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 Mitmenschen!? 19.04.2006 (14:02 Uhr) Michael
Eine heimtückische Krankheit!
Da kommt eine/er der ist aber krumm, da steht eine/er der sieht ja komisch aus, der ist bestimmt sehr krank!!
Da steht eine/er der sieht nicht komisch aus (nicht krumm), aber kann kaum gehen, sieh dir sein Gesicht an, von schmerzen gekennzeichnet!

Solche Sätze hört/e man immer wieder von Mitmenschen die nicht wissen was der gegenüber für eine Krankheit/Leiden hat.
Freunde, Nachbar, Bekannte & Fremde sehen den Menschen als ganzes an, sobald sie/er ein wenig von der Norm abweicht, wird gesagt:
Die/den hat es aber hart getroffen, sie mal er kann sich kaum bewegen. Nach einiger Zeit, sagen die selben Menschen, he so langsam müsste sie/er aber wieder gesund sein!
Sie/er geht doch so oft zum Arzt, bekommt doch alles an Medizin, so schlimm kann es doch auch nicht wieder sein!
Wenn dann noch zu guter letzt derjenige, der betroffen ist, von Ärztlicher Seite her geraten wird, sich körperlich zu betätigen z. B. Spazieren gehen, Rad fahren, Schwimmen, also der große Begriff des Bewegungsaperrat in Bewegung halten, dann sieht es vor den Mitmenschen so aus, als ob es ihm gar nicht so schlecht gehen kann!
Das aber genau das ist, was derjenige für seine Beweglichkeit gebraucht, verstehen die allerwenigsten.
Erklärungen, verstehen seitens Bekannter, Freunde & Verwandtschaft über den Verlauf des Morbus Bechterew ist von je her schwierig. Die einen verstehen das Handeln bei solch einer Erkrankung (meistens nur dann, wenn Sie im eigenen - engen Umfeld einen Betroffenen haben) die anderen hören zu, aber verstehen den Sachverhalt der Krankheit nicht.
Schnell schießen Vorurteile aus dem Umfeld, man wird als Simulant verurteilt, obwohl vielen Bechtis alleine schon an der Gangart oder dem Gesichtausdruck anzusehen ist, dass sie einem nicht alltäglichen Problem ausgesetzt sind.

Viele Bechtis haben lange Wege vor oder hinter sich gebracht, um eine Anerkennung der Erkrankung, seitens der Medizin zu bekommen (es vergehen immer noch einige Jahre bis zum Befund), gehen jedem nur so kleinen Hinweis über neue Medikamente oder Anwendungen oder sogar Alternativmedizin nach, um wieder am Alltagsgeschehen so gut es geht teilhaben zu können. Das sehen aber die meisten nicht, dass sich der Bechti abmüht ohne Ende um irgendein Erfolg für sich zu verbuchen.

Wichtig ist eine Aufklärung vom Verlauf ~ Morbus Bechterew, was alles sein kann, dass man nicht so flexibel ist wie ein gesunder Mensch. Aufklärung ist das eine, verstanden werden das andere, jeder sollte ehrlich sagen können was er jeweils für körperliche Probleme hat. Bekannte, Freund & Verwandte sollten lernen zuzuhören, sich einmal Gedanken machen, welchen Gang der Mensch mit MB durchgeht!

Mehr Verständnis für Behinderte Menschen (z.B. MB), denn eins steht fest, bei Naturkatastrophen werden alle Mitmenschen nachdenklich, spenden großherzig ... wenden sich aber nach einiger Zeit von den Geschehnissen ab, so wie auch in Fällen der jeweiligen Krankheiten ... man streicht sie aus dem Kopf!

Wer Lust hat, kann ja seine Erfahrung im Umgang mit den Mitmenschen niederschreiben ... es ist immer eine Bereicherung, wie die Meinung von anderer Usern aussieht ...

PS: Aber Mitleid wollte/sollte dieser Beitrag nicht erreichen, sowie auch nicht ansprechen.
Mitleid ist etwas, was ich oder auch andere Behinderte überhaupt nicht wollen/mögen,
vielmehr wollen/sollten wir verstanden werden.

Jede Krankheit hat ihren Preis, wo sich ein normaler Gesunde nicht hineinversetzen kann, solange, ja solange er Gesund ist.

Wünsche einen schönen Tag ...
www.menschenhilfe-world.de

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