Hallo Regina,
ich muss mich bei dir bedanken, weil du wieder so eine nette und ausführliche Antwort geschrieben hast, aber auch weil ich durch dich auf eine gute Idee gekommen bin. Du hast davon erzählt, was für eine Ausrede du nutzen kannst, warum du bei deinem Erlebnis deinen Schuh beim Einsteigen in die Bahn verloren haben könntest und ich habe gedacht, dass das wirklich ganz gut passieren kann. Und dann habe ich überlegt, dass ich dieses in die Hacke treten vielleicht auch bei Clara ausprobieren könnte und habe nach passenden Gelegenheiten Ausschau gehalten.
Ich bin schnell auf ein gutes Setup gestoßen. In unserer Schule gibt es zwischen unterschiedlichen Gangbereichen häufig Glastüren. In Richtung der Pausenhalle ist da in den Pausen manchmal ein ganz schönes Gedränge und Geschiebe, weil mehrere Klassen oder Kurse gleichzeitig durch diese Engpässe wollen. Also müsste ich nur nah genug hinter Clara sein, um dann beim Schieben vielleicht einmal auf ihren Schuh hinten zu treten.
Auch gut ist, dass Clara in letzter Zeit wieder häufig ein paar Adidas Sneaker trägt, bei denen das ganz gut funktionieren sollte. Das müssten diese hier sein (oder sonst sehr ähnlich): https://www.otto.de/p/adidas-performance-adidas-herren-laufschuhe-runfalcon-5-laufschuh-C1802637747/?variationId=1802638290&benefitId=4740e933-3ead-4685-99d3-550a1d0fcd04#ech=29574664 Auf den Fotos sieht man, dass hinten die Hacke sogar ein kleines Stück hervorsteht, also perfekt für meinen Plan!
Dann habe ich angefangen, auf eine passende Gelegenheit zu warten. Ich habe mich unauffällig hinter Clara gehalten, aber so einfach war es dann erst doch nicht. Manchmal war es nicht wirklich so voll und andere Male waren dann doch zu viele Leute zwischen uns. Immerhin hatte ich pro Tag mindestens die großen Pausen und manchmal auch Raumwechsel dazwischen, die Möglichkeiten waren also häufig. Einmal dachte ich dann schon, ich hätte eine gute Gelegenheit, aber als ich es dann versuchen wollte, ist mir ein Fehler aufgefallen. Ich hatte mich nämlich immer schräg rechts hinter Clara gehalten, da ich aber selbst rechtsfüßig bin, wäre es auch deutlich einfacher für mich, mit dem rechten Fuß richtig auf die Hacke ihres Schuhs zu treffen. Dafür hätte ich so aber meine Beine kreuzen müssen, das wäre natürlich schwierig und auch sehr auffällig gewesen. Am besten schien es mir nämlich, wenn sie gar nicht merkt, wer für den Schuhverlust verantwortlich wäre, wenn er denn klappen sollte. Dann könnte ich nämlich genauer ihre Reaktion noch einmal beobachten und ihr vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt wirklich den Schuh noch einmal ausziehen. Also brach ich dann auch diesen Versuch ab und dachte schon, dass ich es vor den Osterferien gar nicht mehr schaffen würde (die haben bei mir gerade angefangen).
Aber gestern hat sich dann doch noch die Gelegenheit ergeben! Nach der ersten Doppelstunde sind wir als Kurs zusammen mit mindestens einer jüngeren Klasse nach unten in Richtung Pausenhalle. Ich war schon in den letzten Minuten der letzten Stunde echt aufgeregt geworden, weil ich es echt noch einmal versuchen wollte, Clara um einen Schuh zu erleichtern. Glücklicherweise hatte sie auch die richtigen Schuhe an. Ihre Socken konnte ich unter der Jeans nicht sehen, aber das machte es nur noch spannender. Ich war also wirklich entschlossen, aber auch nervös, als ich dann die ganzen Kiddies sah, die mit uns gemeinsam in Richtung der Pausenhalle strömten. Vor mir lief noch immer Clara, die sich mit zwei ihrer Freundinnen unterhielt. Wir hatten uns heute schon vor dem Unterricht kurz unterhalten, aber jetzt nahm sie gar nicht wahr, dass ich recht nah hinter ihnen ging. Es war auch wirklich voll.
Langsam kamen wir dann zur Glastür. Ich merkte, wie mein Puls stieg. Ich brachte mich weiter hinter Clara in Position, dieses Mal schräg links. Immer wieder sah ich zwischen den ganzen Beinen hindurch ihre kleinen Füße in den Sneakern. Ich drängelte noch ein bisschen und war jetzt direkt schräg hinter ihr. Sie kam nicht so schnell voran, es war auch ein ziemliches Geschiebe. Über ihrem Arm trug sie ihre Jacke, das machte es in dieser Situation nicht einfacher für sie, weil sie die Hände nicht richtig frei hatte. Auch deshalb war sie auch hinter ihren Freundinnen. Perfekt!
Dann kam die Tür. Ich sah nach unten, wie vor mir Clara kleine Schritte machte in dem Gedränge und versuchte, mich an ihre Schrittfolge anzupassen. Rechts, links, rechts, links. Gleich, wenn sie mit dem rechten Fuß vortrat, dann war meine Chance! Schnell streckte ich mein eigenes rechtes Bein ein wenig und erwischte genau die leicht vorstehende Hacke ihres Sneakers. Dann ging alles ganz schnell. Ich spürte, wie von unten gegen meinen Fuß gedrückt wurde, als sie nichtsahnend ihren linken Fuß nach vorne setzen wollte. Also drückte ich voll dagegen. Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, dass sie im besten Fall mit der Hacke aus dem Schuh rutscht, aber jetzt stellte sich heraus, dass ich sie wohl wirklich in dem für mich perfekten Paar Sneaker erwischt hatte. Denn obwohl die Schuhe fest gebunden aussahen, half ihr das nichts. Ich konnte ihren Schuh richtig gegen den Boden drücken, da bewegte sich nichts mehr. Durch den Schritt, den sie machte, zog sie aber in einer einzigen flüssigen Bewegung den Fuß komplett aus ihrem Schuh! Das ging so leicht, dass sie nicht einmal stolperte. Und auch das war wieder Glück für mich. Ich hatte schon befürchtet, mich vielleicht aus einer peinlichen Situation rausreden zu müssen oder dass ich Clara vielleicht sogar wehtue, was ich natürlich auf keinen Fall wollte! Aber so konnte ich jetzt ganz einfach vorgehen. Durch das Gedränge wurden wir weiter vorwärts geschoben. Ich nutzte dies und gab gleichzeitig ihrem Schuh einen kleinen Stoß nach vorne rechts, bewegte mich selbst aber nach vorne und links durch die Tür.
Erst da registrierte ich von Clara einen überraschten kleinen Ausruf. Ich sah, wie sie sich verwirrt umdrehte und nach unten sah. Wahrscheinlich hatte sie eine kurze Sekunde gebraucht um zu merken, was ihr passiert war. Gleichzeitig strömten natürlich immer noch weiter Schüler an ihr vorbei und sie wurde auch ein wenig weiter geschoben. So wie sie sich bewegte, konnte ich sehen, dass sie wohl hopste, auch wenn ich ihre Beine nicht sehen konnte. Aber ich wollte auch erst einmal weit genug wegkommen, um nicht verdächtig zu wirken und machte noch ein paar Schritte schräg von ihr weg und halb in den nächsten Bereich, ehe ich mich umdrehte und jetzt wirklich schaute.
Da hopste sie immer noch auf ihrem rechten Bein und der Strom um sie herum wurde jetzt etwas weniger. Ihren linken Fuß hielt sie hinter sich gestreckt. Er steckte jetzt nur noch in so einer weißen Sportsocke. Ich konnte die Marke nicht erkennen, da ihr Knöchel natürlich größtenteils unter der Jeans verborgen waren. Aber es waren schon wirklich welche für den Sport, wo nicht nur über der Ferse, sondern auch im Mittelteil vom Fuß so ein geriffelter Abschnitt war. Diese hier wären wohl so ähnlich: https://www.futbolemotion.com/imagesarticulos/162062/grandes/calcetines-nike-everyday-cushioned-ankle-3-pares-white-0.webp Und ich muss sagen, dass fand ich irgendwie sehr niedlich! Denn so wirklich passten nun weder die Sneaker noch die Socken zu Clara. Sie ist jetzt nicht unsportlich und ist auch schlank, aber sie ist so gar nicht der Sporttyp, sondern wie ich schon beim letzten Mal geschrieben habe eher ein Bücherwurm. Da hätten mich jetzt Blümchensocken oder auch zB. welche mit Pokemon echt weniger gewundert! Aber so sah es eben deshalb wirklich süß aus, mit ihrem kleinen Fuß in der eng anliegenden Socke. Außerdem suchte sie auch immer noch den Boden nach ihrem Schuh ab. Auf ihrem rechten Bein stand sie auch nicht sehr stabil, sondern hopste dauernd und hatte beide Arme seitlich ausgestreckt, um besser zu balancieren (nicht so der Sporttyp, wie gesagt, haha!). Außerdem hatte sie natürlich ihren Rucksack auf und noch die Jacke auf dem Arm, das half wohl alles nicht. Sie wirkte schon recht unbeholfen und verwirrt und lief nun auch rot an. Vielleicht ist es etwas fies, aber ich fand das so zuckersüß! Als sie dann ihren Schuh erspähte, hatte ich noch einmal Glück. Denn wie man sich denken kann, hatten den auch andere gesehen und ein Junge, der wahrscheinlich so in die 8. oder 9. ging, gab dem Sneaker auch noch einmal einen guten Kick und der flog noch weiter in die Halle. Clara protestierte hörbar und hopste hinterher, wobei es ihr nicht so gut gelang und sie ein paar Mal auch mit den Zehen ihres Sockfußes den Boden berührte.
Nun hatten aber auch ihre Freundinnen die Situation bemerkt und eine lief zu Claras Schuh und kam ihr damit entgegen. So musste sie dann nicht ganz so weit. Clara nahm ihn und ließ ihn vor sich auf den Boden fallen. Da er auf die Seite fiel, musste sie ihn mit dem sockigen Fuß noch richtig herum drehen. Dann wollte sie wohl einfach hineinschlüpfen, aber das gelang ihr nicht. Anscheinend waren die Schuhe wirklich fest verschnürt und dieser war natürlich auch noch zu. Sie versuchte, ihren Fuß hineinzuzwängen, aber es gelang ihr nicht. Ich glaube, sie wollte nun wirklich möglichst schnell den Schuh wieder anhaben, aber es funktionierte einfach nicht. Also zog sie die Zehen wieder aus dem Schuh und stellte nun ihren Sockfuß ganz normal auf dem Boden ab. Sie bückte sich, nahm den Schuh in die Hand und ging zur nächsten Wand hinüber. Dabei trat sie jetzt ganz normal auf. Ich sah sie dabei von hinten. Sie ging ziemlich schnell und ich glaube, sie hüpfte nicht mehr, um einfach schnell aus der Situation zu kommen. An der Wand legte sie dann ihren Rucksack ab und legte die Jacke darauf, dann begann sie, ihren Schuh aufzuknoten.
Ihre Freundinnen waren mit ihr herüber gekommen und redeten auf sie ein. Ich konnte nicht hören, was sie sagten, aber die anderen grinsten alle. Clara war nun wirklich sehr rot, aber sie konnte sich ein gequältes Grinsen nicht verkneifen auch nicht verkneifen. Relativ fix hatte sie ihren Schuh auf und kniete sich dann hin, um wieder hineinzuschlüpfen und ihn zu schnüren. Das war dann auch für mich das Zeichen, mich aus dem Staub zu machen, denn tatsächlich hatte Clara während des Geschehens gar nicht in meine Richtung geschaut. Auch ihre Freundinnen hatten mich glaube ich nicht gesehen.
So hatte ich dann noch ein echtes Erfolgserlebnis vor den Ferien. Es ging alles schon wirklich schnell, eigentlich waren das nur so ein paar Augenblicke, aber die haben sich total in mein Hirn eingebrannt. Es war für mich noch intensiver als das erste Schuhausziehen bei ihr, weil es dieses Mal nicht so spontan war und ich mich dann viel genauer auf den Moment konzentrieren konnte. Das Mal davor hatte ich mich selbst überrascht, in gewissem Sinn und jetzt hatte ich richtig daraufhin gearbeitet. Aber nun möchte ich Clara selbstverständlich unbedingt wieder in Socken sehen und vielleicht so einen Schuhklau schaffen, bei dem ich dieses Mal genauer den Augenblick wahrnehmen kann. Ich hatte dieses Mal dann mehr auf ihre Reaktionen geachtet und die ganze Situation war ihr peinlich, das sah man. Aber sie fand es auch ganz deutlich nicht schlimm, dass ihre Freundinnen dann mit ihr darüber gescherzt haben. Ich glaube, dass ich es in einer passenden Situation also noch einmal versuchen kann. Das wird aber sehr wahrscheinlich bis nach den Ferien warten müssen.
Ich hoffe, der Bericht war interessant zu lesen, auch wenn es nicht einmal ein wirkliches Schuhklauen war.
> Hallo Finn, > > sorry, dass meine Antwort erst so spät kommt. Aber ich > musste mich die Tage jetzt doch erstmal auskurieren. Bei > meinen ersten Beiträgen hier habe ich mich damals auch an > älteren Beiträgen (insbesondere denen von Lotte) > orientiert. Das machte es irgendwie deutlich leichter > über dieses Thema zu schreiben. Von daher verstehe ich > dich da sehr gut. :) > > Also bei den Malen, wo die Jungs mir die Schuhe geklaut > haben, gab es nicht wirklich eine Einleitung durch die > Jungs. Meistens lief es halt so oder so ähnlich ab, wie > ich es bei "Schulzeit-Erlebnis Nr. 1" beschrieben habe, > d.h. die Jungs kamen einfach zu meinem Platz und fingen > quasi direkt damit an, mir meine Schuhe auszuziehen. > Hierzu aber noch zwei Anmerkungen: Zum einen war ich > damals halt doch sehr isoliert in der Klasse und Tim war > mein einziger fester sozialer Kontakt. Zwischen mir und > den üblichen Schuhdieben gab es damals einfach kaum > Berührungspunkte. Wir saßen jetzt z.B. nie in den Pausen > zusammen oder sowas. Es gab daher auch keine Situationen, > aus denen sich ein Schuhklau an mir organisch hätte > ergeben können. Zum anderen war der Schuhklau in unserer > Klasse zu diesem Zeitpunkt einfach auch etabliert. Ich > war ja bei weitem nicht die erste, die es traf. Von daher > gab es für die Jungs praktisch auch kein Risiko, dass sie > jemand als weird abstempelt, weil sie mir oder einer > anderen die Schuhe klauen. > > Bei Mädels, die mit den Jungs ihre Pausen verbrachten, > kam es aber schon mal vor, dass sich daraus auch ein > Schuhklau ergab. Den genauen Ablauf bekam ich jetzt eher > nur am Rande mit, aber Hanna passierte es häufiger mal, > dass sie mit den Jungs zusammensaß, sie sich anscheinend > über irgendwas lustiges unterhielten und ihr die Jungs > dann einfach die Schuhe ausgezogen haben. Ich hab das wie > gesagt nur von außen mitbekommen, aber es wirkte auf mich > schon so, dass die einfach am Herumalbern waren und sich > der Schuhklau dann organisch daraus ergeben hat. Und > Hanna selbst wirkte jetzt auch nicht auf mich, als wäre > sie den Jungs deswegen böse gewesen. Daher ging mein Tipp > an dich auch in diese Richtung. :) > > Deine andere Frage ist ehrlich gesagt, schwer zu > beantworten. Inwieweit die Jungs meine Reaktion auf den > Schuhklau richtig gelesen haben, kann ich ehrlich gesagt > nicht wirklich einschätzen. Ich kann nur sagen, dass ich > aus meiner Sicht das Vorgehen der Jungs nie als bösartig > wahrgenommen habe. Also ich hatte beim Schuhklau jetzt > nicht das Gefühl, dass sie mich damit runtermachen wollen > oder sowas in die Richtung. > Aber welche Schlüsse die Jungs aus meinem Verhalten > gezogen haben, kann ich nicht sagen. Vielleicht tue ich > ihnen da Unrecht, aber ich hatte das Gefühl, dass sie > erstmal grundsätzlich davon ausgingen, dass ihr Verhalten > ok ist, es sei denn, es gab wirklich eine sehr eindeutige > Reaktion, dass sie zu weit gegangen sind, z.B. als eine > Mitschülerin nach wiederholtem Schuhklau an ihr geweint > hat. > > Ich würde dich da bei Clara aber gar nicht entmutigen > wollen. Falls du ihr tatsächlich nochmal einen oder beide > Schuhe ausziehen solltest und dir danach unsicher bist, > ob es für sie ok war, kannst du sie ja auch einfach > fragen. Danke auf jeden Fall, dass du von einem > zukünftigen Schuhklau hier berichten würdest! :) > > Liebe Grüße, > Regina |