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(18.05.2017, 20:06 Uhr)

 
 
 Forum Gewaltfreie Kommunikation
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die situation war, dass Friederike, als sie Irene etwas erzählte, diese mitten drin aufstand, weg ging und was anderes machte, was ihr urplötzlich einfiel und wo von sie dachte, das sei jetzt unheimlich wichtig. Friederike sagte bei ihrer Rückkehr: "wenn jemand mitten im Satz weg geht, dann fühle ich mich verwirrt, weil ich es lieber habe, dass ich ausreden kann." (das ist zwar nicht ganz genau die Wörter, aber sie verwendete absichtlich kein 'du'.) Es fehlte lediglich der Wunsch an Irene da zu bleiben oder anzusagen, dass sie plötzlich weg muss. Irene reagierte erstaunlicherweise mit der Aussage, dass sie darin einen Vorwurf, eine Anklage empfindet.

    die Situation war nicht dramatisch, denn Irene war nicht beleidigt oder so was, sie konnte das gut nachvollziehen. trotzdem, wenn es jemand anders gesagt hätte, wäre es für sie ein Vorwurf gewesen.

    das bestürzt mich jetzt, weil wie soll ich es denn nun noch ausdrücken, dass es neutral ist? wir haben lange über den Satz nachgedacht und an ihn herum gebastelt, aber wir konnten ihn nicht verbessern. wie schon erwähnt, wir konnten höchstens noch die Bitte anfügen. nach Irenes Aussage ging es aber nicht darum, dass die Bitte gefehlt hätte. der erste Teil war bereits ein Vorwurf.

    wie kann ich denn das nun sagen, dass es keiner ist?

 Re: wie drücke ich es aus, dass es keine Anklage ist? 23.08.2003 (08:48 Uhr) HeinzBuerkert
1) Ein "Vorwurf" entsteht durch die entsprechende Haltung auf BEIDEN Seiten der Sprecherin UND der Hörerin. Mehr sogar bei der Hörerin, denn es ist an ihr, das Gehörte auf sich zu beziehen und zu werten.
2) Rein formal fehlt dem Satz die konkrete Beobachtung "als Du mitten während meiner Erzählung weggingst, fühlte ... ". Nun muss nicht immer die Formel angewendet werden um GfK-konform zu sein ....
3) Ich habe verstanden dass ein GfK-Dialog ein Tanz über mehrere Schritte ist. Wenn Friederike nachgefragt hätte, wie gehts Dir damit? oder Was hast Du verstanden? Dann wäre es für Irene noch leichter gewesen darauf einzugehen ...
Immerhin HAT ja Irene geäussert wie es ihr mit der Aussage geht - gut - dann kann Friederike ja nachhaken mit Empathie, "ICh höre, dass Du einen Vorwurf gehört hast, und dich beschämt fühlst, weil Du selber gerne spontan reagieren willst. Stimmt das?" oder ähnliche Vermutungen halt, damit Irenes fühlt, dass ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden. "Bedürfnisse wollen gehört werden" und "Jeder(!) Handlung liegt ein wichtiges, unerfülltes Bedürfnis zu Grunde!"

Ist das eine für Dich brauchbaren Antwort?

Dies ist ein Beitrag aus dem Forum "GewaltfreiForum". Die Überschrift des Forums ist "Forum Gewaltfreie Kommunikation".
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