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(17.10.2017, 04:00 Uhr)

 
 
 Spass an Spielen mit verbundenen Augen
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 neuer Strang 04.08.2017 (13:53 Uhr) Mama
Hallo Esther,
bei so viel Lob muss ich jetzt, da ich wieder Zeit habe, weiter berichten: Nachdem ich wieder schwindelig gedreht wurde, hatte ich natürlich noch weniger einen Schimmer davon, wo ich mich befand. Ich stellte fest, dass Natursteinplatten mit unebener Oberfläche noch viel schwieriger sind, um mit hohen Schuhen darauf zu gehen, als ein Rasen. Der Rasen gibt so lange nach, bis man einen festen Stand hat, gerät man mit dem Absatz auf eine erhöhte Stelle einer Steinplatte, rutscht man einfach nur ab. Also bewegte ich mich noch vorsichtiger als bisher weiter. Irgendwann stieß ich mit der Hüfte gegen ein Möbelstück. Ich konnte irgendwie ausmachen, dass es wohl ein Tisch war. Ob das stimmt weiß ich bis heute nicht, ich habe das Haus ja nach wie vor nicht gesehen. Einem Instinkt folgend ging ich um den Tisch herum und dann im rechten Winkel davon weg. Und tatsächlich nach einigen Schritten spürte ich eine Hauswand. Das war erstaunlich schnell gegangen. MMama meldete sich und meinte, das hätte ich ja toll gemacht. Ich tastete mich, immer mit den Knien an der Wand seitlich weiter, bis ich die Türöffnung fand. Die Tür stand offen. Ich roch auch den chemischen Geruch nach Farbe und neuen Fußböden, der aus der Türöffnung aus dem Haus kam. Vorsichtig tastete ich mich in das Haus hinein. Ich war einige Wochen zuvor ja schon in vielen Räumen des Hauses gewesen. Trotzdem war es völlig unmöglich, zu erraten, ob ich konkret diesen Raum vorher schon einmal betreten hatte. Jeder meiner Schritte hallte auf dem harten Fußboden. Es fühlte sich wie Steinfliesen an. Das Gehen ging jetzt leichter, da der Boden plötzlich eben und hart war. Fast schon vermisste ich die Herausforderung des unebenen Bodens. Irgendwie machte sie mir meine Attraktivität in hohen Schuhen bewusster. Nach einigen Schritten stieß ich wieder an eine Wand. Ich taste mich an der Wand entlang und kam irgendwann wieder an eine Tür. Ich unterstellte einfach, dass der Raum in dem ich mich soeben befunden hatte nicht der Raum war, den mein Ziel galt. Ich war furchtbar aufgeregt, weil ich doch so gern die Stange finden wollte, um an ihr endlich hoch zu klettern. Ich überlegte mir, was denn nun wäre, wenn sich die Stange doch in dem Raum befand, den ich soeben verließ. Aber irgendwie meinte ich mich zu erinnern, dass die Akustik eine völlig andere war. Der Raum in dem ich jetzt gegen hatte nochmals eine völlig andere Akustik, sie war sehr dumpf. Nach drei Schritten stieß sich mit der Hüfte gegen etwas hartes, das aus der Wand ragte. Ohne die Hände einsetzen zu können und in einer Höhe, in die man eigentlich den Fuß nicht heben kann, wenn man dann auf einem anderen mit hohen Absätzen balancieren muss, ist es wahnsinnig schwierig überhaupt irgendwie zu tasten. Ich versuchte das mit der Hüfte. Durch meine dünnen Shorts fühlte sich der Gegenstand kalt an. Dann wurde mir klar, dass ich in einem Bad gelandet war und eben gegen ein Waschbecken gestoßen war. Also nicht der Raum den ich suchte. Ich machte kehrt und ging wieder hinaus. Ich taste mich weiter an der Wand entlang und kam wieder an eine Türöffnung. Ich ging in das Zimmer hinein. Wieder eine völlig andere Akustik. Diesmal taste ich mich gleich nach der Türöffnung an den Wänden entlang. Ich machte einmal die Runde durch diesen nicht sehr großen Raum und konnte gar nichts entdecken. Also verließ ich das Zimmer wieder und weiter ging die Reise. Irgendwann war ich in einem größeren Rahmen, der wiederum mehrere Türen hatte. Als ich durch eine Türe kam hörten sich meine Schritte plötzlich bekannt an. Die Akustik war mir vertraut. Irgendwie meinte ich auch den speziellen Geruch des Zimmers zu kennen indem ich jetzt stand. Genau diese Gerüche hatte ich immer in der Nase, wenn ich von der Stange träumte. Das musste einfach der Raum sein. Ich verließ die sichere Wand und ging unsicher gerade in den Raum hinein. Nach etwa zehn Schritten kam ich wieder an eine Wand. Hatte ich mich getäuscht oder war der Raum so groß, dass ich die Stange nicht gefunden hatte? MMama war im Raum, das konnte ich hören, weil auch sie bei jedem Schritt ein klackerndes Geräusch erzeugte. Aber sie verhielt sich völlig stumm. Es konnte nicht sein, dass das nicht der Raum war, den ich suchte. Also begab ich mich wieder in Richtung vermuteter Raummitte und plötzlich stieß ich mit einer Schuhspitze wieder gegen etwas hartes. Ich tastete und stellte fest, dass es eine Treppe war. Vorsichtig ging ich um die Treppe herum und versuchte mit weit von mir weg gestrecktem Bein einen möglichst großen Raum um die Treppe herum zu erfühlen. Und da war sie endlich. Die lang ersehnte Stange. Jetzt, wo ich das Ziel erreicht hatte, wurde mir bewusst, wie anstrengend das alles gewesen war. Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich unterwegs war. Aber ich schätzte, dass es deutlich mehr als 1 Stunde war. Eigentlich war es völlig gleichgültig. Zeit spielte in meinem jetzigen Zustand keine Rolle. Es ging darum, sich in eine völlig andere Welt fallen zu lassen Und ich konnte ein weiteres Mal feststellen, dass dies mit verbundenen Augen und auf den Rücken fixierten Händen, die es unmöglich machen, zu tasten, am besten geht. Trotzdem merkte ich, dass ich ein wenig erschöpft war von diesem Spiel. Ich war jetzt noch aufgeregter wie zuvor. Endlich hatte ich das Ziel erreicht. Endlich konnte ich feststellen, ob sich die unbeschreiblichen Gefühle beim Hochklettern an der Stange wiederholen würden. Ich hatte ein wenig Angst davor, dass ich in der Erinnerung meine Erlebnisse vom letzten Mal zu hochgeschauckelt hatte und ich jetzt enttäuscht sein würde. Würde es mir überhaupt gelingen, die Stange hoch zu klettern, nachdem MMama verlangt hatte, dass ich eine Feinstrumpfhose anzog und nicht wusste, ob ich mit dieser überhaupt Halt fand? Ich blieb einfach stehen, denn jetzt lag es ja an MMama meine Hände zu befreien, damit ich klettern konnte. Ich hörte sie näher kommen. Dann spürte ich die Wärme ihres Körpers. Sie fragte mich, ob ich auch nicht auf die Idee käme, wenn Sie mir jetzt die Hände befreien würde, die Augenbinde herunter zu reißen. Was für eine überflüssige Frage. Der komplette Zauber dieser Situation, auf die ich so sehnlich gewartet hatte, wäre dahin, wenn ich jetzt plötzlich etwas sehen würde. Ich versicherte ihr, dass ich nicht die Absicht hatte, in absehbarer Zeit die Augenbinde abzunehmen. Sie lachte und meinte, das könne sie sehr gut nachvollziehen. Dann öffnete sie die Handschellen zog mir die Hände vor den Körper und legte mir die Handschellen wieder an. Dann forderte sie mich auf, so lange an der Stange hoch zu klettern, bis ich den Zweitschlüssel für die Handschellen, der irgendwo an der Stange mit Klebeband befestigt war, gefunden hatte. Wieder klopfte mir das Herz bis zum Hals. Ich tastete mit meinen gefesselten Händen vor mir nach der Stange. Dann hielt ich mich fest und umschloss sie mit den Beinen. Es war tatsächlich so, wie ich vermutet hatte, die Feinstrumpfhose führte dazu, dass ich mit meinen Beinen nicht wie vom letzten Mal gewohnt, sicheren Halt an der Stange fand. Instinktiv umklammerte ich die Stange, je höher ich kam, immer fester mit meinen Beinen. Es ging nicht, dass ich mich nur mit den Händen festhielt. Ich brauchte die Beine dazu. Das Gefühl war unbeschreiblich. Ich möchte das hier nicht näher beschreiben, es würde viel zu intim. Jedenfalls gelang es mir, langsam die Stange hoch zu klettern. Ich geriet völlig außer Atem. Ob das mit den Gefühlen an meinen Schenkeln zu tun hatte oder mit der körperlichen Anstrengung wusste ich nicht. Nach einer unendlich angenehmen Ewigkeit stieß sich mit einem Finger meiner Hände tatsächlich auf ein Klebeband. Ich musste mich jetzt noch fester mit den Schenkeln an der Stange festhalten, damit ich die Hände frei hatte, um das unglaublich fest klebend Band mit dem Schlüssel von der Stange zu lösen. Ich schrie fast auf, als ich die Stange noch intensiver spürte. Langsam und völlig entkräftet ließ ich mich an der Stange hinuntergleiten, den Schlüssel in den Fingern. Triumphierend zeigte ich ihn nach vorne. Aber MMama war noch lange nicht zu Ende. Sie nahm den Schlüssel, öffnete die Handschellen, allerdings nur eine Seite. Sie hatte natürlich den visuellen Vorteil. Bevor ich auch nur an Gegenwehr denken konnte, hatte sie mir die Hände auf den Rücken gezogen und die Handschellen um das bis dahin freie Handgelenk geschlossen. Ich möchte dich nicht in Versuchung bringen, heute irgendetwas von dem Haus zu sehen, sagte sie lachend. Wer weiß vielleicht möchtest du noch einmal hierher kommen und spielen. Oh ja das wollte ich wirklich, aber ich sagte es nicht. Allerdings konnte ich mir lebhaft vorstellen, wie sie sich hier bereits vergnügt hatte. Ich ließ mich von MMama an der Hand nehmen und vorsichtig in ein anderes Zimmer führen. Dort drückte sie mich nach hinten und ich fiel in einen weichen Sessel. Sie fragte mich, was ich trinken wollte und ließ mich dann aus einem schmalen Sektglas trinken. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich völlig ausgetrocknet war. Gierig, zu gierig, trank ich den Sekt. Das war meiner ohnehin aufgekratzten Stimmung noch zuträglich. Also saß ich in diesem weichen Sessel, noch immer völlig blind und unfähig, an dieser Situation etwas zu ändern und unterhielt mich mit Mmama. Ich weiß nicht wie lange es dauerte, aber irgendwann meinte sie, wir müssten jetzt Schluss machen, da unsere Kinder wohl bald aus dem Schwimmbad kommen würden. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass es wohl schon spät nachmittags sein musste und ich seit dem späten Vormittag ununterbrochen mit verbundenen Augen unterwegs war. Das war sogar länger, als MMama bei einem unserer Spiele eine Augenbinde getragen hatte. Merkwürdigerweise hatte ich noch immer nicht genug davon. Ich bettelte MMama an, dass ich den Handschellenschlüssel wieder dahin bringen durfte, wo ich ihn her hatte. Sie lachte und meinte, ich bekäme wohl gar nicht genug. Dann nahm sie mich an den Schultern und zog mich aus dem Sessel. Sie führte mich ohne Umwege zurück zu der Stange und fixierte meine Hände, wie bereits vorher, weder vor dem Körper. Dann drückte sie mir den Schlüssel mitsamt dem Klebeband in die Hand und forderte mich auf, los zu klettern. Es war mir plötzlich völlig egal, wie spät es war, um meine Kinder schon zu Hause auf mich warteten, was ansonsten mit der Welt los war. Ich wollte nur noch dieses Gefühl erneut erleben und kletterte los, entschlossen die Stange ganz nach oben zu klettern, obwohl ich keinen Schimmer hatte, wie hoch sie war.
 Re: neuer Strang 04.08.2017 (14:27 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

tja, also ich komme beim Lesen selbst aus der Puste, da das absolut visuell, sehr detailreich von Dir beschrieben wird und vor geradezu nervenzerreißender Spannung strotzt. Man kann die positive -weil sagenhafte Gefühle in Dir auslösende- Anstrengung selber als Leserin mitfühlen, "durchleiden" ist nicht das richtige Wort, weil es eher ein wohliges Behagen ist, was Du und mit Dir ich als Leserin empfindet, wenn man sich Deine Zeilen durchliest.
Und man spürt beim Lesen wie MMama die Betrachtung Deines Tuns -und ihr dürfte Dein geradezu wolllüstiges Spielgefühl keineswegs entgangen sein- in jeder Tausendstelsekunde mit ihren Augen in sich eingesogen haben muss.
Da kriegt man Herzrasen vom Lesen. Auch Dir hämmerte das Herz ja phasenweise bis zum Halse während des Spiels.
Ich kann das mit der Fesselung -einst von mir eher skeptisch beäugt- nunmehr nachempfinden, nach meinem Vorstellungsspiel, jetzt insbesondere durch Deine Schilderung hier. Denn ich glaube, ICH hätte wenn ich über eine Stunde die Augen verbunden gehabt hätte, bei der sich bietenden Gelegenheit das Tuch regelrecht von meinen Augen gerissen. Du hast Dich da zusammengerissen, und wusstest, es hätte das Spiel zerstört, und all die fantastischen Gefühle gleich mit, und um die geht es ja.
Eines ist mir klar: Sollte ich das Vorstellungsspiel je wieder spielen, würde ich mir die Handgelenke rücklings binden lassen, um kein Risiko einzugehen.
Schon beim Spiel mit meinem GP Stefan ließ ich mir ja für eine relativ kurze Phase die Handgelenke binden, aber das war ja auch ein Vertrauensspiel. Ich denke also langsam um.

Mit verbundenen Augen etwas zu sich zu nehmen, wie den Sekt zu trinken, muss auch etwas spezielles sein. Klar, man merkt gar nicht bei so einem Spiel, dass man dehydriert. Und was auf der Welt los ist? Egal.
Diese Sequenz erinnert mich an das Kopfkino mit amauro, und Ronald erging es als seine Figur im mehrstündigen Blindekuh-Spiel wohl nicht anders: Man entrückt allem Irdischen, man tritt in eine andere Wahrnehmunssphäre ein, in die man regelrecht hineinfällt. Auch das hast Du wunderbar beschrieben.
Man gar nicht auf jede Nuance Deiner Schilderung eingehen, das ganze ist ein Kaleidoskop aller Facetten eines solchen Orientierungsspiels mit verbundenen Augen, ein Hippodrom der Gefühle, kryptisch geradezu.
Nimm es mir nicht übel, aber Dein Erlebnis kann man nicht so detailreich analysieren, wie Du es selbst schilderst. Hoffentlich hast Du da nicht zu viel von mir erwartet.

Übrigens: Eben war ich mittags kurz draußen. Es steht ja noch gar nicht fest, ob und wann ich mich mit Marcus für ein Blindekuh-Spiel treffe, trotzdem habe ich -da ich wenn dieses Treffen stattfindet, dieses als Reminiszenz an dieses Forum betrachte- nach einem rein schwarzen Seidentuch Ausschau gehalten. Damit will ich dann spielen, es soll ein hochqualitatives, sehr edles Luxus-Tuch sein, wenn, dann richtig.
Auf den 3. Teil Deiner Schilderung bin ich natürlich gespannt.

Alles erdenklich Gute für Dich, Mama.

VlG Esther

 Re: neuer Strang 04.08.2017 (14:34 Uhr) Mama
Hallo Esther,

ich muss ein Mißverständnis aufklären. Ich hatte während der ganzen Zeit nicht das Bedürfnis, mir das Tuch von den Augen zu reißen, im Gegenteil, ich habe es genossen. Es ist nur so, dass die Situation einfach perfekter wird, wenn man es auch nicht kann. Ich schließe ja auch nicht nur die Augen anstatt sie mir verbinden zu lassen, denn dann müsste ich mich vielleicht beherrschen, sie nicht einfach zu öffnen, diese Entscheidung nimmt mir das Tuch ab, ebenso die Handschellen. Das macht die Situation aus. Etwas nicht tun zu können, was man eigentlich ohnehin nicht will.
 Re: neuer Strang 04.08.2017 (18:04 Uhr) Ronald
Hallo Esther, Mama, und alle, die mitlesen,

nach längerer Zeit der Inaktivität auf diesem Forum möchte ich mich mal wieder melden.

Wie ihr die Spiele gestaltet und beschreibt, finde ich schon recht interessant und manchmal auch faszinierend so wie das Spiel, das Mama nun gespielt und so beeindruckend geschildert hat. Es gibt offenbar immer wieder neue Herausforderungen für die jeweilige Blindekuh. Es sind so viele Möglichkeiten, den Schwierigkeitsgrad, sowie die Erlebnis-Intensität (ich nenne es "Blindekuh-Gefühl") zu steigern. Wie könnte ich mich als Blindekuh fühlen? Gespannt, voll Erwartung, unsicher, beobachtet, ehrgeizig, herausgefordert, überfordert, unterlegen, chancenlos, hilflos, trotzig, im Mittelpunkt evtl. sogar siegessicher oder auch siegreich. Wie könnte ich mich als Mitspieler fühlen? Interessiert, neugierig, mitfühlend, belustigt, fasziniert, überlegen, übermütig. Mir gefallen diese Gefühle, sie sind schön, und sie gehören zu einem gelungenen Spielablauf. Ich könnte süchtig danach werden.

Zu einigen Details, die hier vorkommen, habe ich durchaus Fragen. Z. B. das Spielen mit hohen Absätzen auf dem Rasen. Das ist sicher, wie sich auch gezeigt hat, nicht einfach. Wenn die Absätze auch noch schmal und spitz sind, bleibt man leicht im Boden stecken oder verliert so gar den Schuh. Aber ist das erwünscht? Ansonsten geht und steht man mit hohen Absätzen auf einem nicht ganz ebenen Grund wohl unsicher und ist damit beschäftigt, einen sicheren Stand zu finden. Ich kann mir schon vorstellen, dass es so nahezu chancenlos ist, sich schnell genug umzuwenden und nach der/dem Mitspielerin zu greifen, wenn eine Berührung oder ein Zuruf von hinten kommt. Wenn man zuvor gerade schwindelig gedreht wurde, bestimmt ganz lustig. Andererseits sollte die Blindekuh auch sicher genug gehen und stehen, dass sie nicht umknickt, so eine Verletzung wäre ja nicht mehr lustig.

Ansonsten finde ich es toll, blind, ohne Orientierung, unsicher auf den Füßen und mit den Händen auf dem Rücken etwas zu suchen. Man tastet ja nur noch durch die Schuhe und mit den Beinen. Als ich Mamas Bericht gelesen hatte, kam ich auf die Idee, sie hätte außer mit den Füßen, den Knien und der Hüfte auch noch mit ihren auf den Rücken gefesselten Händen tasten können. Dabei hätte sie auch rückwärts gehen können. Aber sie hat es nicht getan.

Wie wäre es z. B., auf diese Weise ein ca. 30 cm hohes Sitzkissen zu suchen? Die Aufgabe gilt nur als gelöst, wenn die suchende Spielerin einen Fuß oben auf das Kissen stellt, ohne zuvor seitlich dagegen zu kommen. Wenn sie seitlich gegen das Kissen stößt, hat sie verloren oder muss von vorn anfangen, also mit erneuten Drehungen, Führungen, ggf. schwindlig drehen, anderem Ausgangspunkt und anderem Zielpunkt (das Kissen wurde während dessen an anderer Stelle platziert). Hierzu würden hohe Schuhe und eng an den Körper gebundene Hände gut passen.

Für das klassische Blindekuhspiel hatte ich schon die Idee, die Hände vorne zu binden, denn die Blindekuh soll ihre Mitspieler mit den Händen fangen. Eine Berührung mit dem Oberkörper zählt dann nicht. Aber sie kann die Arme nicht weit ausstrecken, sondern muss dicht herankommen, um jemanden zu fangen. Hierzu werden die Hände auch nicht direkt zusammengebunden, sondern über ein Band, Seil o. ä. mit dem Körper verbunden. Die einfachste Variante wäre es, ein Ende des Bandes um ein Handgelenk zu schlingen und dort zu verknoten, das restliche Band hinten um die Blindekuh herumzuführen und mit dem anderen Ende das andere Handgelenk zu fesseln. Die Blindekuh könnte so zwar einen Arm ausstrecken, während sich der andere nach hinten bewegt, aber nur sehr begrenzt beide Arme gleichzeitig nach vorne strecken. Sie bekommt aber die Aufgabe, eine/n sehenden Mitspieler/in mit beiden Händen zu ergreifen und festzuhalten, ohne die Finger zur Faust zu schließen. Die Länge des Bandes bestimmt somit die gleichzeitige Reichweite beider Arme. Das Band kann man zur Belohnung für eine erfolgreich gelöste Zusatzaufgabe verlängern und als Sanktion bei einer Fehlleistung verkürzen. Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, die Hände vorn anzubinden: Man kann das Band, statt es hinten um die Blindekuh zu führen, vorn unter einem Gürtel oder einer Kordel, welche um die Taille geschlungen ist, hindurchführen. Oder man verbindet jede Hand mit je einem eigenen Band fest mit dem Gürtel bzw. der Kordel, z.B. die linke Hand mit der linke Flanke und die rechte Hand mit der rechten Flanke. Die Handgelenke können auch mit den Beinen (Oberschenkeln) verbunden werden, sofern die Blindekuh nicht einen Rock oder ein Kleid trägt. Um ein fließendes Spiel nicht zu unterbrechen, finde ich es sinnvoll, die "Belohnung" oder "Sanktion" erst in einem nachfolgenden Spiel vorzunehmen.

Welche Zusatzaufgabe kann man in einem Blindekuhspiel unterbringen, ohne den Spielfluss auszubremsen? Wenn einer die Blindekuh berührt hat, muss sie raten, wer es war, mit welcher Hand, und falls es nicht mit der Hand war, mit welchem Gegenstand. Der Nachteil ist, dass ein Feuerwerk aufeinanderfolgender Berührungen so nicht möglich ist, denn alle müssen warten, bis die Blindekuh ihren Tipp genannt hat, bevor sie sie erneut berühren dürfen. Aber eine/r der Mitspieler/innen kann diesen Spielmodus jederzeit während des laufenden Spiels ankündigen und auch wieder beenden. So kommt noch etwas mehr Abwechslung ins Spiel.

Eine weibliche Blindekuh hat spezielle Möglichkeiten, ihr Spiel zu erschweren, wie z.B. hohe Schuhe oder einen engen Rock. Ich als männlicher Spieler interessiere mich aber auch für vergleichbare Handicaps. Dass es bei den Damen nicht gut ankommen würde, wenn ich zu denselben Mitteln greifen würde, ist mir schon klar. Inka hatte mir mal geantwortet, dass sie keinen möchte, der auf high heels "vor ihr herläuft". Fällt jemandem hierzu etwas ein? Es soll ja auch noch einigermaßen gut aussehen.

Noch etwas zum Thema Aussehen: Meistens verbindet ihr die Augen mit einem edlen schwarzen oder dunklen Seidentuch. Das ist schick, aber nicht besonders lustig. Wie wäre es mit einem Tuch oder einer Maske, worauf Augen abgebildet sind? Am lustigsten finde ich es, wenn es so aussieht als würde die Blindekuh die/den Spieler/in vor ihrer Nase mit großen Augen anschauen. Vielleicht gibt es eine/n Künstler, die/der es Spaß bringen würde, so etwas anzufertigen.

Offenbar gibt es hier im Forum zwei Arten von Usern: Die einen feiern oft Partys, in denen man ein Spiel unterbringen kann, oder treffen z. B. einen Geschäftspartner, mit dem man vielleicht zu zweit spielen kann (Vertrauensbeweis oder so). Die anderen hoffen darauf, irgendwann irgendwo mal jemanden zu finden mit dem man spielen kann. Ich sehe mich eher in Gruppe zwo und interessiere mich eher für eine klassische Blindekuhspiele mit vielen Variationen und mehreren Mitspielerinnen. Hier im Forum wurde die Ansicht vertreten, dieses sei nicht die richtige Seite für die Suche von Mitspieler/innen. Technisch möglich wäre es wohl, aber es ist hier wohl nicht erwünscht. Vielleicht könnte man dazu ein neues Forum starten. Ich habe noch keine andere Seite im Internet gefunden, die sich hierfür eignet. Die bisherigen Foren für Gesellschaftsspiele beschäftigen sich mit Brett- und Kartenspielen. Die Seiten für Partnersuche bedienen ebenfalls andere Interessen. M. E. sind die Risiken einer entspr. Kontaktaufnahme nicht höher als bei anderen Begegnungen. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, sich abzusichern. Die Interessenten könnten sich zunächst in einer öffentlichen Umgebung treffen, um sich kennenzulernen, und das nötige Vertrauen erwerben, bevor sie anfangen, in einer privaten oder sonstigen menschenleeren Umgebung zu spielen. Ist so etwas realistisch?

LG und ein schönes Wochenende
Ronald
 Re: neuer Strang 04.08.2017 (19:13 Uhr) EstherJab
Hallo zusammen,

ja, Mama, richtig, Du hattest in der Situation nicht das Bedürfnis, Dir das Tuch abzunehmen. Das hatte ich kurz missverstanden.
Übrigens habe ich eben mit Marcus SMS ausgetauscht, er freute sich über meine Kontaktaufnahme, und wir chatteten noch mal über die Party und unser "blindes" Gespräch/Tanzen. Er meinte zu meinem Vorschlag, sich doch mal zu treffen, da ich ihm gerne die Augen verbinden und mit ihm Blinde Kuh spielen würde, dass er das in der Tat gerne machen würde, wie er ja schon Kati sagte.
Ich darf ihn gerne morgen anrufen, und wir können ein Treffen vereinbaren. Wahnsinn. Wird diese Vision doch noch wirklich wahr, wenn auch in kleinerem Umfeld und kleiner Besetzung?
Ich bin gespannt, es sieht aber ziemlich gut aus.

Hallo Ronald!!!
Ich werd´ verrückt, Du lebst noch. Lang ist es her, Du hattest mit meiner Freundin hier ein tolles Kopfkino, was wir dann weiterführten, und ja noch ein Zweites.
Du hast klasse Ideen mitgebracht bei Deinem Comeback, und Dir viele Gedanken gemacht. Du bist ein echter Fan des Spiels Blinde Kuh, so wie ich.
Am meisten gefiel mir das Spiel mit der Sitzkissen-Suche, dies ein Spiel mit verbundenen Augen direkt auch für Erwachsenen-Party. Da es eben etwas "gemein" ist, dadurch dass eine nicht ganz bewältigte Aufgabe, eben das Sitzkissen nicht exakt regelgerecht gefunden zu haben, die Suche neu an einem anderen Startpunkt und auch versetztem Ziel, sowie vielen Drehungen um die eigene Achse, angesetzt wird. Ein guter Tipp für die nächste Gartenparty, da das Spiel gut auf einer Rasenfläche gespielt werden kann.
Schön, dass Du Dich wieder gemeldet hast, Ronald. Es kommen gute Erinnerungen auf.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 04.08.2017 (20:04 Uhr) Mama
Hallo Esther,

tol das es für dich weiter geht, auch noch mit dem attraktiven Marcus. will er denn nun nur die Blinde Kuh sein oder die Rollen tauschen?
 Re: neuer Strang 07.08.2017 (08:05 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

sorry, dass ich erst jetzt antworte, da ich aufgrund eines technischen Problems am Wochenende offline war, Deinen letzten Eintrag aber auf dem Smartphone gesehen habe.
Es war am Samstag ein so überraschendes, wie aufregendes und nettes Telefonat, was ich mit Marcus führte. Wir plauderten noch etwas über die Gartenparty, das Vorstellungsspiel und Allgemeines, bevor es bezüglich eines Treffens konkreter wurde.
Wir waren uns schnell einig, dass wir uns für ein Blindekuh-Spiel bei mir treffen wollen, er findet so eine Aktion reizvoll und ungewöhnlich, es würde ihn an die Kindheit erinnern, wäre aber auch ein ´aufregendes` Erlebnis für ihn, mit einer "so attraktiven Frau" wie mir so ein Spiel zu absolvieren. Tja, ist dies eine doch etwas skurril anmutende, anderen Menschen rational nicht zu erklärende Aktion? Sicher, aber wenn zwei sich treffen, für etwas derartiges, na und?
Es ist ihm klar, das habe ich natürlich abgecheckt, dass es für ein Spiel ist, nichts darüber hinaus, obwohl ihm und mir klar ist, dass es auch etwas ´erotisch besetzt´ ist. Doch wird eine Distanz gewahrt, sie ist sogar ein elementarer Bestandteil dieses Spiels, und Nähe wird der männlichen Blinde Kuh ja nur VORGEMACHT, um sie zu foppen, sie zu provozieren. Dies ist ein fundamentaler Bestandteil des Gleichnisses, der Metapher, dass ein Mann, der wichtigsten Sinneswahrnehmung beraubt, die "Begehrte" sucht, trotz fieberhafter Suche nicht findet, und diese sich noch durch Necken und Nähe vortäuschen, hochkonzentriert spielend sich nicht fangen lassend über ihn lustig macht.

Ich habe dann in der Tat Marcus noch dahingehend aufgeklärt, dass ich dieses Gleichnis, diese Metapher schon in der Fantasie durchgespielt habe, und sie gerne in die Realität umsetzen würde, und er versicherte mir, dies denn auch verstanden zu haben.
Dann habe noch genau Deine Worte verwendet: "Von einem Gentleman, und ich halte Sie für einen Gentleman, erwarte ich, dass er das Spiel keinesfalls beenden will, solange ich noch nicht genug davon habe. Und das könnte sehr lange dauern.", worauf hin er nur meinte: "Wenn, dann richtig. Ich würde Sie auch länger suchen. Ich finde diese Idee schon irgendwie faszinierend, Esther.", tja, genau was ich hören wollte, und mir gefror fast das Blut in den Adern.
Ich setzte noch einen drauf: "Als ´Belohnung´ wenn es Ihnen gelingen sollte mich zu fangen, wird es natürlich einen Rollentausch geben, wie wäre das?", worauf hin er sich -natürlich- damit einverstanden erklärte, mit Worten die ich genoss: "Sie sind eine äußerst attraktive Frau, Esther. Und mit verbundenen Augen sehen Sie noch attraktiver aus. Das fiel mir schon bei der Gartenparty auf.", tja, nicht nur er hat mich da mit seinem Charme, seiner Belesenheit und dann mit seiner Super-Attraktivität verzaubert, ich habe schon bei der Party schnell gecheckt, dass ich ihm gefalle.

Wir sind und also einig, und wir vereinbarten ein vierstündiges Treffen, an einem Tag nach den Ferien, wohl im September, an dem er über Tagesfreizeit verfügt, und ich frei nehmen werde. Auch wenn er mich nicht fangen sollte, ich kann ihm nicht zumuten mich knapp vier Stunden zu suchen. In einem Kopfkino geht das, ist aber irreal für ein Treffen. Um das Gleichnis real werden zu lassen, würde ich ihn länger suchen lassen, klar, es gilt dann aber mit Fingerspitzengefühl abzuwägen zwischen maximalem Spaß für mich, und aber ihm nicht zu viel zuzumuten und er die Lust am Spiel verliert. Genau will ich dann einhaken, und mich fangen lassen. Um für ihn dann natürlich die Blinde Kuh zu sein, und mir von ihm die Augen verbinden zu lassen.
Auf der Suche nach einem Tuch bin ich noch, es muss schwarz sein, es muss edel und hochwertig sein, ein echtes Luxus-Tuch.
Er sagte mir, er will korrekt erscheinen, sein bestes Outfit wäre gerade gut genug. Dem kann und will ich nicht nachstehen, enger dunkelgrauer oder schwarzer Midi-Businessrock, eine meiner Seidenblusen, und dann meine Edelstiefel mit hohem, etwas massiverem Absatz. Denn Deine Idee ist fantastisch, die männliche Blinde Kuh mit BEWUSSTEM Absatz-Geklacker, und nicht nur durch Zurufe, Signale zu setzen, die ihn mich zwar ungefähr orten lassen, doch insbesondere reizen und provozieren sollen und werden. Ich lasse ihn die Absätze hören, werde mich aber nicht fangen lassen. Genau wie Du so schön beschrieben hast.
Dass Dich das Spiel in dieser Konstellation genauso reizt, Mama, war mir noch gar nicht bewusst. Du scheinst doch mehr Varianten dieses Spiels zu schätzen, als wie es den Anschein hatte. Finde ich natürlich stark.

Da das Ganze nur ihn und mich angeht, ist ein Spiel draußen wie im Kopfkino mit uns 4 Freundinnen und Ronald nicht vorgesehen. Aber ich werde das Wohnzimmer schon etwas für eine gute Spielfläche frei räumen, ihr hattet ja auch für das Spiel mit "Korrektmama" den Wintergarten frei geräumt, für unser Spiel ist das besser.
Tja, wer hätte das gedacht, ich hätte das kaum für möglich gehalten, dass das anscheinend in die Tat umgesetzt werden kann. Ob das nur in der Fantasie ein reizvolles Spiel ist, oder auch in echt, wird sich dann zeigen. Die Aufregung wird wieder steigen, das ist klar, und wird auch bei ihm vorhanden sein, wie er mir versicherte.
Ob er seine Frau in Kenntnis setzt, weiß ich nicht. Es spielt auch keine Rolle, hier betrügt keiner den anderen, es geht um ein Spiel wenn auch in spezieller Konstellation und unter besonderen Voraussetzungen. Doch nicht um mehr als das. Der Freund meiner Freundin verbürgt sich für diesen Mann, meine Freundin werde ich noch einweihen, dass sie weiß wann und wo ich an diesem Tag mit wem zusammen bin, und ihm dies auch mitteilen. Es ist diesmal nicht vergleichbar mit damals, als wir 4 Frauen zusammenbekommen wollten, Tanja´s Mann abblockte, und wir Ronald ja halt gar nicht kennen.

Tja, Mama, was sagst Du dazu? Eine reizvolle Angelegenheit? Würdest Du gerne an meiner Stelle sein? Was wäre Dir dann noch eingefallen? Wie wärest Du die Sache angegangen, wärest Du an meiner Stelle und das Treffen wäre morgen?
Wie ging es mit Deinem Treff mit MMama denn weiter, dieses Erlebnis hattest Du noch nicht zu Ende geschildert.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 07.08.2017 (12:59 Uhr) Mama
Hallo Esther,

das sind ja tolle Neuigkeiten, natürlich beneide ich dich mit jeder Faser. Vier Stunden ist ein toller Zeitraum, um sich auszutoben und Spaß zu haben. Ich würde mich zur Not auch fangen lassen, um die rollen zu tauschen. Es soll nur ein Spiel sein, also belass es bei den klassischen Regeln. Ich hoffe, dein Wohnzimmer ist groß genug, um die Aufgabe für die Blinde Kuh auch schwierig zu machen. Ihr werdet euch ja nicht vier Stunden lang anschweigen und wenn du dich mit ihm unterhältst hat er natürlich immer akustische Hinweise, wo du bist, da hilft nur Raum, um trotzdem lange spielen zu können. Darf er dein Wohnzimmer vorher sehen oder verbindest du ihm schon vorher die Augen?
Ich an deiner Stelle würde mich auch möglichst attraktiv kleiden, Rock und Bluse, dazu Nylons und hohe Schuhe sind das mindeste.
Oh Mann, wie ich dich beneide!

Bericht von mir Teil 3 kommt noch, habe gerade wenig Zeit, wir sind ja auch schon fast durch, was ich an der Stange empfunden habe ist ohnehin zu privat, als dass ich es hier posten würde.
 Re: neuer Strang 07.08.2017 (13:43 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

danke für das Feedback. Und Du gibst mir natürlich wieder wichtige Hinweise, woran ich nicht dachte, bzw. was das Treffen noch interessanter macht.
Sollte er die Spielfläche vorher sehen? Nun, jetzt werde ich darüber nachdenken, ihm bereits im Flur die Augen zu verbinden, ihn dann ins Wohnzimmer zu führen, und mich erst mal einige wenige -wir wollen ja vor allem Blinde Kuh spielen- Minuten zu unterhalten, wobei ihm eben die Augen verbunden sind. So war es ja auch ungefähr beim Gartenfest, nur umgekehrt. Dann wird das Spiel beginnen, und er wird erst mal eine Weile um die eigene Achse gedreht werden. Eine reizvolle Sache, ob er mitmacht? Ich habe den Eindruck gewonnen, der Herr ist so beeindruckt von mir und dieser Idee, dass er mir aus der Hand essen würde.
Kati sagte mir schon, dass er bei Besuchen stets sehr korrekt gekleidet ist, sehr elegant, ein galanter Herr eben. Ich darf da in nichts nachstehen, das wäre blamabel. Ich werde so gestylt sein, wie ich beschrieb, und Du würdest Dich ja sehr änlich kleiden.
Wenn man es visualisieren müsste, es wäre so, als wenn Jackie Guerrido -mit deren Optik ich halt verglichen werde- mit Richard Gere zu seinen absoluten Glanzzeiten, Blinde Kuh spielen würde, und dass im schicksten Business-Outfit.
In diesem Wohnzimmer war ich ja schon am 8. Januar letzten Jahres die Blinde Kuh beim Kindergeburtstag. Etwas freigeräumt hat dieser Raum schon eine ziemlich großzügige Spielfläche zu bieten, ich hatte es ja wirklich nicht leicht, und das schon bei ein paar Mitspielern. Marcus muss ja "nur" mich orten und fangen, keine leichtes Unterfangen, wenn ich konzentriert agiere, und das will ich ja auf jeden Fall.

Es wird noch etwas dauern bis dahin. Ob ich nur sporadisch bis dahin hier reinschaue, hängt von Deinen Erlebnissen oder Tipps für mich ab, ob sich bei SH und/oder Ronald was tut, und auch von Entwicklungen bei mir bis zum Spiel mit Marcus. Wir stehen in Kontakt, er simmste mir, dass er es kaum erwarten kann. Ihn scheint die Idee zu fesseln, wunderbar. W-U-N-D-E-R-B-A-R!
Du beneidest mich? Dann scheint Dein Mann ebenso ein wenig begeisterter -als einem der in der Hauptrolle spielt- Spieler zu sein, wie meiner. Der sieht lieber eine weibliche Blinde Kuh, und spielt ausschließlich als sehender Mitspieler. Na ja, immerhin.

Du schilderst das und soweit Du möchtest, das ist doch klar, Mama.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 08.08.2017 (07:22 Uhr) Mama
Ich kletterte die Stange hoch. Sie schien endlos lange zu sein, aber das war schön. Je höher ich kam klammerte ich mich mit den Schenkeln immer enger an die Stange und es wurde immer heftiger. Irgendwann, ich war schon ziemlich kraftlos, spürte ich doch die Decke, in die die Stange lief, ganz oben befestigte ich den Schlüssel, ich würde wirklich gerne wissen, wie MMama ihn da runtergeholt hat oder ob er vielleicht noch oben hängt. Dann ließ ich mich ganz langsam die Stange hinunter gleiten, um die aufregende Strumpfhose nicht zu beschädigen, wobei, vielleicht war sie das längst, spüren konnte ich das nicht. Als ich wieder unten war, war ich völlig außer Atem. MMama drängte zum Aufbruch, weil es wohl schon spät war. Trotzdem band sie mir die Hände wieder auf den Rücken, um mich nicht in Versuchung zu führen, das was ich erfühlt hatte, doch noch zu sehen. Sie führte mich zum Auto, schnallte mich an und wir fuhren wieder weg. Erst kurz vor unserem Haus nahm sie mir die Augenbinde ab. So extrem geblendet war ich noch nie gewesen, die lange Zeit in völliger Dunkelheit ließ die Augen durch das Licht schmerzen. MMama lächelte nur und meinte. sie vermute, ich hätte eine schöne Zeit gehabt, was ich nur bejahen konnte. Ich muss mich wirklich ins Zeug legen, um mich zu revanchieren.
 Re: neuer Strang 08.08.2017 (08:43 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

Danke für Deine abschließende Beschreibung. Klasse, es war für Dich das heftigste Spiel und aufregendste Treffen ´mit verbundenen Augen´, das merkt man bei jeder von Dir verfassten Zeile, die Worte mit denen Du diesen Treff derart visualisierst, dass ein Film vor meinen Augen ablief, obwohl ich eure Konterfeis ja nicht kenne. Aber das ist alles von Dir visuell so stark umschrieben, dass das möglich ist.
Ich vermute mal der Schlüssel könnte da immer noch hängen, wie eine ´Trophäe´, einer ´Trophäe´ zumindest irgendwie gleichgesetzt. Wär ja Wahnsinn, aber MMama traue ich mittlerweile einiges zu.

Es wird nicht euer letztes Treffen gewesen sein. Für eine Revanche musst Du Dir echt einiges einfallen lassen, auch MMama muss in eine doch etwas extremere Situation gebracht werden, finde ich. Denn wenn sich eure Treffs nicht weiterentwickeln, werden sie eines Tages reizlos werden, falls sich sowas nicht sowieso eines Tages totläuft. Aber erst sollten die Entwicklungstufen ausgelotet werden. Meinen Vorschlag kennst Du: Bei "Blinde Kuh TOTAL!" würde die Erkundung eines vielschichtig gestalteten Umfelds mit einem Suchspiel nach einem sehr mobilen "Ziel", DICH, verbunden werden, Du ´ziehst´ sie mit Zurufen, Schuhgeklacker???, Berührungen an Rücken oder Schulter durch ein möglichst weitläufiges, gar verschachteltes Umfeld, und dass am besten für sehr lange, sie fordernd, vielleicht auch etwas provozierend.
Mal sehen, was Dir einfällt.

Marcus hält den Kontakt. Ich habe ihm aber mitgeteilt, dass er höchstens 1 mal am Tag eine SMS entsenden darf. Er hält sich daran, korrekt wie er ist.
Er gestand mir heute morgen, ganz süß, "Was würde ich darum geben, Sie noch einmal zu sehen, wenn Ihnen die Augen verbunden sind.", und ich antwortete: "Wenn Sie mich sehen wollen, wenn mir die Augen verbunden sind, müssen Sie sich das verdienen. Sie müssen mich schon beim Blindekuh-Spiel fangen." schrieb ich ihn wohl schnippisch ein bisschen provozierend.
Eine Reaktion darauf muss er auf morgen vertagen. Dass ich mich -wenn er mich denn nicht fängt- nach langem Spiel fangen lassen werde, sage ich ihm nicht. Also ich genieße es regelrecht, dass ihn die Idee reizt, und seine Komplimente, die eine gewisse Grenze auch nicht überschreiten, eine Distanz einhalten.
Dass ein Mann mich attraktiv findet, und dass war schon bei der Party so, okay. Dass ein Mann ganz offen sagt, mit verbundenen Augen wäre ich noch attraktiver -obwohl da die Augenpartie ja abgedeckt ist- ist schon ziemlich speziell. Aber es gefällt mir.
Wichtig wird sein, gerade um die Metapher zu realisieren, dass ich hochkonzentriert agiere um mich nicht fangen zu lassen. Aber auch meine männliche Blinde Kuh mit vorgemachter Nähe so zu reizen, dass er noch intensiver und forcierter nach mir sucht.
Blinde Kuh, ein Spiel das für die Hauptperson schwierig sein kann, aber auch in dieser angestrebten Form von der sehenden Spielerin, mir, etwas abverlangt.

Wir müssen Studien- und Stundenpläne abwarten, angedacht ist von uns aber schon der 13.09., mal sehen.
Bis dahin habt ihr 2 bestimmt schon wieder mindestens 2 Treffen absolviert.

Soweit für jetzt, Mama.

VlG Esther

 Re: neuer Strang 08.08.2017 (09:15 Uhr) Mama
Hi Estehr,

ich glaube nicht, dass die Anforderungen an Spiele gesteigert werden müssen, damit es nicht langweilig ist. Wenn man Eis mag müssen die Portionen ja auch nicht größer werden. Ich genieße einfach die Situation, ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändert, auch wenn ich das gleiche Spiel mehrfach spielen würde.

Ich werde bei MMama mal nachhaken, was mit dem Schlüssel ist, ich wette, sie hat ihn geholt und dabei ihren Spaß gehabt, aber ob sie mir das erzählt weiß ich nicht.
Schön wenn ihr euch so auf das Spiel freut. Vorfreude ist ja auch was Tolles. Gönn ihm deinen Anblick mit Augenbinde, ich glaube so eine Binde kann eine Frau attraktiv machen und die Bewegungen blind sind sicher auch attraktiv, also lass ihn nicht zu kurz kommen.
 Re: neuer Strang 08.08.2017 (10:25 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

der Vergleich mit der Eiscreme ist natürlich plausibel. Man muss nicht zig Varianten erfinden, um die Faszination nicht zu verlieren, das kann ich nachvollziehen. Ich wünsche euch noch viele interessante Treffen, ist doch klar.
Also für unser Treffen sind ja 4 Stunden vorgesehen, und wir wollen sie auch sehr weitestgehend mit einem klassischen Blindekuh-Spiel bestreiten. Dass Marcus durchgehend dabei die Blinde Kuh ist, ist irreal, und ihm auch nicht zuzumuten, der Spaß am Spiel könnte darunter auch leiden. In einem Kopfkino ist das anders, da ist ja alles möglich und man kann die Dinge da auf die Spitze treiben.
Es gilt hier mit Fingerspitzengefühl abzuwägen, natürlich will ich für mich maximalen Spaß und die Metapher auch auskosten. Aber auch zu ersehen, wann es genug ist. Dann wird Marcus selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen, und es ist als Belohnung für seinen Eifer, und überhaupt die Aktion mitgemacht zu haben, vorgesehen, dass er mir die Augen verbinden darf, mich bei einem hoffentlich grazil-geschmeidigen Bewegungsablauf betrachten und mich auch länger im Spiel halten darf.
Ihm selbst traue ich zu -andernfalls würde ich mich auch wundern- dass er als Blinde Kuh auch nicht irgendwie zu plump agiert, dass kann ich mir bei ihm auch nicht vorstellen.
Wie die Einteilung zeittechnisch aussieht, kann man jetzt nicht vorhersehen. Lassen wir es auf uns zukommen, die Vorfreude aber ist bereits jetzt da, auch bei ihm, das zeigen die Mitteilungen von ihm an mich.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 08.08.2017 (13:30 Uhr) Mama
Hi Esther,

ich würde Marcus schon noch einen Vorgeschmack darauf geben, wie das Spiel aussieht, wen er dich fängt. nur der Hinweis, das müsse er sich verdienen ist wirklich ein wenig schnippisch.
 Re: neuer Strang 08.08.2017 (14:55 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

Du hast Recht. Ein bisschen konkreter ohne zu verräterisch zu sein (den ein bisschen Überraschung soll es ja für ihn auch bieten), dient letztendlich seiner Vorfreude und seinem Ehrgeiz beim Spiel. Dass ein Rollentausch vorgesehen ist, sobald er mich fängt, ist klar, das werde ich ihm aber noch mal schmackhaft machen. Dass es dann noch aufregender für mich ist, wenn ER mir die Augen verbindet, statt von meiner Freundin wie auf der Party, und dass dies ein besonderer Moment für mich ist. Dass er mich nach eigenen Vorstellungen, mit Führungen und vielen Drehungen orientierungslos und durcheinander bringen darf, dass es mir gefällt wenn es ihm sehr gefällt was er sieht, und so gerne wieder sehen wollte: Mich, mit verbundenen Augen. All das werde ich ihm nochmal schmackhaft machen.
Und dass die Metapher durchaus auch umgekehrt ihre Berechtigung hat: Auch eine Frau kann, dabei ihres wichtigsten Sinnes beraubt, forciert intensiv einen Mann der ihr gefällt suchen, der sich dem aber geschickt entzieht, und es genießt, sie händeringend nach ihm suchen zu sehen. So werde ich das mal Marcus "verkaufen" bei einer nächsten SMS, morgen.
Bin schon gespannt, was er schreiben wird. Ich glaube, wenn ich wollte, ich könnte ihm wohl echt den Kopf verdrehen. Wir spielen mit dem Feuer, in einem gewissen Rahmen. Spaß am Spiel, eine gewisse "erotische Besetzung" dieses Spiels, aber auch Verantwortung dafür, eine Grenze nicht zu überschreiten, gehen hier ineinander über, bei einem Treffen. Auch dies sollte ich noch mal festzurren, ich habe aber den Eindruck, dass das Marcus bereits verstanden hat.

Tja, ein Spiel bei einer Party, eine Begegnung dabei -ohne dass ich selbst den Mann erblicken konnte-, eine flachsige gemeinte Bemerkung in einen Gruß eingebunden, und es kann passieren, dass eine Idee vor ihrer Umsetzung steht, ein besonderes Treffen. Tja, Dinge geschehen.
Ab Donnerstag bin ich ein paar Tage offline. Aber ihr lest dann natürlich wieder von mir.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 08.08.2017 (19:25 Uhr) Mama
Hi Esther,
weiß er denn schon was du anziehst?
 Re: neuer Strang 09.08.2017 (08:00 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

eben seine SMS des Tages, er kann unser Treffen kaum erwarten. Er kann die Metapher, das Gleichnis, was dieses Spiel in dieser Konstellation durchaus darstellt nachvollziehen, und sieht es "als Ehre" an, dass er es sein darf, der dies mit mir erleben wird, und eben mir dieses Erleben offenbaren wird dürfen.
Also mir läuft es bei diesen Worten wirklich eiskalt den Rücken runter, er hat offenbar absolut verstanden, worum es mir geht.
In meiner Antwort habe ich ihm dann auch u.a. mitgeteilt, dass ein Rollentausch selbstverständlich ist, wenn er mich fangen sollte, es ein besonderer Moment für mich ist, wenn er mir die Augen verbinden würde, er mich nach eigenen Vorstellungen orientierungslos macht, es mir gefällt, wenn es ihm gefällt mich zu sehen wenn mir die Augen verbunden sind, und wir dann die Metapher ´umdrehen´.
Schmackhafter kann ich es ihm doch gar nicht machen.

Nein, er weiß noch nicht, was ich anziehen werde. Er teilte mir ja mit, dass er absolut korrekt gekleidet sein wird, er ist ein modisch-eleganter Typ, das zeigte die Gartenparty -die Krawatte ließ er nur wegen der schwül-warmen Luft weg-, und Kati´s Beschreibungen. Da darf ich keinesfalls nachstehen, das eleganteste Outfit wird gerade gut genug sein, Schlabberlook kann ich mir da absolut nicht leisten. Es ist meine Art der eleganten Kleidung, denn nicht nur mein Konterfei sieht Jackie Guerrido ähnlich, auch die schlank-sportliche aber überaus kurvige Figur scheut keinen Vergleich. Und das betone ich gerne, z.B. der enge, dunkelgraue Midi-Businessrock betont den Po.
Den Herrn nervös zu machen, gehört zum Spiel. In dieser Form ist Blinde Kuh eben kein Kinderspiel mehr. Ich hinterfrage nicht mehr das Motiv, warum einige hier solch Wert auf Kleidung bei einem Spiel mit verbundenen Augen legen. Meine Motive sind plausibel: Ich sehe Blinde Kuh als typisches, klassisches Party-Spiel, da kleidet man sich besser, selbst wenn es nur eine "Party zu zweit" ist, und mein Partner pflegt einen eleganten Stil, dem will ich nicht nachstehen.
Aber mein Outfit soll eine Überraschung für ihn sein. Wie ist Deine Frage zu verstehen? Wenn ein solches Treffen für Dich anstünde, würdest Du Dein Outfit Deinem Spielpartner verraten? Wir gehen vielleicht unterschiedlich an die Angelegenheit heran, das ist ja auch völlig in Ordnung. Mich interessiert, wie Du da rangehen würdest, auch wenn ich es selbst anders handhabe.
Was würdest Du tun/sagen um einem Spielpartner wärest Du an meiner Stelle in der selben Konstellation, das Spiel, das Treffen schmackhafter zu machen? Was würdest Du als Überraschung für ihn verschweigen?
Ich weiß, schwierige Fragen.

Ab heute Nachmittag werde ich nicht mehr posten, für ein paar Tage, habe aber das Forum im Blick.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 09.08.2017 (08:15 Uhr) Mama
Hallo Esther,

wenn er Wert darauf legt, mit einer attraktiven Frau zu spielen, würde ich ihm vorher vielleicht schon den Mund ein wenig wässrig machen oder vielleicht sogar zu erkunden versuchen, was er mag. Aus deinem Kopfkino mit Amauro habe ich ja entnommen, dass es durchaus andere Vorstellungen von Männern gibt, was eine Frau attraktiv macht, als diese sich vorstellt.
 Re: neuer Strang 09.08.2017 (08:15 Uhr) Mama
Hallo Esther,

wenn er Wert darauf legt, mit einer attraktiven Frau zu spielen, würde ich ihm vorher vielleicht schon den Mund ein wenig wässrig machen oder vielleicht sogar zu erkunden versuchen, was er mag. Aus deinem Kopfkino mit Amauro habe ich ja entnommen, dass es durchaus andere Vorstellungen von Männern gibt, was eine Frau attraktiv macht, als diese sich vorstellt.
 Re: neuer Strang 09.08.2017 (10:03 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

Danke für Dein Feedback. Okay, bei der Umsetzung der Metapher spielt die Attraktivität der von der männlichen Blinde Kuh so begehrten, zu suchenden sehenden Spielerin eine sehr wichtige, fast entscheidende Rolle. Es kann daher ebenso nicht schaden, hier im Vorwege Marcus eine Andeutung zu machen, ihm den Mund ein wenig wässrig zu machen, und vielleicht auch nach seine Vorlieben zu erkunden.
Hierzu habe ich vorhin die Regel "nur 1 SMS am Tag" außer Kraft gesetzt, und ihn selbst vorhin angeschrieben. Nicht zu verräterisch erwähnt, dass mein Outfit zwar "businesslike elegant-seriös" aber auch figurbetont ist. Die Antwort kam postwendend -übrigens ein sehr gutes Zeichen, dass er sofort auf mich reagiert-, dass ihm das gefällt, es seiner Vorstellung sogar entspricht, wenn ich im "Büro-Look" (seine Aussage) mit ihm Blinde Kuh spielen werde.
"Welchem Mann würde figurbetonte Kleidung bei einer Frau nicht gefallen?", dann noch ein ansprechend formuliertes Kompliment über meine Figur, und "ich habe wohl selten so eine attraktive Frau wie Sie im Leben gesehen, Esther.", sowas lese ich natürlich gerne.
So wie dies: "Ich denke jeden Tag an unser Blindekuh-Treffen.", tja, mir geht´s genauso. Hoffentlich werden unsere Erwartungen nicht enttäuscht. Ich bin auch nicht vollkommen, Attraktivität liegt im Auge des Betrachters, ist ein dehnbarer Begriff, und mein Körper ist voll blauer Flecke und Narben, denn Lacrosse ist kein Murmelspiel. Aber man sieht das ja nicht, und ich bevorzuge am Strand Badeanzüge.

Was steht bei Dir in nächster Zeit an, Mama? Nur ein Revanche-Treff mit MMama, und der ist derzeit nicht terminierbar? Oder gibt es weitere Aussichten?
Nach dem Treff mit Marcus (einen 2. kann ich nicht ausschließen, vielleicht ja in seinem zu Hause, was ich natürlich nicht kenne, ich wäre womöglich dazu bereit mir bereits am Hauseingang die Augen verbinden zu lassen!), gibt es wohl nur noch das 2. Vertrauensspiel mit meinem GP. Eine eigene Party mit Rückräumspiel wird auf nächstes Jahr verschoben, weitere Parties sind nicht in Aussicht.
Aber man darf das auch nicht zu sehr verwässern, es muss was Spezielles bleiben, mit verbundenen Augen zu spielen.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 09.08.2017 (13:05 Uhr) Mama
Hi Esther,

du bleibst aber wirklich sehr geheimnisvoll gegenüber Marcus.

Mit MMama bin ich in Kontakt, die Kinder sind um uns rum und lassen keine Zeit für gemeinsame Aktionen. Als nächstes ist MMama mal wieder dran, mit verbundenen Augen zu spielen, es wird ein Blindekuhspiel nach deinem Vorschlag werden, ich weiß nur noch nicht wo und wie.
 Re: neuer Strang 14.08.2017 (10:36 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

für Marcus soll es ja auch noch ein paar Überraschungen geben. Kati teilte mir mit, dass er bei Besuchen stets sehr modisch-elegant auftritt, und er selbst schrieb mir ja auch, sehr korrekt gekleidet zu unserem Treffen zu erscheinen. Ich kann und darf da in nichts nachstehen. Zu so einem Treffen ziehe ich aber kein Abendkleid an, ein elegant-gepflegter Business-Look, mit -so meine jetzige Entscheidung- weinroter Seidenbluse, dem dunkelgrauen, eng sitzenden Midi-Businessrock und ein farblich exakt zur Bluse passendes, elegantes Stiefelpaar, vorne zulaufend und mit sehr hohem, sich nach unten verjüngenden Absatz, erscheint mir gut gewählt.
Wir haben 4 Stunden für unser Treffen anberaumt, und wollen diese Zeit auch weitestgehend mit einem Blindekuh-Spiel gestalten. Die zeitliche Taktung, tja, das müssen wir etwas auf uns zukommen lassen. Marcus schrieb mir, als ich diesbezüglich dezent nachfragte, dass er in der Tat bereit wäre, volle 4 Stunden zu spielen, mit ihm als Blinde Kuh beginnend, und meinte: "Sie werden mit der Zeit einen Fehler machen, und dann fange ich Sie ein. Dann sind Sie Blindekuh, und ich sehe das, was ich so gerne wiedersehen will: Sie mit verbundenen Augen."
Dies ist überaus ambitioniert, aber ich glaube nicht, dass das reell ist, dass das realistisch ist. Ich bleibe dabei, während des Spiels mit Fingerspitzengefühl zwischen optimalem Spaß für mich an der Metapher, an diesem Gleichnis "ein Mann sucht die Begehrte, die sich dem aber entzieht, den Mann dabei noch provozierend foppend, und ihm nicht irreal zu viel zuzumuten, abzuwägen. Um mich dann fangen zu lassen. Von den jeweiligen Spielzeiten her lässt sich das nicht exakt abschätzen, und Pausen -bei dem aber der jeweiligen Blinde Kuh die Augen verbunden bleiben- bei denen man sich für einen Smalltalk hinsetzt, sind entsprechend einzutakten, je nach "Erschöpfungs-Sachlage" so nenn ich das mal.

Tja, Mama, wir waren jetzt doch noch mal für ein paar Tage weg, blieb aber mit meinem Smartphone hier auf dem Laufenden, was hier passierte, bzw. ja nicht passierte. Und ich bin schon etwas ernüchtert, darüber, dass Dein Eintrag vom letzten Mittwoch auch der letzte blieb.
Also wenn nur die Erlebnisse -sei es mein Treff mit Marcus, oder Dein Blindekuh-Treff mit MMama- hier abgewartet werden, haben wir wohl fast einen Monat Leerlauf hier. Wir haben den 13.09. ins Auge gefasst, versuchen einen früheren Termin, aber das wäre noch fast einen Monat hin. Ich überlege daher, ob ich nach dem Treff mit Marcus, und meinen realen Erfahrungen mit diesem Gleichnis, den Rücktritt vom Rücktritt tätige, um in einem Kopfkino mit amauro und/oder Ronald, dies zu vertiefen. Aber bis dahin könnte ja noch einiges passieren, wünschenswert bleibt weiterhin, dass eine Leserin zur Userin wird, und sich hier einschaltet, dann erübrigt sich meinerseits alles Weitere und jede Überlegung.

Wir verbrachten zur Überbrückung einen frühen Nachmittag in unserem Hotelzimmer, das Sateliten-TV-Gerät in dezent leisem Ton, Tochter war am Smartphone zu Gange, mein Mann machte auf dem Bett ein Nickerchen, ich las in meinem Buch, schaltete aber trotzdem etwas umher. Auf einem französischen Sender lief ein historischer Film, neu und offenbar ein TV-Film, also nicht für´s Kino gemacht. Da der Kanal keinen Videotext hatte, kann ich über den Titel nichts sagen.
Versailles kurz vor der Revolution, der französische Rokoko-Hof gibt sich den Vergnügungen hin. Eine Szene fiel mir dann auf, etwas ähnliches hatte ich schon mal in einem anderen Film gesehen: Zwei Adlige unterhalten sich während eines Rundgangs im königlichen Garten, unmittelbar im Hintergrund spielten 2 junge Hofdamen mit einem Edelmann Blinde Kuh. Das Spiel dauerte wohl schon eine ganze Weile, der Herr suchte tastend umherirrend mit bereits offenem Mund die Damen. Da fiel mir dieses Gleichnis wieder ein, und auf, dass man da einfach gebannt hinguckt.
Meine persönliche These, dass damals in kleiner Besetzung für das alltägliche Blindekuh-Spiel bewusst ein Mann ausgesucht wurde, der 2 oder mehr Damen suchen musste, wurde indirekt durch eine weitere, spätere Szene bestätigt: Während eines Picknicks kam es zu einem weiteren Blindekuh-Spiel, hier wurde dann eine Hofdame ausgewählt, die das Spiel dann beginnen musste. In größerer Runde war damals als "Ausgleich" eine Dame dran.
Das war schon interessant.

Okay, Mama, ich gehe mal davon aus, dass euer Treffen noch vor unserem stattfindet, auch wenn es wohl schwierig erscheint, überhaupt Ort und die genauen Regeln bestimmen und umsetzen zu können. Schön aber, dass Du meinen Vorschlag überhaupt in Erwägung gezogen hast. Bis zur nächsten Schilderung einer Aktion kann es jetzt wohl noch länger dauern, wir sind ja auch -wieder mal- die einzigen hier auf weiter Flur.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 14.08.2017 (12:48 Uhr) Mama
Hallo Esther,

danke für deine Rückmeldung. Bei mir nichts Neues. Ich überlege immer noch krampfhaft, wo ich mit MMama spielen soll. Es soll ein Gebäude sein, keine Wiese oder ähnliches, aber woher nehmen. Unser Haus kennt sie zu gut, das ist keine Herausforderung, ihr eigenes auch. Das neue Haus ist für mich sehend noch immer tabu - da würde mir ja auch die Spannung genommen. Meine Eltern gehen in absehbarer Zeit nicht in Urlaub, in deren Haus hatte ich MMama ja schon mal geführt, gesehen hat sie es noch nie.

Der Film, interessant. Ich stelle mir vor, dass sich die Spieler darum gerissen haben, die Blnde Kuh sein zu dürfen, das war doch die einzige Möglichkeit, mal jemand des anderen Geschlechtes etwas intensiver zu berühren, ohne gegen die Etikette zu verstoßen. Ich würde dazu gerne mal etwas tiefgreifenderes lesen und anschauen, aber gerade sehe ich überall nur Bücher und Berichte über die Renaissance Barock und Rokoko scheint zur Zeit nicht "in" zu sein.
 Re: neuer Strang 14.08.2017 (12:59 Uhr) amauro
Hallo Esther,

schön dass du dir ein neues Kopfkino mit mir doch noch überlegst. Jederzeit würde ich so was mit dir zu einem echten Blindekuhspiel veranstalten. Ich lese hier meist in der Mittagspause mit und bin gespannt auf neue Beiträge.
 Re: neuer Strang 14.08.2017 (14:23 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

tja, das dürfte schwierig werden, euer nächstes Treffen so zu arrangieren, dass ein "Blinde Kuh TOTAL!" in dieser von mir beschriebenen Form möglich ist. Ein Terrain, was MMama nicht kennt, wäre hierzu am besten. Aber auch eines, in dem ihr ungestört, also abgeschirmt von der Öffentlichkeit spielen könnt. Momentan ist da wohl nichts in Sicht.
Vielleicht ergibt sich da über kurz oder lang ja doch noch eine Möglichkeit, reizvoll ist die Idee aber allemal, um neue Höhen bezüglich "Spiele mit verbundenen Augen" für euch zu erreichen.
Bei der ersten Szene ist das schwer einzuschätzen, da die Dialog-Szene einsetzt, als die Damen mit dem Herrn bereits mitten in einem offenbar bereits lang andauernden Spiel standen.
Bei der zweiten Szene könntest Du Recht haben. Man sah 3 Hofdamen nebeneinander in der Reihe, die sich offenbar freiwillig als Blinde Kuh-Kandidatin meldeten, ein Edelmann erwählte eine dafür, das Spiel zu beginnen, alle 3 sahen ihn gespannt an, und die Erwählte lächelte, die anderen beiden wirkten enttäuscht, so sah das jedenfalls aus. Nachdem der Dame die Augen mit einem weißen Tuch verbunden wurden, sie herumgedreht wurde,sie tastend zu suchen begann und die anderen Damen und Herren ihr auswichen, schwenkte die Kamera -leider!- weg zu den Federball- und Crocket-spielenden anderen Picknick-Teilnehmern. Da war ich glatt enttäuscht.

Alles Gute, Mama.

Hallo amauro,

Danke für Deine Rückmeldung. In der Tat fange ich an das zu überlegen, bitte gib mir noch Bedenkzeit. Ich war schon die letzten 4 Tage unseres Kurz-Urlaubs mit täglichem Blick aufs Smartphone ziemlich ernüchtert darüber, dass das Forum komplett eingeschlafen war.
Unser Aufruf verläuft leider bislang ergebnislos, außer dass sich Ronald mal kurz meldete. Dennoch würde ich die Entwicklung mal bis nach meinem Treff mit Marcus abwarten. Es kann sich da ja noch einiges tun.
Ein klassisches Blindekuh-Spiel unserer Figuren ist Dir hoffentlich dann nicht zu langweilig, Du liebst ja die komplexen Spiele. Mich würde nach meinem Treff ggf. eine Vertiefung des Gleichnisses "eine männliche Blinde Kuh sucht die Begehrte, die sich aber geschickt-raffiniert und dabei den Suchenden noch kess foppend diesem entzieht" in einem REINEN Duo-Spiel als fiktives und damit mögliches mehrstündiges "Erlebnis" interessieren.
Es dürften nur so 3-4 Teile werden, analog zu den Kopfkinos mit Ronald, der ja 2 bzw. 4 von uns suchte. Diesmal stünde eine männliche Blinde Kuh für nur EINE sehende Spielerin im Focus. Um Dir die Sache schmackhafter zu machen, ist ein Rollentausch -aber erst nach langem für die sehende Spielerin genussreichem Spiel- natürlich möglich.
Ich würde es aber wenn, dann erst nach dem Treff mit Marcus machen wollen, bzw. wenn hier weiterhin die Beteiligung so gering ist und zwischen den Erlebnissen so viel Leerlauf. Aber schauen wir mal, wie sich die Dinge entwickeln.

VlG Esther
 Re: neuer Strang 15.08.2017 (08:29 Uhr) EstherJab
Hallo Mama,

nur eine kleine Neuigkeit. Marcus und ich stehen im Kontakt bis zu unserem Treffen am 13.09. -wir versuchen noch einen früheren Termin hinzubekommen, wenn andere berufliche Daten vorliegen- per Kurznachrichten.
Er teilte mir mit, dass im Nachhinein seiner Frau mein Vorstellungsspiel von der Gartenparty nicht aus dem Kopf ging, wohl insbesondere weil es ihn so beeindruckte. Da scheint ein bisschen sowas wie ´Neid´ bei ihr aufgekommen zu sein, wie Marcus meint.
Sie wollte eine Party auflegen, bei der sie dieses Spiel selber spielen wollte, verwarf den Gedanken aber, da dies eben nicht möglich sei. Sie würde ja die eigenen Gäste einer eigenen Party ja alle an der Stimme bei einem Smalltalk-Spiel mit verbundenen Augen erkennen.
Ich schrieb ihm darauf hin, "Wieso?", denn es gibt ja auch eine "stumme Version", wenn die Gastgeberin die Gäste ertastend identifizieren müsste, und sie wenn alle Gäste da sind, zu diesen mit verbundenen Augen geführt würde.
Ob diese äußerst attraktive und auch belesen wirkende Frau -wir lernten sie ja ein bisschen bei der Party kennen- zu so einem Spiel bereit wäre? "Blinder" Smalltalk mit unbekannten Gästen wirkt als das "kultiviertere" Spiel, ein Tast-Spiel ist was ganz anderes, verlangt überwindungstechnisch doch einiges, vor allem bei Menschen der gehobeneren Schicht bei so einer Party.
Marcus wollte ihr das aber in der Tat vorschlagen, eine Antwort steht noch aus. Wenn, dann soll er doch uns bitte einladen, damit ich Augenzeugin sein darf.

Hast Du noch Kontakt zu "Zweitmama", von der habe ich ja lange nichts mehr gelesen? Würde die nicht gerne eine Party auflegen, bei der MMama oder Du das Vorstellungsspiel und/oder mal wieder Blinde Kuh spielen könnte?

VlG Esther
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