einfach sehr, sehr schön für mich. :)
Aber als Freya mich erreichte, beugte sie sich nicht zu meinen Schuhen runter, sondern begann auch bei mir erstmal mit einer Kitzelattacke! :D Mein Bauch und meine Seiten waren ja komplett ungeschützt und Freya nutzte das eiskalt aus, um mich dort zu kitzeln. Ich prustete dann auch sofort los und sie meinte lachend: "Oh, du bist ja sogar noch kitzliger als Emma!" :) Wobei das glaube ich vor allem daran lag, dass ich mich halt wirklich null gegen ihr Kitzeln verteidigen konnte. Denn durch Emmas Umarmung konnte ich praktisch nur meinen einen Unterarm frei bewegen und, naja, das war für Freya jetzt kein großes Problem. Und sie hat was Kitzeln angeht auch einfach eine gute Technik, oje. :)
Ich war dann schon gut am Lachen, als Emma mich schließlich losließ. Sie stand von der Bank auf und ging kurz vor mir in die Hocke. Instinktiv zog ich da auch meine Beine unter die Bank. Aber Emma griff sich das linke problemlos mit beiden Händen am Knöchel, zog es wieder vor und hob es an. Freya kitzelte währenddessen voll weiter und Emma schaute mich jetzt auch mit so einem Grinsen an, als erwarte sie, dass ich noch irgendwas dazu sage, aber ich war so am Lachen, dass ich nur so ein abgehaktes "Na-hahahaha-in!" zustande brachte. Ohne ihn vorher zu öffnen, griff sich Emma meinen weißen Sneaker jetzt mit einer Hand an der Hacke und begann zu ziehen, während sie mich mit der anderen weiterhin am Knöchel festhielt. Und eigentlich waren meine Schuhe schon relativ fest geschnürt, aber dennoch gelang es Emma mit einem starken Zug die Hacke meines Sockfußes direkt aus dem Schuh zu befördern! Meinen Schuh zog Emma jetzt einfach nach vorne weg und ich spürte endlich mal wieder diesen leichten Luftzug, mit dem er sich von mir verabschiedete! :)
Ich selbst trug weiße Socken mit schmalen hellgrauen Ringeln und nicht wie sonst häufig in diesem Semester die weißen Nike-Socken. Einfach weil die Nike-Socken halt schon etwas dicker sind und ich hatte mich bei den Temperaturen dann bewusst für dünnere Socken entschieden. Vermutlich hatte auch das Emmas Vorgehen beim Schuhausziehen eben begünstigt.
Emma verhielt sich dann erstmal sehr typisch und stellte meinen ausgezogenen Schuh ordentlich neben Freyas. Sie kam dann aber sofort zurück und, naja, begann mich an meinem Sockfuß zu kitzeln. Freya sah das und zog dann mein anderes Bein vor. Sie machte es zwar mit dem klassischen an der Hacke ziehen und gleichzeitig gegen die Spitze drücken, aber auch bei ihr war es im Prinzip ein Ruck und mein Schuh hing mir nur noch lose über dem Spann. Freya zog ihn dann nach oben hin weg und damit waren jetzt meine beiden Sockfüße sichtbar - und eben auch vollständig ungeschützt vor weiterem Kitzeln, oje. :D
Gefühlt ging es länger, aber vermutlich waren es eher 2 Minuten oder so, wo sie mich jetzt beide an meinen Füßen kitzelten. Und das war schon eine interessante Erfahrung. Denn rein vom Kitzeln her war es tatsächlich weniger schlimm als das Kitzeln am Bauch oder an den Seiten. Aber andererseits verstärkte es eben dieses positive Peinlich-Berührtsein, das ich beim Schuhklau immer empfinde. Es ist halt immer irgendwie schön, wenn nach dem Schuh-Ausziehen auch was damit gemacht wird, dass ich dann auf Socken bin. :)
Schließlich ließen aber beide wieder von mir ab und auch ich musste jetzt erstmal wieder zu Atem kommen. Ich muss dabei schon ziemlich glücklich geschaut haben, denn Freya sagte jetzt zu Emma: "Siehst du? Es hat ihr gefallen." "Jaaa", gab Emma zu. Sie und Freya wirkten aber beide auch sehr zufrieden. Wir haben dann alle drei auch erstmal was getrunken und gar nicht so viel gesagt, bis Emma schließlich in die Runde fragte: "Und jetzt? Also bleiben wir auf Socken oder ziehen wir unsere Schuhe wieder an oder wie läuft das jetzt?" Freya fragte da einfach zurück: "Was war denn euer Plan für mich?" Emma erwiderte darauf nur "Ähhh", weil sie vermutlich Angst hatte, dass Freya unseren Plan jetzt auch auf sie selbst ausweiten will, aber ich antwortete dann wahrheitsgemäß für sie: "Also wir hatten schon vor, dir deine Schuhe erst wieder bei uns in der WG zurückzugeben." "Frech", meinte Freya dazu nur, schmunzelte dabei aber und sagte schließlich: "Hier ist es doch ohne Schuhe erstmal ganz angenehm, oder?" "Schon", stimmte Emma zu und fragte in meine Richtung: "Was meinst du, Regina?" Ich antwortete erneut wahrheitsgemäß: "Also ich bräuchte meine Schuhe heute gar nicht mehr zurück."
Ähm, und das setzte ehrlich gesagt doch noch so einiges in Gang. Denn Freya reagierte darauf erst mit einem leichten Schmunzeln, aber schaute mich einen Moment später mit diesem herausfordernden Grinsen an und meinte: "Du brauchst deine Schuhe heute also gar nicht mehr zurück? - Kein Problem, Regina!" Sie hob dann meinen einen Schuh vom Boden auf und ich dachte mir noch "Sie wird doch nicht wirklich...???", aber doch: Sie trat an das Ufer des Flusses und warf meinen Schuh mitten hinein!!! Einfach so.
Emma und ich waren da auch beide erstmal völlig baff, während Freya mich weiterhin angrinste. "Gern geschehen", sagte sie zu mir und ich merkte, wie ich da doch sehr rot wurde, oje. Irgendwie ist es mir dann doch immer sehr peinlich, wenn Freya so offen ausspricht, dass mir sowas gefällt. Ich fühlte mich gleichzeitig aber auch sehr wohl dabei, ich weiß auch nicht. :)
Etwas irritierend für mich war auch, dass Emma neben mir meine Mimik sehr aufmerksam studierte. Sie wirkte ein wenig erstaunt und meinte dann: "Krass, dass dir sogar das nicht zu weit geht. Du wirst jetzt ja zwangsläufig so bleiben müssen, also auch auf der Rückfahrt. Ich hätte da so Angst vor." "Ähm, ja, so bin ich halt", antwortete ich darauf und dann passierte etwas, dass ich so nicht erwartet hätte. Denn Freya griff sich jetzt einen von EMMAs Chucks, sagte zu ihr "Ich glaube, du unterschätzt dich" und ging zurück zum Ufer!
Emma schaute sie da nur mit großen Augen an, während Freya jetzt ziemlich übermotiviert aussah, aber Emma auch nochmal fragte: "Hast du noch irgendwelche letzten Worte an deinen Schuh? Oder vielleicht ein bestimmtes Wort an mich?" Offensichtlich wollte sie Emma hier die Gelegenheit geben über das Safeword abzubrechen (Freya kennt unser Safeword auch). Aber Emma schaute sie weiterhin einfach nur überfordert an. Und es war dann irgendwie sehr bitter, denn Freya holte aus und warf auch Emmas Chuck weit in den Fluss hinein, aber praktisch in dem Moment, wo sie losließ, rief Emma dann doch noch "Zischende Zauberdrops!", aber da war es schon zu spät!!!
Freya schaute dann auch direkt sehr betroffen zu Emma und sagte im ersten Moment einfach nur tonlos: "Fuck." Sie kam dann auch sofort zu uns zur Bank und entschuldigte sich sehr wortreich bei Emma und auch ich versuchte ihr gut zuzureden. Denn Emma schaute jetzt mit so einer Mischung aus Traurigkeit und Panik und ich merkte auch, dass sie jetzt schneller atmete. Ich hatte das Gefühl, sie wollte raus aus der Situation, hatte aber einfach keinen Ausweg. Freya selbst hatte sehr deutlich ein schlechtes Gewissen und schien sich sehr bewusst darüber zu sein, dass diese Situation hier für Emma keine Kleinigkeit ist. Was ich aber da auch sehr bemerkenswert fand: Sie erkannte doch auch ziemlich schnell, dass ihr sehr ausführliches Entschuldigen bei Emma für diese die aktuelle Situation eher schwerer macht, weil das wieder etwas ist, wozu sie sich jetzt verhalten muss.
Sie versuchte dann auch die Situation für Emma leichter zu machen, indem sie erstmal zu ihr meinte, dass im Moment alles gut ist und wir eine Lösung dafür finden werden, dass sie nicht auf Socken heimfahren muss. Das war tatsächlich der wesentlich bessere Ansatz und Emma begann sich wieder etwas zu beruhigen. Am einfachsten wäre es natürlich gewesen, wenn sie Freyas Schuhe hätte anziehen können, aber die waren ihr deutlich zu klein. Naja, und damit blieb im Grunde nur eine Lösung: Eine von uns fährt zurück zur WG und holt für Emma ein Paar Schuhe. Freya und ich waren beide dazu bereit und Emma favorisierte erst, dass Freya fährt, weil die ja als einzige von uns noch ihre beiden Schuhe hatte. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass Freya eigentlich gerne bei Emma bleiben und direkt mit ihr über das von eben reden würde. Und ich bekräftigte daher nochmal sehr deutlich, dass es auch auf Socken für mich definitiv in Ordnung wäre, diese Fahrt zu übernehmen. Außerdem hatte ich auch einfach das Gefühl, dass Freya in der Situation jetzt viel besser mit Emma umgehen könnte als ich. Ich mein, ja, das mit Emmas Schuh in den Fluss werfen hatte Freya gerade verkackt, aber ansonsten versteht sie einfach besser wie Emma tickt und kann ihr da glaube ich eher geben, was sie in der Situation braucht.
Im Endeffekt einigten wir uns dann auch darauf, dass Freya bei Emma bleibt und ich zu unserer WG fahre und Emma ein neues Paar Schuhe hole. Emma bot mir da auch nochmal Freyas Schuhe für die Fahrt an (mir wären die halt zu groß gewesen, aber immerhin hätte ich dann wieder Schuhe angehabt), aber dazu meinte ich nur "Ne ne, passt schon" und verabschiedete mich von den beiden. :)
Ich schob mein Fahrrad dann erstmal über die Wiese zurück zum Weg. Und schon das war auf Socken irgendwie ungewohnt, auch weil in der Zeit andere Radfahrer auf dem Weg vorbeikamen, die kurz zu mir schauten. Ich bin mir nicht mal sicher, ob denen wirklich aufgefallen ist, dass ich keine Schuhe anhatte, trotzdem war ich schon da ein bisschen aufgeregt.
Beim Weg angekommen, stieg ich dann auf mein Rad und fuhr los. Wie gesagt befand sich unsere Bank quasi direkt vor einem kleinen Dorf. Daher kam ich jetzt auch als erstes durch dieses Dorf. Auch das war für mich irgendwie spannender als einfach durch die Natur zu fahren. Ich kam auch an einer Eisdiele mit kleiner Schlange und einem Biergarten vorbei, wo viele Leute grade draußen saßen oder auch so waren da ein paar Leute auf den Straßen unterwegs. Das war schon nice. :)
Als ich aus dem Dorf raus war, fuhr ich dann aber einfach am Fluss entlang. Das war eigentlich ganz entspannt. Auch wenn es hier so vereinzelte Momente gab, die spannender für mich waren. Vor allem halt, wenn Leute mich überholten. Denn die waren davor ja schon eine Zeit lang hinter mir gewesen und da hielt ich es dann immer für wesentlich wahrscheinlicher, dass die merken, dass ich keine Schuhe anhabe als bei Leuten, die mir entgegenkommen. Klingt vielleicht etwas weird, aber der beste Moment war für mich da tatsächlich als ein altes Ehepaar auf E-Bikes mich überholt hat. Denn die beiden fuhren nicht so viel schneller als ich, deshalb dauerte ihr Überholmanöver halt relativ lang und während sie an mir vorbeifuhren schauten sie auch sehr offen zu meinen Sockfüßen. Das war mir auch irgendwie wieder auf diese positive Weise peinlich. :)
Das letzte Stück fuhr ich dann durch die Felder und schließlich das Wohngebiet. Wobei ich sagen muss, dass es sich bei uns im Wohngebiet schon am ungewohntesten anfühlte, so auf Socken fahrradzufahren. Auch weil es hier halt diverse Leute gibt, die ich vom Sehen her kenne und von denen mich auch ein paar jetzt so sahen, oje. :) Ich fuhr dann auch nicht zum Fahrradständer hinter dem Haus, sondern stellte mein Fahrrad einfach direkt neben die Eingangstür und schloss es dort ab. Ich würde ja eh nicht lange hier sein. Im Haus nahm ich dann den Fahrstuhl in unser Stockwerk und betrat unsere WG. Da atmete ich dann auch erstmal wieder ein bisschen durch und trank auch relativ viel. Denn ich hatte mich auf der Fahrt schon beeilt und die Sonne war immer noch voll am Scheinen.
Von unserer Garderobe griff ich mir jetzt Emmas weiße Sneaker und da fiel mir dann auch zum ersten Mal auf: Sie ist ihre Chucks los! Das heißt, in Zukunft dürfte der Schuhklau bei ihr einfacher werden! :D (Ich komme später nochmal darauf zurück...) Naja, und ich überlegte dann auch kurz, ob ich für mich selbst nicht doch auch ein neues Paar Schuhe mitbringe. Und sei es nur, um die jetzt hier in meiner Nachbarschaft zu tragen. Denn hier so am hellichten Tag auf Socken unterwegs zu sein, war für mich schon nicht ohne. Gerade auch, weil meine Socken schon auch etwas dreckig geworden sind. Und so dann wieder das Haus zu verlassen, wäre mir da schon unangenehm.
Mir kam dann aber noch ein weiterer Gedanke: Ich könnte ja auch einfach ein frisches Paar Socken anziehen... Naja, und mir kam dann auch direkt ein bestimmtes Sockenpaar in den Sinn, mit dem ich eigentlich gerne mal einen Schuhklau erlebt hätte und das waren diese rosa Socken von Adidas mit dem leichten Glitzereffekt. :) Ich dachte mir dann aber auch: Soll ich das wirklich machen? Irgendwie kam mir das schon ein bisschen schräg vor, aber andererseits reizte es mich auch total. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu dem Schluss: Warum eigentlich nicht?
Ich ging also in mein Zimmer und holte die Socken aus meiner Schublade. Nur fiel mir dabei auch wieder ein: Die Socken waren ja ein 2er-Pack gewesen, eins in rosa, eins in weiß. Und ich nahm das weiße Paar jetzt auch in die Hand, hielt es neben das in rosa und zögerte... Dieser neue Gedanke kam mir nochmal deutlich schräger vor als der vorherige, aber dennoch setzte mein Hirn sich jetzt sehr ernsthaft mit der Frage auseinander: Wäre es nicht eigentlich spannend, diese beiden Paare zu mischen??? Dafür sprach aus meiner Sicht, dass das hier einfach eine einmalige Gelegenheit ist. Außerdem reizte mich die Vorstellung, mit zwei verschiedenen Socken draußen unterwegs zu sein, ohne dabei Schuhe dabeizuhaben, einfach so sehr! Und ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll, aber - obwohl ich ja auch die Möglichkeit hätte, einfach wieder Schuhe anzuziehen - fühlte es sich für mich jetzt auch immer noch so an, als wäre mein Auf-Socken-Sein "unfreiwillig". Vermutlich weil ich meine Schuhe ja im Rahmen eines Schuhklaus verloren hatte. Ich war ehrlich gesagt aber sehr froh darüber, dass ich es genau so empfand, denn sonst hätte das Auf-Socken-Sein sich wahrscheinlich deutlich weniger reizvoll angefühlt.
Naja, und ich probierte dann erstmal aus, wie ich denn mit zwei verschiedenen Socken aussehen würde. Ich zog daher links einen weißen und rechts einen rosanen an und sah mir das mal im Spiegel an. Ich trug halt ansonsten noch ein schlichtes hellblaues Oberteil und einen leichten, weiß-hellblau gemusterten Sommerrock und... ehrlich gesagt gefiel mir das als Gesamt-Outfit echt gut, oje. :) Wobei ich aber auch zugeben muss: Jetzt für meine Nachbarschaft war mir das dann doch zu gewagt. Ich entschied mich daher erstmal für das weiße Sockenpaar, packte das andere aber in meine Tasche.
Mit so einer Mischung aus Aufregung und Vorfreude verließ ich dann unsere WG und war schon auf dem Weg zum Fahrstuhl als mir auffiel: Ich habe Emmas Sneaker vergessen! :D Ich huschte daher nochmal schnell rein, schnappte mir die und begab mich dann wieder zu meinem Fahrrad. Oje, das wär's noch gewesen. :D
Die erste Etappe durchs Wohngebiet war jetzt auch nochmal ein bisschen aufregender für mich als vorhin. Zum einen weil ich mich nach der Pause in unserer WG erstmal wieder an das sockige Radfahren gewöhnen musste. Und zum anderen war jetzt mit diesen weißen Adidas-Socken, dieses positive Peinlichkeitsgefühl einfach nochmal stärker. Die Leute, die mich so sahen, wussten es zwar nicht, aber für mich war das Wissen, dass ich mir diese Socken bewusst ausgesucht hatte irgendwie etwas, dass alles ein bisschen aufregender für mich machte.
Ich fuhr dann weiter durch die Felder und kam schließlich zum Fluss. Hier fand ich dann auch relativ schnell eine Bank, die in der prallen Sonne lag und vermutlich deswegen frei war. Für mich war das genau das, wonach ich Ausschau gehalten hatte und ich steuerte die jetzt an. Naja, und hier tat ich dann das, was ich mir vorgenommen hatte: Ich zog rechts meinen weißen Socken aus und ersetzte ihn durch das identische Modell in rosa! :) Und ehrlich gesagt war ich dabei schon sehr nervös. Dabei gesehen zu werden, wäre mir so todespeinlich gewesen. Aber gut, dieser Sockenwechsel dauerte nicht lange und ich schaute dann selbst nochmal kurz auf meine verschiedenfarbigen Sockfüße, die in der Sonne tatsächlich so ganz leicht glitzerten und war schon sehr zufrieden mit meiner Entscheidung. :)
Ich fuhr dann direkt weiter und hatte nochmal so eine kleine Aufregungsspitze bei der Fahrt durch das Dorf, aber ansonsten war es eigentlich doch sehr entspannt. Quasi direkt hinter dem Dorf, kam dann ja schon unsere Bank und um meine Socken zu schonen, stieg ich jetzt auch nicht ab, sondern fuhr einfach über die Wiese, direkt bis zur Bank. Insgesamt war ich gut eine Stunde weg gewesen und jetzt auch ein bisschen gespannt, wie die beiden eigentlich so drauf sind.
Aber das war dann eigentlich ganz cute. Denn Freya saß einfach normal auf der Bank, während Emma der Länge nach auf dieser lag. Ihr Kopf lag dabei auf Freyas Schoß und sie hatte ihr eines Bein angewinkelt und ihr anderes auf diesem abgelegt, sodass ihr einer Sockfuß über die Lehne der Bank ragte. Das sah eigentlich ganz entspannt aus, wie die beiden dasaßen und sich unterhielten und tatsächlich machten beide auch einen sehr entspannten Eindruck, als ich dazukam.
Emma stand dann direkt auf, fragte nach ihren Schuhen und als ich ihr die zeigte, umarmte sie mich erstmal sehr fest. Sie war anscheinend wirklich sehr erleichtert darüber, jetzt wieder Schuhe zu haben. :) Sie fragte mich dann auch, ob ich für mich selbst auch welche mitgebracht habe. Das verneinte ich und Emma war darüber schon überrascht, Freya hingegen kein bisschen. Beiden fiel dann auch auf, dass ich nicht mehr die Socken von vorhin anhatte. Und, naja, auch hier war Freya wieder wesentlich weniger überrascht davon als Emma. Gefühlt war für sie am nachvollziehbarsten als ich meinte, dass meine Socken von vorhin schon etwas schmutzig gewesen sind und ich daher neue angezogen habe. Beide mochten aber meine neue Socken-Kombi und ermutigten mich auch, sowas häufiger mal zu tragen. <3
Die beiden brachten mich dann auch auf den neuesten Stand, was sie so gemacht hatten in der Zwischenzeit (hauptsächlich miteinander geredet) und was da jetzt aber für mich sehr überraschend kam: Emma hatte einen von Freyas Schuhen ebenfalls in den Fluss geworfen. :D Also nicht gegen Freyas Willen, sie hatte Freya vorher schon gefragt, ob sie das darf und die hatte zugestimmt. Ich fragte dann auch nach dem Grund dafür, aber anscheinend hatte es sich einfach so aus ihrem Gespräch ergeben und keine von beiden konnte so genau sagen, wie es eigentlich dazu gekommen war. Emma meinte dazu nur noch, es habe sich "einfach richtig" für sie angefühlt.
Nett von den beiden war aber auch, dass sie mit dem Essen noch auf mich gewartet hatten. Denn ursprünglich war unsere Pause ja mal als Mittagspause gedacht gewesen und wir hatten daher auch alle was Leichtes zum Essen dabei. Und unsere Mittagspause gefiel mir jetzt auch richtig gut: Wir unterhielten uns gut, waren alle weiterhin auf Socken und neben der Bank standen jetzt mittlerweile ein Chuck, ein Nike Air Force, ein weißer Sneaker von mir und Emmas neues Paar. :)
Auch nach dem Essen saßen wir dann weiterhin auf der Bank und unterhielten uns weiter. Nach einer Weile meinte Freya dann: "Als du weg warst, haben wir uns mit Maps mal ein bisschen die Gegend angesehen uuuund in dem Örtchen da gibt es auch eine Eisdiele. Wir dachten uns, dass das doch vielleicht ein ganz guter Abschluss wäre. Also sich da nochmal ein Eis zu holen und dann zurückzufahren." "Oh ja, die Eisdiele habe ich vorhin gesehen", meinte ich direkt, "Klar, von mir aus gern." Emma nickte ebenfalls, wirkte dabei aber auch ziemlich nervös.
Wir beschlossen dann unsere Fahrräder bei der Bank zu lassen und einfach kurz zu Fuß in den Ort reinzugehen. Wir schlossen die drei daher aneinander und packten schon mal unser Zeug zusammen. Die einzelnen Schuhe wanderten da jetzt auch in unsere Fahrradkörbe. Aber was mich dann doch sehr überraschte: Emma zog ihr neues Sneaker-Paar nicht an, sondern packte es in ihren Rucksack! Sie bemerkte auch meine Verwirrung und meinte: "Ähmm, vielleicht sollte ich dir das kurz nochmal erklären." Naja, und das tat sie dann (unterstützt von Freya) auch. Und im Kern ist es halt einfach so: Emma ist es extrem wichtig, jederzeit abbrechen zu können. Wenn sie das nicht kann, ist sie von der Situation überfordert und gerät in Panik. Wenn sie aber jederzeit abbrechen kann, ist es für sie deutlich einfacher. Den besten Vergleich, den sie für mich hatte ist, dass dieser Weg auf Socken zur Eisdiele sich jetzt für sie anfühlen wird als hätte sie permanent starkes Lampenfieber. Und das sei nicht angenehm für sie, aber es sei ihr immer noch lieber als in Watte gepackt zu werden. Sie will so einfach zeigen, dass (solange sie die Möglichkeit hat abzubrechen) wir sie nicht anders behandeln müssen und sie trotzdem an unseren sozialen Aktivitäten teilnehmen kann. Denn das ist ihr sehr wichtig. Ich glaube, ich fand in der Situation auch einen besseren Umgang mit Emmas Denkweise und meinte zu ihr, dass ich ihre Sicht respektiere und gab ihr anschließend noch ein paar Informationen zu der Eisdiele und dem Weg dorthin, einfach dass sie genauer weiß, was auf sie zukommt. Das wusste Emma auch zu schätzen. :)
Freya und ich vertrauten einfach mal darauf, dass niemand unsere Sachen klauen wird und ließen sie bei den Fahrrädern, Emma hingegen setzte sich ihren Rucksack (mit ihren Sneakern drin) auf und wir gingen dann gemeinsam zum Weg und in den Ort hinein.
Und ich war schon so ein bisschen hin- und hergerissen. Denn einerseits gefiel mir das hier richtig gut. Grad am Anfang schaute ich so häufig mal nach unten und es machte mich einfach so glücklich da bei mir jetzt weiß und rosa, bei Freya dieses kräftige Grün und die Avocados und bei Emma diese ganzen kleinen, bunten Dreiecke auf den Socken zu sehen. Das war einfach richtig cool! Andererseits wusste ich ja auch, dass das hier für Emma grad keine angenehme Situation ist. Und ja, es war ihre eigene Entscheidung sich dieser Situation auszusetzen, aber trotzdem konnte ich das nicht ausblenden und wollte es auch gar nicht ausblenden, glaube ich.
Die Eisdiele befand sich gar nicht so weit weg vom Ortseingang, daher hatten wir es nicht so weit. Aber wir begegneten schon ein paar Leuten und bei der Eisdiele standen noch zwei Leute vor uns in der Schlange. Da merkte ich schon, wie Emma sich etwas verkrampfte und leiser wurde. Freya hingegen schien es gar nichts auszumachen, jetzt halt auf Socken an dieser Eisdiele zu stehen. Naja, und ich selbst war mit meiner Aufmerksamkeit halt auch eher bei Emma als bei mir und ich war zu dem Zeitpunkt ja auch schon wirklich lange schuhlos und dazu noch die Hitze, deswegen nahm ich da auch gar nicht mehr so bewusst wahr, dass ich auf Socken war und entwickelte irgendwie gar keine wirkliche Haltung dazu.
Naja, abgesehen halt von einem Moment, wo Freya plötzlich zu mir meinte: "Hey, deine Socken glitzern ja!" Das war halt auch deswegen peinlich, weil die Person in der Schlange vor uns, sich da auch zu uns umdrehte und auf meine Socken schaute, oje. Wobei ich sagen muss, dass der Glitzereffekt nicht wirklich stark war (das wäre sonst auch für mich zu viel und das würde ich auch nicht schön finden), aber wir standen da grad im Halbschatten und gefühlt konnte man das Glitzern da am besten sehen. :)
Kurz darauf waren wir dann dran, kauften uns jeweils ein Eis und machten uns dann auf den Rückweg zu unseren Fahrrädern. Unterwegs aßen wir halt das Eis und sobald wir aus dem Ort raus waren, war Emma auch wieder deutlich lebhafter. Wir meinten dann auch beide zu ihr, dass wir stolz auf sie sind, was sie auch sichtlich freute. :)
Zurück bei den Fahrrädern meinte Emma dann sogar, dass sie auch die Rückfahrt erstmal auf Socken antreten würde, sich aber nicht ganz sicher ist, ob sie das bis zum Ende so beibehalten wird. Freya und ich fanden beide gut, dass sie es erstmal so versucht und ich berichtete ihr dann auch von meinen eigenen Erfahrungen von der Fahrt vorhin und dass selbst für mich das Fahren auf Socken in unserer Nachbarschaft nicht ohne war. Auf der Fahrt selbst schlug Emma sich dann ziemlich wacker. Was sie aber nicht ganz abstellen konnte war, dass sie immer etwas beschleunigte, wenn uns jemand entgegenkam oder wir Fußgänger überholten. Aber damit kamen wir gut klar. Kurz bevor wir zu den Feldern kamen, bat sie uns dann aber doch kurz anzuhalten und da zog sie sich jetzt ihre Schuhe an. Dennoch meinten wir auch hier nochmal, dass wir stolz auf sie sind. :)
Zurück bei uns in der WG war es immer noch ziemlich warm und wir überlegten dann, was wir am besten noch mit dem Tag anfangen. Vom Fahren und der Hitze waren wir eh ziemlich erschöpft und im Endeffekt haben wir dann einfach einen Film geschaut und zwar den 1. Harry Potter Teil. Im Sommer habe ich den ehrlich gesagt noch nie geschaut, aber Freya hat in dem Bereich noch einige Bildungslücken, die dringend geschlossen werden müssen (da sind Emma und ich uns einig). :D
Nach dem Film war es dann schon Abend und zumindest ein bisschen kühler. Wir unterhielten uns jetzt auch nochmal über den Tag. Ich denke, das Wesentliche habe ich aber schon vermittelt. Aber eine Sache, die sich jetzt noch ergab muss ich noch erwähnen. Denn Freya hat Emma und mir angeboten, uns neue Schuhe zu kaufen, weil sie ja unsere in den Fluss geworfen hat. Und normalerweise tue ich (und Emma ehrlich gesagt auch) mich schon schwer damit, sowas dann auch anzunehmen. Aber hier war ich doch froh über ihr Angebot, weil ich finanziell jetzt auch nicht so gut aufgestellt bin und Freya ja halt auch eindeutig für den Verlust unserer Schuhe verantwortlich war. Emma hat es auch angenommen und, naja, dann haben wir uns halt direkt vor meinen Laptop gesetzt und nach guten Modellen geschaut. :)
Hier vielleicht erstmal kurz zu Emma: Sowohl Freya als auch ich waren sehr motiviert sie zu beraten, aber dreimal dürft ihr raten, welche Schuhe Emma wollte. Richtig: Genau das gleiche Paar Chucks, von denen sie heute einen Schuh verloren hatte. Also wieder in weiß und wieder in der High Top-Variante. Und ich konnte schon verstehen, dass sie sich wieder für dieses Paar entschieden hat, fand es aber auch ein bisschen schade, dass sie sich nicht von uns hat beraten lassen. Außerdem: Das heißt der Schuhklau an ihr wird doch nicht einfacher werden, seufz...
Freya hingegen ließ Emma und mir quasi freie Hand. Ihre einzige Vorgabe war nur, es muss eine Adidas Campus-Variante sein. Von denen hat sie schon ein Paar, findet die einfach sehr bequem und hätte sich vermutlich auch so bald ein weiteres gekauft. Emma und ich haben dann aber doch relativ lang für sie gesucht, weil mehrere Modelle, die wir gut fanden, in Freyas Größe nicht mehr verfügbar waren. Letzten Endes haben wir uns dann auf dieses Modell geeinigt: https://www.zalando.de/adidas-originals-campus-00s-twist-sneaker-low-blush-pinkoff-whitestone-khaki-ad111a2vt-j11.html. Freya ist mit denen auch zufrieden. :)
Naja, und bei mir war es so, dass Freya sofort wusste, welche Art von Modell aus ihrer Sicht gut zu mir passen würde. Das hat sie dann quasi ausgesucht und Emma hat die Farbgebung entschieden. Im Endeffekt ist es dann das hier geworden: https://www.aboutyou.de/p/nike-sportswear/sneaker-initiator-29617269. Ehrlich gesagt war dieses gemeinsame Shopping schon sehr lustig und auch ich kann mit diesen Schuhen sehr, sehr gut leben. Und es ist irgendwie auch ein gutes Gefühl, dass Freya und Emma die für mich ausgesucht haben. <3
Ansonsten bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Freya hat dann noch bei uns übernachtet und ist am nächsten Tag vormittags gefahren. Dafür hatte sie sich dann aber tatsächlich ein Paar Schuhe von Emma geborgt. Das war ihr zwar auch zu groß, aber es war irgendwie witzig, sie dann damit zu sehen. :D
In Sachen Schuhklau ist seitdem nichts mehr passiert. Es war seitdem aber auch konstant heiß bei uns und gefühlt ist die Luft erstmal raus. Aber schauen wir mal, was wird. :)
LG Regina
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