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(08.04.2021, 06:23 Uhr)

 
 
 Heine-Forum
 
Hallo!
Ich muß Wolfgang unterstützen: Keine zitierfähige Heine-Ausgabe (Walzel, Kaufmann, Briegleb, HSA, DHA) akzeptiert das Gedicht als echt.
Kann es auch nicht sein, dafür ist es erstens zu schlecht und zweitens formal auch gar nicht zu Heine und schon gar nicht zur späten Lyrik passend. Könnte man in Ruhe darlegen, ist mir aber im Moment zu mühsam.
Dann gibt es auch keine sinnvolle Erklärung, wie der Text zu seinem Fundort gekommen ist und warum er erst 1907 auftaucht.
Und dann hat sich Heine - egal, wie man seine Wiederbeschäftigung mit Religion und Gott in den letzten Lebensjahren bewertet - definitiv immer sowohl von der christlichen Religion als auch von jeder Form von Kirchlichkeit distanziert (Brief an seinen Verleger Campe z.B.: "[.] denn wie nahe ich auch der Gottheit gekommen, so steht mir doch der Himmel noch ziemlich fern; glauben Sie nicht den umlaufenden Gerüchten, als sey ich ein frommes Lämmlein geworden. Die religiöse Umwälzung, die in mir sich ereignete, ist eine bloß geistige, mehr ein Akt meines Denkens als des seligen Empfindelns, und das Krankenbett hat durchaus wenig Antheil daran, wie ich mir fest bewußt bin. Es sind große, erhabne, schauerliche Gedanken über mich gekommen, aber es waren Gedanken, Blitze des Lichtes und nicht die Phosphordünste der Glaubenspisse."(HSA XXIII, 43)).

Wie man's dreht und wendet: Ein Heine-Gedicht wird nicht draus.
Gruß
Robert
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