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 Fremde Schuhe heimlich anprobieren
 
Hallo alle zusammen,

mir ist doch heute noch ein Probiererlebnis aus früheren(80iger) Jahren
eingefallen, als meine Füße noch 41-42 hatten.

Zur damaliger Zeit fuhre ich noch mit meinen Eltern in den Urlaub, wie auch
im Sommer 83. Es ging zu Bekannten meiner Eltern in die Berge.

Da wir dort schon mehrmals waren, freute ich mich insofern darauf, dass ich
mir die Stiefel und Schuhe der Tochter, damals 19-20 Jahre alt, evtl. mal vornehmen könnte.

Als wir dort ankamen erfuhr ich, dass sie wärend unserer Urlaubszeit nicht da sein würde.

Schade, dacht ich , da sie eigentlich immer irgendwelch super Schuhe hatte. Ich erinnerte
mich auch noch an ein paar hellbraune Stiefel vom Vorjahr mit Blockabsatz, vorne eher rund und Kniehoch.
Meine Hoffnung bestand darin, vielleicht einmal ungestört auf die "Pirsch" zu gehen.

Irgendwie wa es dann wohl eine Fügung des Schicksaals, dass meine Eltern und deren Bekannten
an einem Abend im Dorf unterwegs waren, und ich mir ein Fußballspiel allein ansehen durfte.
Ebenso durfte ich mich bei den Getränken (alkoholfrei), die im Keller standen, bedienen.

Ich wurde schon ganz nervös, da ich mindestens zwei Stunden Zeit hatte, mir den Schuhschrank
anzusehen. Auf dem Weg in den Keller schaute ich dann ersteinmal in den Schuhschrank und musste
bedröppelt feststellen, dass dort nur sehr große Herrenschuhe und ein paar unatracktive Damenschuhe standen,
die unmöglich der netten Tochter gehören konnten. Da aber in dem Haus gebräuchlicherweise Hausschuhe
getragen wurden, musste ja irgendwo noch was sein.

Ich beschl0ss, mich im Keller mal genauer umzusehen. Dort landete ich dann einen Volltreffer:

Die braunen Stiefel hatten ihr Leben noch nicht ausgehaucht. Bei näherem Hinsehehn glich es
aber einem Wunder, dass ich die Stiefel noch probieren konnte: sie waren angestaubt,
das Leder, toller Ledergeruch, war sehr stark abgestoßen, die Sohle mehr als dünn
und die Absätze hätte man wohl nur noch retten können,
wenn sie gekürzt worden wären. Alles im allen eben stark getragen, wie ich es mag.
Ich ließ nun meine Hände in die Stiefel gleiten und stellte fest, dass sie auch von
innen gut getragen waren.

Ein Blick in den Schaft ließ eine 41 erkennen, wobei sich bei mir direkt eine Beule einstellte.
Mit etwas Gezerre an dem Schaft passten beide Stiefel dann an meine Füße. Da das Leder jetzt etwas
gespannt war, konnte ich sogar feine Risse an den typischen Knickstellen erkennen. Ich war wie benommen
von dem Gedanke, die Stiefel besitzen zu müssen, da si sicherlich bei der nächste Aufräumaktion
den Weg in die Mülltonne antreten würden. Ich lief dan im Keller heruum und war fast am "Posen" meiner
Füße um die Stiefel von allen Seiten betrachten zu können. Die Uhrzeit vergaß ich dabei ganz und gar.
Nach einer Erleichterung dann zog ich die Stiefel gerade noch rechtzeitig aus, denn es war ein Geräusch
von der Haustür zu höhren. Scheinheilig kam ich mit eine Flasche Limo aus dem Keller und tat so, als
ob nichts gewesen wäre.

Meine Gedanken kreisten allerdings um die Stiefel, ob ich sie bekommen könnte. Leider ergab sich keine
weitere Gelegenheit, mit den Stiefeln nochmal darüber nachzudenken.

Als wir ein halbes Jahr später nochmals zu Besuch waren, konnte ich kurz mal unauffällig in den Keller,
zu meinem Entsetzen war die Stelle im Regal leer und verstaubt, so dass kein Zweifel mehr bestadn, dass
die Stiefel entsorgt worden waren.

Ich denke an die Anprobe auber gerne zurück.

Gruß Josel
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