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 Schuhklau
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 Meine Nichte 23.04.2022 (15:41 Uhr) Pascale
Hi Lissi,

ich erwarte immer noch sehnsüchtig das Ende Deiner Story und auch, wieso Du nur mit einem Pumps auf dem Bahnsteig standst...

Meine Nichten sind 9 und 13 (ja, und schon Schuhgröße 40 - OMG!). Naja, ich wollte primär nur mal sehen, wie sie reagiert. Aber ich wollte sie nicht zu sehr zappeln lassen, schließlich will ich, dass sie auch mal so gelassen mit ihren Schuhen spielt, bzw. sie so locker trägt, wie wir. Das fördere ich glaube ich nicht dadurch, dass ich sie wie Cinderella rumlaufen lassen, nicht dass sie wieder komplett Nylons und Ballerinas entsagt. Tragen heutzutage ja eh viel zu wenige. Egal, welche Altersklasse. Also, langsam an die Materie ranführen, um das Unbehagen abzugewöhnen, wenn man einen Schuh verliert oder ihn nicht wieder findet, aber das anregende/erregende Gefühl und den Spaß daran zu fördern.

Also, ich bin keine, die anderen die Schuhe weg kickt oder stiehlt. Bin ja schon genug damit beschäftigt, mich um meine Schuhe zu kümmern. Was aber passieren könnte, wenn wir mal Essen gehen, dass ich eventuell zwischendurch einen von Deinen Schuhen anziehe und umgekehrt, weil wir denken, es wäre unser eigener, den wir wiedergefunden haben. Da Du ja scheinbar auch recht häufig Deine Schuhe verlierst sobald Du sitzt, könnte das durchaus passieren, oder habe ich das falsch in Erinnerung?

Naja, heute Abend ist der 60. Geburtstag der Schwiegermutter meine Schwester. Laura, so heißt meine ältere Nichte, hat mir eben geWhatsAppt, dass sie nochmal das gleiche anziehen will, wie letzten Sonntag, wenn ich es auch mache. Und wer zuerst da ist, soll einen Platz aussuchen, wo die andere daneben sitzen kann. Ich glaube es macht ihr also doch Spaß, so lockere Schläppchen mit den rutschigen Nylons zu tragen. Mal sehen, ob sie wieder mit dem "gegenseitigdenSchuhuntermTischvonderZehenspitzederanderenrunterkicken" weiter machen will. Ansonsten sage/zeige ich ihr, was man noch so alles mit den Ballerinas und Nylons machen kann, um sie, wie gesagt, an die Materie heran zu führen. Aber dann nicht direkt panikartig nach dem Schuh suchen soll. Denn das fällt auf, wenn man sich hektisch bewegt, direkt nachdem so ziemlich jeder um einen rum den mehr oder weniger lauten Klonk auf Stein- oder Holzboden, wenn der Schuh runter gefallen ist, hört.

Dann habe ich ja auch noch einiges zu berichten, wenn Du die beiden Stories gepostet hast, Lissi. Erst, was letzten Sonntag weiter passiert ist, dann was ich Mittwoch erlebt habe, als ich nach mindestens 10 Jahren mal wieder mit meinem Vater alleine in Köln unterwegs war (war übrigens echt schön der Vater/Tochter Nachmittag/Abend, werden wir jetzt hoffentlich häufiger machen) und dann noch, was heute Abend passieren wird.

Yvonne, Alex, Sophie oder sonst wer: habt Ihr noch was zu berichten, was Euch irgendwann mal passiert ist? Yvonne, trägst Du in Deinem Job nun öfters Strumphosen/Kniestrümpfe mit den lockeren Schuhen und hast während der Arbeit oder nach Feierabend mit Freunden was erlebt, was Du mit uns teilen willst?

Ttyl guys! Pascale
 Re: Meine Nichte 25.04.2022 (19:56 Uhr) Pascale
So,

nun also zu der Veranstaltung am Samstag... gibt echt nicht viel zu berichten. Die Stühlen hatten alle Hussen über gezogen, damit fiel das Spielen mit Schuhen unter dem Stuhl schonmal flach. Und natürlich hatten wir (also meine Nichte und ich) auch das Problem, dass gerade unser Tisch (bestehend aus zwei aneinander gestellten Tischen), an dem wir saßen der Einzige im ganzen Raum war, welcher ein reiner Holztisch mit dicken Stempeln, so jeweils 30 cm vom Rand entfernt eingelassen, war. Wir saßen zwar nebeneinander in der Mitte des Tisches, aber hatten somit beide das "große Glück", das jeder jeweils einen dieser Stempel vor den Beinen hatte. Man konnte also nur breitbeinig daran sitzen, oder, wenn man die Beine überkreuzte, donnerte ein Bein immer gegen diesen massiven Tischfuß. Es kam also zum Unglück mit den Hussen auch noch das Pech mit dem Tisch. SEHR unbefriedigend!

ALLE anderen Tische waren in Leichtbauweise mit Aluminiumfüßen direkt am Rand des Tisches (wie es sich gehört). Das hätten meine Nichte und ich auch lieber gehabt. Viele der jüngeren weiblichen Gäste hatten zwar auch Kleider und Nylons an, aber alle Sneaker, Doc Martens und wie sie alle heißen. Ich meine, mit 36 sehe ich mich noch nicht unbedingt als alt und man ist geistig irgendwie bei 25 Jahren stehen geblieben, man altert also nur noch äußerlich, aber bin nur ich es die sich denkt, wie kann man auf so feine Kleider und feine Strumpfhosen nur so grobe Schuhe tragen? Das ist für mich der ultimative Stilbruch. OK, meine Schwester, Mutter, Nichte und ich waren also fast die Einzigen, die dann Pumps oder Ballerinas in der Kombination trugen. Sowas tragen ja heute viele mit Jeans, aber auf Kleid oder Rock... OMG! Das geht gar nicht...

Zurück zum Thema wegen des Tisches... da lief also so gut wie gar nichts. Aber... da muss ich gerade mal was ausholen... meine Schwester hat einen griechischen Vornamen und seitdem es mit Jungs serious wurde, hatte sie komischer Weise auch immer Griechische Freunde (also boy friends). Jetzt hat sie also auch einen Griechen geheiratet und mit ihm die zwei Mädels. Somit ist der andere Teil der Familie natürlich griechisch und... wie soll ich sagen... die Hochzeit wurde mit 250 Mann gefeiert und bei allerengsten Familienfeiern sind wir zu... ja... 20-25 Personen. Jetzt, beim 60. Geburtstag waren es also, für griechische Verhältnisse, extrem überschaubare 67 Gäste. Und natürlich waren auch Gäste aus Athen und Thessaloniki eingeflogen und natürlich war auch eine griechische Band vorhanden. Somit war klar, dass auch griechische Tänze aufgeführt wurden und der Schwiegervater meiner Schwester wollte, dass ich bei so ziemlich jedem Tanz mitmache. Es wurde also nicht nur Sirtaki getanzt, sondern auch noch einiges anderes folkloristisches. Da ich bei den an diesem Tag getragenen Schuhen beim gehen schon recht häufig, mehr oder weniger stark, zumindest aus dem rechten Schuh (so 1-2 cm), rausschlappe, kann man sich ja vorstellen, wenn man so ganz weiche Lederschläppchen an hat, dass das Leder sich beim Tanzen in jede Richtung mit bewegt und spätestens, wenn mal wieder ein Kick nach vorne ansteht, dass der Schuh dann macht, was er will. Ich denke, ich brauche keine genauere Beschreibung abzugeben, wie lange ich bei jedem Tanz mit Schuhen tanzen konnte, bevor sie sich selbständig gemacht haben. Das haben aber einige der Sneaker Trägerinnen auch zum Anlass genommen, ohne Schuhe auf ihren Nylons zu tanzen.

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu berichten, also außer dass ich da durchgehend auf Strümpfen getanzt habe (ich mehr oder weniger unfreiwillig, viele andere ja freiwillig, weil die haben sich alle aktiv erst ihre Schnürsenkel geöffnet)... erinnerte mich gerade an den Abschlussball von der Tanzschule, wo wir... ich weiß schon gar nicht mehr, wie das heißt, wo man auch einen Kick machen muss... Cha Cha Cha ist es glaube ich nicht, Rumba meine ich auch nicht, aber bei irgendwas ist da eine Figur (nicht in den Grundschritten), wo man einen links- und rechtskick machen muss. Dabei ist mir damals auch der rechte Schuh abgeflogen und es standen wirklich alle gerade in dem Moment so perfekt auf der Tanzfläche, dass der Schuh wirklich einmal komplett, zwischen allen durch, über die Tanzfläche gerutscht ist, sodass mein Tanzpartner und ich also noch genau um die halbe Tanzfläche tanzen mussten, damit ich wieder meinen Schuh anziehen konnte.

So, nun zu dem, was mich dabei anregt, oder vielleicht eher erregt (?!?). Es ist nicht, wie viele jetzt vielleicht denken, der schuhlose Zustand, sondern genau der Moment, wo der Schuh nur noch mit wenigen Zehen oder sogar nur noch der Zehenspitze des dicken Zehs in Verbindung ist. Also wo man, bei überschlagenem Bein, weiß, eine falsche Bewegung und der Schuh ist weg. Sowas empfindet man natürlich mit Socken und Sneakers nicht, wie denn auch? Aber mit Nylons und Heels oder Ballis andauernd, weil dadurch ja alles viel rutschiger ist. Also Mädels, wenn Ihr sowas noch nie oder nur ganz selten an hattet, probiert es mal aus. Vielleicht empfindet Ihr ja ähnlich. Und selbst wenn ich unterm Stuhl den oberen (überkreuzten) Schuh verloren habe, es macht mich auch irgendwie an, wenn ich dann mit den Zehennägeln, meist erfolglos, versuche, solange ich noch Kontakt zur Zehenkappe habe, diesen Schuh wieder an mich zu ziehen, aber andauernd daran abrutsche. Weil einmal ist das Obermaterial vom Schuh ja weich und rutschig und die Strümpfe sind es auch. Und wenn dann die Böden (meist aus Holz oder Stein) noch poliert sind, rutscht der Schuh dann bei so ziemlich jedem Versuch weiter von meinem Fuß weg und meine Zehennägel an dem Obermaterial ab, bis ich dann nur noch ertasten kann, wo der Schuh ist, aber weder drauf, noch wieder rein komme. So ist es auch auf Barhockern. Wenn der obere (unter dem Barhocker), überschlagene Fuß auch wieder die Trittstange berührt, rutscht man mit der Ferse meist dadurch aus dem Schuh raus, weil die ja nicht so bombenfest am Fuß sitzen. Dadurch wird der dann entstehende Spalt auch schnell größer und der Schuh geht immer mehr in den 90° Winkel zum Fuß. Die Ferse vom Schuh baumelt also quasi senkrecht nach unten. Da ich ja schon sagte, dass ich ziemlich lange Zehen habe, kann ich die dann nach unten drücken, wie ich will... anstatt wieder in den Schuh rein zu kommen, gleiten die dann an der Schuhinnenseite ab. Irgendwann ist dann auch der Punkt erreicht, wo du mit den Zehen so viel wackeln kannst, wie du willst, um einigermaßen in der Zehenkappe drin zu bleiben, du rutschst immer weiter aus dem Schuh raus und du weißt genau: noch eine Bewegung und der Schuh fällt die 20-40 cm runter. Das turnt mich auch an. Und um dann wieder da rein zu kommen, musst du aufstehen, was natürlich jeder auf nem Barhocker mitbekommt, wenn du plötzlich kleiner wirst oder dein Oberkörper sich näher an den Tisch ran bewegt. Das ist es also, was mich an- oder erregt. Vielleicht kann das die eine oder andere Leserinnen nachvollziehen? Ich meine, zweifelsohne, es ist auch toll, dann mit diesen rutschigen Strümpfen über Tisch- und Stuhlbeine, und was sich sonst noch in näherer Umgebung befindet, zu gleiten, das fühlt sich auch schön an, aber der Kick ist für mich, so gerade noch mit den Schuhen in Berührung zu sein. Vor allem wenn die ersten schon am Zahlen sind und man zum Verrecken nicht in seine Schuhe rein kommt, aber jedem Moment aufstehen muss.

Also, ich weiß, Alex und vielleicht auch Sophie finde es eher an-/erregend, schuhlos zu sein, bei Lissi, Yvonne und Katharina weiß ich es nicht, ob es das schuhlos sein ist oder eher so gerade noch mit dem bestrumpften Fuß Kontakt zum Schuh zu haben, ohne zu wissen, was als nächstes passiert, weil alles so angenehm rutschig ist.

Erzählt es mir bitte.

Soweit von mir für heute.

Eure Pascale
 Re: Meine Nichte 26.04.2022 (13:14 Uhr) Yvonne
Hallo Pascale,

vielen Dank für Deinen schönen Beitrag und deine Sicht der Dinge.
Da ich genau 0, NULL, Reaktionen auf meine Geschichte erhalten habe, fällt mir das Schreiben hier ehrlich gesagt etwas schwer, aber ich kann Dir gern auch meine Gefühle schildern.
Für mich ist es am geilsten, wenn ich einen Schuh los bin und jemand den gerade noch getragenen Schuh, in seinen Händen hält. Dieser Anblick macht mich irgendwie an, genauso wie die Blicke Fremder und Bekannter Leute auf meine schuhlosen Füße an Orten, wo dies eher unangebracht ist.
Mann kann das gar nicht so richtig beschreiben, weil es ein Gefühl ist, was durch und durch geht. Eine, die mit ihren Schuhen spielt, bin ich ja eher weniger, aber vielleicht sollte ich im Job mal damit anfangen...
Hast Du Tipps, wo ich dann auch meine o. g. Gefühle bekommen?

Liebe Grüße

Yvonne
 Re: Meine Nichte 26.04.2022 (18:20 Uhr) Alex
Hey ihr zwei,

Zunächst einmal vielen Dank für eure Beiträge. Die waren jeweils wirklich toll und spannend zu lesen, auch wenn es teilweise vielleicht etwas anders war, als meine Erlebnisse.
Yvonne, entschuldige bitte, dass ich kein Feedback zu deiner Geschichte dagelassen habe. Ich fand das echt schon ein ganz schön krasses Erlebnis. Sicher auch irgendwie prickelnd und aufregend, aber ob ich das dann so durchgezogen hätte wie du, weiß ich nicht. Ich hatte zwar auch schon peinliche schuhlosen Erlebnisse, aber eher in der Art, dass ich an passant*innen vorbeigekommen bin, mit denen ich nicht weiter interagieren musste.
Pascale, ich finde, du stellst da eine sehr interessante Frage. Tatsächlich ist es bei mir auch gar nicht so sehr das Schuhlos-Sein, zum Beispiel hat es für mich auch lange nicht so viel Reiz, selbst irgendwo die Schuhe auszuziehen. Mögen tue ich das zwar auch, aber mehr gefällt mir eigentlich das Erlebnis davor. Obwohl es mir gefällt, wenn mir die Schuhe geklaut werden, wehre ich mich fast immer, weil ich es unheimlich aufregend finde, wenn dann trotzdem dieser Punkt kommt, an dem ich spüre, dass es nutzlos ist. Da bekomme ich richtiges Herzrasen, wenn ich dann weiß, gleich ist es soweit, gleich bin ich meinen Schuh los. Dann der letzte Ruck und der erste Blick auf meinen schuhlosen Fuß, mit dem dann erst die richtige Realisation einsetzt, dass ich gerade einen Schuh verloren habe. Es ist ein furchtbar surreales und hilfloses Gefühl und gleichzeitig soooo toll. Kannst du das nachvollziehen?

LG Alex

> Hallo Pascale,
>
> vielen Dank für Deinen schönen Beitrag und deine Sicht
> der Dinge.
> Da ich genau 0, NULL, Reaktionen auf meine Geschichte
> erhalten habe, fällt mir das Schreiben hier ehrlich
> gesagt etwas schwer, aber ich kann Dir gern auch meine
> Gefühle schildern.
> Für mich ist es am geilsten, wenn ich einen Schuh los bin
> und jemand den gerade noch getragenen Schuh, in seinen
> Händen hält. Dieser Anblick macht mich irgendwie an,
> genauso wie die Blicke Fremder und Bekannter Leute auf
> meine schuhlosen Füße an Orten, wo dies eher unangebracht
> ist.
> Mann kann das gar nicht so richtig beschreiben, weil es
> ein Gefühl ist, was durch und durch geht. Eine, die mit
> ihren Schuhen spielt, bin ich ja eher weniger, aber
> vielleicht sollte ich im Job mal damit anfangen...
> Hast Du Tipps, wo ich dann auch meine o. g. Gefühle
> bekommen?
>
> Liebe Grüße
>
> Yvonne
 Re: Meine Nichte 26.04.2022 (18:58 Uhr) Pascale
Hi Alex,

ich kann das nicht nur nachvollziehen, sondern dann ticken wir ja doch genau gleich. Also, dass der Moment, wo man so gerade noch mit den Zehen mit den Schuhen in Berührung ist und man aber merkt, gleich ist der Schuh weg, der ist, der uns beide am meisten erregt.

Das freut mich! So, ich muss jetzt mal was esse, falle gleich vom Fleisch!

Bis ganz bald!

Deine Pascale
 Re: Meine Nichte 26.04.2022 (19:35 Uhr) kin865 (Kinja)

Pascale, Alex, Yvonne, Sophie, andere,

Es ist interessant zu sehen, wie meiner Erfahrung nach auf Websites und Foren zu sehen ist, dass jeder ein bisschen anders und einzigartig in seinem Interesse ist. Aus meinen Posts und meinen Geschichten kannst du ableiten, dass meine eine Art Cinderella-Sache ist. Es beobachtet die Reaktion auf Schuhverlust und Schuhdiebstahl und was das Mädchen als nächstes tut.

Einige Beispiele: Schuh kommt beim Überqueren der Straße ab - droht er von einem Auto überfahren zu werden, wird er in eine Rinne geschleudert. Schuh löst sich in einem Kino - ist es vorne oder hinten, wie weit ist es gegangen, wurde es unter etwas gestoßen, hat es jemand genommen.

Der Schuh löst sich in einem Bus oder Zug - ähnlich wie im Theater, aber er wurde auch aus dem Bus/Zug geworfen, als sich die Tür öffnete.

Schuh fällt durch ein Geländer hinunter zu einem Treppenhaus, Gras oder einem Fluss - kann sie sehen, wohin der Schuh gegangen ist, kann sie ihn erreichen - wird er noch da sein, wenn sie versucht, ihn zu bergen?

Schuh fällt unter einem Tisch ab - wie weit ist er gegangen, kann ich ihn finden, ohne darunter zu schauen, hat ihn jemand mitgenommen?

Kommt Ihnen irgendetwas davon bekannt vor? Gibt es solche Erfahrungen?

-Kinja Pascale
 Re: Meine Nichte 29.04.2022 (19:58 Uhr) babsi
Hallo Alex, Hallo Pascale,

ich denke, ihr habt das beide sehr gut beschrieben, dieses Wissen, dass man gleich den Schuh verliert und nichts, aber auch gar nichts dagegen tun kann,,, das finde ich auch extrem schön, gerade auch dann, wenn der richtige Mensch dafür sorgt. Was die Auswahl der Schuhe angeht, unterscheiden wir uns wohl etwas (ich bin vor allem ein großer Fan von Schuhe, die an der Ferse offen sind), aber auch ich mag sehr gerne Strumpfhosen, die das Gefühl der Rutschigkeit und Hilflosigkeit noch einmal in sehr angenehmer Weise verstärken. Ein Erlebnis in Ballerinas kann ich aber auch beisteuern, wenn das gewünscht ist.

LG,
Babsi

> Hi Alex,
>
> ich kann das nicht nur nachvollziehen, sondern dann
> ticken wir ja doch genau gleich. Also, dass der Moment,
> wo man so gerade noch mit den Zehen mit den Schuhen in
> Berührung ist und man aber merkt, gleich ist der Schuh
> weg, der ist, der uns beide am meisten erregt.
>
> Das freut mich! So, ich muss jetzt mal was esse, falle
> gleich vom Fleisch!
>
> Bis ganz bald!
>
> Deine Pascale
 Re: Meine Nichte 30.04.2022 (10:34 Uhr) Alice Schneider
> Hallo Alex, Hallo Pascale,
>
> ich denke, ihr habt das beide sehr gut beschrieben,
> dieses Wissen, dass man gleich den Schuh verliert und
> nichts, aber auch gar nichts dagegen tun kann,,, das
> finde ich auch extrem schön, gerade auch dann, wenn der
> richtige Mensch dafür sorgt. Was die Auswahl der Schuhe
> angeht, unterscheiden wir uns wohl etwas (ich bin vor
> allem ein großer Fan von Schuhe, die an der Ferse offen
> sind), aber auch ich mag sehr gerne Strumpfhosen, die das
> Gefühl der Rutschigkeit und Hilflosigkeit noch einmal in
> sehr angenehmer Weise verstärken. Ein Erlebnis in
> Ballerinas kann ich aber auch beisteuern, wenn das
> gewünscht ist.
>
> LG,
> Babsi
>
> > Hi Alex,
> >
> > ich kann das nicht nur nachvollziehen, sondern dann
> > ticken wir ja doch genau gleich. Also, dass der Moment,
> > wo man so gerade noch mit den Zehen mit den Schuhen in
> > Berührung ist und man aber merkt, gleich ist der Schuh
> > weg, der ist, der uns beide am meisten erregt.
> >
> > Das freut mich! So, ich muss jetzt mal was esse, falle
> > gleich vom Fleisch!
> >
> > Bis ganz bald!
> >
> > Deine Pascale

Hallo Babsi,

kannst du mir/uns dein Erlebnis mit deinen Ballerinas erzählen? Sind zufällig meine Lieblingsschuhe. Und dazu Nylonstrümpfe, in schwarz.

Alice
 Re: Meine Nichte 26.04.2022 (18:48 Uhr) Pascale
Hi Yvonne,

oh man, ich glaube, ich muss hier echt, stellvertretend für alle, mehr Lob, oder "weiter so" oder "ich fand die Story ganz toll" aussprechen. Du bist ja nun schon mindestens Nummer zwei (neben Alex), die gerne feedback hätte. Ach, Moment, Sophie nicht zu vergessen, also sogar Nummer drei. Aber ich hatte Euch alle ja schon gefragt, ob Ihr noch mehr zu berichten habt. Also, erneut, haut in die Tasten Mädels, viele der hier anwesenden lesen die Stories bestimmt gerne, trauen sich vielleicht nur nicht, Komplimente oder ihre Gefühle dabei, auszudrücken.

Somit: An alle Jungs, die das hier lesen: gebt den Mädels feedback! Und natürlich nur positive Kritik, keine negative. Sonst lest Ihr hier scheinbar keine Stories mehr, außer vielleicht von mir.

Also... zurück zu Dir, Yvonne... wieso nur beim Job damit anfangen? Mach es doch auch in der Freizeit mit Freunden oder egal wo... scheinbar macht es Dich ja auch an, wenn auch auf eine andere Weise, als mich... und wenn Du bisher nur Socken und Sneaker getragen hast, kannste Deinen Freunden ja sagen, dass Du Deinen Style etwas ändern wolltest und nun auch Nylons und Ballerinas trägst.

Also, wenn Du auf die Blicke Fremder und Bekannter Leute auf Deine schuhlosen Füße an Orten, wo dies eher unangebracht ist stehst und es geil (das Wort darf man hier ja ruhig verwenden) findest, wenn Du einen Schuh los bist und jemand den gerade noch getragenen Schuh, in seinen Händen hält. Dann sorg doch einfach dafür... nichts leichter als das. Aber natürlich, ohne mit Deinen Schuhen zu spielen bzw. lockere Schuhe zu tragen, die einen fast von selbst von den Füßen fallen, geht das natürlich nicht.

Mir hat mal ein Freund nach Jahren gestanden, dass ihn mein Schuhspiel so dermaßen erregt, dass er jedes Mal ein Zelt in der Hose hat, wenn er sieht, dass bei mir die Schuhe von den Zehen runter baumeln oder ich vergebens unterm Tisch oder Stuhl nach meinen Schuhen suche bzw. versuche, wieder da rein zu kommen. Das geht bei ihm wohl sogar so weit, dass wenn wir uns in ner Bar oder nem Restaurant treffen, er dann sogar keinen Hunger mehr verspürt, weil es ihn so erregt und er auch manchmal nachhilft, dass ich nicht mehr in meine Schuhe komme. Da bin ich mir aber ganz sicher, dass er da nicht der Einzige ist, sondern nur einer der ganz wenigen, die das, nach Jahren der Unsicherheit, wie das Mädel wohl auf die Aussage reagiert, erzählt haben. Ich fand das echt toll und mutig von ihm. Aber es ist ja nicht so, dass ich nicht gemerkt hätte, dass er bei jeder Gelegenheit unter den Tisch/meinen Stuhl geguckt hat und er dann ganz hibbelig auf seinem Stuhl war.

Zurück zu Deiner Frage, Yvonne... Du hattest ja schon im ersten Teil Deiner Story, die meines Erachtens auch am detailliertesten beschrieben war, gesagt, dass Dir die College Schuhe von selbst von den Fersen gerutscht sind, wohl wenn du nicht drauf aufgepasst hast, dass sie es nicht machen. Aber sie machen es halt. Jetzt weiß ich nicht, wenn Du die mit Nylons trägst und dann die Beine überschlägst, ob Du die auch an den Zehen runter baumeln lassen kannst. Weil wenn Jungs in Deinem Freundeskreis auch mal die Beine im Restaurant/Bar überschlagen, wenn Ihr Euch trefft... wobei... Deine Freundinnen machen das ja bestimmt, denn ich kenne kaum ein Mädel, welches permanent beide Beine nebeneinander stehen hat, kannst Du ja Dein Bein in deren Richtung überkreuzen und dann den Schuh von den Zehen runter baumeln lassen und NATÜRLICH VERSEHENTLICH, dabei ihre/seine Schuhspitze mit Deiner runter baumelden Schuhferse(? sagen wir mal Schuhkappe) berühren und so selbst dafür sorgen, dass Dir der Schuh VERSEHENTLICH runter fällt. Dann aber nicht direkt versuchen da wieder dran/rein zu kommen (so nach dem Motto, oh mein Gott, das war jetzt voll peinlich in der Öffentlichkeit ohne Schuhe zu sein), sondern so tun, als wäre nichts. Denn ich garantiere Dir, das fällt direkt jemandem auf und wird sich nach ein paar Minuten bestimmt denken: warum sagt/macht sie nichts an der Situation, dann wird schon einer was sagen/machen oder Deinen Schuh aufheben und in die Hand nehmen um überm Tisch in die Runde zu fragen, wem der Schuh gehört. Oder ihn vielleicht sogar an sich ziehen und einstecken. Du kannst ihm/ihr dann ja sagen, dass es Deiner ist und ihm/ihr dann den Fuß entgegen strecken, dass sie den Schuh wieder auf die Zehen setzen sollen. Von mir aus kannst Du in dem Zusammenhang den Schuh direkt nochmal verlieren, weil er/sie dann sicher das nächste Mal noch näher mit ihrem/seinem Gesicht an Deinen Fuß kommen wird, um besser zu sehen, dass er das nächste Mal eher am Fuß bleibt. Habt Ihr im Büro eine Kantine? Dann kannste da ja genau das Gleiche mit Deinen Kollegen beim Essen machen. Oder Du spielst damit unter Deinem Schreibtisch und er fällt Dir dabei vom Fuß oder es ist ein Kabel im Weg und das sorgt dafür, dass Du beim zurück rollen mit dem Schreibtischstuhl den Schuh verlierst, weil es zwischen Schuh und Fuß kam. Also, wie Du siehst, mir fallen da direkt einige Ideen ein, wie man sowas herbei ruft. Aber ich glaube, wenn Du Dir Ballerinas kaufst, geht das noch einfacher, als mit College Schuhen und am Besten dabei Strumpfhosen/Kniestrümpfen bis maximal 20 den tragen. Denn ich glaube, viele Kerle stehen drauf, wie ich es schonmal beschrieb, dass der Fuß so gesehen bestrumpft ist, aber man trotzdem jedes Detail am Fuß sieht, also sei es die Form, die Zehen oder der Nagellack. Ich möchte sogar behaupten, dass die meisten es so bevorzugen, als einen nackten Fuß zu sehen. Sieht mit Nylons alles eleganter aus und die haben, finde ich, ja diesen schönen Schimmer und Glanz an sich, was das, wie gesagt, eleganter wirken lässt, als normale Socken oder gar nackte Füße. Und wenn es wärmer wird, schwitzt Du ja auch eher in den Schuhen, was die Sache noch rutschiger werden lässt und Dir den Grund gibt, die Schuhe permanent an den Zehen baumeln zu haben, um "zu lüften".

Nicht verzagen, Pascale fragen! :-)

Also dann, wünsche Euch einen schönen Feierabend!

Pascale
 Re: Meine Nichte 27.04.2022 (17:58 Uhr) Alice Schneider
Hallo Pascale, hallo an alle anderen Leser,
mein Pumps-Bahnsteig-Erlebnis ist schon etwas her.
Als ich hier neu war (bin ich ja immer noch) fiel es mir als erstes ein.
Um die Geschichte aufzuschreiben, muss ich Zeit haben und gut gelaunt sein.
Bin leider auch beruflich manchmal etwas angespannt.
Ich hoffe, ich schaffe es in den nächsten 2-3 Wochen.
Also bitte ich euch noch um etwas Geduld.
 Re: Meine Nichte 30.04.2022 (10:27 Uhr) Alice Schneider
>
> Nicht verzagen, Pascale fragen! :-)
>

Hallo Pascale,

du bist hier echt die Beste!
Du schreibst vieles, was ich auch denke und empfinde.
Hätte ich dich früher kennen gelernt, hätte ich bestimmt (noch) mehr mit meinen Schuhen gespielt.
Und wahrscheinlich hätte ich dann (noch) mehr Schuhe verloren.
Möglicherweise hätte dann in meiner Nachbarschaft ein Schuhladen aufgemacht, für die verlierfreudige Alice. :-)

Ja, natürlich verliert man manchmal seinen Schuh VERSEHENTLICH.

Bei mir ist es so:
Strecke ich meine Füße aus, rutscht mir ein Schuh eventuell nach vorne vom Fuß. Er fällt dann halt irgendwann vom großen Onkel, der ihn vergeblich zu halten versucht. Blöd, wenn er dann verkehrt herum zu liegen kommt (upside down). Oder wenn die Schuhspitze zu dir zeigt. Dann ist es ziemlich herausfordernd, den Schuh wieder in deine Nähe zu ziehen. Außerdem ist der Schuh möglicherweise für andere sichtbar und kann natürlich von Passanten (jetzt hätte ich aus Versehen fast Pascale geschrieben) weggetreten werden.
Ziehst du die Schuhe unter dem Tisch aus, ist das am sichersten. Wenn du nicht gerade beim Wiederanziehen oder sonst AUS VERSEHEN dagegenstößt.
Dann kannst du die Schuhe natürlich hinten "parken". Sollte hinter dir der Flur sein, kann dir dein Schuh natürlich weggetreten werden, und du merkst es nicht einmal. Außerdem ist es manchmal schwierig wieder an die Schuhe heranzukommen, weil sie zu weit hinten liegen.
Ich denke, ihr alle kennt euch damit aus.

Und wenn du da sitzt, mehr oder weniger verzweifelt deinen Schuh suchst, dann ist das geil, ich würde es aber als erregend bezeichnen wollen.

Die Reaktion des männlichen Teils der Bevölkerung kann meiner Erfahrung nach in drei Gruppen aufgeteilt werden:
1. Die Desinteressierten: Manche Männer interessiert Shoeplay von Frauen nicht. Ist wahrscheinlich die Mehrheit.
2. Die Ablehnenden: Diese finden Shoeplay abstoßend.
3. Die Liebhaber: Diese mögen das Shoeplay der Damen.
Natürlich weiß man anfangs nicht, in welche Gruppe das Gegenüber gehört. Aber das findet man meistens schnell heraus.

In meinem Job wird leider auf Seriosität großen Wert gelegt, so dass ich beruflich auf Shoeplay fast verzichte. Wenn ich aber merke, das mein (männliches) Gegenüber Gefallen findet, dann bin etwas lockerer. Man kann das fast strategisch einsetzen: Ich "verliere" meinen Schuh, wenn du mir vertraglich etwas entgegenkommst. Dazu muss man natürlich wissen, wie der andere zum Shoeplay steht, sonst geht der Schuh ... nein der Schuss nach hinten los.

Ich glaube, über Feedback freut sich jede/r (mich eingeschlossen ;-)). Leider komme ich meistens nicht so oft dazu Feedback zu geben, wie ich möchte, weil ich Zeit brauche, um meine eigenen Erlebnisse aufzuschreiben. Aber die sind ja auch eine Art Feedback.
Obwohl ich das Schreiben beruflich gewohnt bin, brauche ich doch meine Zeit, um alles (hoffentlich fehlerfrei) aufzuschreiben.
Außerdem neige ich dazu, immer noch etwas mehr zu schreiben als ich vorhatte. Ich hoffe, ihr verzeiht mir meine Sermons. :-)

P.S.: Ich weiß, ich schulde euch noch ein Erlebnis am Bahnhof.
 Re: My niece 08.05.2022 (01:34 Uhr) John090
>
> >
> > Nicht verzagen, Pascale fragen! :-)
> >
>
> Hallo Pascale,
>
> du bist hier echt die Beste!
> Du schreibst vieles, was ich auch denke und empfinde.
> Hätte ich dich früher kennen gelernt, hätte ich bestimmt
> (noch) mehr mit meinen Schuhen gespielt.
> Und wahrscheinlich hätte ich dann (noch) mehr Schuhe
> verloren.
> Möglicherweise hätte dann in meiner Nachbarschaft ein
> Schuhladen aufgemacht, für die verlierfreudige Alice. :-)
>
> Ja, natürlich verliert man manchmal seinen Schuh
> VERSEHENTLICH.
>
> Bei mir ist es so:
> Strecke ich meine Füße aus, rutscht mir ein Schuh
> eventuell nach vorne vom Fuß. Er fällt dann halt
> irgendwann vom großen Onkel, der ihn vergeblich zu halten
> versucht. Blöd, wenn er dann verkehrt herum zu liegen
> kommt (upside down). Oder wenn die Schuhspitze zu dir
> zeigt. Dann ist es ziemlich herausfordernd, den Schuh
> wieder in deine Nähe zu ziehen. Außerdem ist der Schuh
> möglicherweise für andere sichtbar und kann natürlich von
> Passanten (jetzt hätte ich aus Versehen fast Pascale
> geschrieben) weggetreten werden.
> Ziehst du die Schuhe unter dem Tisch aus, ist das am
> sichersten. Wenn du nicht gerade beim Wiederanziehen oder
> sonst AUS VERSEHEN dagegenstößt.
> Dann kannst du die Schuhe natürlich hinten "parken".
> Sollte hinter dir der Flur sein, kann dir dein Schuh
> natürlich weggetreten werden, und du merkst es nicht
> einmal. Außerdem ist es manchmal schwierig wieder an die
> Schuhe heranzukommen, weil sie zu weit hinten liegen.
> Ich denke, ihr alle kennt euch damit aus.
>
> Und wenn du da sitzt, mehr oder weniger verzweifelt
> deinen Schuh suchst, dann ist das geil, ich würde es aber
> als erregend bezeichnen wollen.
>
> Die Reaktion des männlichen Teils der Bevölkerung kann
> meiner Erfahrung nach in drei Gruppen aufgeteilt werden:
> 1. Die Desinteressierten: Manche Männer interessiert
> Shoeplay von Frauen nicht. Ist wahrscheinlich die
> Mehrheit.
> 2. Die Ablehnenden: Diese finden Shoeplay abstoßend.
> 3. Die Liebhaber: Diese mögen das Shoeplay der Damen.
> Natürlich weiß man anfangs nicht, in welche Gruppe das
> Gegenüber gehört. Aber das findet man meistens schnell
> heraus.
>
> In meinem Job wird leider auf Seriosität großen Wert
> gelegt, so dass ich beruflich auf Shoeplay fast
> verzichte. Wenn ich aber merke, das mein (männliches)
> Gegenüber Gefallen findet, dann bin etwas lockerer. Man
> kann das fast strategisch einsetzen: Ich "verliere"
> meinen Schuh, wenn du mir vertraglich etwas
> entgegenkommst. Dazu muss man natürlich wissen, wie der
> andere zum Shoeplay steht, sonst geht der Schuh ... nein
> der Schuss nach hinten los.
>
> Ich glaube, über Feedback freut sich jede/r (mich
> eingeschlossen ;-)). Leider komme ich meistens nicht so
> oft dazu Feedback zu geben, wie ich möchte, weil ich Zeit
> brauche, um meine eigenen Erlebnisse aufzuschreiben. Aber
> die sind ja auch eine Art Feedback.
> Obwohl ich das Schreiben beruflich gewohnt bin, brauche
> ich doch meine Zeit, um alles (hoffentlich fehlerfrei)
> aufzuschreiben.
> Außerdem neige ich dazu, immer noch etwas mehr zu
> schreiben als ich vorhatte. Ich hoffe, ihr verzeiht mir
> meine Sermons. :-)
>
> P.S.: Ich weiß, ich schulde euch noch ein Erlebnis am
> Bahnhof.
 Re: Meine Nichte 04.05.2022 (19:58 Uhr) Alice Schneider
> Hi Lissi,
>
> ich erwarte immer noch sehnsüchtig das Ende Deiner Story
> und auch, wieso Du nur mit einem Pumps auf dem Bahnsteig
> standst...
>
> Meine Nichten sind 9 und 13 (ja, und schon Schuhgröße 40
> - OMG!). Naja, ich wollte primär nur mal sehen, wie sie
> reagiert. Aber ich wollte sie nicht zu sehr zappeln
> lassen, schließlich will ich, dass sie auch mal so
> gelassen mit ihren Schuhen spielt, bzw. sie so locker
> trägt, wie wir. Das fördere ich glaube ich nicht dadurch,
> dass ich sie wie Cinderella rumlaufen lassen, nicht dass
> sie wieder komplett Nylons und Ballerinas entsagt. Tragen
> heutzutage ja eh viel zu wenige. Egal, welche
> Altersklasse. Also, langsam an die Materie ranführen, um
> das Unbehagen abzugewöhnen, wenn man einen Schuh verliert
> oder ihn nicht wieder findet, aber das
> anregende/erregende Gefühl und den Spaß daran zu fördern.
>
> Also, ich bin keine, die anderen die Schuhe weg kickt
> oder stiehlt. Bin ja schon genug damit beschäftigt, mich
> um meine Schuhe zu kümmern. Was aber passieren könnte,
> wenn wir mal Essen gehen, dass ich eventuell
> zwischendurch einen von Deinen Schuhen anziehe und
> umgekehrt, weil wir denken, es wäre unser eigener, den
> wir wiedergefunden haben. Da Du ja scheinbar auch recht
> häufig Deine Schuhe verlierst sobald Du sitzt, könnte das
> durchaus passieren, oder habe ich das falsch in
> Erinnerung?
>
> Naja, heute Abend ist der 60. Geburtstag der
> Schwiegermutter meine Schwester. Laura, so heißt meine
> ältere Nichte, hat mir eben geWhatsAppt, dass sie nochmal
> das gleiche anziehen will, wie letzten Sonntag, wenn ich
> es auch mache. Und wer zuerst da ist, soll einen Platz
> aussuchen, wo die andere daneben sitzen kann. Ich glaube
> es macht ihr also doch Spaß, so lockere Schläppchen mit
> den rutschigen Nylons zu tragen. Mal sehen, ob sie wieder
> mit dem
> "gegenseitigdenSchuhuntermTischvonderZehenspitzederandere
> nrunterkicken" weiter machen will. Ansonsten sage/zeige
> ich ihr, was man noch so alles mit den Ballerinas und
> Nylons machen kann, um sie, wie gesagt, an die Materie
> heran zu führen. Aber dann nicht direkt panikartig nach
> dem Schuh suchen soll. Denn das fällt auf, wenn man sich
> hektisch bewegt, direkt nachdem so ziemlich jeder um
> einen rum den mehr oder weniger lauten Klonk auf Stein-
> oder Holzboden, wenn der Schuh runter gefallen ist, hört.
>
> Dann habe ich ja auch noch einiges zu berichten, wenn Du
> die beiden Stories gepostet hast, Lissi. Erst, was
> letzten Sonntag weiter passiert ist, dann was ich
> Mittwoch erlebt habe, als ich nach mindestens 10 Jahren
> mal wieder mit meinem Vater alleine in Köln unterwegs war
> (war übrigens echt schön der Vater/Tochter
> Nachmittag/Abend, werden wir jetzt hoffentlich häufiger
> machen) und dann noch, was heute Abend passieren wird.
>
> Yvonne, Alex, Sophie oder sonst wer: habt Ihr noch was zu
> berichten, was Euch irgendwann mal passiert ist? Yvonne,
> trägst Du in Deinem Job nun öfters
> Strumphosen/Kniestrümpfe mit den lockeren Schuhen und
> hast während der Arbeit oder nach Feierabend mit Freunden
> was erlebt, was Du mit uns teilen willst?
>
> Ttyl guys! Pascale

Hallo Pascale,
heute habe ich etwas mehr Zeit, um endlich die von dir (und anderen?) ersehnte Geschichte aufzuschreiben.

Also:
Vor einigen Jahren (jedenfalls vor Corona) war ich beruflich in einer Stadt in Ostdeutschland.
Es ist so, wenn wir einen neuen Kunden/Mandanten haben, dann nehmen wir gerne persönlich Kontakt auf. Es eben ein Unterschied, ob ich einen Menschen nur aus dem Internet (E-Mails), vom Telefon oder persönlich kenne. Heute gibt es natürlich vielmehr Möglichkeiten, auch im Internet in persönlichen Kontakt zu treten (Konferenzsoftware usw.) Ich glaube aber, dass auch diese Möglichkeiten ein persönliches Gespräch (kennenlernen) nicht ersetzen. Du erfährst im direkten Gespräch nicht nur berufliches, sondern auch privates und persönliches. Du lernst den Menschen ganz anders kennen als nur durch Telefonate, Briefe oder E-Mails.
Tut mir leid Pascale, deine Lissi schreibt sich mal wieder die Seele aus dem Leib ...
Jedenfalls war ich dort bei einer mittelgroßen Firma zu Gast. Ich hatte ich mich natürlich etwas aufgebrezelt. Kostüm, meine für mich obligatorische Strumpfhose und schwarze Pumps. Die Schuhwahl war schon mal schlecht, weil man mir einen Teil der Produktionsanlagen zeigte. Dort war dann zum Teil so Rechteck-Eisengitter verlegt. Ich weiß leider nicht, wie das korrekt bezeichnet wird: rechteckig, mit großen Aussparungen (Löcher) damit Feuchtigkeit usw. abfliessen kann. Ist häufig vor Kellerfenstern verlegt.
Wie auch immer, ich hatte Mühe, dass meine Schuhe mit ihrem Absatz nicht in diesen Gittern hängenblieben. Ich wollte schließlich professionell rüberkommen und den beiden Männern, die mir die Firma zeigten nicht in Strumpfhose gegenüber stehen.
Es lief auch alles glatt. Leider brauchten wir viel mehr Zeit als geplant. Ich verließ die Firma also erst am späten Abend. Ich hatte kein Hotelzimmer gebucht (man muss die Kosten drücken) und musste mit Zug wieder nach Hause fahren.
Ich fuhr also mit dem nächsten Bus in die Innenstadt. Im Stadtzentrum musste ich in die Straßenbahn umsteigen, die direkt zum Bahnhof fuhr. Da ich nicht mehr so viel Zeit hatte, musste ich mich beeilen. An der Straßenbahnhaltestelle war ordentlich was los, denn in der Stadt war irgendeine Veranstaltung gewesen und die Menschen wollten jetzt nach Hause. Ich überquerte eine Straße zur Haltestelle, als auch schon die Straßenbahn einfuhr. Ich schaffte es irgendwie vor die Masse am Bahnsteig als die Straßenbahn richtig Bahnhof neben mir zum halten kam. Sie war fast leer, aber das sollte sich nun ändern. Kaum das die Straßenbahn hielt, drängte alles zu den Türen. Ich hatte Glück, eine Tür öffnete sich direkt vor mir.
Es war eine alte Straßenbahn, also ohne Niederflurwagen die heute üblich sind. Man musste 3 oder 4 steile Stufen hinauf. Da ich nach dem langen, anstrengenden Tag sitzen und nicht inmitten dieser Masse stehen wollte, beeilte ich mich, die Stufen zu ersteigen.
Ich trat mit einem Fuß also auf die erste Stufe und wollte mit dem anderen Fuß auf die zweite Stufe treten ...
Ihr ahnt sicher, was dann passierte.
Irgendeiner dieser Eingeborenen, vermutlich ein männlicher Vollhonk, trat mir genau in dem Augenblick auf meine rechte Ferse. Mit Pumps und Strumpfhose hast du da natürlich keine Chance. Mein rechter Pumps verabschiedete sich von meinem Fuß. Da hinter mir die Leute in die Straßenbahn drängten, wurde ich ohne rechten Schuh in die Straßenbahn geschoben. Zum Glück verlor ich nicht auch meinen anderen Schuh.
Ich schaffte es, auf einem Sitzplatz am Fenster sitzen zu kommen. Ich überschlug mein schuhloses Bein, damit die Leute nicht auf meinen schuhlosen Fuß aufmerksam wurden.
 Re: Meine Nichte 05.05.2022 (02:35 Uhr) kin865 (Kinja)
> > Hi Lissi,
> >
> > ich erwarte immer noch sehnsüchtig das Ende Deiner Story
> > und auch, wieso Du nur mit einem Pumps auf dem Bahnsteig
> > standst...
> >
> > Meine Nichten sind 9 und 13 (ja, und schon Schuhgröße 40
> > - OMG!). Naja, ich wollte primär nur mal sehen, wie sie
> > reagiert. Aber ich wollte sie nicht zu sehr zappeln
> > lassen, schließlich will ich, dass sie auch mal so
> > gelassen mit ihren Schuhen spielt, bzw. sie so locker
> > trägt, wie wir. Das fördere ich glaube ich nicht dadurch,
> > dass ich sie wie Cinderella rumlaufen lassen, nicht dass
> > sie wieder komplett Nylons und Ballerinas entsagt. Tragen
> > heutzutage ja eh viel zu wenige. Egal, welche
> > Altersklasse. Also, langsam an die Materie ranführen, um
> > das Unbehagen abzugewöhnen, wenn man einen Schuh verliert
> > oder ihn nicht wieder findet, aber das
> > anregende/erregende Gefühl und den Spaß daran zu fördern.
> >
> > Also, ich bin keine, die anderen die Schuhe weg kickt
> > oder stiehlt. Bin ja schon genug damit beschäftigt, mich
> > um meine Schuhe zu kümmern. Was aber passieren könnte,
> > wenn wir mal Essen gehen, dass ich eventuell
> > zwischendurch einen von Deinen Schuhen anziehe und
> > umgekehrt, weil wir denken, es wäre unser eigener, den
> > wir wiedergefunden haben. Da Du ja scheinbar auch recht
> > häufig Deine Schuhe verlierst sobald Du sitzt, könnte das
> > durchaus passieren, oder habe ich das falsch in
> > Erinnerung?
> >
> > Naja, heute Abend ist der 60. Geburtstag der
> > Schwiegermutter meine Schwester. Laura, so heißt meine
> > ältere Nichte, hat mir eben geWhatsAppt, dass sie nochmal
> > das gleiche anziehen will, wie letzten Sonntag, wenn ich
> > es auch mache. Und wer zuerst da ist, soll einen Platz
> > aussuchen, wo die andere daneben sitzen kann. Ich glaube
> > es macht ihr also doch Spaß, so lockere Schläppchen mit
> > den rutschigen Nylons zu tragen. Mal sehen, ob sie wieder
> > mit dem
> > "gegenseitigdenSchuhuntermTischvonderZehenspitzederandere
> > nrunterkicken" weiter machen will. Ansonsten sage/zeige
> > ich ihr, was man noch so alles mit den Ballerinas und
> > Nylons machen kann, um sie, wie gesagt, an die Materie
> > heran zu führen. Aber dann nicht direkt panikartig nach
> > dem Schuh suchen soll. Denn das fällt auf, wenn man sich
> > hektisch bewegt, direkt nachdem so ziemlich jeder um
> > einen rum den mehr oder weniger lauten Klonk auf Stein-
> > oder Holzboden, wenn der Schuh runter gefallen ist, hört.
> >
> > Dann habe ich ja auch noch einiges zu berichten, wenn Du
> > die beiden Stories gepostet hast, Lissi. Erst, was
> > letzten Sonntag weiter passiert ist, dann was ich
> > Mittwoch erlebt habe, als ich nach mindestens 10 Jahren
> > mal wieder mit meinem Vater alleine in Köln unterwegs war
> > (war übrigens echt schön der Vater/Tochter
> > Nachmittag/Abend, werden wir jetzt hoffentlich häufiger
> > machen) und dann noch, was heute Abend passieren wird.
> >
> > Yvonne, Alex, Sophie oder sonst wer: habt Ihr noch was zu
> > berichten, was Euch irgendwann mal passiert ist? Yvonne,
> > trägst Du in Deinem Job nun öfters
> > Strumphosen/Kniestrümpfe mit den lockeren Schuhen und
> > hast während der Arbeit oder nach Feierabend mit Freunden
> > was erlebt, was Du mit uns teilen willst?
> >
> > Ttyl guys! Pascale
>
> Hallo Pascale,
> heute habe ich etwas mehr Zeit, um endlich die von dir
> (und anderen?) ersehnte Geschichte aufzuschreiben.
>
> Also:
> Vor einigen Jahren (jedenfalls vor Corona) war ich
> beruflich in einer Stadt in Ostdeutschland.
> Es ist so, wenn wir einen neuen Kunden/Mandanten haben,
> dann nehmen wir gerne persönlich Kontakt auf. Es eben ein
> Unterschied, ob ich einen Menschen nur aus dem Internet
> (E-Mails), vom Telefon oder persönlich kenne. Heute gibt
> es natürlich vielmehr Möglichkeiten, auch im Internet in
> persönlichen Kontakt zu treten (Konferenzsoftware usw.)
> Ich glaube aber, dass auch diese Möglichkeiten ein
> persönliches Gespräch (kennenlernen) nicht ersetzen. Du
> erfährst im direkten Gespräch nicht nur berufliches,
> sondern auch privates und persönliches. Du lernst den
> Menschen ganz anders kennen als nur durch Telefonate,
> Briefe oder E-Mails.
> Tut mir leid Pascale, deine Lissi schreibt sich mal
> wieder die Seele aus dem Leib ...
> Jedenfalls war ich dort bei einer mittelgroßen Firma zu
> Gast. Ich hatte ich mich natürlich etwas aufgebrezelt.
> Kostüm, meine für mich obligatorische Strumpfhose und
> schwarze Pumps. Die Schuhwahl war schon mal schlecht,
> weil man mir einen Teil der Produktionsanlagen zeigte.
> Dort war dann zum Teil so Rechteck-Eisengitter verlegt.
> Ich weiß leider nicht, wie das korrekt bezeichnet wird:
> rechteckig, mit großen Aussparungen (Löcher) damit
> Feuchtigkeit usw. abfliessen kann. Ist häufig vor
> Kellerfenstern verlegt.
> Wie auch immer, ich hatte Mühe, dass meine Schuhe mit
> ihrem Absatz nicht in diesen Gittern hängenblieben. Ich
> wollte schließlich professionell rüberkommen und den
> beiden Männern, die mir die Firma zeigten nicht in
> Strumpfhose gegenüber stehen.
> Es lief auch alles glatt. Leider brauchten wir viel mehr
> Zeit als geplant. Ich verließ die Firma also erst am
> späten Abend. Ich hatte kein Hotelzimmer gebucht (man
> muss die Kosten drücken) und musste mit Zug wieder nach
> Hause fahren.
> Ich fuhr also mit dem nächsten Bus in die Innenstadt. Im
> Stadtzentrum musste ich in die Straßenbahn umsteigen, die
> direkt zum Bahnhof fuhr. Da ich nicht mehr so viel Zeit
> hatte, musste ich mich beeilen. An der
> Straßenbahnhaltestelle war ordentlich was los, denn in
> der Stadt war irgendeine Veranstaltung gewesen und die
> Menschen wollten jetzt nach Hause. Ich überquerte eine
> Straße zur Haltestelle, als auch schon die Straßenbahn
> einfuhr. Ich schaffte es irgendwie vor die Masse am
> Bahnsteig als die Straßenbahn richtig Bahnhof neben mir
> zum halten kam. Sie war fast leer, aber das sollte sich
> nun ändern. Kaum das die Straßenbahn hielt, drängte alles
> zu den Türen. Ich hatte Glück, eine Tür öffnete sich
> direkt vor mir.
> Es war eine alte Straßenbahn, also ohne Niederflurwagen
> die heute üblich sind. Man musste 3 oder 4 steile Stufen
> hinauf. Da ich nach dem langen, anstrengenden Tag sitzen
> und nicht inmitten dieser Masse stehen wollte, beeilte
> ich mich, die Stufen zu ersteigen.
> Ich trat mit einem Fuß also auf die erste Stufe und
> wollte mit dem anderen Fuß auf die zweite Stufe treten
> ...
> Ihr ahnt sicher, was dann passierte.
> Irgendeiner dieser Eingeborenen, vermutlich ein
> männlicher Vollhonk, trat mir genau in dem Augenblick auf
> meine rechte Ferse. Mit Pumps und Strumpfhose hast du da
> natürlich keine Chance. Mein rechter Pumps verabschiedete
> sich von meinem Fuß. Da hinter mir die Leute in die
> Straßenbahn drängten, wurde ich ohne rechten Schuh in die
> Straßenbahn geschoben. Zum Glück verlor ich nicht auch
> meinen anderen Schuh.
> Ich schaffte es, auf einem Sitzplatz am Fenster sitzen zu
> kommen. Ich überschlug mein schuhloses Bein, damit die
> Leute nicht auf meinen schuhlosen Fuß aufmerksam wurden.


Hallo Alice,

Eine weitere gute Geschichte. Mir hat gefallen, wie Sie uns glauben gemacht haben, dass das Schuhproblem etwas anderes sein würde, aber es endete damit, in die Straßenbahn zu steigen. Hatten Sie vor, noch etwas über den Rest Ihrer Heimreise mit Straßenbahn und Zug mit einem Schuh hinzuzufügen, und sind Sie morgens zurückgegangen und haben versucht, es zu finden?

Grüße Kinja
 Re: Meine Nichte 05.05.2022 (18:06 Uhr) Alice Schneider
> > Hi Lissi,
> >
> > ich erwarte immer noch sehnsüchtig das Ende Deiner Story
> > und auch, wieso Du nur mit einem Pumps auf dem Bahnsteig
> > standst...
> >
> > Meine Nichten sind 9 und 13 (ja, und schon Schuhgröße 40
> > - OMG!). Naja, ich wollte primär nur mal sehen, wie sie
> > reagiert. Aber ich wollte sie nicht zu sehr zappeln
> > lassen, schließlich will ich, dass sie auch mal so
> > gelassen mit ihren Schuhen spielt, bzw. sie so locker
> > trägt, wie wir. Das fördere ich glaube ich nicht dadurch,
> > dass ich sie wie Cinderella rumlaufen lassen, nicht dass
> > sie wieder komplett Nylons und Ballerinas entsagt. Tragen
> > heutzutage ja eh viel zu wenige. Egal, welche
> > Altersklasse. Also, langsam an die Materie ranführen, um
> > das Unbehagen abzugewöhnen, wenn man einen Schuh verliert
> > oder ihn nicht wieder findet, aber das
> > anregende/erregende Gefühl und den Spaß daran zu fördern.
> >
> > Also, ich bin keine, die anderen die Schuhe weg kickt
> > oder stiehlt. Bin ja schon genug damit beschäftigt, mich
> > um meine Schuhe zu kümmern. Was aber passieren könnte,
> > wenn wir mal Essen gehen, dass ich eventuell
> > zwischendurch einen von Deinen Schuhen anziehe und
> > umgekehrt, weil wir denken, es wäre unser eigener, den
> > wir wiedergefunden haben. Da Du ja scheinbar auch recht
> > häufig Deine Schuhe verlierst sobald Du sitzt, könnte das
> > durchaus passieren, oder habe ich das falsch in
> > Erinnerung?
> >
> > Naja, heute Abend ist der 60. Geburtstag der
> > Schwiegermutter meine Schwester. Laura, so heißt meine
> > ältere Nichte, hat mir eben geWhatsAppt, dass sie nochmal
> > das gleiche anziehen will, wie letzten Sonntag, wenn ich
> > es auch mache. Und wer zuerst da ist, soll einen Platz
> > aussuchen, wo die andere daneben sitzen kann. Ich glaube
> > es macht ihr also doch Spaß, so lockere Schläppchen mit
> > den rutschigen Nylons zu tragen. Mal sehen, ob sie wieder
> > mit dem
> > "gegenseitigdenSchuhuntermTischvonderZehenspitzederandere
> > nrunterkicken" weiter machen will. Ansonsten sage/zeige
> > ich ihr, was man noch so alles mit den Ballerinas und
> > Nylons machen kann, um sie, wie gesagt, an die Materie
> > heran zu führen. Aber dann nicht direkt panikartig nach
> > dem Schuh suchen soll. Denn das fällt auf, wenn man sich
> > hektisch bewegt, direkt nachdem so ziemlich jeder um
> > einen rum den mehr oder weniger lauten Klonk auf Stein-
> > oder Holzboden, wenn der Schuh runter gefallen ist, hört.
> >
> > Dann habe ich ja auch noch einiges zu berichten, wenn Du
> > die beiden Stories gepostet hast, Lissi. Erst, was
> > letzten Sonntag weiter passiert ist, dann was ich
> > Mittwoch erlebt habe, als ich nach mindestens 10 Jahren
> > mal wieder mit meinem Vater alleine in Köln unterwegs war
> > (war übrigens echt schön der Vater/Tochter
> > Nachmittag/Abend, werden wir jetzt hoffentlich häufiger
> > machen) und dann noch, was heute Abend passieren wird.
> >
> > Yvonne, Alex, Sophie oder sonst wer: habt Ihr noch was zu
> > berichten, was Euch irgendwann mal passiert ist? Yvonne,
> > trägst Du in Deinem Job nun öfters
> > Strumphosen/Kniestrümpfe mit den lockeren Schuhen und
> > hast während der Arbeit oder nach Feierabend mit Freunden
> > was erlebt, was Du mit uns teilen willst?
> >
> > Ttyl guys! Pascale
>
> Hallo Pascale,
> heute habe ich etwas mehr Zeit, um endlich die von dir
> (und anderen?) ersehnte Geschichte aufzuschreiben.
>
> Also:
> Vor einigen Jahren (jedenfalls vor Corona) war ich
> beruflich in einer Stadt in Ostdeutschland.
> Es ist so, wenn wir einen neuen Kunden/Mandanten haben,
> dann nehmen wir gerne persönlich Kontakt auf. Es eben ein
> Unterschied, ob ich einen Menschen nur aus dem Internet
> (E-Mails), vom Telefon oder persönlich kenne. Heute gibt
> es natürlich vielmehr Möglichkeiten, auch im Internet in
> persönlichen Kontakt zu treten (Konferenzsoftware usw.)
> Ich glaube aber, dass auch diese Möglichkeiten ein
> persönliches Gespräch (kennenlernen) nicht ersetzen. Du
> erfährst im direkten Gespräch nicht nur berufliches,
> sondern auch privates und persönliches. Du lernst den
> Menschen ganz anders kennen als nur durch Telefonate,
> Briefe oder E-Mails.
> Tut mir leid Pascale, deine Lissi schreibt sich mal
> wieder die Seele aus dem Leib ...
> Jedenfalls war ich dort bei einer mittelgroßen Firma zu
> Gast. Ich hatte ich mich natürlich etwas aufgebrezelt.
> Kostüm, meine für mich obligatorische Strumpfhose und
> schwarze Pumps. Die Schuhwahl war schon mal schlecht,
> weil man mir einen Teil der Produktionsanlagen zeigte.
> Dort war dann zum Teil so Rechteck-Eisengitter verlegt.
> Ich weiß leider nicht, wie das korrekt bezeichnet wird:
> rechteckig, mit großen Aussparungen (Löcher) damit
> Feuchtigkeit usw. abfliessen kann. Ist häufig vor
> Kellerfenstern verlegt.
> Wie auch immer, ich hatte Mühe, dass meine Schuhe mit
> ihrem Absatz nicht in diesen Gittern hängenblieben. Ich
> wollte schließlich professionell rüberkommen und den
> beiden Männern, die mir die Firma zeigten nicht in
> Strumpfhose gegenüber stehen.
> Es lief auch alles glatt. Leider brauchten wir viel mehr
> Zeit als geplant. Ich verließ die Firma also erst am
> späten Abend. Ich hatte kein Hotelzimmer gebucht (man
> muss die Kosten drücken) und musste mit Zug wieder nach
> Hause fahren.
> Ich fuhr also mit dem nächsten Bus in die Innenstadt. Im
> Stadtzentrum musste ich in die Straßenbahn umsteigen, die
> direkt zum Bahnhof fuhr. Da ich nicht mehr so viel Zeit
> hatte, musste ich mich beeilen. An der
> Straßenbahnhaltestelle war ordentlich was los, denn in
> der Stadt war irgendeine Veranstaltung gewesen und die
> Menschen wollten jetzt nach Hause. Ich überquerte eine
> Straße zur Haltestelle, als auch schon die Straßenbahn
> einfuhr. Ich schaffte es irgendwie vor die Masse am
> Bahnsteig als die Straßenbahn richtig Bahnhof neben mir
> zum halten kam. Sie war fast leer, aber das sollte sich
> nun ändern. Kaum das die Straßenbahn hielt, drängte alles
> zu den Türen. Ich hatte Glück, eine Tür öffnete sich
> direkt vor mir.
> Es war eine alte Straßenbahn, also ohne Niederflurwagen
> die heute üblich sind. Man musste 3 oder 4 steile Stufen
> hinauf. Da ich nach dem langen, anstrengenden Tag sitzen
> und nicht inmitten dieser Masse stehen wollte, beeilte
> ich mich, die Stufen zu ersteigen.
> Ich trat mit einem Fuß also auf die erste Stufe und
> wollte mit dem anderen Fuß auf die zweite Stufe treten
> ...
> Ihr ahnt sicher, was dann passierte.
> Irgendeiner dieser Eingeborenen, vermutlich ein
> männlicher Vollhonk, trat mir genau in dem Augenblick auf
> meine rechte Ferse. Mit Pumps und Strumpfhose hast du da
> natürlich keine Chance. Mein rechter Pumps verabschiedete
> sich von meinem Fuß. Da hinter mir die Leute in die
> Straßenbahn drängten, wurde ich ohne rechten Schuh in die
> Straßenbahn geschoben. Zum Glück verlor ich nicht auch
> meinen anderen Schuh.
> Ich schaffte es, auf einem Sitzplatz am Fenster sitzen zu
> kommen. Ich überschlug mein schuhloses Bein, damit die
> Leute nicht auf meinen schuhlosen Fuß aufmerksam wurden.


Hallo zusammen, hallo Kinja,
ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die obige Geschichte noch nicht zu Ende ist.
Mein Computer machte Probleme, sodass ich plötzlich aufhören musste zu schreiben.

Nun zur Fortsetzung:
Ich saß nun in der Straßenbahn, am rechten Fuß trug ich nur noch eine Strumpfhose.
Nach kurzer Fahrt kamen wir zur nächsten Haltesstelle. Die Straßenbahn hielt und ich überlegte ob ich aussteigen sollte. Aber zum einen wäre es mir schwer gefallen, mich durch die ganzen Leute zu drängen, zum anderen hätte ich dann mit nur einem Schuh zurück zur anderen Haltestelle laufen müssen. Und dann hätte ich in diesem Gewühl meinen Schuh finden müssen. Die Chance ihn wiederzufinden, stufte ich als gering ein. Möglicherweise hatte ihn irgendein betrunkener Partygänger längst als Souvenir eingesteckt; oder mein Pumps war von einer Straßenbahn überfahren und in seine Einzelteile zerlegt worden.
Bevor ich zu einer Entscheidung kam, ob ich aussteigen sollte oder nicht, waren wir an der Haltestelle auch schon vorbeigefahren. Ich entschied mich daher, meinen verlorenen Schuh endgültig aufzugeben. Ich schaute dabei auf meine ungleich gekleideten Füße und musste heftig schlucken. Jetzt musste ich eben bis zum Bahnhof fahren und als "Alice auf einem Pumps" das Beste hoffen.
Die nächste oder übernächste Haltestelle, so genau weiß ich es nicht mehr, war dann der Bahnhof.
Ich wartete bis alle anderen aus der Straßenbahn ausgestiegen waren, dann folgte ich vorsichtig. Nun stand ich auf dem Bahnhofsvorplatz. Mit dem rechten Fuß trat ich nur mit Zehenspitzen auf. So lief ich jetzt langsam, rechts etwas unsicher auftretend, zum Bahnhof.
Ich ging durch eine große Tür in das Bahnhofsgebäude hinein. Zum Glück hatte ich schon meine Fahrkarte, so dass ich mich nicht am übervollen Schalter anstellen musste. Ich ging nun vorsichtig zum Gleis. Ich hielt mich am Rand des Bahnhofflures auf und schritt langsam und vorsichtig voran. Der Bahnhof war relativ voll mit Leuten, die nach dem Fest zurück in ihren Heimatort fahren wollten. Ich schaffte es unbemerkt (also dass ich nur einen Schuh anhatte) durch die Menge im Bahnhof zu meinem Gleis.
Dort lief ich vorsichtig zum Ende des Gleises. Dieser Teil des Bahnhofes war ein Kopfbahnhof. Daher war es weiter draußen leerer. Hier stand ich nun auf einem Schuh und musste zu meinem Schrecken auf der Anzeigetafel sehen, dass der Zug einige Verspätung hatte. Ich hatte heute aber auch so richtig Glück!
Da es hier draußen keine Bank gab, auf die ich mich setzen konnte, musste ich eben auf einem Pumps stehend auf den Zug warten. Ich stellte mich etwas zur Seite, dort konnte ich das Fehlen eines Schuhes besser vor den anderen verbergen.
So stand ich "einschuhig" am Gleis und wartete auf meinen Zug. Das ist die Situation gewesen, die ich euch einmal gepostet habe.
Als der Zug einfuhr, stieg ich ein und setzte mich auf einen Sitzplatz am Fenster. Den Platz neben mir, belegte ich mit meiner Tasche, so dass sich hoffentlich niemand neben mich setzte.
Nun füllte sich der Waggon schnell. Von hinten kamen immer mehr Leute in den vorderen Teil des Zuges gelaufen, wo ich saß. Zum Glück wurde es dann doch nicht ganz voll, sonst hätte sich doch noch jemand neben mich gesetzt. Auf der anderen Seite des Ganges ließen sich zwei Männer nieder. Einer starrte mich unverhohlen an. Ich fiel hier mit meinem feinen Kostüm als junge Buiness-Woman einfach auf. Dazu brauchte es meines Strumpffußes gar nicht.
Ich hoffte inständig, dass den beiden nicht auffiel, das mir ein Schuh fehlte. Um meinen Schuhverlust zu verbergen, überschlug ich mein rechtes schuhloses Bein, so dass es sich zwischen Zugwand und dem anderen Bein befand.
Dann fuhr der Zug los. Ich wusste, dass ich nun endgültig für längere Zeit nur einen Schuh anhaben würde. Und ich hatte eine ordentlich Zugfahrt vor mir.
Dieser Regionalzug hielt ziemlich oft an und jedesmal stiegen einige Leute aus. Nach einiger Zeit war ich fast allein im Abteil. Ich entspannte mich nun etwas. Ich konnte meinen schuhlosen Fuß nun in Augenschein nehmen. Die Strumpfhose hatte etwas gelitten, war aber intakt. Die Strumpfhose hatte mittlere Blickdichte, so dass meine lackierten Zehennägel zu sehen waren. Ich hatte sie erst gestern neu lackiert und gedacht, dass das mir Glück bringen würde. Schöne Füße sind doch was schönes! Aber nicht, wenn der Fuß für alle sichtbar ist.
Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt kamen wir am Zielbahnhof (des Zuges, nicht meines) an.
Hier, es ist einer der größten Bahnhöfe Deutschlands, musste ich in einen ICE umsteigen. Ich stieg als einer der letzten aus dem Zug aus. Aufgrund der Verspätung hatte ich nicht viel Zeit. Sonst hätte ich vielleicht hier ein neues Paar Schuhe kaufen können, den dieser Bahnhof ist für seine Einkaufsgelegenheiten bekannt. Ich lief so gut ich mit einem Schuh konnte - ich hatte überlegt, auch den anderen Pumps auszuziehen, die Idee dann aber verworfen - zum dem Gleis, wo mein Anschlusszug stehen sollte. Jetzt durfte ich mir keinen Fehler erlauben, sonst würde ich hier mit einem Schuh stranden. Es galt: Augen zu und durch!
Ich lief also mit einem Schuh durch den Bahnhof. Dabei tat ich so, als wäre alles normal. Und was soll ich sagen, es haben wohl nur sehr wenige auf die einschuhige Frau geachtet. So kam ich zu meinem anderen Zug, einem ICE.
Er stand schon abfahrbereit da, der andere Zug hatte ja Verspätung gehabt.
Ich stieg wieder vorne ein (Kopfbahnhof) und hoffte, dass es wieder ein leerer Zug sein würde.
Leider hatte ich Pech. Der Zug war zwar nicht rappelvoll, also es gab tatsächlich noch Sitzplätze, aber keine im hintersten Eck, wo eine Frau mit nur einem Schuh ihre Ruhe finden konnte.
Ich überlegte, wohin ich mich setzen sollte. Schließlich entschied ich mich für einen Sitzplatz an einem 4er-Tisch. Auf der einen Seite saßen zwei jüngere Frauen, die Sitze auf der anderen Seite waren noch frei. Ich setzte mich also dort hin, nachdem ich gefragte hatte, ob da noch frei sei. Nicht dass es nachher Probleme gab. Und mit nur einem Schuh wollte ich dann nicht nach einem anderen Sitzplatz suchen müssen. Ist schon im Normalfall lästig genug.
To make it short wie der Amerikaner sagt, ich setzte mich auf den freien Fensterplatz, stellte meine Tasche auf den Sitz neben mir, stellte meine Füße unter den Tisch (ist immer ein komisches Gefühl, wenn ein Fuß im Schuh ist und der andere den Boden berührt) und wartete auf die Abfahrt.

Leute, wie die Zeit vergeht. Ich muss für heute Schluss machen. Fortsetzung folgt aber.

Eure Alice
 Re: Meine Nichte 06.05.2022 (04:16 Uhr) kin865
Hallo Alice,

Danke für die Fortsetzung der Geschichte. Klingt, als hättest du den Schuh nie zurückbekommen. Mir war nicht klar, wie weit man gehen musste und wie lange man nur in einem Schuh stecken musste. Freuen Sie sich auf weitere Beiträge, wenn Sie Zeit haben. Wenn Sie Fragen an mich haben, können Sie diese gerne stellen.

- Kinja
 Re: Meine Nichte 06.05.2022 (16:04 Uhr) Alice Schneider
Hallo Leute,
hier kommt ein weiterer (und hoffentlich der letzte) Teil der Geschichte:

Der ICE fuhr los und ich saß den beiden Frauen gegenüber auf meinem Sitz und schaute zum Fenster hinaus.
Da es langsam dunkel wurde, war dies keine sinnvolle Beschäftigung.
Also saß ich da und überlegte mir, ob ich ins Bordbistro gehen sollte. Ich hatte an den Bahnhöfen zuvor nichts einkaufen können. Und allmählich meldete sich mein Magen.
Sollte ich hier wirklich ohne Schuhe durch den Zug laufen? Hatte ich noch nie gemacht. Aber ich hatte schon Leute ohne Schuhe durch den Zug laufen gesehen. Allerdings am Tag und im Hochsommer.
Ich überlegte eine Weile. Dann zog ich meinen linken Pumps aus und schob ihn unter den Sitz. So konnte ihn niemand sehen.
Dann nahm ich meine Tasche und ging nach hinten durch den Zug. Ich hatte jetzt nur noch meine Strumpfhose an. War irgendwie ein komisches Gefühl. Aber außer mir wusste ja niemand, dass mir eigentlich ein Schuh fehlte. Also versuchte ich so normal wie möglich zu gehen. Ich glaube, dass mein schuhloser Zustand auch nur wenigen aufgefallen ist.
Schließlich erreichte ich das Bord-Bistro. Hier gab zwar nur kleine Snacks u. ä. zu essen, aber dass reichte mir im Moment völlig. Ich stelle mich in die kurze Schlange vor der Ausgabe an. Hinter mich stellte sich ein Mann ihm Anzug an. Nach einiger Zeit merkte ich, dass ihm aufgefallen war, dass ich keine Schuhe anhatte. Er sagte nichts, schaute aber immer wieder unauffällig nach unten. Jetzt war mir die Sache doch ziemlich peinlich. Bisher hatte ich gehofft, oder mir zumindest eingeredet, dass niemand meine fehlenden Schuhe bemerkt hat.
Als ich an die Reihe kam, bestellte ich etwas, zahlte und machte mich auf den Weg zurück zu meinem Sitzplatz.
Dort angekommen, merkte ich zu meinem Entsetzen, dass sich jemand auf meinen Sitzplatz gesetzt hatte.
In der Zwischenzeit, wo ich ins Bord-Bistro gegangen war, hatte der Zug nämlich an einem Bahnhof gehalten. Dummerweise hatte sich nun ein älteres Ehepaar auf die beiden Plätze am Tisch gesetzt.
Und unter dem Fenstersitzplatz befand sich mein letzter Schuh! Heute hatte ich aber überhaupt kein Glück.
Ich setzte mich kurz entschlossen auf einen freien Sitzplatz, der sich direkt neben mir befand. Jetzt saß ich zwei Reihen hinter meinem ursprünglichen Sitzplatz. Dawischen war noch eine Reihe, in der sich jemand befand.
Ich seufzte tief, jetzt hatte ich auch den Kontakt zum anderen Schuh verloren.
Das war echt ein Sch...tag heute. Am liebsten hätte ich losgeheult, aber ich war ja schon erwachsen.
So blieb mir nichts anderes übrig, als den Klapptisch am Vordersitz aufzuklappen, mein Essen und Trinken daraufzustellen und dann zu versuchen, es zu genießen.
Das klappte (um ihm Bild zu bleiben) recht gut.
Die relativ geschäftstüchtige Anwältin Alice Schneider saß nun ohne Schuhe im Zug und hoffte, dass diese Reise bald ein Ende haben möge!
Schließlich erreichte der ICE einen weiteren Kopfbahnhof, der der Endbahnhof dieses Zuges war.
Wir mussten alle aussteigen. Ich wartete bis die anderen aufgebrochen waren, sammelte nun meinen linken, den letzten, Schuh ein. Ich überlegte, ob ich ihn auch anziehen sollte, aber ich entschloss mich, in meiner Strumpfhose durch diesen Bahnhof zu laufen.
Ich stieg aus dem Zug. Aus der Durchsage im Zug zuvor, wusste ich, auf welchem Gleis mein Anschlusszug zu finden war. Es war wieder ein ICE mit dem ich noch etwa eine Stunde unterwegs sein würde.
Ich ging in meiner Strumpfhose durch den Bahnhof. Es war später geworden und es war deutlich weniger los als in den anderen Bahnhöfen zuvor. Ich passte auf, wohin ich trat und kam so unfallfrei zu meinem nächsten Zug.
Ich stieg ein und setzte mich in ein Abteil, das zufälligerweise noch leer war. Ich setzte mich an den Fensterplatz, legte meine Tasche auf den Platz neben mir und zog den Schuh aus. Nun streckte ich sie auf dem Sitzplatz gegenüber aus. Zum ersten mal seit der Abfahrt konnte ich mich richtig erholen. Als der Zug abfuhr, lehnte ich mich zurück und entspannte mich. Ich hatte nur noch einen Schuh aber ich war hoffentlich bald zu Hause.
Und bis jetzt war alles gut gegangen. Außer, dass ich ohne rechten Schuh herumlaufen musste.
 Re: Meine Nichte 06.05.2022 (19:05 Uhr) Alice Schneider
> Ich hatte nur noch einen Schuh aber ich war hoffentlich bald zu Hause.
> Und bis jetzt war alles gut gegangen. Außer, dass ich
> ohne rechten Schuh herumlaufen musste.

Sorry Leute,
musste mein Schreiben unterbrechen. Eventuell schaffe ich die Geschichte jetzt bis zum Ende:

So kam ich meinem Ziel immer näher.
Meine Füße auf dem Sitz, machte ich es mir auch sonst gemütlich und versuchte etwas auszuruhen.
Der Zug fuhr durch Süddeutschland und endlich kam ich in meiner Heimatstadt an, die ich heute morgen in aller Frühe verlassen hatte. Damals war ich allerdings noch mit zwei Pumps unterwegs.
Ich stieg aus dem ICE, es waren nun nur noch wenige Leute unterwegs. Ich ging nicht zur S-Bahn wie sonst, um die letzten Meter zurückzulegen. Nein, heute fuhr ich mit dem Taxi nach Hause. Ich hatte einfach die Befürchtung, dass ich im Bahnhof oder in der S-Bahn doch noch jemandem begegnete der mich kannte ("Guten Abend Frau Schneider, wie geht´s Ihnen? Aber sie haben ja nur einen Schuh an?!?").
Also lief ich so unauffällig wie möglich durch den Bahnhof. Meinen Schuh zog ich wieder aus. Leider ist unser Hauptbahnhof gerade eine riesige Baustelle (schon damals) und das machte es mir nicht leichter.
Aber es gelang mir, bis zum Taxistand zu kommen ohne einem Bekannten zu begegnen oder mir den Fuß zu verletzen. Ich stieg schnell in das vorderste Taxi ein. Dabei setzte ich mich auf die Rückbank. So konnte der Fahrer meinen schuhlosen Fuß nicht sehen. Und was man nicht weiß, macht einen nicht heiß.
Ich nannte meine Adresse und das Taxi fuhr los.
An meiner Wohnung angekommen, bezahlte ich und stieg aus. Jetzt waren es nur noch wenige Meter bis in die Wohnung. Bisher war alles gut gegangen und ich betete, dass nicht gerade jetzt der nervige Nachbar zu Tür herauskam.
Mit meinem Schuhverlust hatte ich Pech gehabt, aber nun hatte ich Glück. Ich gelangte ohne Probleme in meine Wohnung.
Dort angekommen schloss ich die Tür hinter mir, warf meine Tasche in die Ecke und zog meinen mir verbliebenen Schuh aus. Ich stellte ihn auf seinen Platz ins Schuhregel. Sein rechter Nebenplatz blieb leider frei.
Dann ging ich ins Wohnzimmer und machte den Fernseher an. Ich seufzte einmal tief und dann, ich schäme mich nicht dafür, fing ich an zu weinen. Nicht wegen des Schuhs, sondern wegen der ganzen Anspannung und der Aufregung.
Nach einiger Zeit hörte ich damit auf. Ich aß und trank noch etwas, dann zog ich mich aus und ging ins Bett.
Es war ein ganz besonderer Tag in meinem Leben gewesen.

So, dass wäre meine Geschichte. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Und passt auf eure Schuhe auf!

Alice
 Re: Meine Nichte 06.05.2022 (21:11 Uhr) kin865
Alice,

Schöner Abschluss der Geschichte - tolle Details. Mir gefällt, wie Sie am Ende den einzelnen Schuh auf das Gestell gestellt haben und einen leeren Platz hinterlassen haben.

Da fällt mir eine meiner Geschichten in meiner Trishtale-Serie ein: https://web.archive.org/web/20091027064821/http://www.geocities.com/trishakendrick/story52.html

Mein Trisha-Charakter hat im Laufe der Zeit ein paar Schuhe verloren und die restlichen behalten. In dieser Geschichte hat sie sich den Knöchel verstaucht, ging auf Krücken und brauchte für ein paar Wochen nur einen Schuh. Sie konnte die einzelnen Schuhe wieder benutzen. Ich vermute, dass Ihnen das nicht passiert ist und dass Sie den anderen Schuh schließlich weggeworfen haben.

Mit freundlichen Grüße,
Kinja

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