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 Emmas Perspektive (Erlebnis) 02.06.2026 (20:57 Uhr) Regina
 Freya tut Freya-Dinge :) (Erlebnis) 02.06.2026 (21:17 Uhr) Regina
 Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 02.06.2026 (22:05 Uhr) Regina
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 04.06.2026 (13:11 Uhr) Alex
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 05.06.2026 (14:07 Uhr) Marlon
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 06.06.2026 (17:15 Uhr) sunray
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 07.06.2026 (15:30 Uhr) Regina
Hallo zusammen,

ich pack meine Antworten an euch mal wieder in einen Beitrag. :)

@ Alex: Ich habe mich richtig darüber gefreut, mal wieder so ausführlich von dir zu hören! Daher erstmal Danke für deine liebe Rückmeldung! <3

Gott, ich hatte soooo eine gute Woche! Erstmal war ich so froh trotz der ganzen Hitze endlich meine letzten Erlebnisse gepostet zu haben, dann habe ich deine ausführliche Rückmeldung dazu gesehen und dann hatte ich in dieser Woche jetzt direkt zwei weitere Erlebnisse! :D
Ich versuche mal, die in meine Antwort an dich einzuarbeiten, denn eigentlich passt das tatsächlich ganz gut, denke ich. Aber natürlich kann sich auch jeder andere hier aus dem Forum gern dazu äußern! :)

Also, es stimmt schon, dass unsere Gruppendynamik jetzt deutlich anders ist als letztes Semester, auch außerhalb des Schuhklaus. Und ehrlich gesagt habe ich mich gerade zu Beginn dieses Semesters, aber auch zwischendurch immer mal wieder schon auch wie das dritte Rad gefühlt. Es fühlte sich manchmal halt so an, als hätte ich Freya an Emma verloren, aber gleichzeitig auch Emma an Freya. Was da auch ein ganz komisches Gefühl für mich war, dass Freya Emma sehr schnell in diese Kuschel-Sache mit einbezogen hat. Denn das war davor ja eine Sache rein zwischen uns beiden gewesen und dass sie sich Emma gegenüber da so schnell geöffnet hatte, fühlte sich einfach irgendwie komisch für mich an.
Wobei ich im Laufe des Semesters aber schon auch gemerkt habe, dass sich das Verhältnis zwischen Freya und mir eigentlich gar nicht so sehr verändert hat. Und auch bei dieser Kuschel-Sache wurde ich jetzt nicht komplett durch Emma ersetzt. Naja, und wenn ich mir Emma so anschaue, dann ist einfach völlig klar, dass ihre Freundschaft zu Freya ihr einfach richtig gut tut. Und das ist etwas, was mich einfach wahnsinnig für sie freut! Außerdem habe ich nach und nach einfach auch festgestellt, dass Freya und Emma mittlerweile schon sehr close miteinander sind, aber auch meine Freundschaft zu Emma inzwischen deutlich tiefer ist als im letzten Semester. Und wir haben ja auch Dinge, die wir zu zweit machen, z.B. Schach. Von daher, ja, es gab schon so Phasen in diesem Semester, wo ich mich ein bisschen abgehängt gefühlt habe, aber mittlerweile habe ich mich an unsere neue Gruppendynamik gewöhnt und bin selbst auch sehr glücklich damit, wie die Dinge sich entwickelt haben. :)

Naja, und auch wenn der Schuhklau zwischen Freya und mir nicht so weitergegangen ist wie im letzten Semester, hat sie in dem Bereich definitiv nichts verlernt. Das hat sie ja bei unserem Erlebnis am Fluss ja doch sehr klar gezeigt, aber ehrlich gesagt auch diesen Mittwoch. :D

Da waren wir nachmittags zu viert in der Uni-Bib und Emma hat an ihrer Bachelor-Arbeit weitergearbeitet (sie ist jetzt fast fertig! :)), während wir anderen drei zusammen eine Vorlesung nachbereitet haben.
Irgendwann zwischen 15 und 16 Uhr haben wir dann eine Kaffeepause eingelegt und sind dafür in die Cafeteria der Bib gegangen. Emma, Freya und ich trugen hierbei übrigens alle unsere neuen Schuhe und, naja, bei Emma wusste ich ja, dass ich ihr ihre Chucks nicht einfach so ausziehen kann, aber Freyas neue Campus fielen doch eher weit aus, sahen für mich locker geschnürt aus und da dachte ich mir schon: Hm, eigentlich müssten die relativ leicht auszuziehen sein. :)

Wir holten uns dann alle einen Kaffee und noch was Süßes und setzten uns schließlich zu viert an einen Tisch. Ich setzte mich hierbei bewusst gegenüber von Freya, aber erstmal passierte nichts und wir haben halt ganz normal zusammen Pause gemacht.
Ich hielt da schon die Augen nach einer guten Gelegenheit offen, nur ergab sich nicht so richtig was. Also beschloss ich dann doch ein bisschen nachzuhelfen und als Freya gerade zu Emma schaute und ihr etwas erklärte, schob ich "unabsichtlich" meinen kleinen Löffel vom Tisch.

Ehrlich gesagt fiel der nicht mal auf den Boden, sondern nur neben mich auf die Bank, aber als Vorwand funktionierte es trotzdem gut genug und ich beugte mich jetzt leicht unter den Tisch, um erstmal die Lage zu checken: Freya hatte ihr linkes Bein angewinkelt zu sich auf die Sitzfläche gezogen, während sie ihr rechtes Bein frei nach unten baumeln ließ. Damit war mein Ziel klar und, naja, ich begab mich jetzt einfach möglichst schnell unter den Tisch und griff mir Freyas rechten Schuh mit beiden Händen an der Hacke! Freya schreckte da auch auf, aber meine Annahme von vorhin, dass ihr Schuh sehr leicht auszuziehen ist, erwies sich einfach als vollkommen korrekt. :)

Als Freya aufschreckte machte sie mit ihrem Bein instinktiv eine kurze Aufwärtsbewegung, während ich ihren Schuh bereits an der Hacke festhielt und schon damit zog sie sich ihren Schuh fast selbst aus. Die Hacke ihres weißen Sockfußes hatte den Schuh jedenfalls schon zu einem guten Teil verlassen, als sie ihr Bein jetzt ruckartig wieder nach unten bewegte. Ihr Fuß schlüpfte dadurch auch wieder zurück in den Schuh. Aber das half ihr nur kurz, denn als ich jetzt anfing an der Hacke zu ziehen, rutschte ihr Fuß sofort wieder aus dem Schuh heraus. Von über dem Tisch hörte ich da nur so ein gezischtes "Reginaaaaaaaaaa-!" von Freya, aber da war es im Prinzip schon zu spät: Durch mein Ziehen schlüpfte sie diesmal vollständig mit der Hacke ihres Sockfußes aus dem Schuh und damit fühlte ich beim Ziehen plötzlich keinen Widerstand mehr und ihr Schuh rutschte mir aus der Hand, hatte aber noch so viel Momentum, dass er mir jetzt praktisch entgegenflog. :D

Freya trug da wieder ihre weißen Nike-Socken, von denen zumindest eine jetzt sichtbar war und irgendwie freute ich mich auch, sie mal wieder so zu sehen. :)
Ich versuchte aber nicht, auch noch an ihren anderen Schuh heranzukommen und auch ihren Sockfuß zog Freya jetzt zu sich auf die Sitzfläche.

Ich kam dann wieder unter dem Tisch hervor und war doch ziemlich am Grinsen. Freya schaute mit ihrem üblichen "Dein Ernst?"-Blick zu mir, aber ich drehte ihren leeren Schuh jetzt erstmal in meinen Händen, um ihn den anderen zu zeigen und meinte zu Emma: "Die haben wir wirklich gut für sie ausgesucht." "Allerdings!", antwortete sie begeistert, aber ich bin mir aber nicht sicher, ob wir da wirklich das gleiche meinten. :D

Auffällig war aber auch, dass Emma jetzt immer wieder mal leicht nervös zu den anderen besetzten Tischen in der Cafeteria schaute. Aber eigentlich war die Cafeteria relativ leer und ich glaube eigentlich nicht, dass jemand meinen Schuhklau mitbekommen hat. Freya störte das alles ohnehin wenig, aber sie wollte schon wissen, wann sie ihren Schuh wiederbekommt. Dazu meinte ich aber nur: "Später." :)
Daraufhin seufzte Freya, schaute dann aber selbst mit so einem leichten Grinsen zu mir und sagte: "Du willst es ja nicht anders..."

Ganz ohne jeden Vorwand begab sie sich jetzt ihrerseits unter den Tisch und, naja: Links neben mir war Wand, rechts neben mir saß Nadine, von daher gab es nicht wirklich eine Möglichkeit für mich zu entkommen! Alles was ich tun konnte, war meine Beine möglichst weit zurückzuziehen, aber ich wusste natürlich, dass das Freya nicht aufhalten würde. Schon da merkte ich dann, wie ich leicht rot wurde und instinktiv hielt ich Freyas Schuh über der Tischplatte und fest umklammert, damit sie den auf keinen Fall zurückerobern kann.

Aber das versuchte Freya auch gar nicht. Stattdessen spürte ich kurz darauf, wie sie mein linkes Bein am Knöchel vorzog und einmal probehalber an der Hacke meines Schuhs zog, gefolgt von einem irgendwie amüsiert klingenden "Hmm". Anstatt aber nochmal an meinem Schuh zu ziehen, begann sie jetzt diesen zu öffnen und ich versuchte mich mit meinem Bein freizuzappeln. Aber das konnte Freya sehr gut verhindern, indem sie mich einfach weiter am Knöchel festhielt und ansonsten weiterhin mit einer Hand daran arbeitete Schleife/Knoten meines Schuhs zu öffnen. Es dauerte auch nicht wirklich lang und mein Schuh war offen. Ich nahm dann auch nochmal sehr bewusst wahr, wie sie die Lasche meines Schuhs nach vorne zog und gefühlt saß der jetzt schon deutlich lockerer als noch vor ein paar Sekunden! Freya streckte mein Bein jetzt etwas mehr zu sich aus, hielt mich mit einer Hand am Knöchel fest und zog mit der anderen an der Hacke meines Schuhs. Der löste sich jetzt auch sehr leicht von meinem Fuß und einen Moment später fühlte ich bereits diesen leichten Luftzug und mein Schuh war aus! :)
Genau wie ich, beließ Freya es aber auch bei einem Schuh und kam jetzt wieder unter dem Tisch hervor. Sie hielt meinen Schuh jetzt ebenfalls so, dass wir anderen ihn auch sehen konnten und meinte zu mir: "Einfacher Deal, Regina: Gib mir meinen Schuh zurück und du bekommst deinen auch zurück." Ich dazu: "Darauf komme ich gerne zurück, aber... später." :D
Freya verdrehte da nur kurz die Augen, grinste aber auch selbst und zog mich dann damit auf, dass ich ja doch wieder ziemlich rot angelaufen bin, oje. :D
Wobei Nadine mich hier dann aber auch verteidigte und meinte, dass ich dafür in diesen Situationen mittlerweile aber schlagfertiger bin als früher. <3

Daraus entwickelte sich dann auch ein Gespräch über vergangene Schuhklau-Situationen, also z.B. den Malen in der Bar, der Uni-Bib oder auch bei dem einen Picknick im letzten Sommersemester. Das fand ich irgendwie sehr schön und war auch positiv überrascht, woran die anderen sich noch alles erinnern konnten! <3
Naja, und was Freya dann auch meinte: "... und Reginas Socken sind immer noch so cute wie früher." Ähm, und das löste schon noch ein bisschen was aus. Denn sie bat mich jetzt, meinen Sockfuß kurz zu ihr auszustrecken, damit sie sich den mal aus der Nähe anschauen kann. Ich trug nämlich links eine hellgrüne, mit kleinen Gänseblümchen gemusterte Socke, die an der Hacke und im Zehenbereich noch schwarz abgesetzt war und die Freya an meine Socken von dem Picknick-Erlebnis von damals erinnerte.

Ich tat das dann auch und Freya hielt meinen Sockfuß so leicht an der Hacke fest, während sie Emma die kleinen Gänseblümchen auf meiner Socke zeigte. "Süß, oder?", fragte sie und Emma meinte "Ja", ergänzte nach ein bisschen Zögern aber noch: "Wobei das ja aber nicht das Hauptfeature von Reginas Socken ist." "Nicht?", fragte Freya belustigt nach und Emma wirkte ein bisschen unschlüssig: "Ähm, also, ich hab ihre Socken ja schon heute morgen bei uns in der WG gesehen und..." Erwartungsvoll schauten wir alle zu ihr, aber sie beendete ihren Satz dann einfach nicht! Wobei ich schon so eine leise Ahnung hatte, worauf sie anspielte, oje. Und als sie mir jetzt so einen leicht fragenden Blick zuwarf, grinste ich auch nur ziemlich verschmitzt zurück. "Ähhhhhm", setzte Emma dann nochmal neu an, während die anderen jetzt eher irritiert zu ihr schauten, bis sie schließlich fast schon entschuldigend "Moment" sagte und sich jetzt selbst unter den Tisch begab!

"Hä?", meinte Freya dazu nur in unsere Richtung und Nadine meinte aschselzuckend "Keine Ahnung, ehrlich gesagt.", während ich im nächsten Moment zusammenzuckte, als ich spürte wie Emma mein rechtes Bein am Knöchel griff und leicht vorzog!
Freya registrierte das, begriff sofort was Emma tat und meinte lachend: "Haha, Regina!" :D
Ich hingegen lief direkt wieder rot an und spürte jetzt auch wie Emma an der Hacke meines Schuhs zog und gleichzeitig gegen die Spitze drückte. Aber ich trag diese Schuhe halt schon fest geschnürt, sie sitzen auch relativ eng an meinen Füßen und sind eben auch noch neu. Deswegen bewegte sich mein Schuh auch gar nicht mal so sehr und Emma brach diesen ersten Auszieh-Versuch dann auch ab und begann stattdessen meinen Schuh zu öffnen.
Das gefiel mir aber tatsächlich sehr gut! Und die ganze Situation war dann auch ein bisschen positiv-surreal, weil Freya Emma anfeuerte, indem sie rhythmisch "Go, Emma! Go, Emma!" unter den Tisch sagte und ich dabei halt spürte, wie sich mein Schuh immer weiter lockert. :D
Emma machte es aber ein bisschen anders als Freya und als sie meinen Schuh geöffnet hatte, prokelte sie noch etwas an der oberen Schnürung herum, bevor sie ihn erneut an Hacke und Spitze griff und ihn mir - diesmal problemlos - auszog. :)

Sie kam dann wieder unter dem Tisch hervor und fragte erstmal mit einem leicht nervösen Lächeln in meine Richtung: "Das war doch jetzt in Ordnung für dich, oder?"
"Ähm, ja", antwortete ich und ergänzte (minimal cringe): "Gerne wieder."
"Oh, gut", meinte Emma dazu und Freya fragte sie jetzt, warum sie mir meinen anderen Schuh auch noch ausgezogen hat. Naja, und Emma dann zu mir: "Ähm, Regina, könntest du deine Beine nochmal zu uns ausstrecken? Also beide diesmal?"
Ich nickte dazu nur und streckte diesmal beide Beine in Richtung Freya aus. Und schon während ich das tat, meinte die: "Ahhhhh, ich check."
Denn an meinem rechten Fuß trug ich eine identisch gemusterte, ebenfalls an Hacke und Spitze schwarz abgesetzte Socke, die aber ansonsten hellblau war.

Naja, Freya und Emma hatten mich bei unserem Fluss-Erlebnis ja dazu ermutigt, das Socken-Mischen weiterzuverfolgen und ich habe das seitdem häufiger mal getan. Oh, und was ich da auch noch erwähnen sollte: Als meine neuen Schuhe geliefert wurden, habe ich mich mit Nadine beraten, womit ich die am besten kombiniere und ihr Vorschlag waren meine etwas weiter geschnittenen Stoffhosen, die wir damals zusammen für diese UGG-Slipper besorgt hatten. Vom Konzept her gefiel mir die Idee richtig gut, ich war dann in der Woche nach Pfingsten aber doch nochmal mit Nadine shoppen, um zwei neue Stoffhosen zu kaufen, die ein bisschen kürzer sind und nicht ganz so weit geschnitten. Aber auch die verdecken meine Knöchel vollständig und fallen leicht auf meine Schuhe, etwa bis zum Swoosh. Das gefällt mir vom Look her wirklich sehr gut, einziger Nachteil ist so ein bisschen, dass man dann meine Socken gar nicht mehr sieht. Aber naja, dafür hatte Freya jetzt eine schöne Überraschung. :)
Die hielt meine Sockfüße jetzt auch wieder leicht an den Hacken fest und drückte sie sanft aneinander, um das Hellgrün und das Hellblau direkt nebeneinander zu haben und ich streckte die dann auch einmal durch, damit sie alles gut sehen konnte und ihr Fazit war dann, dass die Socken farblich sehr gut zusammenpassen und mir gut stehen. Emma und Nadine waren auch ihrer Meinung. :)

Freya ließ meine Füße dann auch wieder los und ich machte es jetzt wie Freya vorhin, zog ein Bein angewinkelt zu mir auf die Sitzfläche, aber ließ das andere frei nach unten baumeln.
Freya dann belustigt zu Emma: "Aber warum hast du ihr denn überhaupt den Schuh ausgezogen, anstatt mir einfach zu sagen, dass ihre andere Socke hellblau ist?"
Und Emma antwortete darauf: "Naja, du hast ihr ja auch einen Schuh ausgezogen und mir ihre Socke gezeigt. Da erschien es mir... logisch, ihr jetzt halt ihren anderen Schuh auszuziehen, um dir ihre andere Socke zu zeigen. Weil... wenn ich dir einfach nur gesagt hätte, wie die aussieht, hättest du sie ja nicht gesehen."
"Ah, verstehe", sagte Freya dazu und es war offensichtlich, dass sie Mühe hatte ein Lachen zu unterdrücken. Nadine und mir ging es aber genauso, während Emma schon ein bisschen peinlich berührt wirkte und so schaute, als wisse sie nicht genau, ob sie gerade etwas Unpassendes gesagt hat. Freya löste das aber sehr souverän, indem sie Emma jetzt kurz von der Seite umarmte und zu ihr meinte: "Ach Emmchen, bleib bitte immer so wie du bist." Da konnten wir ihr nur zustimmen und Emma schaute jetzt auch ganz glücklich. <3

Sie gab mir jetzt auch meinen Schuh zurück, den ich aber erstmal nicht wieder anzog, sondern zwischen Nadine und mir auf die Bank legte. Wir unterhielten uns dann erstmal weiter, aßen unseren Süßkram und tranken unseren Kaffee aus. Vielleicht so 10 min. später waren wir damit durch und, naja, damit stellte sich jetzt halt die Frage, was mit Freyas und meinem Schuh passiert. Vorhin hatte sie mir ja noch einen Deal vorgeschlagen, aber kam jetzt selbst nicht auf den zu sprechen. Ich selbst war auch sehr fine damit, unsere Schuhe nicht auszutauschen und sprach das Thema daher auch nicht an. Aber Nadine fragte uns schließlich, ob wir jetzt eigentlich so bleiben oder nicht doch noch unsere Schuhe austauschen wollen. Freya dazu nur grinsend: "Also ehrlich gesagt ist mein Angebot von vorhin vom Tisch. Regina soll ruhig so bleiben." "Dann musst du aber auch so bleiben", erwiderte ich gespielt-trotzig. Sie darauf: "Das ist mir klar - Und ehrlich gesagt ist es mir das auch wert. Allein schon, um diese Blumenwiese an deinen Füßen da weiter zu sehen." :D

Freya zog sich ihren anderen Schuh jetzt noch selbst aus und meinte, es sei so "nicht so weird" wie nur mit einem Schuh rumzulaufen und auch ich ließ meinen zweiten Schuh aus. Zum einen halt, damit meine verschiedenfarbigen Socken beide weiterhin sichtbar bleiben, zum anderen aber auch, weil es so einfach angenehmer zum Gehen war.

Wir waren dann auch aufbruchsbereit und gingen schließlich wieder zurück in die Bib (Cafeteria und Bib sind im selben Gebäude, aber es liegt schon ein bisschen Weg dazwischen). Allerdings begegneten wir auf dem Weg dorthin kaum jemandem, vielleicht weil Donnerstag schon wieder Feiertag war. Bei den wenigen Leuten, denen wir begegneten war es dann aber echt lustig, weil Emma so leicht vor uns ging und jedes Mal, wenn sie jemanden sah, schaute sie so ein bisschen hibbelig zu Freya und mir. <3

Naja, ich fühlte mich ehrlich gesagt sehr wohl in dieser Situation. Ich war ja in der Uni-Bib schon lange nicht mehr schuhlos gewesen und jetzt mit diesen verschieden-farbigen Socken, da fühlte ich dieses positive Peinlichkeitsgefühl doch wieder sehr stark. Ich war aber auch ein bisschen hin- und hergerissen, was meine Stoffhose anging. Die war halt schon länger als meine üblichen Jeans und verdeckte den Knöchel und hinteren Teil meiner Socken quasi vollständig. Und einerseits hatte ich da dann das Gefühl, meine Socken zu sehr zu verstecken, andererseits mochte ich das vom Look her schon sehr und hatte auch das Gefühl, dass dadurch der Blick eher auf meinen Spann gelenkt wird und, naja, meine Füße noch ein bisschen kleiner wirken (dazu auch nochmal mehr im 2. Erlebnis), was ich eigentlich auch gut fand.
Oh, und was die Situation auch definitiv spannender für mich machte war, dass Freya und ich ja beide ein gemischtes Paar Schuhe in der Hand trugen. Eine, die uns entgegenkam, schaute da wirklich sehr offen und verwirrt drauf. Ist ja aber auch verständlich. Irgendwie mochte ich es aber auch so, meinen kleinen Nike-Sneaker direkt neben Freyas größerem Campus zu sehen. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hatte das was. :)

In der Bib angekommen, setzten wir uns dann wieder an unseren Tisch und eigentlich ging das ganze dann sehr unspektakulär zu Ende: Gut eine Stunde später meinte Freya, dass sie mal auf Klo muss und bat daher, unsere Schuhe auszutauschen. Das taten wir dann auch und Freya zog sich ihre Schuhe wieder an. Naja, ich selbst blieb dann trotzdem weiterhin auf Socken, aber zu dem Zeitpunkt war es da einfach schon eine sehr entspannte Situation. :)

An der Stelle vielleicht erst nochmal kurz zu Emma und dem Punkt mit dem "aneinander vorbeiticken" (mag die Formulierung irgendwie total gerne :)). Gefühlt ist Emma immer noch eine ziemliche Wildcard für mich und es passiert doch relativ häufig, dass sie etwas sagt oder tut, das für mich unerwartet kommt. Aber ich finde es dann immer so faszinierend, wenn sie mir ihre Beweggründe erklärt. Und ich dachte auch schon mehrfach "Ok, jetzt habe ich Emmas Art zu denken verstanden", aber dann tut/sagt sie wieder etwas, dass für sie einfach logisch ist, ich aber überhaupt nicht habe kommen sehen und gefühlt stehe ich dann wieder am Anfang. Wobei bei einigen Dingen, wie z.B. den Eckpunkten für einen Schuhklau oder auch Absprachen bei uns in der WG/im Freundeskreis, schon Klarheit zwischen uns herrscht. Und ehrlich gesagt mag ich diese kleinen Überraschungen im Alltag, wenn Emma mal wieder eine für mich unerwartete Sicht auf etwas hat, auch sehr. Und dass sie mittlerweile überhaupt so sehr aus sich herauskommt, um ihre Sicht auch mit uns zu teilen, ist denke ich mit das beste, was dieses Semester bisher gebracht hat. <3

Zu der Frage Schuhdiebin/schuhbeklaute Person: Also, ich würde sagen, mir gefällt es immer noch deutlich besser, wenn ich diejenige bin, die ihre Schuhe verliert. Wobei ich sagen muss, dass ich es als Schuhdiebin schon aufregend finde, erstmal den Entschluss zu fassen, jemandem die Schuhe zu klauen, dann dafür etwas zu planen oder auf eine Gelegenheit zu warten und ich mag auch den Schuhklau an sich, dieses "Ringen" um den Schuh und vor allem auch den Moment, wenn man der anderen Person den Schuh soweit vom Fuß zieht, dass klar ist, dass die andere Person ihn verlieren wird. Und natürlich mag ich es auch, wenn z.B. Freya oder Emma dann auf Socken ist. Aber selbst die schuhbeklaute Person zu sein, gefällt mir dann doch nochmal besser. Das löst einfach viel mehr in mir aus und der Effekt ist auch langfristiger als wenn ich die Schuhdiebin bin.

Was mir aber wirklich gut gefallen hat und ich jetzt ja doch schon zweimal in diesem Semester hatte, ist quasi die Kombination aus beidem. Also wenn ich erst als Schuhdiebin aktiv bin und als Reaktion darauf, die schuhbeklaute Person mir dann meine Schuhe abnimmt. Das war sowohl bei dem Erlebnis am Fluss als auch bei dem in der Cafeteria jetzt wirklich eine sehr spannende Erfahrung und hat so ein bisschen das beste aus beiden Welten vereint. :)

Interessant fand ich auch deine Frage, ob es mir lieber gewesen wäre, als einzige auf Socken zu sein. Da würde ich sagen, es kommt drauf an. Bei dem Erlebnis am Fluss fand ich es z.B. richtig gut, dass wir da dann alle keine Schuhe mehr anhatten. Ich glaube meine Wahrnehmung ist da aber auch ein Stück weit davon gefärbt gewesen, dass bei dieser ganzen Aktion die Initiative von Emma ausging und ich sie schon so eingeschätzt habe, dass es ihr wichtig ist, dass entsprechend des Plans Freya auch schuhlos bleibt, bis wir wieder zurück in unserer WG sind. Dass Emma und ich dann auch noch unsere Schuhe verloren haben, fühlte sich da für mich eher wie ein Bonus an.
Wenn ich aber jetzt z.B. an diesen Mittwoch zurückdenke. Ich mein, ja, ich habe oben geschrieben, dass ich Freyas Schuh umklammert habe, damit sie ihn sich nicht zurückholen kann. Aber insgeheim hätte es mir denke ich schon gut gefallen, wenn sie sich ihren Schuh von mir zurückerobert hätte, also ihn mir quasi "gegen meinen Willen" wieder abgenommen hätte und ich dann als einzige auf Socken gewesen wäre.
Andererseits fand ich es aber auch gut, mit ihr zusammen auf Socken zu sein. Ich mein, ja, die Aufmerksamkeit verteilt sich dann auf uns beide, aber dafür sorgt es auch für mehr Interaktion bei uns in der Gruppe, wenn nicht nur ich schuhlos bin (also es gibt mehr Kommentare dazu, wird häufiger thematisiert etc.). Da sind wir dann wieder bei dem Punkt, dass es halt auch einfach schön ist, wenn nach einem Schuhklau auch was mit der Schuhlosigkeit gemacht wird. Und dazu gehört für mich auch freundschaftliches Necken und so. Und das ist eben schon häufiger der Fall, wenn neben mir noch jemand anderes schuhlos ist. Außerdem mochte ich jetzt in dem konkreten Beispiel auch den Kontrast zwischen Freyas schlichten weißen Socken und meinen verschiedenfarbigen einfach sehr. Ich denke, dass hat das Feeling für mich auch eher sogar verbessert, würde ich sagen. Deswegen, ist es ehrlich gesagt schwer zu sagen. Beide Konstellationen (also alleine oder zu mehreren) haben für mich ihre Vor- und Nachteile und aktuell bin ich mir nicht sicher, wie ich das ranken würde. Aber ich kann auf jeden Fall mit beidem sehr gut leben. :)

Jetzt mal an den Füßen gekitzelt zu werden, war für mich auch eine spannende Erfahrung!
Wobei ich da jetzt schon gemerkt habe, dass ich an Seiten/Bauch doch deutlich kitzliger bin. Klingt vielleicht ein bisschen blöd, was mir aber wirklich gut gefallen hat, war dieses "Überwältigtwerden durch Kitzeln". Es hat irgendwie was, wenn man nicht einfach nur festgehalten wird, sondern quasi so sehr gekitzelt wird, dass man sich gar nicht mehr gegen den Schuhklau wehren kann. Diese Erfahrung hatte ich ja auch schon bei dem Picknick mit Freya damals gemacht. Aber jetzt mit Freya, die mich kitzelt und Emma, die währenddessen einen Schuh auszieht, war es irgendwie nochmal was anderes. Ich kann das gar nicht so richtig in Worte fassen, aber es war irgendwie sehr faszinierend. :)

Dass Freya meinen einen Schuh in den Fluss geworfen hat, war schon krass! Das fühlte sich im ersten Moment echt heftig an und verstärkte definitiv auch dieses Gefühl von Hilflosigkeit. Nur passierte ja quasi direkt danach Freyas Missgeschick mit Emmas Schuh und das hat mich dann komplett rausgerissen, weil Emma dann natürlich erstmal deutlich wichtiger war.
So ganz kam dieses Gefühl auch nicht mehr zurück. Es ist mir auch erst im Nachhinein wirklich bewusst geworden, aber ich denke womit mein Kopf sich da unterbewusst sehr auseinandergesetzt hat ist, dass dieses "keinen Ausweg aus der schuhlosen Situation zu haben" für mich halt ein sehr aufregendes Gefühl ist, dass sich im positiven Sinne überwältigend anfühlt, während es bei Emma zu echter Panik führt. Und ich glaube, das ist auch etwas, dass ich erstmal verarbeiten musste und so ein Stück weit verhindert hat, dass ich die Situation voll greifen konnte.

Aber dass Freya uns neue Schuhe spendiert hat, war definitiv sehr nett von ihr und ich betrachte meine neuen Schuhe auch eindeutig als Upgrade. :D
Freya mag ihre beiden Campus-Paare auch sehr. Und ihr Wunschpaar für Emma wäre auch eine Campus-Variante gewesen. Ich hätte ehrlich gesagt auch kein Problem mit welchen gehabt, mag aber auch das Paar, das die beiden für mich ausgesucht haben sehr gerne. :)

Danke auch für dein Feedback zu meinen verschiedenfarbigen Socken. <3
Da bin ich mir nämlich wirklich nicht ganz sicher gewesen, ob das nicht doch ein bisschen zu schräg ist, was ich da tue.
Ich trag jetzt auch nicht permanent verschiedenfarbige Socken, sondern gerade jetzt, wo es zuletzt wieder etwas kühler war auch gerne wieder die Nike-Socken oder eben andere nichtgemischte Socken, aber so 2-3 mal pro Woche eben schon ein gemischtes Paar und ich könnte mir auch langfristig vorstellen, das so beizubehalten. Denn eigentlich fühle ich mich damit schon sehr wohl. :)
Naja, und auch mit so einem gemischten Paar schuhlos zu enden hat sich definitiv sehr gut für mich angefühlt. Wobei ich in der Uni-Bib ja auch schon mal mit den Dedoles unterwegs war und das während dort deutlich mehr los war. Aber mal schauen, ob das Semester da vielleicht noch was bereithält. Dieser Schuhklau am Mittwoch fühlte sich jedenfalls so an wie früher und im letzten Semester hat sich in dem Bereich dann ja doch einiges ergeben. Deswegen bin ich da aktuell eher vorsichtig optimistisch, auch weil es in nächster Zeit nicht ganz so heiß werden soll. :)

Ganz kurz auch zu der Harry Potter-Sache: Kann ich voll nachvollziehen, dass du das so siehst! In anderen Bereichen geht es mir auch so, dass ich Kunst nicht vom Künstler trennen kann, aber bei Harry Potter verliere ich mich einfach so gern in der Welt, dass ich das da doch sehr gut schaffe. Wir haben jetzt auch mit Freya weitergeschaut und, naja, "Bonding-Erlebnis" beschreibt es eigentlich ziemlich gut. :)

Was du ja auch noch angesprochen hattest, war mein Schachspiel mit Emma. Das hatte definitiv eine andere Dynamik und ich persönlich mag auch dieses "um die Schuhe spielen" sehr gerne. Da bin ich auch im Rückblick irgendwie sehr froh, dass sich das bei uns im Freundeskreis so etabliert hat.
Ehrlich gesagt wollte ich dieses Schachspiel schon auf jeden Fall gewinnen. Ich mein, ja, ich hatte es davor schon bei meinem Lauf mit Emma geschafft, ihr ihre Schuhe abzunehmen. Aber irgendwie fühlte sich das nicht so gut an, wie sonst beim Schuhklau. Wir hatten es ja auch schon mal davon, dass dieses in der Öffentlichkeit auf Socken sein vermutlich deswegen reizvoll ist, weil es eigentlich keinen Grund dafür gibt. Barfuß sieht man ja schon mal Leute draußen rumlaufen, aber auf Socken eher weniger. Und vielleicht bin das nur ich, aber wenn mir zwei Personen in Lauf-Outfits entgegenjoggen und eine davon auf Socken ist, während die andere deren Laufschuhe trägt, dann würde ich davon ausgehen, dass die sockige Person vielleicht ein Problem mit ihren Laufschuhen hat oder bewusst einen Teil der Strecke auf Socken läuft, weil das vielleicht Fuß-ergonomisch besser ist oder sowas in die Richtung und die andere Person einfach nur nett ist und halt deren Schuhe trägt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde da viel eher davon ausgehen, dass es eine rationale Erklärung dafür gibt, warum die eine Person auf Socken läuft als wenn ich einfach zwei Leute in Alltags-Kleidung auf mich zukommen sehen würde und die eine die Schuhe der anderen in der Hand trägt. Deswegen war es mir trotz meines erfolgreichen Schuhklaus an Emma bei unserem gemeinsamen Lauf wichtig, sie auch mal in ihren Alltags-Klamotten um ihre Schuhe zu erleichtern und von daher wollte ich dieses Schachspiel auch unbedingt gewinnen.
Das Spiel zu verlieren hätte mich da glaube ich schon gewurmt und es wäre halt ein weiterer misslungener Schuhklau-Versuch gewesen. Andererseits hätte ich jetzt natürlich kein großes Problem damit gehabt, dann eben meine Schuhe an Emma zu übergeben. :)

Ehrlich gesagt hatte ich aber jetzt am Freitag ein Schachspiel, das ich definitiv verlieren wollte, oje. :D
Aber davor muss ich nochmal ein bisschen ausholen. Und zwar sind Emma und ich seit Anfang Mai ja vom Unisport aus im Schachtreff und, ähm, bevor ich da jetzt noch lange um den heißen Brei herumrede: Ich hab da jemanden kennengelernt! <3

Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll, aber vielleicht erstmal ganz kurz zum Schachtreff. Da treffen wir uns halt einmal die Woche in einem Seminarraum zum Schachspielen und sind meistens so zwischen 10 und 15 Leute. Vor unserem ersten Besuch dort waren Emma und ich beide doch ziemlich nervös, weil wir ja nicht einschätzen konnten, wie gut die anderen Leute dort sind und abgesehen von meinen Partien gegen Emma spiele ich auch immer online. Deshalb war ich bei meinem ersten Spiel dort auch einfach sehr nervös, weil es total ungewohnt war, plötzlich eine wildfremde Person auf der anderen Seite des Bretts zu haben. Naja, ich hab mein erstes Spiel dort dann auch ziemlich in den Sand gesetzt. Aber von Partie zu Partie wurde es besser und auch vom Leistungsniveau konnte ich im Endeffekt sehr gut mithalten. Emma hatte was das anging mehr Probleme, aber sie hatte sehr viel Spaß mit einem Gegner, der selbst nicht ganz so gut war, aber dafür viel Trashtalk machte. Und in ihrer ersten Partie hatte Emma das noch verunsichert, aber als sie dann gemerkt hat, das gar nicht so viel dahintersteckt, hat sie dann selbst angefangen gegen ihn zu pöbeln (natürlich auch nur scherzhaft) und hat auch bis wir gegangen sind, nur noch mit ihm gespielt. :D

Naja, und auch ich fand halt einen Gegner, mit dem es mir deutlich mehr Spaß machte als mit den anderen. Er heißt Basti und studiert im 2. Mastersemester Politikwissenschaften. Und er ist definitiv besser als ich, was Schach angeht. Ich glaube beim ersten Schachtreff habe ich viermal gegen ihn gespielt und davon zweimal verloren und zwei Unentschieden geholt. Was ich aber sehr gut fand, dass wir danach unsere Spiele nochmal besprochen haben und verschiedene Positionen nochmal durchgegangen sind. Ich hätte eigentlich auch erwartet, dass das normal für so einen Schachtreff ist, aber tatsächlich war das die absolute Ausnahme. Und er war dabei halt auch wirklich nett und hat sich selbst auch nicht so ernst genommen, das fand ich direkt sympathisch. :)

Naja, und beim 2. Schachtreff dann, kamen Emma und ich ein bisschen zu spät und haben unsere erste Partie dann einfach gegeneinander gespielt. Aber noch während wir spielten, kam Basti schon rum und hat mich gefragt, ob wir danach miteinander spielen können. Ich war damit einverstanden und habe dann auch den restlichen Schachtreff über nur mit ihm gespielt. Und da ist es mir dann auch mal gelungen, ihn zu schlagen. :)
Nach dem Schachtreff haben wir uns dann auch noch miteinander unterhalten. Vor allem über Politik ehrlich gesagt, ist ja auch sein Studiengebiet. Und auch da stellten wir fest, dass wir da im Wesentlichen auf einer Wellenlänge sind und haben Nummern getauscht.

Wir haben dann auch in der Folgezeit miteinander geschrieben und ich hatte dann vorgeschlagen, mal zusammen minigolfen zu gehen (das ist irgendwie immer mein Eisbrecher-Ding, wenn ich neue Leute kennenlerne). Das war dann auch soweit ein ganz lustiger Nachmittag, aber es war auch ein bisschen awkward, weil wir uns glaube ich beide nicht sicher waren, ob der andere das hier gerade als Date wahrnimmt.

Ein paar Tage später haben wir uns dann wieder getroffen und diesmal eindeutig als Date. Aber wir haben uns da auf einen Kaffee in der Stadt getroffen und irgendwie waren wir da beide ziemlich verkrampft, ohne dass ich jetzt so genau sagen könnte warum eigentlich.
Und auch als wir uns dann beim Schachtreff wiedergesehen haben, war es anfangs ein bisschen komisch zwischen uns, aber nach hinten raus schon wieder vertrauter. Wir haben dann nochmal einen Anlauf genommen und er hat vorgeschlagen, zusammen wandern zu gehen. Ich fand die Idee gut und die Route war jetzt auch nicht wirklich wild, sondern eher wie ein sehr ausgedehnter Spaziergang. Es war zwar sehr warm an dem Tag, aber dennoch konnten wir die Strecke gut bewältigen und, naja, da ist auch so ein bisschen der Knoten zwischen uns geplatzt. Da haben wir auch zum ersten Mal Händchengehalten und zum Abschied haben wir uns dann auch zum ersten Mal geküsst. <3

Naja, und jetzt am Freitag hatten wir halt ein weiteres Date und ich hatte dafür wieder einen Spaziergang vorgeschlagen, nur halt bei mir in der Gegend zwischen den Feldern. Ich hatte dafür dann auch noch Brownies gebacken und nahm auch noch was zu trinken und mein Schachbrett mit. Unser Treffpunkt war die StraBa-Haltestelle bei mir in der Nähe und von dort aus gingen wir dann durch die Felder spazieren. Vormittags hatte es noch ein bisschen geregnet, aber jetzt am Nachmittag war es trocken, relativ sonnig und von den Temperaturen her sehr angenehm. Und, naja, wir gingen dann halt zwischen den Feldern spazieren und hatten einfach eine gute Zeit miteinander. <3

Wir waren dann schon eine Weile unterwegs, als ich vorschlug, dass wir bei der nächsten freien Bank uns doch setzen und Schach spielen könnten. Er fand die Idee sehr gut und wir steuerten dann auch die nächste freie Bank an.
Im Prinzip genau wie damals mit Emma, setzten wir uns jetzt gegenüber auf die Bank und spielten erstmal zwei
10 min.-Partien gegeneinander. Eine endete Unentschieden, die andere gewann er und ich meinte dann, dass ich mich erstmal mit einem Brownie stärken muss, bevor wir weiterspielen. Ihm gab ich natürlich auch welche ab und ich hatte auch genug zu trinken für uns beide dabei.
Frisch gestärkt, meinte er dann auch, er sei gespannt, ob ich jetzt wirklich besser spiele.
Woraufhin ich zu ihm sagte: "Also am besten spiele ich ja, wenn es um was geht."
Und er: "Oh, na das klingt doch spannend."
Ich dann sehr motiviert: "Wie wär's: Ein Spiel. - Und der Verlierer muss den Rückweg auf Socken antreten."
"Was?!", meinte er lachend dazu, "Ganz wilder Vorschlag, ehrlich gesagt."
"Hast du etwa Angst?", fragte ich grinsend.
"Nein", antwortete er sofort und ergänzte, "Es ist nur: Wir haben diesen Spaziergang hier, hatten zwei sehr gute Partien, deine Brownies waren super und jetzt willst du plötzlich mit unseren Schuhen als Einsatz spielen, wenn ich das richtig verstanden habe. Das ist... einfach irgendwie unerwartet." Ähm, da war ich dann doch direkt ein bisschen peinlich berührt und fragte etwas abgehakt: "Also-, willst du nicht? Ist dir- das zu schräg?"
"Das habe ich nicht gesagt", antwortete er direkt und meinte lächelnd, "Von mir aus können wir das gerne machen. Ich hab das nur einfach kein bisschen kommen sehen."

Er hat dann einen weißen und einen schwarzen Bauern in jeweils eine Hand genommen, hat die kurz hinter seinem Rücken verschränkt und mir dann beide Hände entgegengestreckt. Ich tippte die rechte an und er öffnete seine Hand: Darin lag der schwarze Bauer.
Damit war klar, dass ich schwarz haben würde und er fragte mich jetzt auch grinsend: "Du bist immer noch sicher, dass du das tun willst?"
"Ich stehe zu meinem Wort", meinte ich dazu gespielt-stolz und nahm den Bauern aus seiner Hand. Beide stellten wir dann unsere Figuren auf und als wir damit fertig waren, fragte er mich nochmal: "Also nur nochmal fürs Protokoll: Wir spielen jetzt und der Gewinner bekommt die Schuhe vom Verlierer, oder? Aber was machen wir bei einem Unentschieden?" "Dann spielen wir einfach nochmal", antwortete ich sofort, fragte ihn kurz, ob er bereit ist und als er nickte, startete ich seine Zeit.

Er schaute dann trotzdem erstmal so 10 Sek. lang aufs Brett und meinte "Puh, das ist schon eine ziemliche Drucksituation", bevor er seinen ersten Zug machte. :D
Während unserer ersten Züge redeten wir auch miteinander und ich meinte grinsend zu ihm:
"Ich hab doch gesagt, dass es mit einem Einsatz spannender wird." "Naja, genau genommen hast du gesagt, dass du besser spielst, wenn es um was geht", erwiderte er. "Und würdest du sagen, ich hatte recht damit?", fragte ich ihn. Er lachte daraufhin und meinte: "Ist bis jetzt schwer zu sagen. Du rührst da hinten ja einfach nur Beton an, aber irgendwann wirst du ja auch mal rauskommen müssen." "Frech", erwiderte ich, "Ich bemühe mich hier einfach nur um solides Schach und das ist der Dank dafür? Naja, du wirst schon sehen." "Ich bin in steter Erwartung des Unerwarteten", meinte er dazu und beide mussten wir lachen. :D

Tatsächlich spielte ich ein wenig passiv und igelte mich eher ein. Das führte zu einer ziemlich geschlossenen Position, in der er aber die Initiative hatte. Wir redeten dann auch eine Weile nicht und machten beide erstmal Züge, die unsere Position verbessern, aber kein großes Risiko bedeuten. Dennoch spürte ich meinen eigenen Herzschlag da sehr deutlich, war extrem aufgeregt und in meinem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander: Was wenn er das hier doch gerade schräg findet? Was wenn ich ihm nach dem Spiel meine Schuhe gebe, er sie mir aber direkt wieder zurückgibt? Was wenn er mich peinlich findet? Wäre es zu schräg ihn nach dem Spiel zu bitten, mir die Schuhe auszuziehen? Was wenn er das ablehnt? Ähm, ja, es war da schon sehr viel los in meinem Kopf, oje.

Schließlich war Basti aber zufrieden mit seinem Setup und öffnete die Position, indem er meine Bauernkette mit einem seiner Bauern angriff. "Oh, kommst du mich besuchen?", fragte ich ihn und schlug seinen Bauern. "Ja", antwortete er und schlug zurück, "Also genauer gesagt deinen König. Es ist nur immer tragisch, dass davor so viel unschuldiges Bauernblut fließen muss." "Yes", bestätigte ich und beide mussten wir kurz lachen, weil das praktisch ein Insider zwischen uns ist (Bauern sind für uns die eigentlichen Helden des Schachs! :D). :)

Er öffnete die Position dann weiter und eigentlich hatten wir eine Reihe gleichwertiger Abtausche, aber trotzdem war nach ein paar Zügen seine Position deutlich besser, weil er am Rand mit einem Bauern durchgebrochen war und mein einer Läufer komplett blockiert war. Ich seufzte dann auch frustriert und er meinte: "Ich glaube, du hast einen Fehler gemacht." "Ach wirklich?", fragte ich zurück. "Ja, ich glaube, du hast nicht bedacht, dass ich auch besser spiele, wenn es um was geht", erklärte er und grinste herausfordernd. "Blödmann", erwiderte ich darauf nur, musste aber dabei auch lächeln. :)

Ich analysierte die Position und kam zu dem Schluss, dass gefühlt jeder mögliche Zug meine Position nur weiter verschlechtert und ich merkte, wie ich jetzt schon leicht rot wurde, oje. Ich schlug dann seinen Springer mit meinem eigenen. Aber (erwartbar) schlug er mit seiner Dame zurück, die jetzt noch besser positioniert war. Die Zeit lief mir auch so langsam davon und ich patzte nicht wirklich, aber gefühlt mit jedem Zug trieb er mich mehr in die Enge und im Endeffekt waren alle meine Figuren bei der Verteidigung meines Königs gebunden, aber ich hatte niemanden mehr, um seinen am Rand durchgebrochenen Bauern zu stoppen!

Sein Bauer erreichte dann auch den 7. Rang und es war klar, dass Basti ihn im nächsten Zug in eine Dame umwandeln wird. Ebenfalls war klar, dass ich das nicht verhindern kann. Naja, und damit war auch klar, dass ich dieses Spiel verlieren werde. Zwar nicht sofort, aber in den kommenden Zügen ganz sicher. Basti lächelte jetzt auch zufrieden vor sich hin, während ich doch eher etwas betreten schaute. Ich hörte da schon wieder sehr mein Herz hämmern, oje, zögerte noch einen Moment, aber griff dann nach meinem König und legte ihn seitlich aufs Brett, als Zeichen dafür, dass ich aufgebe. "Gut gespielt", sagte ich zu ihm und wir gaben uns kurz die Hand. "Du auch", meinte er und zeigte mir jetzt noch, wo er das Gefühl hatte, ich anders hätte spielen müssen, um nicht zu verlieren. Und ich nickte und sagte an den richtigen Stellen "Ja" und "Ach so, klar", aber in meinem Kopf drehte sich alles nur um die Frage: Wird er mich jetzt wirklich darum bitten, ihm meine Schuhe zu geben??? Ich mein, er hatte sie ja gewonnen und eigentlich war es ja nur logisch, dass er die jetzt auch haben will, aber irgendwie war es für mich dennoch eine leicht surreale Vorstellung, die für mich, naja, auch mit so einem "zu schön, um wahr zu sein"-Gefühl verbunden war, oje.

Aber er sagte dann tatsächlich mit einem ziemlich breiten Grinsen zu mir: "Du erinnerst dich noch an den Einsatz?"
"M-hm", antwortete ich nur, nickte und dachte aber dabei: Oh Gott, es passiert wirklich!
"Also dann, bitte", sagte er und deutete auf meine Schuhe. Ich war jetzt doch ziemlich verlegen, mein Puls voll da, mein Kopf im Ausnahmezustand, aber ich schaffte es, ihn vorsichtig zu fragen: "Könntest du mir die ausziehen?" Und er zögerte dann kurz - ein Moment, in dem ich gefühlt fast gestorben wäre, oje! - antwortete dann aber mit so einem leichten voice crack "Klar!" und, naja, grinste jetzt auch eher etwas verlegen, würde ich sagen! Und eigentlich ist das ja alles gar nicht so deep, aber ich war da einfach soooo erleichtert, aber auch immer noch soooo aufgeregt, ahhhhhhh! :D <3

Er stellte sich jetzt vor mich und ich streckte mein rechtes Bein zu ihm aus. Er hielt meinen Schuh dann mit einer Hand an der Hacke fest, während er ihn mit der anderen öffnete. Er konnte jetzt auch so ein nervöses Lachen nicht unterdrücken und meinte zu mir: "Das habe ich auch nicht kommen sehen. Also dass ich dir heute noch einen Schuh ausziehe." Er schüttelte so leicht den Kopf, als würde er das ganze etwas absurd finden, grinste dabei aber auch und schaute dann zu mir, als würde er eine Reaktion erwarten. Reflexartig verbesserte ich ihn dann und sagte schlicht: "Beide Schuhe." "Stimmt", erwiderte er und irgendwie mussten wir da beide ziemlich kichern. <3

Mein Schuh war schließlich offen und er lockerte jetzt noch etwas die obere Schnürung, bevor er seinen Griff änderte: Er schob meine Stoffhose etwas nach oben und umfasste meinen Knöchel dann direkt am Socken (Instant-Gänsehaut, oje! :D), während er mit der anderen Hand an der Hacke meines Schuhs zog. Der löste sich jetzt auch ein Stück weit von meinem Fuß, aber ich merkte wie er dann quasi nochmal neu ansetzte und etwas stärker zog. Da machte mein Schuh halt wirklich so einen kleinen Satz nach vorne und rutschte sofort über die Hacke! Beide kicherten wir wieder und ich sagte leise "Ups", als er mir den ersten Schuh jetzt vom Fuß nahm. :)

Den Schuh stellte er neben sich auf den Boden und ich streckte ihm jetzt mein linkes Bein entgegen. Auch hier griff er den Schuh wieder an der Hacke, öffnete ihn mir und lockerte noch etwas die Schnürung. "Oje", sagte ich diesmal leise und wir kicherten wieder beide, bevor er mich auch hier jetzt am Knöchel festhielt und an der Hacke meines gelockerten Schuhs zog. Diesmal zog er von Anfang an stärker und mein Schuh rutschte dann doch sehr schnell über Hacke und Spann - und war damit ebenfalls aus! :)

Ich trug da tatsächlich mal weiße Nike-Socken und ich zog jetzt auch erstmal beide Beine angewinkelt zu mir auf die Bank, umschlang mit den Armen meine Knie und stellte meine Sockfüße parallel nebeneinander auf dem Rand der Sitzfläche ab. Das fühlte sich für mich nicht wirklich wie eine bewusste Entscheidung an, aber ich glaube unterbewusst hatte ich schon abgespeichert, dass ich diese Sitzhaltung bei Emma ziemlich cute gefunden hatte und, naja, reproduzierte die jetzt quasi. Und, naja, ich weiß nicht, ob es nur an dieser Sitzhaltung lag, aber ich konnte Basti jetzt schon sehr deutlich ansehen, dass ich ihm in der Situation gut gefiel. :)

Er konnte jetzt auch so ein Lachen nicht unterdrücken und ich sah ihn fragend an. Er erklärte dann: "Ne, alles gut. Es ist nur irgendwie echt niedlich gerade, wie du so dasitzt." Und er ergänzte dann noch: "Ist auch irgendwie süß wie deine Füße da jetzt so aus deinen Hosenbeinen rausschauen. Sieht irgendwie ganz anders aus als eben noch mit Schuhen. Ist das nur der Kontrast von schwarz (meine Hose) zu weiß (meine Socken) oder sind die wirklich so klein?" Und bevor ich was dazu sagen konnte, schaute er schnell auf meinen Schuh in seiner Hand und sagte wie um das Thema zu wechseln: "Und wie klein sind bitte deine Schuhe? An deinen Füßen sahen die eben noch viel größer aus!" :D

Ehrlich gesagt wurden wir da beide ziemlich rot und ich glaube, er hatte das Gefühl etwas zu viel gesagt zu haben. Aber ich war halt schon SEHR glücklich über seine Worte und versuchte die Situation dann eher spielerisch aufzulösen, indem ich gespielt-empört zu ihm meinte: "Hey, ich trage eine stabile Größe 36! Das ist... immerhin größer als 35!" "Also aktuell trägst du die nicht wirklich", erwiderte er darauf und hob seine Hand mit meinem Schuh leicht hoch. Dafür fing er sich einen gespielt-empörten Blick, aber wir mussten dann beide lachen und irgendwie ging das dann in einen Moment über, wo wir uns einfach nur anlächelten. <3

Und ich hätte es im Vorhinein gar nicht so krass erwartet, aber dieser Schuhklau durch Basti fühlte sich einfach nochmal deutlich anders an als einer durch Freya oder Emma. Ich mein, so ein Schuhklau durch Freya oder Emma fühlt sich für mich auch aufregend an und auch da erröte ich und bin peinlich berührt. Und ich genieße die auch immer sehr, das will ich gar nicht kleinreden!
Aber, naja, es ist halt schon nochmal was anderes, wenn Gefühle im Spiel sind. Das hat mir dieser an sich ja doch eher unspektakuläre Schuhklau durch Basti mir einfach sehr klar gezeigt. Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich das ausdrücken soll, aber irgendwie traf dieser Schuhklau mich jetzt auf einer ganz anderen Ebene: Das Schachspiel hatte sich deutlich intensiver angefühlt als das mit Emma, meine Verlegenheit als er mir meine Schuhe ausgezogen hat war ganz anders aufgeladen als bei einem Schuhklau durch Emma oder Freya und auch als er mich dann so angeschaut hat als würde er mich ohne Schuhe doch ziemlich niedlich finden, löste das in mir ein ganz anderes Herzklopfen aus als wenn eine meiner Freundinnen mich nach einem Schuhklau so ähnlich anschaut. Deswegen, diese Schuhklau-Situation mit Basti fühlte sich einfach sehr frisch und sehr intensiv für mich an. :)

Naja, wir haben dann beide erstmal eine Revanche-Partie gespielt, wo ich jetzt weiß hatte. Basti hatte mich vorher auch scherzhaft gefragt, ob ich wieder um einen Einsatz spielen will. Aber das habe ich abgelehnt, denn mehr als meine Schuhe wollte ich eigentlich nicht loswerden. :D
Jetzt bei dieser Revanche-Partie war ich aber einfach sehr glücklich darüber, wie gut bisher alles gelaufen war und feierte das dann auch mit einem übertrieben-offensiven Spielstil, bei dem ich auf Absicherungen pfiff und meine Figuren mit vollem Risiko auf ihn warf. Er erkannte auch, was ich tat, aber spielte dann selbst sehr riskant und ich erspar euch mal die Details nur so viel: Schach ist auch zum Flirten ein sehr gut geeignetes Spiel und hat einfach sehr viel Potential für zweideutige Metaphern, aber das jetzt wiederzugeben wäre mir doch irgendwie zu cringe, sorry, oje. :D
Ähm, jedenfalls, endete diese Partie dann Unentschieden.

Danach haben wir zusammengepackt und ich war sehr neugierig, ob er mich jetzt wirklich auf Socken heimlaufen lässt. Aber ich sprach ihn bewusst nicht darauf an, sondern schulterte nur meinen kleinen Rucksack und fragte ihn, ob wir losgehen können. Er stand da auch schon neben der Bank und trug meine Schuhe in der rechten Hand. Er antwortete mir "Eine Sache noch" und hielt mir jetzt seine linke Hand hin. Auch da schaute ich erstmal nur sehr verlegen, weil ich halt gerne mit ihm Händchenhalte, aber auch froh war, dass er mir meine Schuhe jetzt wirklich nicht zurückgibt. "Wenn du hier schon ohne Schuhe rumläufst, will ich wenigstens sicher sein, dass ich dich unterwegs nicht verliere", erklärte er mir lächelnd und innerlich schmolz ich da schon so ein bisschen dahin, ojeeee. Ich griff dann auch sehr glücklich seine Hand und auf den ersten Metern hätte ich auch vor Freude auf und ab hüpfen können, so glücklich war ich, und dachte mir dann aber innerlich: Ok, Regina, ganz ruhig, cool und seriös bleiben. Ähm, ja, in der Praxis sorgte ich dann aber doch dafür, dass wir unsere Hände, an denen wir uns hielten, vor und zurückschwangen und auch mein Gang war, naja, zumindest am Anfang etwas beschwingter als sonst. :D

Unser Gespräch auf dem Rückweg war dann auch sehr gut, aber ich beschränke das jetzt mal auf den Schuhklau-/Schuhlos-relevanten Teil. :)
Da habe ich ihn z.B. noch gefragt, ob es ihm eigentlich peinlich ist, dass ich so auf Socken neben ihm gehe. Wozu er erstmal scherzhaft meinte, dass mein Outfit mit den weißen Socken und der schwarzen Hose doch ein klassisch-elegantes Schach-Outfit ist und er es daher als sehr passend für unseren Schach-Spaziergang empfindet. Etwas ernsthafter ergänzte er dann aber auch noch, dass er mich noch nie so aufgeregt und glücklich erlebt hat, wie bei unserem Schachspiel mit Einsatz vorhin und jetzt auf diesem Spaziergang. Und das sei ihm viel wichtiger als wenn irgendwelche Leute mich oder ihn jetzt schief angucken würden, nur weil ich keine Schuhe anhabe.
Was mich allein da schon extrem freute: Dass er mich korrekt gelesen und gemerkt hat, dass unser Schachspiel und die Konsequenzen daraus, mich sehr glücklich gemacht haben! Und auch seine beiden Aussagen dazu fand ich sehr gut!
Ich hab da auch kurz überlegt, tiefer in dieses ganze Thema Schuhklau einzusteigen, aber habe es dann gelassen. Zum einen erschien es mir da irgendwie zu früh und zum anderen denke ich mir mittlerweile auch: So im Rückblick auf meine Beziehung mit Tim, denke ich mir manchmal schon, dass wir damals über diese Schuhklau-Sache (und auch über andere Themen) auch zu viel geredet haben und es vielleicht besser gewesen wäre, manches gar nicht so explizit auszusprechen. Und gefühlt ist Basti halt deutlich besser darin als Tim, mich zu lesen und ich denke, ich werde es jetzt eher so machen, dass ich ihm subtile Hinweise in die richtige Richtung gebe und ihn den Rest selbst herausfinden lasse. Auch wenn ich Stand jetzt noch nicht mal annähernd weiß, wie ich das konkret umsetzen werde, aber ich hoffe mal, dass mir da noch was einfällt. Kann eigentlich nur gut werden, oje. :D

Das einzige andere Mal, wo wir das Thema Schuhe/Socken gestreift haben war, als er mir davon erzählte, dass er als Emma und ich das erste Mal beim Schachtreff waren und ich meinte, dass ich Jura studiere, er erst dachte, dass ich bestimmt total eingebildet bin. Anscheinend hatten sie schonmal einen Jura-Studenten beim Schachtreff, der sich da sehr arrogant aufgeführt hat und, naja, ich glaube Jura ist als Studiengang auch einfach so ein bisschen mit Vorurteilen behaftet. Jedenfalls meinte er dann weiter, dass er mich dann ja kennengelernt hat und ich ganz anders war als er gedacht hätte und er zog das dann auf wie eine "juristische Beweisführung", wie er es nannte, und sein letzter Punkt war dann: "... und wenn du ein eingebildetes Jura-Prinzesschen wärst, würdest du jetzt auch nicht auf Socken mit mir spazieren gehen, schon gar nicht auf weißen. Und damit wäre meine Beweisführung dann auch abgeschlossen." "Und was ist jetzt dein Urteil?", hakte ich nach. "Kein eingebildetes Jura-Prinzesschen", bestätigte er. "Und was bin ich dann?", fragte ich zurück. Er überlegte dann kurz und antwortete schließlich grinsend: "Also, da läuft die Beweisaufnahme aktuell noch, aber... soweit sieht alles sehr vielversprechend aus." "Oh, inwiefern?", hakte ich neugierig nach und er dann lachend: "Zu einem laufenden Verfahren kann ich leider keine Angaben machen. Eure Regeln, nicht meine" Dafür fing er sich dann wieder einen gespielt-empörten Blick von mir, gab mir als Hinweis zum Stand des laufenden Verfahrens aber einen Kuss auf die Stirn. Ich bin schon sehr gespannt, wie dieses Verfahren mal ausgehen wird, hihi. <3

Schließlich kamen wir dann bei meiner WG an und ich fragte ihn, ob er mit reinkommen will. Er wollte und ich war schon ein bisschen erleichtert, dass als wir reinkamen erstmal nur Nadine da war. Denn die sah natürlich, dass Basti meine Schuhe in der Hand trug, grinste auch schon so wissend und ich warf ihr dann direkt einen, naja, vermutlich sehr verschmitzten "Sag jetzt bloß nichts!"-Blick zu und sie sagte dann auch nichts dazu, sondern grinste nur weiter vor sich hin. Emma kam erst kurz darauf aus ihrem Zimmer, als meine Schuhe schon im Flur standen und darüber war ich schon ein bisschen froh, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich ihr auch mit Blicken hätte kommunizieren können, besser nichts zu dieser ganzen Schuhklau-Sache zu sagen. Denn das hätte schon sehr schnell zu einer sehr peinlichen Situation führen können, denke ich.

Naja, Emma kennt Basti ja auch aus dem Schachtreff, Nadine ihn hingegen bisher nur aus unseren gemeinsamen Analysen der vorherigen Treffen. Wir haben dann ein bisschen Smalltalk gemacht und Basti und ich sind dann relativ schnell auf mein Zimmer.
Da habe ich dann auch erst nochmal meine Socken gewechselt, weil meine Nike-Socken logischerweise etwas schmutzig geworden sind. Und ich dachte erst kurz, dass ich vielleicht besser ein schlichtes Paar nehme, kam dann aber zu dem Schluss, dass es vermutlich besser wäre, ihm einfach zu zeigen, was mir gefällt und habe dann das umgekehrte Paar zum Erlebnis von Mittwoch angezogen, also wieder die Gänseblümchen-Socken, aber diesmal links hellblau und rechts hellgrün. Er zog mich dann auf mit: "Schade, dass du die nicht schon auf unserem Spaziergang anhattest." Ich hatte aber schon den Eindruck, dass die ihm eigentlich ganz gut gefallen. :)

Naja, wir haben dann nur noch zusammen eine Serie geschaut (A good girl's guide to murder; da kam jetzt die 2. Staffel raus. Aber weil er die erste nicht gesehen hat, haben wir erstmal die geschaut) und dabei gekuschelt. Zwischendurch haben wir uns noch Pizza gegönnt, das war schon ein sehr guter Abschluss für den Tag und ist auch ein Tempo, mit dem wir uns beide wohlfühlen. Das ist auch etwas, worüber wir zwar kurz, aber wirklich explizit drüber gesprochen haben, weil es uns beiden wichtig war. Er ist dann gegen Mitternacht wieder gegangen und, ähm, vielleicht habe ich dieses Treffen dann noch mit Nadine und Emma bis 3 Uhr nachts bei uns in der Küche durchanalysiert, aber dafür gibt es keinen Beweis, oje! :D

Deswegen, wie eingangs schon erwähnt, hatte ich einfach eine super Woche und es ist irgendwie selten das so zu sagen, aber ich freue mich wirklich so sehr auf die Zukunft!
Und ja, ähm, mehr gibt es aktuell erstmal nicht zu sagen, denke ich. :)

@ Marlon: Hi, Danke für die nette Rückmeldung! :)
Weder noch, würde ich sagen. Meine ursprünglichen Socken hatten eher eine Zwischenlänge, also sie endeten ziemlich genau direkt oberhalb meines Knöchels. Ich hab immer selbst gar nicht so viel Ahnung von den richtigen Bezeichnungen in dem Bereich, aber mid-cut dürfte der richtige Begriff sein. :)

@sunray: Hi, auch an dich erstmal Dankeschön für die nette Rückmeldung! :)
Deine Nachricht war für mich sehr gut verständlich und ich hoffe, meine Beiträge sind es für dich auch. Falls du da doch mal wegen der Sprachbarriere etwas nicht verstehst, dann frag gerne.

Zu deinen Fragen:
Also wenn ich jetzt an meine letzten Erlebnisse zurückdenke, dann war es mir da schon immer lieber beide Schuhe zu verlieren. Ich verstehe schon deinen Gedanken und es gibt bestimmt auch Szenarien, wo es mir mit einem Schuh peinlicher wäre. Aber mit am besten ist halt auch dieser Moment des Schuhausziehens selbst und das ist dann schon ganz schön, den zweimal bei einem Erlebnis zu haben. :)

Zu deiner anderen Frage habe ich bei meiner Antwort an Alex jetzt schon was zu geschrieben. Schau da gerne mal rein. :)
Ich glaub, ein weiterer Grund ist auch, dass ich zu dem Punkt beim Schreiben einfach schon sehr erschöpft war und manches dann nicht mehr so wirklich ausführen konnte.


Soweit von mir. :)

Liebe Grüße,
Regina


 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 15.06.2026 (01:00 Uhr) Alex
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 19.06.2026 (13:13 Uhr) Marlon
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 28.06.2026 (14:22 Uhr) Regina
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 29.06.2026 (16:18 Uhr) Carla
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 29.06.2026 (23:23 Uhr) Regina
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 30.06.2026 (10:42 Uhr) Carla
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 01.07.2026 (13:23 Uhr) Gaijin
 Re: Minimal eskaliert :D (Erlebnis) 02.07.2026 (21:06 Uhr) Regina
 Antwort und neustes Erlebnis 04.07.2026 (16:53 Uhr) Alex
 Re: Antwort und neustes Erlebnis 07.07.2026 (20:25 Uhr) Regina
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