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 Schuhklau
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 Im Urlaub :) - Teil 1 03.09.2022 (16:18 Uhr) Lotte
Hi zusammen,

es hat doch etwas länger gedauert als gedacht, das hier fertigzuschreiben und es ist auch nur der erste Teil. Aber irgendwie hatte ich doch weniger Zeit als erwartet und da das hier kein herkömmliches Schuhklauerlebnis ist, wie ich es schon häufiger verschriftlicht habe, musste ich an manchen Stellen auch erstmal länger überlegen, wie ich gewisse Dinge am besten beschreibe. Aber das nur vorneweg. :)

Um das Wochenende bestmöglich zu nutzen, sind wir direkt nach der Arbeit aufgebrochen. Unser Ziel war ein kleiner Kurort am Fuße eines Mittelgebirges, den ich schon von ein paar Ausflügen mit meiner Familie kannte. Dorthin gereist sind wir mit der Bahn. Es waren zwar alle Züge pünktlich, aber auch so war es schon früher Abend, als wir dort ankamen. In dem Kurort selbst gibt es mehrere kleine Pensionen, die fast schon etwas Familiäres haben. Eine davon hatten wir uns ausgesucht und checkten jetzt auch erstmal ein.
Betrieben wird die Pension von einem älteren Ehepaar, das uns für das Abendessen den Biergarten am Kurpark empfahl. Von den Temperaturen her war es immer noch angenehm warm und wir schlenderten erst noch kurz durch den Ort. Der ist relativ klein, hat aber seine schönen Ecken. Besonders gut gefallen hat uns aber, dass wir hier - endlich mal! - unsere Beziehung nicht verstecken mussten. Es war einfach so befreiend mal ganz offen Hand in Hand unterwegs zu sein oder auch ohne sich vorher umschauen zu müssen einen Kuss geben zu können. <3

Schließlich kehrten wir in dem Biergarten ein, der einigermaßen gut besucht war. Aber es gab auch noch freie Tische und wir wählten einen, der eher am Rand stand. Wir bestellten dann erstmal und unterhielten uns, während wir auf das Essen warteten. Beide waren wir sehr gelöst und ich entschied eine leicht kribblige Note hinzuzufügen. :)
Wir saßen uns gegenüber und so fuhr ich nun langsam mit meinem rechten Fuß an ihrem rechten Bein auf und ab, vom Knöchel bis zum Knie. Carina zuckte leicht zusammen und setzte auch dazu an, dies zu kommentieren, verkniff es sich aber und setzte betont beiläufig unser eigentliches Gespräch fort. Ihr verschmitztes Grinsen sagte mir aber alles, was ich wissen musste und als mein Fuß sich erneut auf ihrer Kniehöhe befand, griff sie sich diesen am Knöchel. Sie hielt ihn lediglich mit einer Hand fest und öffnete nun mit ihrer anderen meinen Schuh. Ich hätte meinen Fuß zwar aus ihrem Griff befreien können, aber ich genoss es lieber, zu spüren wie mein Schuh sich lockert (Ich trug wieder meine üblichen New Balance Sneaker). Schnippisch fragte ich sie: "So dankst du mir das Streicheln?"
"Mit Schuh ist es doch kein Streicheln", erwiderte sie im gleichen Tonfall, "Aber keine Sorge, du kannst es gleich nochmal versuchen."
Beide mussten wir ziemlich grinsen und ich schaute jetzt doch mal kurz zu den anderen Gästen. Aber von denen hatte keiner von uns Notiz genommen, soweit ich das sehen konnte.
Carina hatte meinen Schuh mittlerweile geöffnet und die Schnürung im oberen Bereich etwas gelockert. Jetzt zog sie schlicht langsam an der Hacke bis sie meinen ausgezogenen Schuh in der Hand hielt und stellte diesen auf dem freien Platz neben sich ab. Und auch wenn Carina mir mittlerweile schon häufiger einen Schuh ausgezogen hat, fühlte ich dabei immer noch die gleiche Aufregung. Einfach, weil ich weiß, was es ihr bedeutet und sie weiß, was es mir bedeutet.
Sie war auch sehr freudig überrascht, dass unter meinem Schuh eine hellgraue Socke mit weißen Herzchen auf dem Spann zum Vorschein kam. Ehrlich gesagt hatte sie sich schon seit längerer Zeit von mir gewünscht, dass ich mal Herzchensocken trage. Unser erster gemeinsamer Urlaub jetzt schien mir da die passende Gelegenheit, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht ganz sicher, ob ich die dauerhaft in meine Alltagsgarderobe integriere - auch wenn Carina sehr begeistert meinte, dass die perfekt zu mir passen -, aber auch so ist es ja praktisch für mich zu wissen, wie ich ihr unkompliziert eine Freude machen kann. :)
Ich streichelte sie dann jetzt mit meinem besockten Fuß und beide waren wir uns einig, dass es so wesentlich angenehmer ist als mit Schuh. Ihr Outfit passte auch gut zu dieser Gelegenheit, da sie ein Sommerkleid anhatte und ich so direkt ihr Bein streicheln konnte. Es war einfach eine sehr entspannte Situation, in der wir uns beide sehr wohlfühlten. Wir unterhielten uns auch ganz normal weiter und als schließlich das Essen kam, schlug ich einfach mein schuhloses Bein über das andere.
Das Essen selbst hat uns beiden gut geschmeckt und wir blieben danach noch sitzen und nahmen gemütlich ein Getränk miteinander. Dabei streckte ich jetzt auch meine Beine aus und legte meine Füße auf dem freien Platz neben Carina ab. Ich überkreuzte dabei meine Beine so, dass mein noch beschuhter linker Fuß oben lag und es dauerte auch nicht lang, da bemerkte ich, wie sich auch hier die Schnürung langsam lockerte. Ganz beiläufig öffnete Carina mir den Schuh und als er schließlich offen war, zog sie auch hier wieder langsam an der Hacke bis er mir nur noch lose über den Spann hing. Carina beließ ihn ein paar Augenblicke in dieser Position und ich drehte meinen Fuß etwas, wie um den Schuh abzuwerfen. Sie schmunzelte und meinte: "Du willst den ja wirklich loswerden." "Naja, wir sind doch im Urlaub", antwortete ich. :)
Sie nahm mir den Schuh daraufhin vom Fuß und ich bedankte mich, indem ich meine befreiten Zehen erstmal vor und zurück bewegte. Wir setzten unser eigentliches Gespräch nun fort, nur dass Carina mir ab diesem Zeitpunkt sanft über die Füße streichelte. Die meiste Zeit über war das einfach nur sehr entspannend für mich, gerade auch nach dem Arbeitstag und der langen Bahnfahrt. Aber jedes Mal, wenn sie über eine bestimmte Stelle an meinem Fußballen strich, sorgte das bei mir für eine Gänsehaut. Carina entging das auch nicht und so gab es immer wieder kleine Pausen in unserem Gespräch, in denen ich kurz ertappt innehielt und sie sich diebisch darüber freute, die Stelle erneut getroffen zu haben.
Als wir ausgetrunken hatten, berieten wir kurz, wie wir den restlichen Abend verbringen wollen. Es war immer noch hell und von den Temperaturen her angenehm, daher entschlossen wir uns dazu, spazieren zu gehen. Der Biergarten lag ohnehin am Eingang zum Kurpark, es lag also nahe, dort den Abend ausklingen zu lassen. Carina kaufte an der Theke noch Getränke in Flaschenform und kehrte dann an unseren Tisch zurück. Dort verstaute sie die Flaschen in ihrem Rucksack - und knotete anschließend an diesem meine Schuhe fest. Als sie damit fertig war, schulterte sie ihn und sagte zu mir: "Also von mir aus können wir los."
"Ich bin auch soweit", antwortete ich ohne zu zögern und stand auf. Das war tatsächlich auch der erste Moment, in dem meine schuhlosen Füße Bodenkontakt hatten. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich fühlte mich sehr wohl in diesem Moment. Zum einen empfand ich schon dieses positive peinlich-berührt-sein. Auch weil jetzt beim Aufbruch anderen Gästen durchaus auffiel, dass ich keine Schuhe anhabe. Zum anderen tauschten Carina und ich einfach einen sehr wissenden Blick, der mir ein maximal gutes Gefühl gab. :)
Wir schlenderten dann entspannt durch den Park und auch auf Socken ließ sich dieser Weg gut bewältigen, da die Wege entweder aus Steinplatten bestanden oder aber sehr sandig waren. Der Park an sich war auch ganz schön. Die Wege waren kreisförmig angelegt und im Zentrum befand sich ein größerer Springbrunnen. Was uns aber besonders gut gefiel, war ein "lebensgroßes" Schachspiel, also ein großes Schachbrett aus Steinplatten am Boden und die größten Figuren waren etwas über einen Meter groß. Als wir an dem Schachspiel vorbeikamen spielten dort grad drei ältere Herren, aber wir nahmen uns vor auf jeden Fall auch eine Partie zu spielen, nachdem sie fertig sind.
Für den Moment setzten wir uns aber erstmal auf eine Bank und schauten ihnen aus der Ferne zu. Sie beendeten kurz darauf ihr laufendes Spiel und starteten gleich darauf das nächste. "Wer weiß wie lange die noch spielen. Vielleicht sollten wir sie einfach herausfordern", schlug ich vor.
"Von mir aus gern", antwortete Carina - und schaute vielsagend zu meinen Füßen.
Ich hingegen schaute zu ihren Schuhen und meinte nachdenklich: "Aber vielleicht lassen wir sie das Spiel erst noch in Ruhe zu Ende spielen und du entspannst dich so lange noch etwas."
"Mich entspannen?", fragte sie verwirrt nach.
"Ja, damit du später auch in Bestform bist", antwortete ich und schaute jetzt wirklich sehr offensichtlich zu ihren Chucks (dunkelgrün, High-Top). Und es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie schnell Carina bereits errötet. :)
"Lass mich nur machen", sagte ich vergnügt zu ihr und stand auf. Ich platzierte ihren Rucksack wie eine Art Kopfkissen bei der einen Armlehne und Carina ließ es zu, dass ich ihren Oberkörper dort ablegte. "Äh, Lotte, was wird denn das?", sagte sie zwar nervös, unterstützte mich aber unwillkürlich dabei den Rucksack auszurichten, sodass sie es im Nackenbereich auch bequem hat. "Vertrau mir einfach", antwortete ich fröhlich und hob als Nächstes ihre Beine auf die Sitzfläche der Bank. "Lotte, ich weiß wirklich nicht, ob das so eine gute Idee ist", meinte Carina unsicher und errötete weiter. "Aber ich", erwiderte ich aufmunternd und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Carina schaute ziemlich verlegen, sagte aber schließlich: "Naja, immerhin habe ich mir auch Gedanken bei meinen Socken gemacht." "Echt?", freute ich mich. Jetzt war meine Neugier natürlich erst recht geweckt. Ich setzte mich daher an das andere Ende der Bank, legte mir Carinas Füße auf die Oberschenkel und griff nach dem Schnürsenkel des einen Chucks. "Also darf ich?", fragte ich sie breit grinsend. Carina nickte und meinte nun ihrerseits: "Wir sind ja schließlich im Urlaub." :)
"Das ist die richtige Einstellung", stimmte ich zu und öffnete die Schleife des ersten Chucks sowie den darunter liegenden Knoten. Nach und nach fädelte ich das Schuhband aus den obersten Ösen heraus, während ich es im Mittelteil des Schuhs lediglich lockerte. Probehalber zog ich einmal kurz an der Hacke und stellte zufrieden fest, dass er jetzt gar nicht mehr so fest saß. Aber anstatt ihr diesen Schuh direkt auszuziehen, wiederholte ich die Prozedur nun beim zweiten: Also auch hier erstmal Schleife und Knoten auf, Band raus aus den oberen Ösen und noch ein bisschen Lockern der mittleren Schnürung. Offen gesagt mag ich es, wenn Carina Chucks trägt. Es fasziniert mich einfach immer wieder, diese hoch geschnürten, quasi unausziehbar scheinenden Schuhe zu lockern. Allein wie sie jetzt da saß und die langen Schnürsenkel links und rechts träge von ihren einst so sicheren Chucks herabhingen gefiel mir sehr gut. Aber natürlich wollte ich jetzt auch wissen, was sich darunter verbirgt. :)
Ich veränderte meine Sitzhaltung etwas, sodass ich nun mit dem Gesicht zu ihr saß und fasste jeden ihrer Chucks jeweils an der Hacke. Ganz behutsam zog ich erst am rechten und einen Moment später auch am linken. Ich spürte, wie ihre Füße den Halt in beiden Schuhen verloren, aber anstatt sie ihr direkt auszuziehen, schob ich sie wieder zurück und zog sie danach wieder leicht vor. Aber auch hier nahm ich sie ihr noch nicht vollends ab, sondern schob sie wieder ein Stück zurück und wiederholte das Ganze mehrfach. So war es für sie spannender, weil sie nicht wusste, wann ich ihr tatsächlich die Schuhe ausziehen werde. Natürlich erhöhte es auch für mich die Spannung, aber schließlich zog ich ihr nach einer Weile den ersten Schuh vollständig vom Fuß. Darunter kam eine rosa Socke zum Vorschein. Carina weiß ja, dass mir diese Sockenfarbe an ihr gefällt und ich freute mich auch sie zu sehen. Noch besser wurde es jedoch für mich, als ich ihr auch den zweiten Schuh langsam runterzog. Denn unter diesem befand sich ein weiß besockter Fuß. :)
Carina erklärte mir dann sehr süß ihren Gedankengang: Als wir damals zusammengekommen waren, hatte ich ja zwei verschiedene Socken angehabt (Und seitdem vielleicht noch so 2 - 3 mal). Jetzt im Urlaub hatte sie das auch mal ausprobieren wollen. Ihre ursprüngliche Idee war dabei gewesen, eine rote und eine rosa Socke zu kombinieren. Sie fand dann aber, dass das nicht so gut zusammenpasste und hat sich daher für die schlichtere weiß-rosa Kombination entschieden. Mich freute es ehrlich gesagt schon, dass sie sich überhaupt Gedanken macht. Aber sie jetzt so zu sehen und mit diesem Wissen, ich weiß auch nicht, fühlte ich mich ihr einfach sehr zugehörig - und sie sah in dieser Sockenkombination auch einfach super süß aus! <3 :)
Das brachte ich dann auch zum Ausdruck und so lange die älteren Herren noch spielten, streichelte ich nun über ihre Füße. Sie entspannte sich auch merklich dabei, aber als zwei der Herren sich schließlich die Hand gaben und damit klar war, dass ihr Spiel vorbei war, wurde sie doch wieder nervöser.
Ich stand nun auf und band Carinas Chucks ebenfalls an ihrem Rucksack fest. Sie setzte sich dabei wieder normal auf die Bank und fragte, ob wir nicht doch noch etwas warten wollen. Ich jedoch warf mir den Rucksack über die Schulter und meinte gut gelaunt, dass es bald dunkel wird und wir die drei besser jetzt herausfordern sollten. Sie gab sich daraufhin einen Ruck und beide gingen wir zu dem Schachfeld. Unterwegs versuchte ich Carina noch etwas zu beruhigen mit Aussagen wie: "Vielleicht unterschätzen sie uns ja." Das klappte ganz gut, dennoch überließ sie das Reden weitestgehend mir, als wir die drei älteren Schachspieler erreichten. Die hatten uns beim Näherkommen bereits gemustert und dabei natürlich auch registriert, dass wir keine Schuhe anhaben. Trotzdem begrüßten sie uns freundlich und ich fragte direkt, ob sie nicht mal Lust auf zwei neue Herausforderinnen hätten. Die hatten sie tatsächlich. :)
Wir stellten uns dann erstmal wechselseitig vor und machten noch ein bisschen Smalltalk, während wir die Figuren aufstellten. Die einzige Äußerung zu unserer Fußbekleidung machte dabei einer der drei, als er mit Blick auf unsere Socken meinte: "Trägt man das heute so in eurer Generation?" "Ja, so ist es einfach bequemer", antwortete ich darauf wie selbstverständlich. "Ohhh, nicht dass ihr es euch zu bequem macht", erwiderte er gutmütig mit Blick auf das bevorstehende Spiel. "Keine Sorge", versicherte ich ihm. Die Stimmung zwischen uns war schon freundlich, aber auch noch etwas höflich distanziert. Ich hatte das Gefühl, sie wollten erstmal sehen, was wir in Sachen Schach so draufhaben.
Dafür spricht auch, dass wir im ersten Spiel zusammen gegen Theo, den anscheinend schwächsten der drei, antreten durften. Ganz kurz zu unserem eigenen Schachhintergrund: Carina ist die deutlich bessere Spielerin von uns beiden. Ich selbst habe im Grunde erst mit Schach begonnen, seit wir zusammen sind.
Etwas problematisch in diesem ersten Spiel war, dass gerade am Anfang Carina noch sehr nervös war und auch immer mal wieder zum Rucksack mit unseren Schuhen schaute, der auf einer Bank am Spielfeldrand stand. Daher bestimmte ich eher unsere Züge und so gelang es Theo auch, uns in eine doch recht ungünstige Lage zu bringen.
Andererseits war das aber auch ganz gut so. Denn das stachelte wiederum Carina an, die sich mehr und mehr auf das Spiel konzentrierte. Es war wirklich schön zu sehen, wie sie immer sicherer in der Situation wurde. Anfangs z.B. hatte sie noch versucht, ihre Füße vor Blicken zu schützen und sich fast schon hinter den Figuren versteckt. Aber nach und nach legte sie das ab und ging auch mal an der Seite des Spielfelds entlang, um bestimmte Figurenkonstellationen besser sehen zu können. Letzten Endes trug sie dann auch wesentlich mehr zu unserem Sieg über Theo bei. Dieser nahm es aber sehr sportlich und meinte scherzhaft, er habe ja auch gegen einen Gegner mit drei Damen verloren. :)
Nach diesem ersten Spiel herrschte eine sehr freundliche Wettbewerbsatmosphäre zwischen uns und wir spielten danach gegen den nächsten der drei. Auch dieses Spiel gewannen wir, zogen aber gegen den letzten der drei (Bernd) den Kürzeren. Dennoch hatten wir alle unseren Spaß an diesen Spielen gehabt und danach spielte Carina nochmal alleine gegen Bernd. Für mich war die Zuschauerrolle auch sehr interessant. Zum einen fachlich, weil ich mich mit den anderen beiden über die jeweiligen Züge austauschte. Zum anderen sah ich Carina einfach gerne zu. Es war einfach schön zu sehen, wie sehr sie in diesem Spiel aufgeht und dann gab es da auch immer wieder so Kleinigkeiten, wie wenn sie mal in die Hocke geht und so einen Blick auf ihre Fußsohlen ermöglicht, die eigentlich selbstverständlich sind, aber doch irgendwie sehr schön waren. :)
Am Ende verlor Carina zwar gegen Bernd, aber es war ein knappes Match gewesen und er meinte auch, dass sie sehr gut gespielt hat. Dennoch wurmte sie ihre Niederlage etwas. Zum Abschluss haben dann nochmal wir beide zusammen gegen die drei Herren gespielt. Das war eine sehr lockere Partie, bei der Bernd und Carina sich beide etwas zurückhielten und in deren Verlauf es auch so langsam dunkel wurde. Am Ende waren nicht mehr viele Figuren auf dem Feld und wir einigten uns schließlich auf ein Unentschieden. Danach haben wir nochmal kurz Smalltalk gehalten. Es hatte die drei wirklich gefreut, junge Leute zu treffen, die sich für Schach begeistern und mal andere Gegner zu haben. Danach verabschiedeten wir uns freundlich voneinander und die drei gingen ihrer Wege.
Jetzt war es zwar dunkel, aber immer noch angenehm von den Temperaturen her. Wir waren uns daher einig, noch etwas im Park zu bleiben.
Carina ging dann erstmal zum Rucksack und band unser beider Schuhe los. Jedoch nicht, um diese wieder anzuziehen. Denn als Nächstes knotete sie alle vier zusammen, ging zum nächsten größeren Busch und deponierte sie dort hinter den Blättern. Ich war etwas verwirrt, aber sie meinte, sie würde gerne noch ein bisschen spazieren gehen, aber ungern ihren Rucksack zurücklassen, weil sich in diesem auch Wertsachen befinden. Die Schuhe hingegen würden wir ja nicht brauchen, solange wir im Park sind. :)
Mir gefiel diese Idee natürlich sehr und so schlenderten wir nun beide ohne Schuhe durch den nächtlichen Park. Anderen Menschen begegneten wir hierbei nicht mehr. Der Springbrunnen war noch schwach beleuchtet und so setzten wir uns letzten Endes in dessen Nähe ins Gras. Wir hatten ja noch die Getränke vom Biergarten, die wir jetzt erstmal zu uns nahmen. Danach legten wir uns einfach ins Gras und, naja, ließen den Abend ausklingen. ;)
Es war einfach eine sehr angenehme Sommernacht und erst nach Mitternacht machten wir uns auf den Weg zu unseren Schuhen. Gott sei Dank hatten wir die in der Nähe des Schachfelds deponiert, sonst hätten wir die vermutlich nicht mehr wiedergefunden. Aber auch so blieben wir auf Socken, nahmen unsere Schuhe in die eine Hand, die Hand der anderen in die andere und machten uns auf den Weg zu unserer Pension. Und mehr gibt es von diesem Tag im Grunde nicht zu berichten. :)
Ich denke, man kann es rauslesen: Es war ein sehr schöner Auftakt in unseren Urlaub. :)
Vom zweiten Tag werde ich auch noch berichten. Ich kann aber noch nicht ganz abschätzen, wann genau ich dazu kommen werde.

Alex, Danke für deine lieben Worte und auch nochmal für deine Unterstützung damals! :)
Ich würde mich natürlich sehr freuen, auch mal wieder etwas von dir zu lesen, aber habe ja selbst erst wieder die Erfahrung gemacht, wie lange es dauern kann, so etwas niederzuschreiben. Also mach dir da keinen Stress. xD

LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 1 06.09.2022 (20:27 Uhr) Janina
Hallo Lotte,

vielen Dank, dass du dieses Erlebnis hier teilst! :)
Es stimmt schon, dass das kein "klassisches Schuhklauerlebnis" ist wie die bisherigen, die du hier geteilt hast. Aber es ist so schön zu lesen wie liebevoll ihr miteinander (und dieser besonderen Vorliebe) umgeht. Das wärmt richtig das Herz, grade auch wenn man jetzt nochmal ältere Beiträge von dir liest und diese Entwicklung vor Augen hat. Das ist einfach klasse! :)

LG Janina
 Re: Im Urlaub :) - Teil 1 11.09.2022 (10:17 Uhr) Alex
Hallo Lotte,

Zunächst einmal vielen Dank für deine lieben Worte! :-) Ich bemühe mich, demnächst mal wieder ein eigenes Erlebnis zu posten - mal schauen, welches. XD

Deinen Bericht aus dem Urlaub find ich mega schön. Auch, wenn es natürlich eine etwas andere Art von Erlebnis ist, klingt es unheimlich schön. Toll, dass ihr jetzt auf diese Weise so schön und liebevoll eure Zeit miteinander verbringen könnt. Carina muss in einem Sommerkleid und den beiden unterschiedlichen Socken ja wirklich super süß gewesen sein. Und ich verstehe, dass es dich freut, dass sie sich da Gedanken macht.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil!

LG Alex
 Re: Im Urlaub :) - Teil 1 13.09.2022 (21:16 Uhr) Lotte
Hi,

Danke ihr zwei! :)
Ich bin selbst sehr glücklich darüber, wie die Dinge zwischen Carina und mir sich entwickelt haben. Ich hätte vorher nie gedacht, dass eine Beziehung mit einer anderen Frau mich derart erfüllen könnte, aber was soll ich sagen? Mittlerweile sind wir seit etwas über 3 Monaten zusammen und es fühlt sich einfach so gut an mit ihr!

Ich bin zeitlich aktuell (mal wieder) etwas knapp, aber der nächste Teil kommt demnächst. :)

LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 1 17.09.2022 (09:27 Uhr) Alex
Hi Lotte,

schön, dass das dich und sicher auch Carina so ausfüllt. Ich bin schon sehr gespannt, was du noch so berichtest. ;-)

Was mich allgemein noch interessieren würde: Habt ihr euch gegenseitig auch schon einmal an den sockigen Füßen gekitzelt? Und wie war das Ergebnis?

LG Alex

> Hi,
>
> Danke ihr zwei! :)
> Ich bin selbst sehr glücklich darüber, wie die Dinge
> zwischen Carina und mir sich entwickelt haben. Ich hätte
> vorher nie gedacht, dass eine Beziehung mit einer anderen
> Frau mich derart erfüllen könnte, aber was soll ich
> sagen? Mittlerweile sind wir seit etwas über 3 Monaten
> zusammen und es fühlt sich einfach so gut an mit ihr!
>
> Ich bin zeitlich aktuell (mal wieder) etwas knapp, aber
> der nächste Teil kommt demnächst. :)
>
> LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 1 19.09.2022 (17:39 Uhr) Franzi
Hi Alex,

ich schalte mich mal in euren Austausch ein, weil ich das von dir angesprochene Thema sehr spannend finde. :) Ich hatte ja schon in einem anderen Diskussionsstrang mit Janina geschrieben, dass ich doch ziemlich arg kitzelig an den Füßen bin und das auch mal von meinem Freund ausgenutzt wird. Wie dort geschrieben: In der Öffentlichkeit finde ich die Vorstellung nicht besonders reizvoll, aber im privaten Bereich ist es irgendwie ein eigenartiges Gefühl.einerseits bin ich dann wirklich ziemlich wehrlos, andererseits ist es doch auch "prickelnd". Nachdem ich hier das erste mal über das Füßekitzeln geschrieben habe, habe ich auch weiter darüber nachgedacht und bin immer unschlüssiger, welches der beiden Gefühle bei mir eigentlich überwiegt.

Wie war es bei dir in deiner Beziehung mit Lina - so, wie ich dich verstehe, hast du das Kitzeln auch nicht nur negativ wahrgenommen, obwohl du ziemlich empfindlich bist?! Oder habe ich dich da falsch verstanden? Hattest du auch mal dieses - ich nenne es mal "kribbelige" Gefühl beim Schuhe ausziehen, weil du dann quasi verwundbarer warst? So geht es mir jedenfalls, wenn ich meinen Freund besuche und dort am Eingang meine Schuhe ausziehen muss. Natürlich ist das eine Selbstverständlichkeit, aber für mich auch irgendwie Teil dieses prickelnden Gefühls. Denn Socken sind für mich überhaupt kein Schutz, das kitzelt genauso wie barfuß.

Würde mich freuen, von dir zu lesen.weil ich auch im Moment ein bisschen unsicher bin, wie ich dieses Gefühl einordnen soll. Aber vielleicht geht es n nicht nur mir so. :)

LG
Franzi
 Re: Im Urlaub :) - Teil 1 19.09.2022 (23:49 Uhr) Alex
Hi Franzi,

Ich empfinde diese Mischung aus Wehrlosigkeit und Prickeln, die du beschreibst, ziemlich ähnlich, schätze ich. Insofern, ja, mir hat das auch durchaus gefallen, von Lina ausgekitzelt zu werden. Das war so eine Art "süße Folter". Tatsächlich gab es da auch Erlebnisse in der Öffentlichkeit, die ich in sehr guter Erinnerung habe. Da hat sie mich heimlich gekitzelt und ich musste dann aufpassen, nicht laut loszulachen. So offen kam es auch mal vor, aber das war dann auch nicht ganz so schön, fand ich. Dann eben lieber im Privaten, daraus hat sich dann nämlich auch oft Kuscheln und Knutschen ergeben. XD

Ich kann auch verstehen, dass du das Gefühl nicht einordnen kannst. Das ist ja mit dem Schuhklau selbst ähnlich. Aber letzten Endes ist es ja eine ganz harmlose Vorliebe, die sich ziemlich einfach ausleben lässt. Entsprechend bin ich immer dafür, diesen Teil von sich selbst zu akzeptieren. Ändern kann man solche Dinge eh nicht, aber sich darauf einzulassen eröffnet einem so viel Möglichkeiten, schöne Dinge zu erleben.
Und ganz ehrlich, deinen Freund wird das sicher auch freuen. ;-)

LG Alex

> Hi Alex,
>
> ich schalte mich mal in euren Austausch ein, weil ich das
> von dir angesprochene Thema sehr spannend finde. :) Ich
> hatte ja schon in einem anderen Diskussionsstrang mit
> Janina geschrieben, dass ich doch ziemlich arg kitzelig
> an den Füßen bin und das auch mal von meinem Freund
> ausgenutzt wird. Wie dort geschrieben: In der
> Öffentlichkeit finde ich die Vorstellung nicht besonders
> reizvoll, aber im privaten Bereich ist es irgendwie ein
> eigenartiges Gefühl.einerseits bin ich dann wirklich
> ziemlich wehrlos, andererseits ist es doch auch
> "prickelnd". Nachdem ich hier das erste mal über das
> Füßekitzeln geschrieben habe, habe ich auch weiter
> darüber nachgedacht und bin immer unschlüssiger, welches
> der beiden Gefühle bei mir eigentlich überwiegt.
>
> Wie war es bei dir in deiner Beziehung mit Lina - so, wie
> ich dich verstehe, hast du das Kitzeln auch nicht nur
> negativ wahrgenommen, obwohl du ziemlich empfindlich
> bist?! Oder habe ich dich da falsch verstanden? Hattest
> du auch mal dieses - ich nenne es mal "kribbelige" Gefühl
> beim Schuhe ausziehen, weil du dann quasi verwundbarer
> warst? So geht es mir jedenfalls, wenn ich meinen Freund
> besuche und dort am Eingang meine Schuhe ausziehen muss.
> Natürlich ist das eine Selbstverständlichkeit, aber für
> mich auch irgendwie Teil dieses prickelnden Gefühls. Denn
> Socken sind für mich überhaupt kein Schutz, das kitzelt
> genauso wie barfuß.
>
> Würde mich freuen, von dir zu lesen.weil ich auch im
> Moment ein bisschen unsicher bin, wie ich dieses Gefühl
> einordnen soll. Aber vielleicht geht es n nicht nur mir
> so. :)
>
> LG
> Franzi
 Im Urlaub :) - Teil 2 25.09.2022 (17:15 Uhr) Lotte
Hi zusammen,

hier jetzt der Bericht vom zweiten Urlaubstag. Ich weiß, es hat doch recht lang gedauert, aber ich kam in letzter Zeit nicht wirklich zum Schreiben und es fällt mir auch einfach schwerer diese Art von Erlebnissen in Worte zu fassen.

Vorher möchte ich noch auf deine Frage eingehen, Alex. Erfahrungen mit Kitzeln haben wir durchaus schon gesammelt, insbesondere in der ersten Zeit unserer Beziehung. Es war irgendwie ein guter Weg, sich erstmal etwas anzunähern. Oft lief es dann so, dass ich Carina - oder sie mich - erst ein wenig an den Füßen gekitzelt habe, aber dann doch dazu übergegangen bin ihre Füße quasi zu massieren. So eine Kitzelattacke, wie du sie z.B. in dem Erlebnis mit Linas Blümchensocken beschrieben hast, gab es im Prinzip nur einmal zwischen uns. Da hatten wir einen Abend zu zweit verbracht, in dessen Verlauf wir beide schuhlos endeten. Als wir schließlich zurück zum Wohnheim wollten, hatte Carina sich vor mir ihre Schuhe wieder angezogen und sich dann noch einen von meinen geschnappt. Mit dem türmte sie - und ich hinterher. Ich holte sie letztlich ein und rang sie spielerisch zu Boden. Da lag sie nun ohnehin schon lachend unter mir und ich begann quasi reflexartig sie zu kitzeln. Zunächst nur an den Seiten, aber ich konnte dann doch nicht widerstehen, habe ihr die Schuhe wieder ausgezogen und sie auch an den Füßen gekitzelt.
Eigentlich gefiel uns beiden das schon ganz gut. Diese Form der Kitzelattacke bedient ja auch ähnliche Aspekte wie der Schuhklau. Zwischen mir und Carina hat es sich seither in der Form aber nicht wieder ergeben. Ich denke, was auch ein Stück weit eine Rolle spielt: Carina und ich haben zwar nie explizit darüber gesprochen, aber unterschwellig habe ich schon das Gefühl, dass es uns beiden wichtig ist, dass beim Ausleben dieser "Schuhlos-Vorliebe" eine gewisse Balance zwischen uns herrscht. Und gerade beim Kitzeln ist es für sie halt fast unmöglich, mich so zu überwältigen, wie ich es bei ihr getan habe, weil ich nunmal wesentlich stärker bin als sie und noch dazu weniger kitzlig.
Ganz verzichten wir auf das Kitzeln aber nicht. Aktuell ist es so, dass wir uns schon mal über die Füße kitzeln, wenn eine von uns schuhlos ist. Aber meist nur kurz, es ist eher eine Art Necken oder eine spielerische Provokation. Denn oft geht das dann doch in, naja, andere Formen körperlicher Nähe über. ;)

Jetzt aber zu Tag 2:
Am Samstagmorgen haben wir es entspannt angehen lassen, sind um kurz nach 9 Uhr aufgestanden und haben uns in Ruhe fertiggemacht. Ich war noch ziemlich müde, aber Carina schon wieder recht quirlig. Sie übernahm dann auch direkt die Initiative und als wir beide soweit fertig waren, verließ sie unser Zimmer einfach auf Socken. "Kommst du?", fragte sie mich und eigentlich ist es auch hier wieder nicht sonderlich spektakulär, aber irgendwie gefiel es mir richtig gut, wie sie da ohne Schuhe auf dem Gang stand und mich auffordernd an-lächelte. <3
Ich verzichtete natürlich auch auf meine Schuhe und gemeinsam gingen wir zum Frühstücksraum. Wie gesagt war die Pension relativ klein und außer uns befand sich dort nur noch eine Familie, die gerade frühstückte sowie die Gastwirtin selbst. Die begrüßte uns sehr freundlich und wies uns darauf hin, dass wir gern auch auf der Terrasse frühstücken können. "Oh, aber vielleicht zieht ihr euch dafür besser eure Schuhe an", fügte sie hinzu, als sie bemerkte, dass wir keine anhatten. "Nein, schon gut, so ist es angenehmer", antwortete Carina munter und für die Wirtin war das Gott sei Dank völlig in Ordnung. "Wie ihr mögt", meinte sie freundlich und zeigte uns den Weg zur Terrasse. Ehrlich gesagt mochte ich unsere Gastwirtin. Sie hatte so etwas Großmütterlich-fürsorgliches an sich, aber ohne dabei aufdringlich zu sein.
Was mich aber auch hier wieder faszinierte, ist Carina: Gestern noch die Unsicherheit in Person, aber heute geht sie wie selbstverständlich schuhlos zum Frühstücken und ist auch gegenüber der Gastwirtin völlig souverän. Andererseits ist es schon häufiger so, dass ich das Gefühl habe, Carina etwas zu ihrem Glück zwingen zu müssen - aber sobald sie dann merkt, dass sie sich in der Situation wohlfühlt, sie selbst die Initiative übernimmt. Das wiederum führt häufig zu für mich spannenden Situationen und an diesem zweiten Urlaubstag war es ehrlich gesagt nicht anders. :D

Aber dazu später mehr, fürs erste frühstückten wir entspannt auf der Terrasse. Mittlerweile ist es vom Wetter her ja doch recht herbstlich, aber damals war es morgens angenehm warm. An der Stelle vielleicht auch ein Wort zu unseren Socken: Im Wesentlichen blieben wir beide unseren Gedankengängen treu. Denn ich trug erneut Herzchensocken, diesmal jedoch in dunkelgrau mit weißen Herzchen drauf. Carina trug hellgraue Socken, die mit weißen und rosa Rauten gemustert waren. Dieses Motiv hatte ihr bei mir immer gut gefallen und jetzt wollte sie es selbst mal austesten. Stand ihr gut. :)
Beim Frühstück begegneten wir uns auch mal kurz unter dem Tisch mit den Füßen. Unser Fokus lag aber darauf, die letzten Details unserer Wanderroute zu besprechen. Wir sind beide relativ fit und haben uns grundsätzlich für eine gut 18 km lange Runde entschieden. Von der gibt es aber noch diverse Abzweige zu Aussichtspunkten und kleineren (Natur-)Denkmälern. Daher legten wir jetzt schon mal grob fest, was wir uns noch so ansehen wollen.
Nach dem Frühstück deckten wir uns noch in der Pension mit belegten Brötchen, Wasser und Kaffee ein und gingen dann nochmal kurz auf unser Zimmer, um alles in den Rucksäcken zu verstauen und unsere Schuhe anzuziehen. Wir hatten beide keine richtigen Wanderschuhe dabei, sondern schlüpften nun in ältere Laufschuhe. Unsere Route bestand im Wesentlichen ohnehin aus gewöhnlichen Waldwegen, daher sollten die völlig ausreichend sein. Guter Dinge verließen wir schließlich die Pension.
Bevor wir mit unserer eigentlichen Wanderung begannen, machten wir aber noch einen kleinen Schlenker zu einem nahen Bäcker und kauften noch ein bisschen Kuchen für später. :)
Kurz darauf waren wir aber bereits auf unserem Weg durch den Wald. Dort war es etwas kühler als im Ort und so war es von den Temperaturen her schon noch recht warm, aber alles in allem doch angenehm. Unsere Route war einigermaßen abwechslungsreich. So hatten wir anfangs noch einen Bach neben unserem Weg, hin und wieder auch interessante Felsformationen und teilweise auch Wegstücke, die außerhalb des Waldes lagen. Da ich früher schon mit meiner Familie dort gewandert bin, übernahm ich die Navigation und bis auf eine Situation, in der wir uns minimal verlaufen haben, klappte das auch sehr gut. :)
Schuhtechnisch ergab sich aber erstmal nichts. Hier vielleicht auch mal eine kleine Anmerkung: Es wirkt in meinen Berichten vielleicht manchmal so, dass sich bei uns alles um Schuhe, Socken und Füße dreht. Aber offen gesagt ist das nur ein Aspekt unserer Beziehung. Zugegebenermaßen ein sehr schöner Aspekt, aber es ist nicht so, dass sich jetzt all unsere Gedanken permanent nur darum drehen. So redeten wir auf der Wanderung die meiste Zeit über ganz normalen Kram, der uns zu der Zeit grad beschäftigte. Erst nach gut 4,5 Stunden Wanderung kam das Thema zwischen uns auf, als wir nachmittags unsere "Kaffee und Kuchen"-Rast einlegten.

Hierzu hatten wir einen Abzweig vom Hauptweg genommen und uns zu einem kleinen Aussichtspunkt begeben, von dem aus wir auch schon wieder den Ort, in dem unsere Pension lag, sehen konnten. Dort gab es mehrere sehr große Steine und wir setzten uns auf einen davon, auf dem wir beide problemlos Platz hatten. Carina fragte mich, wie weit es noch bis zur Pension ist und ich meinte: "So 3 bis 4 km." "Sehr gut, dann ist es ja nicht mehr weit", meinte sie erleichtert und drückte mit der Spitze ihres einen Schuhs gegen die Hacke des anderen und zog ihn sich auf diese Weise aus. Dann wiederholte sie das Ganze bei ihrem verbliebenen Schuh und stellte ihre nun sockigen Füße auf dem Stein ab. Ich holte derweil den Kuchen aus meinem Rucksack hervor und begann diesen in mehrere Stücke zu schneiden, als ich Carina sagen hörte "Ich mache es dir auch mal etwas bequemer" und bemerkte, wie sie mir die Schuhe öffnete. "Danke, sehr aufmerksam von dir", antwortete ich und beide kicherten wir unwillkürlich. Carinas Timing war recht gut und ungefähr als ich mit dem Kuchen fertig war, war auch sie damit fertig, mir die Schuhe auszuziehen. Diese legte sie jetzt vor mir ab und auch ich zog meine Füße auf den Stein. Es war tatsächlich sehr wohltuend nach der bisherigen Wanderung aus den Schuhen rauszukommen und der Stein war auch angenehm kühl. Kaffee und Kuchen taten uns ebenfalls gut - wobei vielleicht sogar etwas zu gut. Denn nach der Mahlzeit waren wir beide doch etwas träge und beschlossen noch ein wenig sitzen zu bleiben. :)

Nach einer Weile fragte ich dann aber doch, ob wir nicht langsam weitergehen wollen. Carina antwortete darauf, dass sie gern noch etwas sitzen würde und keine wirkliche Lust habe, ihre Schuhe schon wieder anzuziehen. Dazu meinte ich nur: "Von Schuhe-wieder-anziehen hat ja auch keiner was gesagt." Carina grinste leicht und ich fuhr beiläufig fort, dass die Wege bisher ja gut begehbar gewesen seien und man die auch ohne Schuhe problemlos bewältigen könnte. :)
Carina wirkte erst ein wenig nachdenklich, aber dann zeichnete sich auf ihrem Gesicht ein leicht übermütiges Grinsen ab, das eigentlich immer eine etwas gewagtere Idee von ihr ankündigt. Dafür spricht auch, dass sie sich als Nächstes aufsetzte und mich fragte: "Vertraust du mir?"
"Doch, schon", antwortete ich vorsichtig, war aber natürlich auch neugierig, was sie vorhat.
"Sehr schön", freute Carina sich und stand auf. Ich wollte es ihr gleichtun, aber sie meinte nur: "Bleib ruhig sitzen." "Ok", antwortete ich und sah ihr leicht skeptisch dabei zu, wie sie sich meinen rechten Schuh nahm und mit diesem in Richtung Geländer des Aussichtspunkts ging.
"Ähm, Carina.", begann ich, denn mittlerweile ahnte ich natürlich, was sie beabsichtigte. Aber sie reagierte nicht, sondern machte auch die letzten Schritte zum Geländer, streckte ihren Arm aus und ließ meinen Schuh eiskalt fallen!

Da war ich doch erstmal sprachlos, während Carina sich jetzt wieder zu mir umdrehte und ganz unschuldig fragte: "Ja?"
"Ähm.", begann ich, wusste aber wirklich nicht, was ich sagen sollte.
Stattdessen wiederholte sie meine Worte von vorhin und meinte, dass man die bisherigen Wege auch problemlos auf Socken hätte gehen können. Das beruhigte mich aber nicht wirklich. Dieses Gefühl, sich der Situation nicht entziehen zu können, weil sich mein nächstes Paar Schuhe erst in der Pension befand und ich auf jeden Fall schuhlos bleiben würde, bis wir diese wieder erreichen, war im ersten Moment schon ein Stück weit überwältigend. Dieses Gefühl der eigenen Verletzlichkeit war da einfach sehr präsent für mich. Zudem war dieser endgültige Schuhverlust doch sehr unerwartet gekommen, da zuvor keine von uns diese Grenze jemals überschritten hatte.
Carina gefiel meine Hilflosigkeit offensichtlich sehr gut. Sie setzte auch schon dazu an, diese entsprechend zu kommentieren, verkniff es sich aber. Stattdessen kam sie mit so einem verlegen-amüsierten Lächeln auf mich zu und als sie schließlich vor mir stand, gab nun sie mir einen Kuss auf die Stirn. Gott, das steigerte meine Aufregung nochmal gehörig! Ich errötete nochmal deutlich stärker als ohnehin schon und mein Puls raste. Denn dieses Auf-die-Stirn-Küssen ist wie ein Ritual zwischen uns. Wobei es meistens so läuft, dass ich diejenige bin, die Carina einen Kuss auf die Stirn gibt (ist für mich ja auch viel leichter, da ich größer bin als sie) und zwar meist in Situationen, in denen sie eher unsicher oder hilflos ist. Jetzt von ihr diesen Kuss zu bekommen, betonte daher nochmal sehr deutlich, dass in diesem Moment ich die Hilflose von uns beiden bin. Und für mich war es wirklich schön, dieses Gefühl in dieser Intensität mal wieder zu erleben! Zudem: Carina arbeitete bereits daran, die Spannung aufrecht zu erhalten. :)

Denn nach dem Kuss war sie wieder zurück zum Geländer gegangen - und hatte meinen verbliebenen Schuh dabei mitgenommen. Klar, rein rational macht es keinen großen Unterschied, ob ein Schuh oder beide weg sind, da ich den einen Schuh allein ohnehin nicht wieder angezogen hätte. Aber emotional gab es mir schon nochmal einen Schub, auch weil Carina es jetzt ein bisschen auskostete und meinen Schuh erst noch ein wenig am Schnürsenkel baumeln ließ, bevor sie auch diesen fallen ließ. Tja, und damit waren nun beide Schuhe endgültig weg und ich saß doch sehr verlegen mit meinen Herzchensocken im Wald. :)
Carinas Blicke verstärkten dieses Gefühl weiter. Sie lehnte jetzt lässig am Geländer und musterte mich von dort aus. "Wenn du dich sehen könntest", meinte sie zärtlich. "Und du dich", erwiderte ich. Auch ihre Wangen hatten ein wenig Farbe bekommen und wie sie so dastand. <3
Was mich im Rückblick auch freut ist, dass sie in der Situation nicht fragte, ob sie zu weit gegangen ist. Denn gerade in der Anfangszeit unserer Beziehung war das häufiger mal der Fall gewesen. Daher war das für mich auch ein sehr schönes Zeichen dafür, dass sie mich mittlerweile so genau kennt, um zu wissen, dass sie mir gerade eine Freude bereitet hat.

Tatsächlich neckte sie mich jetzt ein wenig und mir fiel auf, dass sie wohl nicht nur am Geländer stand, weil sie von dort aus einen besseren Blick auf mich hatte. Denn: Ihre eigenen Schuhe lagen immer noch neben dem Stein - und damit quasi direkt neben mir. Ich schaute nun zu diesen und hörte Carina dabei sagen: "Willst du nicht auch ein wenig die Aussicht genießen?" "Klar", antwortete ich, griff mir Carinas Schuhe und ging zu ihr ans Geländer. Beide waren wir jetzt endgültig sehr verlegen. Am Geländer angekommen, öffnete ich einen ihrer Schuhe und machte es wie sie vorhin, ließ ihn erstmal am Schnürsenkel über dem Abgrund baumeln. "Ich fürchte, es wird Zeit Abschied zu nehmen", sagte ich und Carina biss sich leicht auf die Unterlippe. "Wozu brauche ich den, wo ich doch dich habe?", sagte sie leise. "Wenn du meinst.", antwortete ich sanft und ließ den Schnürsenkel durch meine Finger gleiten. Unser beider Blicke folgten dem Fall ihres Schuhs bis er unter dem Blätterdach verschwand.
Kaum war ihr Schuh aus unserem Sichtfeld verschwunden, registrierte ich, wie sie einen Fuß auf den anderen stellte und ich weiß auch nicht, aber irgendwie sind es für mich oft auch diese kleinen Aspekte, die ich, naja, ziemlich anziehend an ihr finde. Ich wollte eigentlich direkt mit ihrem anderen Schuh weitermachen, aber sie bat mich kurz zu warten und fragte, ob sie den Schnürsenkel als Andenken haben könne. Ich war damit natürlich einverstanden und fädelte ihn heraus. Als ich damit fertig war, bekam Carina dann den Schnürsenkel und der Wald unter uns ihren zweiten Schuh. Gemeinsam schuhlos waren wir zwar schon häufiger gewesen, aber dennoch war das hier anders. Zum einen waren unsere Schuhe endgültig weg und zum anderen war es irgendwie echt schön, so zu zweit, im Wald und weit weg von zuhause. Ich konnte dann auch nicht widerstehen und gab nun meinerseits Carina einen Kuss auf die Stirn. Sie schaute daraufhin einen Moment lang mit spielerischer Empörung zu mir, stellte sich dann aber auf die Zehenspitzen, schlang ihre Arme um mich und küsste mich auf die Lippen. Ich erwiderte den Kuss und so ging es eine ganze Weile zwischen uns. <3 :)
Erst als wir sich nähernde Stimmen hörten, lösten wir uns voneinander und gingen zurück zu unseren Rucksäcken. Wenig später tauchten dann schon andere Wanderer auf, die auch zum Aussichtspunkt wollten. Sie grüßten uns und als sie gerade vorne beim Geländer standen, machten wir uns wieder auf den Weg in den Wald und setzten unsere Wanderung fort.
Dieses Gefühl, nicht jederzeit wieder Schuhe anziehen zu können gefiel uns beiden und brachte uns einander näher. Es stärkte irgendwo das Vertrauen zwischen uns, denke ich. Das war auch ganz gut so, denn zwei Dinge hatten wir doch etwas unterschätzt: Zum einen begegneten wir mehr Leuten als gedacht und zum anderen erwies sich unsere Annahme, die Wanderwege auch ohne Schuhe gut bewältigen zu können, ein Stück weit als Fehlannahme. Die meiste Zeit bestanden die Wege zwar im Wesentlichen aus festgetretener Erde - worauf es sich ganz gut gehen ließ -, aber dann gab es auch Abschnitte, wo kleine oder auch größere Steine aus dem Boden ragten und da gingen wir dann phasenweise sogar links und rechts des Weges, weil der eigentliche Weg zu unangenehm gewesen wäre. Auch erwies sich meine vorige Einschätzung, dass es noch gut "3 bis 4 km" seien, als nicht ganz korrekt. Denn im Endeffekt waren es knapp 6 km, bis der Waldweg langsam in Asphalt überging und wir wieder im Ort waren. Naja, immerhin haben wir uns auf dem sockigen Teil unseres Wegs nicht nochmal verlaufen. :)

Wir sind dann auf direktem Weg zurück zur Pension und waren doch sehr geschafft als wir dort eintrafen. Wir sind dann erstmal auf unser Zimmer, haben uns wieder etwas frisch gemacht und überlegt, was wir an dem Tag noch anstellen wollen. Da haben wir uns letztlich für eine sehr entspannte Variante entschieden und erstmal was zu Essen bestellt. Als Adresse hatten wir die Pension angegeben und setzten uns daher auf die Treppe vor dem Eingang, um auf den Lieferdienst zu warten. Schuhe trugen wir hierbei nicht, sondern jetzt beide weiße Socken und tranken beim Warten reichlich Wasser. Es dauerte schon recht lang, bis der Lieferdienst da war, aber wir hatten es ohnehin nicht eilig. Wir haben dann in Ruhe auf unserem Zimmer gegessen und dort auch den Rest des Tages verbracht. ;)

Ansonsten gibt es nicht mehr viel in Sachen Schuhlosigkeit zu berichten. Auch am nächsten Morgen frühstückten wir wieder sockig auf der Terrasse, machten dann aber mit Schuhen noch einen Spaziergang durch den Park, um die Zeit bis zu unserer Abfahrt zu überbrücken. Auf dem Teil der Bahnfahrt, den wir per ICE absolvierten waren wir auch nochmal schuhlos, aber das waren dann auch die letzten Momente.
Alles in allem war es ein wirklich schöner Urlaub und ich freue mich schon auf den Nächsten. Was bei uns aber erstmal als Nächstes ansteht, ist unsere Garderobe für den Herbst / Winter zu erweitern. Auch hierdrauf freue ich mich schon sehr! :)

Ansonsten ist unsere Beziehung in letzter Zeit wieder etwas "offizieller" geworden, weil mittlerweile auch Max und Lukas bescheid wissen. Das war aber ehrlich gesagt ein ziemliches Drama, weil es dadurch ins Rollen kam, dass Max Carina fragte, ob ich eigentlich einen Freund habe. Wir haben uns dann besprochen und entschieden, den beiden mitzuteilen, wie die Dinge liegen. Lukas hat das auch sehr gut aufgenommen und war eher neugierig-interessiert, Max hingegen hatte doch arg daran zu knabbern und es dauerte schon eine Weile, bis die Stimmung zwischen uns wieder normal war.
Aktuell beschäftigt uns vor allem, wie wir es an Weihnachten halten wollen. Das ist ja noch etwas hin, aber unsere Eltern wissen noch nichts von ihrem Glück und wir sind doch etwas in Sorge, wie sie das aufnehmen werden. Über das lange Wochenende mit dem Tag der Deutschen Einheit kommen meine Eltern mich besuchen. Vielleicht reden wir da schonmal mit ihnen darüber. Aber sicher sind wir uns da noch nicht, mal sehen.

Was ich noch erwähnen muss ist, was Carina mit dem Schnürsenkel von ihrem zweiten Schuh angestellt hat: Und zwar hat sie aus diesem zwei Armbänder hergestellt, eins für sie und eins für mich. Beide sind sehr schlicht und bestehen nur aus einem Stück des Schnürsenkels, einem Verschluss und einem kleinen Herz-Anhänger, auf dem bei ihr ein "L" und bei mir ein "C" eingraviert ist. Das war so eine schöne Idee von ihr (die sie auch sehr schön umgesetzt hat) und ich habe mich einfach wahnsinnig darüber gefreut! <3

LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 2 25.09.2022 (22:25 Uhr) Alex
Hi Lotte,

vielen Dank für diesen Bericht. Es ist einfach unheimlich wholesome, von euch beiden zu lesen. Gerade diese Kleinigkeiten, die du auch erwähnst, dass ihr euch eben besser kennt und vertraut, ist super schön. Und das Andenken, was sich Carina da ausgedacht hat, ist einfach mega schön und niedlich.

Dass eure Beziehung natürlich viel mehr beinhaltet, hätte ich auch nicht anders erwartet. Schließlich lässt sich so eine Beziehung nicht nur auf einer einzigen gemeinsamen Vorliebe aufbauen. Ich habe das mit Lina genauso erlebt, damals. Es ist ein schönes Element, aber nicht absolut bestimmend. Wir haben uns auch oft genug getroffen, ohne dass es um Füße oder Schuhklau ging. Sonst wird es ja am Ende langweilig. ;-)

Danke auch für deine Antwort auf die Kitzelfrage. Ich verstehe auch, warum das in der Form eher selten bei euch passiert. Für mich war körperliche Unterlegenheit zwar immer ein zusätzlicher Reiz, aber das kann ja jeder anders empfinden. Eine Frage hätte ich aber noch, nämlich was für Socken Carina bei der Gelegenheit anhatte, falls du das erzählen magst. ;-)

Zu dem Urlaubsbericht insgesamt habe ich ja schon geschrieben, wie schön ich ihn finde. So ein echter, dauerhafter Schuhverlust ist natürlich noch einmal etwas ganz anderes, aber ich sehe absolut den Reiz. Aber auch wirklich eine mutige Entscheidung von euch - nicht nur wegen der Peinlichkeit, sondern eben auch wegen Steinen etc. Haben eure Socken das den jeweils gut überstanden?

Ich finde es auch super, dass es jetzt noch offizieller wird, mit eurer Beziehung. Natürlich ist es immer schade, wenn Gefühle von anderen Personen dadurch etwas verletzt werden, aber dann ist es umso besser, dass es jetzt rauskommt, denke ich, bevor Max sich da noch mehr "verrennt".
Mit den Familien ist es natürlich immer so eine Sache. Habt ihr denn konkreten Grund, euch Sorgen zu machen oder ist es vor allem Unsicherheit?

Ansonsten wünsche ich euch dann natürlich viel Spaß mit der Wintergarderobe. Ist zwar noch etwas hin, aber an dieser Stelle schon einmal der Tipp, dass Schlittschuhlaufen mit unserer gemeinsamen Vorliebe ganz hervorragende Möglichkeiten gibt. ;-)

LG Alex
 Re: Im Urlaub :) - Teil 2 28.09.2022 (22:41 Uhr) Lotte
Hi Alex,

erstmal Danke für die warmen Worte. :)
Manchmal geht es zwischen uns schon weniger harmonisch zu als jetzt in diesem Urlaub, aber ich bin sehr dankbar für die Tiefe, die unsere Beziehung inzwischen hat und denke, dass wir alles in allem auf einem richtig guten Weg sind. Hin und wieder vergleiche ich das Ganze zwischen uns schon mit meinen vorherigen Beziehungen und stelle dabei immer wieder fest, dass die nicht ansatzweise an das herankommen, was ich und Carina mittlerweile haben.

Bei dem Erlebnis mit der "Kitzelattacke" hatte Carina schwarze Socken mit kleinen weißen Punkten drauf an. :)
Das mit der körperlichen Unterlegenheit ist bei Carina und mir tatsächlich eine etwas komplizierte Angelegenheit, bei der ich etwas differenzieren würde.
Denn zum einen gibt es so Situationen, wo sich die Unterlegenheit eher auf einzelne Körperteile erstreckt, z.B. wenn eine von uns das Bein der anderen so fest im Griff hat, dass diese es nicht aus eigener Kraft befreien kann und infolgedessen ihren Schuh verliert. Das ist eine Form der körperlichen Unterlegenheit, die uns beiden sehr gut gefällt. Und was hierbei halt auch das Schöne ist, dass wir uns gegenseitig in solche Situationen bringen können. Für Carina ist das zwar schwieriger als für mich, aber mittlerweile ist sie doch sehr geschickt, was das angeht. ;)
Aktionen wie diese "Kitzelattacke" haben aber nochmal eine andere Qualität, finde ich, einfach weil es da nicht nur darum geht, ein Bein nicht zurückziehen zu können, sondern die unterlegene Person der anderen praktisch mit ihrem ganzen Körper ausgeliefert ist. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, wie Carina diese Kitzelattacke genau empfunden hat, aber grob gesagt ist sie da etwas hin- und hergerissen.
Ich selbst würde diese Erfahrung schon gerne mal machen, aber Carina dürfte am Ende des Tages zu schwach sein, um mich körperlich so vollständig unter Kontrolle zu haben. Bei Lina und dir passte es in der Hinsicht ja wirklich gut, dass sie die Stärkere von euch beiden war und es dir gefiel, dass sie ihre körperliche Überlegenheit auch so umfassend ausgespielt hat.

Naja, unsere "mutige" Entscheidung war rückblickend vielleicht doch eher eine etwas naive Entscheidung. xD
Denn eigentlich hätte uns schon klar sein sollen, dass die Wege vielleicht nicht immer so optimal sein werden, um sie ohne Schuhe zu begehen. Unser beider Socken hatten an den Sohlen schon kleinere Löcher, aber so stark waren die Beschädigungen gar nicht mal.

Ja, ich denke auch, dass es gut war, dass es schon so früh rausgekommen ist. Wenn er sich über längere Zeit, falsche Hoffnungen gemacht hätte, wäre es sicherlich schwerer gewesen, die Situation zu klären.
Was Carina und mir aber auch erst im Nachhinein richtig bewusst geworden ist, dass es jetzt einfach so viel angenehmer ist, sich in Gegenwart der beiden nicht mehr verstellen zu müssen.
Wie unsere Eltern darauf reagieren werden, lässt sich wirklich nur schwer abschätzen. Bei meinen sehe ich jetzt eigentlich keinen konkreten Anlass zur Sorge. Ich habe schon das Gefühl, dass sie mir vertrauen und es ihnen wichtig ist, dass ich glücklich bin. Bei Carinas sind wir schon etwas besorgter, weil sie religiöser als der Durchschnitt sind und eine gleichgeschlechtliche Beziehung da tendenziell eher weniger gut ins Weltbild passt. Daher wäre es wahrscheinlich auch gut, erstmal mit meinen zu reden, um sich quasi etwas Selbstvertrauen zu holen, bevor wir es auch Carinas mitteilen. Aber ehrlich gesagt wissen wir immer noch nicht, ob wir es meinen Eltern jetzt am Wochenende schon sagen sollen. Wie waren denn so deine Erfahrungen in dem Bereich?

Danke, da freue ich mich wirklich schon drauf. Es wird echt mal Zeit für neue Schuhe und es gibt so hübsche Socken mit herbst- / winterlichen Motiven. :)
Oh, ich war ewig nicht mehr Schlittschuhlaufen, aber Danke für den Tipp! Würde mich freuen mehr darüber zu lesen, was du in diesem Kontext schon erlebt hast. :)

LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 2 06.10.2022 (22:11 Uhr) Alex
Hallo Lotte,

entschuldige, dass ich dich so lange hab warten lassen und auch jetzt keine super ausführliche Antwort hinbekommen werde. War selbst an dem verlängerten Wochenende im Urlaub und muss jetzt erstmal wieder etwas aufholen.

Ich möchte vor allem etwas zu deiner Frage bezüglich der Haltung der Eltern sagen. Zunächst einmal hoffe ich, dass ihr da jetzt eine gute Erfahrung hattet, falls ihr mit deinen Eltern gesprochen habt. Vielleicht wisst ihr dadurch auch schon, ob und wie ihr die Situation mit Carinas Eltern angehen wollt. Ich selbst hatte in der Hinsicht immer eher Glück. Pauschal lässt sich natürlich kein Tipp für diese Situation geben. Wichtig ist, denke ich, die andere Partei nicht unter Druck zu setzen und euch selbst nicht zu große Erwartungen zu machen. Natürlich möchte man gern die Freude teilen, aber leider ist das nicht immer drin. Dann ist eine Art Kompromiss vielleicht etwas, mit dem beide Seiten leben können. Eltern müssen das im Zweifelsfall nicht super finden, aber sie müssen es akzeptieren, das ist wichtig. Gebt ihnen, falls nötig, den Raum, das zu verstehen. Und zeigt ihnen deutlich, dass euch eure Gefühle glücklich machen. Wenn selbst das nicht genug ist, damit sie die Beziehung zumindest respektieren, ist es wohl ein guter Augenblick, zu hinterfragen, was für ein Verhältnis man überhaupt zu den Eltern hat und haben möchte. Das klingt hart und ist schwer, ich weiß, aber es ist euer Leben, nicht das eurer Eltern.
Natürlich hoffe ich aber wie gesagt, dass alle Sorgen grundlos sind und sie sich einfach freuen können! :-)

Alles weitere später!

LG Alex

> Hi Alex,
>
> erstmal Danke für die warmen Worte. :)
> Manchmal geht es zwischen uns schon weniger harmonisch zu
> als jetzt in diesem Urlaub, aber ich bin sehr dankbar für
> die Tiefe, die unsere Beziehung inzwischen hat und denke,
> dass wir alles in allem auf einem richtig guten Weg sind.
> Hin und wieder vergleiche ich das Ganze zwischen uns
> schon mit meinen vorherigen Beziehungen und stelle dabei
> immer wieder fest, dass die nicht ansatzweise an das
> herankommen, was ich und Carina mittlerweile haben.
>
> Bei dem Erlebnis mit der "Kitzelattacke" hatte Carina
> schwarze Socken mit kleinen weißen Punkten drauf an. :)
> Das mit der körperlichen Unterlegenheit ist bei Carina
> und mir tatsächlich eine etwas komplizierte
> Angelegenheit, bei der ich etwas differenzieren würde.
> Denn zum einen gibt es so Situationen, wo sich die
> Unterlegenheit eher auf einzelne Körperteile erstreckt,
> z.B. wenn eine von uns das Bein der anderen so fest im
> Griff hat, dass diese es nicht aus eigener Kraft befreien
> kann und infolgedessen ihren Schuh verliert. Das ist eine
> Form der körperlichen Unterlegenheit, die uns beiden sehr
> gut gefällt. Und was hierbei halt auch das Schöne ist,
> dass wir uns gegenseitig in solche Situationen bringen
> können. Für Carina ist das zwar schwieriger als für mich,
> aber mittlerweile ist sie doch sehr geschickt, was das
> angeht. ;)
> Aktionen wie diese "Kitzelattacke" haben aber nochmal
> eine andere Qualität, finde ich, einfach weil es da nicht
> nur darum geht, ein Bein nicht zurückziehen zu können,
> sondern die unterlegene Person der anderen praktisch mit
> ihrem ganzen Körper ausgeliefert ist. Ich möchte jetzt
> nicht zu sehr ins Detail gehen, wie Carina diese
> Kitzelattacke genau empfunden hat, aber grob gesagt ist
> sie da etwas hin- und hergerissen.
> Ich selbst würde diese Erfahrung schon gerne mal machen,
> aber Carina dürfte am Ende des Tages zu schwach sein, um
> mich körperlich so vollständig unter Kontrolle zu haben.
> Bei Lina und dir passte es in der Hinsicht ja wirklich
> gut, dass sie die Stärkere von euch beiden war und es dir
> gefiel, dass sie ihre körperliche Überlegenheit auch so
> umfassend ausgespielt hat.
>
> Naja, unsere "mutige" Entscheidung war rückblickend
> vielleicht doch eher eine etwas naive Entscheidung. xD
> Denn eigentlich hätte uns schon klar sein sollen, dass
> die Wege vielleicht nicht immer so optimal sein werden,
> um sie ohne Schuhe zu begehen. Unser beider Socken hatten
> an den Sohlen schon kleinere Löcher, aber so stark waren
> die Beschädigungen gar nicht mal.
>
> Ja, ich denke auch, dass es gut war, dass es schon so
> früh rausgekommen ist. Wenn er sich über längere Zeit,
> falsche Hoffnungen gemacht hätte, wäre es sicherlich
> schwerer gewesen, die Situation zu klären.
> Was Carina und mir aber auch erst im Nachhinein richtig
> bewusst geworden ist, dass es jetzt einfach so viel
> angenehmer ist, sich in Gegenwart der beiden nicht mehr
> verstellen zu müssen.
> Wie unsere Eltern darauf reagieren werden, lässt sich
> wirklich nur schwer abschätzen. Bei meinen sehe ich jetzt
> eigentlich keinen konkreten Anlass zur Sorge. Ich habe
> schon das Gefühl, dass sie mir vertrauen und es ihnen
> wichtig ist, dass ich glücklich bin. Bei Carinas sind wir
> schon etwas besorgter, weil sie religiöser als der
> Durchschnitt sind und eine gleichgeschlechtliche
> Beziehung da tendenziell eher weniger gut ins Weltbild
> passt. Daher wäre es wahrscheinlich auch gut, erstmal mit
> meinen zu reden, um sich quasi etwas Selbstvertrauen zu
> holen, bevor wir es auch Carinas mitteilen. Aber ehrlich
> gesagt wissen wir immer noch nicht, ob wir es meinen
> Eltern jetzt am Wochenende schon sagen sollen. Wie waren
> denn so deine Erfahrungen in dem Bereich?
>
> Danke, da freue ich mich wirklich schon drauf. Es wird
> echt mal Zeit für neue Schuhe und es gibt so hübsche
> Socken mit herbst- / winterlichen Motiven. :)
> Oh, ich war ewig nicht mehr Schlittschuhlaufen, aber
> Danke für den Tipp! Würde mich freuen mehr darüber zu
> lesen, was du in diesem Kontext schon erlebt hast. :)
>
> LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 2 10.10.2022 (21:58 Uhr) Lotte
Hi Alex,

alles gut, ich brauche ja auch häufig länger mit einer Antwort.
Danke für deine Gedanken zum Thema Elterngespräch, aber das Ganze ist tatsächlich schon überholt. Denn wir hatten schon am langen Wochenende mit meinen Eltern geredet und das lief eher weniger gut. Eigentlich sind wir es ganz behutsam angegangen und haben es ihnen auf einem gemeinsamen Spaziergang mitgeteilt. Wir dachten uns, es wäre so am einfachsten, weil man da in Bewegung ist und auch einen gewissen Abstand zueinander einnehmen kann, um die Nachricht erstmal zu verdauen. Mein Vater hat das Ganze auch sehr positiv aufgenommen und sich sehr gut mit Carina verstanden. Aber meine Mutter war von Anfang an schon sehr zurückhaltend und als Carina uns dann allein gelassen hat, hat sie sehr deutlich gemacht, dass sie mit dieser Beziehung nicht einverstanden ist. Was da im Detail gesagt wurde, will ich gar nicht weiter breittreten. Wobei, ein Satz von ihr zu meinem Vater fasst es eigentlich ganz gut zusammen: "Unsere einzige Tochter ist doch keine Lesbe!" Das empfand ich einfach als extrem verletzend, weil ich direkt daneben stand, aber überhaupt nicht einbezogen wurde, völlig auf meine sexuelle Orientierung reduziert wurde und diese auch noch als etwas Schlechtes angesehen wurde. Nach dem Gespräch war ich dann auch erstmal völlig fertig und bin direkt zu Carina.
Am nächsten Tag hatten meine Eltern und ich eigentlich auch noch was unternehmen wollen, aber das haben wir dann sein lassen. Wir haben uns nur nochmal kurz getroffen und geredet. Da ging es schon ruhiger zwischen uns zu, aber wirklich auf einen Nenner gekommen sind wir nicht. Das Höchstmaß an Akzeptanz, das mir da entgegengebracht wurde, war: "Vielleicht überlegst du es dir ja nochmal." Diese Haltung geht zwar völlig an meiner Gefühlswelt vorbei, aber immerhin sind wir nicht völlig zerstritten auseinander gegangen. Und das ist so ziemlich der letzte Stand, auch wenn wir seitdem schon wieder telefoniert haben. Aber da haben wir das Thema mehr oder weniger totgeschwiegen.
Aber gut, ich habe jetzt nicht vor Carina deswegen zu verlassen. Und langfristig dürfte meine Mutter eigentlich auch gar nicht darum herumkommen, das zu akzeptieren, denke ich. Aber trotzdem ist es momentan einfach belastend. Ich bin nur froh, dass mittlerweile mehrere Leute in unserem Umfeld von uns wissen und die uns unterstützen. Meine Brüder wissen jetzt auch bescheid und auch für die ist meine Beziehung völlig in Ordnung. Das macht das Ganze doch leichter.
Am letzten Oktoberwochenende, das ja auch wieder ein langes ist, besuchen wir Carinas Eltern. Natürlich hatten wir auch überlegt, das abzusagen. Aber inzwischen sind wir doch eher wieder an dem Punkt, es ihnen da mitzuteilen. Mal sehen, wie das dann läuft.
Immerhin gab es zuletzt aber auch Lichtblicke. Letztes Wochenende z.B. haben wir uns einen super entspannten Tag in der Stadt gemacht und waren unter anderem auch Schuhe und Socken shoppen. Da konnte ich dann auch abschalten und die meiste Zeit über war es ein sehr unbeschwerter Tag. Überhaupt hat die letzte Woche mir deutlich gezeigt, dass Carina mir auch in einer solchen Phase sehr viel Halt geben kann. Und am Ende des Tages ist das schon eine sehr tröstliche Erkenntnis.

LG Lotte
 Re: Im Urlaub :) - Teil 2 11.10.2022 (00:36 Uhr) Alex
Hi Lotte,

das tut mir echt sehr leid für dich. Ich mag da jetzt auch nicht versuchen, irgendwas schlaues oder aufmunterndes zu sagen, denn sowas ist natürlich unheimlich belastend und einfach traurig. Ich hoffe einfach, dass du die Situation verarbeiten kannst und dich auf die momentan guten Dinge, wie eben die Zeit mit Carina, konzentrierst. Wenn es ansonsten überhaupt so etwas wie einen Trost in der Sache gibt, dann sicherlich, dass der Rest deiner Familie besser damit umgeht. Ohne jetzt nach diesen Durchhalteparolen klingen zu wollen, aber dann besteht immerhin die Möglichkeit, dass sich da mit der Zeit die Situation noch verbessert.

Wie gesagt, es tut mir einfach echt leid für dich und für euch als Paar.

Alles Liebe,
Alex

> Hi Alex,
>
> alles gut, ich brauche ja auch häufig länger mit einer
> Antwort.
> Danke für deine Gedanken zum Thema Elterngespräch, aber
> das Ganze ist tatsächlich schon überholt. Denn wir hatten
> schon am langen Wochenende mit meinen Eltern geredet und
> das lief eher weniger gut. Eigentlich sind wir es ganz
> behutsam angegangen und haben es ihnen auf einem
> gemeinsamen Spaziergang mitgeteilt. Wir dachten uns, es
> wäre so am einfachsten, weil man da in Bewegung ist und
> auch einen gewissen Abstand zueinander einnehmen kann, um
> die Nachricht erstmal zu verdauen. Mein Vater hat das
> Ganze auch sehr positiv aufgenommen und sich sehr gut mit
> Carina verstanden. Aber meine Mutter war von Anfang an
> schon sehr zurückhaltend und als Carina uns dann allein
> gelassen hat, hat sie sehr deutlich gemacht, dass sie mit
> dieser Beziehung nicht einverstanden ist. Was da im
> Detail gesagt wurde, will ich gar nicht weiter
> breittreten. Wobei, ein Satz von ihr zu meinem Vater
> fasst es eigentlich ganz gut zusammen: "Unsere einzige
> Tochter ist doch keine Lesbe!" Das empfand ich einfach
> als extrem verletzend, weil ich direkt daneben stand,
> aber überhaupt nicht einbezogen wurde, völlig auf meine
> sexuelle Orientierung reduziert wurde und diese auch noch
> als etwas Schlechtes angesehen wurde. Nach dem Gespräch
> war ich dann auch erstmal völlig fertig und bin direkt zu
> Carina.
> Am nächsten Tag hatten meine Eltern und ich eigentlich
> auch noch was unternehmen wollen, aber das haben wir dann
> sein lassen. Wir haben uns nur nochmal kurz getroffen und
> geredet. Da ging es schon ruhiger zwischen uns zu, aber
> wirklich auf einen Nenner gekommen sind wir nicht. Das
> Höchstmaß an Akzeptanz, das mir da entgegengebracht
> wurde, war: "Vielleicht überlegst du es dir ja nochmal."
> Diese Haltung geht zwar völlig an meiner Gefühlswelt
> vorbei, aber immerhin sind wir nicht völlig zerstritten
> auseinander gegangen. Und das ist so ziemlich der letzte
> Stand, auch wenn wir seitdem schon wieder telefoniert
> haben. Aber da haben wir das Thema mehr oder weniger
> totgeschwiegen.
> Aber gut, ich habe jetzt nicht vor Carina deswegen zu
> verlassen. Und langfristig dürfte meine Mutter eigentlich
> auch gar nicht darum herumkommen, das zu akzeptieren,
> denke ich. Aber trotzdem ist es momentan einfach
> belastend. Ich bin nur froh, dass mittlerweile mehrere
> Leute in unserem Umfeld von uns wissen und die uns
> unterstützen. Meine Brüder wissen jetzt auch bescheid und
> auch für die ist meine Beziehung völlig in Ordnung. Das
> macht das Ganze doch leichter.
> Am letzten Oktoberwochenende, das ja auch wieder ein
> langes ist, besuchen wir Carinas Eltern. Natürlich hatten
> wir auch überlegt, das abzusagen. Aber inzwischen sind
> wir doch eher wieder an dem Punkt, es ihnen da
> mitzuteilen. Mal sehen, wie das dann läuft.
> Immerhin gab es zuletzt aber auch Lichtblicke. Letztes
> Wochenende z.B. haben wir uns einen super entspannten Tag
> in der Stadt gemacht und waren unter anderem auch Schuhe
> und Socken shoppen. Da konnte ich dann auch abschalten
> und die meiste Zeit über war es ein sehr unbeschwerter
> Tag. Überhaupt hat die letzte Woche mir deutlich gezeigt,
> dass Carina mir auch in einer solchen Phase sehr viel
> Halt geben kann. Und am Ende des Tages ist das schon eine
> sehr tröstliche Erkenntnis.
>
> LG Lotte

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